Arbeitnehmer in Griechenland verlieren dreieinhalb Monatslöhne

11. Februar 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 2.167

In Griechenland verlieren Arbeitnehmer des privaten Sektors infolge des von den Gläubigern verlangten neuen Sparpakets rund dreieinhalb Monatslöhne im Jahr.

Das von der Troika und den internationalen Gläubigern Griechenlands verlangte neue Sparpaket sieht unter anderem die Senkung der gesetzlichen Mindestlöhne um 22% vor, was zu einer Senkung des monatlichen Mindestlohn eines ungelernten ledigen Arbeiters auf etwa 450 Euro netto führt. Entsprechend sinken auch alle Bezüge und Leistungen, die an den gesetzlichen Mindestlohn gekoppelt sind, wie beispielsweise Arbeitslosengeld, das – sofern überhaupt ein Anspruch besteht – auf monatlich etwa 350 Euro pro Monat gekürzt wird. Die allein aus den erneuten Lohnkürzungen entstehenden Beitragsverluste der gesetzlichen Sozialversicherungsträger in einer Größenordnung von 1,5 Mrd. Euro sollen gegebenenfalls durch weitere Kürzungen der Renten kompensiert werden.

Im Vergleich zu der anfänglichen Forderung nach Streichung des sogenannten „13. und 14. Monatslohns“ (= Festzulagen und Urlaubsgeld) fällt somit die horizontale Lohnkürzung noch härter als befürchtet aus, was jedoch Politiker damit zu kaschieren versuchen, indem sie die „Rettung des 13. und 14. Monatslohns“ als Erfolg ihrer harten Verhandlungen mit der Troika glorifizieren. Das offensichtliche Paradox kommentiert die Journalistin Kate Kazanti in einem am 09. Februar 2012 in der Zeitung „Vradyni“ unter der Kolumne „Anspielungen“ publizierten Artikel, der nachstehend in (zum Teil freier) deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.

Ockhams Rasiermesser

Es ist im Internet zu finden: „Mathematik für die dritte Klasse der Grundschule“:
Frage: Du hast einen Lohn von 600 Euro netto und wirst 14 Mal im Jahr bezahlt. Wie viel Geld bekommst Du im Jahr?
Antwort: 600 € x 14 = 8.400 €

Frage: Dank des harten Ringens unserer politischen Führung bleibt es bei 14, jedoch wird 600 zu 450. Wie viel Geld bekommst Du also nun im Jahr?
Antwort: 450 € x 14 = 6.300 €

Frage: Wie viel Geld hast Du also in einem Jahr verloren?
Antwort: 8.400 € – 6.300 € = 2.100 €

Frage: Wie viele Monatslöhne hast Du also verloren?
Antwort: 2.100 € / 600 € = 3,5

Frage: Wurden also der 13. und 14. Monatslohn gerettet?
Antwort: Sie wurden nicht nur nicht gerettet, aber zusammen mit ihnen ging auch der 12. und der halbe 11. verloren!

Fazit: Entweder nehmen uns alle auf den Arm oder niemand von ihnen hat die 3. Klasse der Grundschule absolviert!

Dieser spöttische mathematische Syllogismus wird natürlich wegen übertriebener Simplizität auf jede denkbare Kritik stoßen, und zwar speziell seitens derer, die uns intellektuelle Beinchen zu stellen und jedes Mal davon zu überzeugen bemühen, dass sie sich – in Abwesenheit des Volkes – für das Wohl des Volkes abrackern. Sie mögen beispielsweise behaupten, dass der Verlust im Prinzip ein Gewinn und die Verarmung eine Investition in zukünftigen Reichtum sei. Warum? Weil jeder, der einen Eid auf den Namen der Wettbewerbsfähigkeit ablegt, zu wissen schuldet, dass letztere um so mehr steigt als, die Löhne sinken, und also auch die Wirtschaft wächst.

Umverteilung des Reichtums von unten nach oben

Sie beantworten natürlich nicht, wieso dies niemals in Rumänien oder Bulgarien geschah, weil diese Frage in dem sogenannten Kleingedruckten aufgeführt ist, welches wir uns nicht zu lesen angewöhnt haben. Auch sprach niemals jemand über all das Übrige, was ein Land wettbewerbsfähig macht, wie Infrastrukturen, Innovationen usw. Wir beginnen bei dem Einfachen: bei dem, was jedoch erst einmal die Umverteilung des Reichtums von unten nach oben forciert. Und wenn jemand wagt, diesen Einwand zu wispern, wird er direkt umgehend als malerisch und einfältig beschuldigt.

