Lebensmitteltransporte in Griechenland mit kontaminierten Tankwagen

29. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 744

Laut der Lebensmittelkontrollbehörde in Griechenland werden flüssige Nahrungsmittel und toxische Chemikalien fallweise in den selben Tankwagen befördert.

Laut dem griechischen Träger für Lebensmittelkontrollen (EFET bzw. ΕΦΕΤ) werden flüssige Lebensmittel und Chemikalien teilweise in den selben Tankwagen befördert. Nach ständigen Meldungen des Berufsverbands der Transporteure flüssiger Nahrungsmittel stellte der EFET fest, dass gewisse „Spezies