Ist jedoch möglicherweise die Zeit gekommen, uns wieder an das Rasiermesser von Ockham, an jenen Franziskanermönch, den englischen Philosophen der Logik und sein Rasiermesser zu erinnern, das auch die Basis der modernen Wissenschaft darstellte? Wozu ermuntert er uns? Sein wissenschaftlicher Grundsatz, der ebenfalls auch Prinzip der Ökonomie genannt wird, lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: einerseits soll niemand zu mehr Hypothesen als nötig schreiten und andererseits ist von zwei Theorien, welche Prognosen bieten, die einfachere die bessere. Ockhams Rasiermesser ermuntert uns, die einfachere Theorie zu akzeptieren, bis wir Gründe haben, dies nicht zu tun, da jede wissenschaftliche Theorie – um wissenschaftlich zu sein – so wie so den Keim enthält, sich selbst zu widerlegen.

Wenn also der „notwendige Lohn“ eines Arbeitnehmers schrumpft und ein ganzes Volk kontinuierlich verarmt, anzunehmen, dass es – weil es verarmt – … reicher werden wird, ist dies eine Schlussfolgerung mit dermaßen vielen intermedierten Hypothesen, die alles andere als logisch oder wissenschaftlich charakterisiert werden kann. Das Vernünftigste in diesen schweren Zeiten wäre also, uns wieder an die Mathematik der 3. Klasse der Grundschule zu erinnern, und sie – sei es auch mit Gewalt – all jenen in Erinnerung zu bringen, die sie vergessen haben.

(Quelle: Vradyni, Autorin: Kate Kazanti, Übersetzung: griechenland-blog.gr)

  1. Der Patriarch
    11. Februar 2012, 09:29 | #1

    Wie kann sich der einfache Grieche in Zukunft ernähren?
    Fallen die Preise für das täglich Leben ebenfalls um 20 – 30 %?

    Wäre es nicht an der Zeit sich für eine aktive Griechenlandhilfe
    zu organisieren?

  2. Fiktiv07
    11. Februar 2012, 09:33 | #2

    Diese Rechnung enthält einen gravierenden Rechenfehler:

    bei den 2100 Euro Differenz wurde nicht berücksichtigt dass das 13. und 14. Monatsgehalt bei einer Absenkung von 600 auf 450 Euro beibehalten wurde.Diese müssen noch hinzu addiert werden:

    2 mal 450 Euro=900 Euro.

    Demnach macht die Differenz dann 2100-900=1200 Euro aus.

    Ebenfalls nicht berücksichtigt wurde dass (wie in dem Artikel beschrieben) unter Beihealtung der 600 Euro das 13. und 14. Monatsgehalt weggefallen wäre,dies taucht auch nicht in der Rechnung in ihrem Artikel auf.Hier wurden die 600 Euro mal 14 gerechnet was nicht der Kürzung auf 12 Monatsgehälter entspricht.

    Zieht man diese zwei Monatsgehälter ab,dann kommt man auf 2mal 600=1200 Euro weniger.

    Uuups…jetzt sieht es noch einmal ganz anders aus.Das war jetzt Viertklässler.

    Ein Fünftklässler bezieht sich auf die Angaben in diesem Artikel durch und berechnet beide Szenarien:

    1. 14×450 Euro= 6300 Euro

    2. 12×600 Euro=7200 Euro

    Differenz: 7200 minus 6300 Euro=900 Euro weniger

    Das ist dann die Schlussrechnung!Simsalabim,aus dramatischen 2100 Euro werden 900 Euro.

    Fazit: wenn die Griechen rechnen wie Drittklässler,dann wundert es mich persönlich nicht dass sie auch wie jene randalieren und der Stimmungsmache unterliegen die gerade vorherrscht.Ich danke der Redaktion dafür dass sie diesen Kommentar im Sinne der gebotenen Objektivität freischaltet.

  3. Monalisa
    11. Februar 2012, 11:41 | #3

    Oben heißt es:
    „..Umverteilung des Reichtums von unten nach oben
    Sie beantworten natürlich nicht, wieso dies niemals in Rumänien oder Bulgarien geschah, weil diese Frage in dem sogenannten Kleingedruckten aufgeführt ist, welches wir uns nicht zu lesen angewöhnt haben…“
    Letztens sagte im Fernsehen ein Rumäne sinngemäß:
    Warum sollen wir solidarisch mit Griechenland sein? Ein Kellner verdient bei uns 2€ in der Stunde und dort 11€. Umverteilung von oben nach unten ist das Eine, mehr ausgeben, als man einnimmt ist das Andere. Schulden bringen Abhängigkeit. Diese bittere Erfahrung haben andere schon vor den Griechen gemacht.
    Die Merkels sollen es nun richten? Wovon, die stecken selber bis zum Hals im Schuldensumpf. Jeder Hilfseuro für Griechenland bringt nur wieder neue Schulden.
    Wo sind denn die 350 000 000 000 Milliarden € hingekommen, die Griechenland zusätzlich zu seinen Einnahmen ausgegeben hat. 450.000 Kinder verhungern in Afrika, weil man sich um ein halbe Milliarde € streitet. Das Schuldenproblem der westlichen Welt ist nicht nur ein schlechter Witz, sondern resultiert aus zutiefst menschenverachtendem Konsumverhalten.
    Wir werden alle den Gürtel enger schnallen müssen, sonst sägen wir uns den Ast auf dem wir sitzen schneller ab als wir denken!

  4. Andreas
    11. Februar 2012, 11:50 | #4

    Man moechte fast schon ein freundliches „tara, tara tara hellau“ ausstossen wenn wiedereinmal die Vradini mit ihrem „Allumfassenden“ Wissen in diesem Blog zum tragen kommt.

    Es ist schon lustig wie hier immer wieder so einfach Ein und Aus gegrenzt wird.
    Politiker und Reiche gehoeren einfach nicht zum Volk der Arbeitnehmer, da ja das gesamte Volk kontinuierlich verarmt…

    Das wahre Volk und der Stolz der Griechen, das sind halt nur die verarmten Arbeitnehmer.
    Wenn man da noch die Kaste der Nichtproduzierenden, Haendler und Beamten abzieht, dann bleibt hier ja kaum noch etwas ueber. Die Kirche ist ja sowiso aussen vor (ohne jede Steuern) und die Bauern und Fischer haben auch eine Sonderstellung.

    Wenn Frau schon von einem Volk redet, sollte sie sich zumindest die Muehe machen, das Volk in ihre Ueberlegungen mit einzubeziehen. Wo sind denn die tollen Vorschlaege die brillianten Loesungsansaetze.

    – Es ist halt nicht normal, wenn Dir jemand von 600 Euro Gehalt erzaehlt, aber vergisst zu erwahnen, das das in EU-Zahlen eigendlich 700 sind (600×14/12)
    – Es ist halt nicht normal wenn „gewerkschaftlich erkaempfte Sonderzahlen“ wie Anwesenheits-, Ueberstunden-, Nacht-, Bildungszertifikate und sonstige Zulagen den eigendlichen Teil der Auskuenfte ausmachen die natuerlich Niemand als ‚Gehalt‘ erwaehnt.
    – Es ist auch nicht normal, das neu eingestellte das erste Jahr keinen Urlaub machen aus Angst ihren Job gleich wieder zu verlieren.
    – Es ist nicht normal keinen offiziellen Vertrag zu haben, in dem Arbeitszeiten, Aufgaben, Entlohnung und so weiter festgehalten sind.

    Vor allem aber ist auch nicht normal, das ein Volk seine Politiker immer wieder aus festen Dynastien waehlt, seine Reichen ehrfurtchsvoll wie Goetter behandelt, deren Namen man nur mit einem Raunen versieht (Marinakis, Bobolas und all die anderen Ikonen) und das ein ganzes Volk immer dann schweigt wenn es um die Sicherung des eigenen Vorteils geht (Alles was mir einen direkten Vorteil bringt ist richtig und alles andere illegal)

    Natuerlich machen die Ausslaender der Troika jede Menge Fehler, aber unter dem Strich wollen sie ja wohl nur eines, Helfen.

    Wenn Griechenland diese Hilfe nicht will, dann sagt doch einfach Danke, und tschuess aus dem Euro! Die Volksabstimmung von Papandreou war letztlich gar keine schlechte Idee. Nur bitte darauf achten, das auch wirklich nur die Richtigen (das arme Arbeitnehmer Volk) abstimmen darf. Sonst hat Europa diesen Mist noch laenger an der Backe.

    PS. Wenn die Deutsche Presse oder das Fernsehen eine Berichterstattubg haette, wie sie sich hier in diesem Blog, den Karikaturen der Zeitungen oder Programmen wie „Ohne Beteubung“ finden, ein Sturm der Entruesung braeche in Griechenlanmd los, schlimmer als bei ein kleiner Stinkefinger im Fokus.

    Hier aber ist so eine Demagogie einfach normal, und an der Tagesordnung.

  5. enttaeuscht
    11. Februar 2012, 20:02 | #5

    @Andreas
    Seit Langem geht man in Athen auf die Strasse und die Hauptparole der Leute lautet „nehmt das Memorantum und geht weg“. Unsere Hauptanforderung: raus aus der EU. Das verschweigen natuerlich die traditionellen Massenmedien. Man sagt dann es ist nicht bewiesen worden, dass es sowas gilt. Man entscheidet fuer uns ohne uns. Und wir, das Volk, wollen nicht „gerettet“ werden. Es reicht. Wir wollen arm und frei sein. Nun will man uns unbedingt „retten“.Warum eigentlich? Ist doch hier was zu holen? Dieses Schauspiel und die Rolle des IGFS haben wir mehrmals in Lateinamerika gesehen.Ich glaube mitterweile, dass die Geschichte sich wiederholt.Daher sollte man sehr vorsichtig bei seinen Aeusserungen sein, wenn man ueber ein ganzes Volk spricht und es verurteilt.Die Voelker haben bei der Wahl ihrer Politiker den weniger Schlimmen und den Schlimmen zu waehlen.Oder ist es es in D. anders?Gibt es etwa in D. Demokratie? Es gibt nur paar demokratische Rechte.Ich koennte genauso wie du argummentieren und sagen: die Deutschen haben die falschen Politiker gewaehlt, die den faulen Griechen Geld schenken. Ist es aber so? Bist du eigentlich ein Unternehmer?Es scheint mir so.
    @ Monalisa
    Kannst du mir einige Fragen beantworten?
    In Afrrika hungert man. Warum? Afrika ist sehr reich: Diamanten, Gold, Oel. Die Nigerianer z.B. sind sehr sehr arm obwohl ihr Land an der 12. Stelle der Oelproduzenten liegt.Zum ersten Mal in der Geschichte wird so viel Reichtum produziert und zum ersten Mal werden so viele Menschen vom Hunger bedroht. Und wenn du glaubst, dass es D.nicht erreichen wird, befindest du dich Im Irrtum.
    Wenn du in Wikipedia sucht, findest du die externen Schulden Deutschlands. Das ist eine unglaubliche Summe. Woher Kommen diese Schulden. Ich weiss es.Und du hast du nach dem Grund geforscht?

  6. muss sowas sein………
    11. Februar 2012, 20:08 | #6

    Diese Rechenbeispiele sind sicherlich für 3. Klässler, 4. Klässler und welche Klassen auch immer interessant oder vielleicht sogar amüsant (solche Leutchen soll´s ja auch geben…), wenn sie davon selbst nicht betroffen sind!

    Warum lassen wir uns mit vorgegebenen Zahlen so blenden, Tatsache ist doch, daß es eine ganz große Mehrheit in Griechenland gibt, die weit unter dem Existenzminimum leben müssen und nun noch mehr Kürzungen zu erwarten haben. Wo kein Staat da ist mit irgendwelchen Unterstützungen……… da wird der Strom abgeschaltet, das Telefon abgestellt, usw……… wo nach Lebensmitteln in Containern gesucht wird und es keine wirklich gute Zukunftaussicht gibt, wenn wir nur an die Arbeitslosenquote von 21 Prozent denken.

    Können wir so stolz sein oder auch nur glauben wollen, daß alle die mit dem Euro gesegnet sind, sie es nicht auch noch trifft?

    Wieviel Leid könnte getilgt werden, wenn diejenigen, die die Hände aufgehalten haben als es Geld gab, ihrer Verantwortung bewußt werden würden und dafür einstehen was nun geschieht und nun nicht diejenigen die Zeche zahlen lassen, die weiß Gott nichts dafür können.
    Und das nicht nur in Griechenland!

    Papier und Zahlen sind geduldig,
    wird in der heutigen Zeit der Wert eines Menschen an Zahlen gemessen?
    Dann „gute Nacht“ – was die Menschlichkeit betrifft,
    dann dürfen wir uns auch nicht beklagen, wenn wir alle selbst nur noch als Zahl gesehen werden.

  7. Apateonas
    11. Februar 2012, 22:08 | #7

    Nach längerem suchen konnte ich keine genauen Angaben über die Brutto und Nettolöhne, die dann gelten sollen finden. Einige Quellen sprechen von ~450 €, andere von ~423 € Netto, für Berufsanfänger. Ist eigentlich auch egal, da es für ein Land, wo die Lebenshaltungskosten eh sehr hoch sind, viel zu wenig ist. Was diese Massnahme bringen soll ist nicht nachvollziehbar, besonders in Anbetracht der Tatsache, dass den gesetzlichen Sozialversicherungsträgern noch viel mehr Geld fehlen wird, was einen bald absehbaren Zusammenbruch nach sich ziehen muss, da diese schon mit einem Bein im insolventen Abgrund stehen. Wer glaubt, dass das durch Rentenkürzungen ausgeglichen werden kann, gehört wohl auch zu den Mathe Genies der Vradyni!
    Was mich immer noch erstaunt, ist die von @Andreas erwähnte Demagogie der griechischen Massenmedien. Auf dem Titelbild der „Dimokratia“, vom Do. 09.02., ist A.Maerkel in einer Uniform mit Armbinden-Hakenkreuz, vor einer Hakenkreuzfahne, dargestellt, mit der Überschrift:“Memorandum macht frei, Dachau!“ Die Leute, die diesen Vergleich angestellt haben, haben bestimmt noch nie in ihrem Leben persönlich, mit Menschen geredet, die im KZ waren. Was in allen diesen Blättern fehlt ist ein konstruktiver Lösungsansatz.

    @enttauescht
    Ölkonzerne sind die Weltherrscher der Lobbyisten, das ist nicht neu. Es trifft besonders auf Nigeria zu, das wegen der Ölvorkommen eines der reichsten Länder der Welt ist, aber ca. 35%
    der Bevölkerung leben in absoluter Armut. Von nigerianischen Verhältnissen ist GR aber noch ein ganzes Stück entfernt, obwohl die Postzustellung dort besser sein soll wie hier, da bringt der Postbote die Pakete tatsächlich bis zur Haustür, wie mir mehrere Nigerianer berichteten…. 😀

  8. Holger Lippert
    11. Februar 2012, 23:15 | #8

    …. grossartig! Die Griechen – für die Unfähigkeit der EU und die Gier inländischer Großdiebe – ins Elend zu treiben, das ist deutsche Konsequenz – eine unserer stärksten Seiten. Macht einen „clean cut“, vergesst die Kredite und nehmt die 130 Milliarden, um den Griechen beim Neuanfang mit der Drachme zu helfen – und lasst die Großbetrüger dabei „außen vor“!

  9. enttaeuscht
    12. Februar 2012, 16:05 | #9

    @ Apateonas
    Trotz deines Benutzernamens und trotz Meinungsverschiedenheit bist du mir ganz sympathisch, weil ich den Eindruck habe, dass du mindestens versuchst dich in die Lage des Anderen zu versetzen.Was das Titelblatt von „Dimokratia“ betrifft, gebe ich dir Recht, obwohl ich es nicht gesehen habe. Allerdings gibt es aehnliche Aeusserungen ueber die dt. Politik nicht nur in Gr.sondern auch in Irland, Portugal, Italien. Ich finde es schlimm, weil es zu einem gegenseitigen Hass zwischen den Voelkern fuehren koennte.

    Du sprichst generell ueber Weltherrscher. Sie haben aber einen Namen und sie verbergen sich immer hinter den IGF.Das ist ihr Legalisierungsmechanismus fuer ihre Schmutzarbeiten.
    Ich hoffe, du siehst ein, dass der Weg zu den Energiequellen und Rohrstoffen, ein schmutziger Weg ist.Er geht ueber Leichen, es werden dafuer Kriege gefuehrt.Manchmal geht es auch ohne Krieg.Durch den IGF. Das Rezept ist alt.Da, wo der IGF gewesen ist, wurde alles ruiniert, haben die Menschen sehr gelitten. Nein, ich vergleiche Griechenland mit Nigerien nicht, ich sehe nur Parallen im Bezug auf die Taktik des IGFs. Und hier wiederhole ich meine Frage:gibt es doch hier was zu holen? Es wird sich zeigen. Das mit dem Postboten… Ist es denn so wichtig? Muss man alles kritisieren? Mein Postbote bringt mir meine Pakete bis zur Haustuer. Wenn ich aber Pech gehabt habe und nicht zu Hause bin, waehrend er klingelt, dann hinterlaesst er mir einen Zettel, so dass ich mein Paket selber von der Post holle.

  10. Bernd
    12. Februar 2012, 23:02 | #10

    Mein Herz schlägt für unterdrückte Völker! Mein Herz schlägt für die immer mehr verarmenden Griechen!

    Griechen, habt Mut: 1789 !

    Wer sich nicht wehrt hat bereits verloren!

  11. Ottfried Storz
    13. Februar 2012, 10:51 | #11

    @Bernd:
    Dein Beitrag ist ja nett und symbolisch. Ich erlebe jedoch keinerlei Konsequenzen für „den Adel“ und „dien König“, was übertragen in Griechenland der Geldadel und die Parteizentralen ist.
    Vielmehr ist mein Eindruck, das die immergleichen Anarchisten (ca: 1000- 2000 gewaltbereite 15-30 jährige) sich 1-3 Mal monatlich Straßenschlachten mit Polizisten liefern und Brandflaschen auf Polizisten und Geschäftshäuser werfen. Das ist dumme institutionalisierte Kleingewalt gegen arme Polizisten, mehr nicht. Genau so veraltet, wie die staatliche Verwaltung in Griechenland ist auch der politische Protest der Gegner.

    150 Mrd. Euro aus EU-Mittel und 350 Mrd. Euro Kredite flossen nach Griechenland, davon dürften sicherlich über einhundert Milliarden unversteuerter Gelder von vermögenden Griechen ins Ausland geschafft worden sein.
    Ich kann mich nicht erinnern, hierzu mal was in Griechenland gelesen zu haben.

    ND und Pasok-Funktionäre und deren Angehörige erhielten in den vergangenen Jahrzehnten sicherlich Milliarden an Bestechnungsgelder oder Geldvorteile.
    Ich kann mich jedoch nicht an Verurteilungen oder Umfang in grösseren Maße erinnern.

  12. Apateonas
    13. Februar 2012, 12:35 | #12

    @ enttaeuscht
    Meintest du „IWF“, mit IGF kann ich irgendwie nichts anfangen?
    Ich meinte die Weltgrössten Ölkonzerne (BP, SHELL, EXXON..). Das sind die indirekten Herrscher, die hinter vielen Kulissen, zur freude der Kriegsmaschinerien und des Konsums, die Regierungen, auf kosten der Menschen und der Umwelt manipulieren. Die Banken natürlich auch (HSBC, JPMorgan..).
    Gegen die deutsche Politik zu sein kann ich durchaus verstehen, aber immer gleich die Nazikeule aus der untersten Schublade dafür holen? Weisst du wo die, zahlenmässig, meisten Nazis heute leben? In den USA..
    Mit den Paketen meinte ich die, die aus dem Ausland kommen.

  13. Elgreco
    13. Februar 2012, 13:12 | #13

    @ Fiktiv07

    ihre stärke liegt scheinbar nicht in der Mathematik sondern mehr beim heucheln. Rechnen sie lieber noch mal nach.

    @ Ottfried Storz

    350mrd. € ist eine stolze Summe, 2000mrd aber auch, weiß man da wo das ganze Geld geblieben ist ? Und EU Subventionen haben auch andere Staaten erhalten, diese haben auch ihre Schulden.
    Der Vollständigkeit sollte man auch erwähnen , daß die Nutznießer dieser Summen nicht nur in Griechenland zu finden sind. Groß und Rüstungsaufträge vor allen an Französischen und Deutsche Unternehmen, Finanzwelt mit ihren Zinszahlungen, aktuell 16 Mrd. jedes Jahr etc.. Diese haben in den letzten Jahren nicht schlecht verdient.

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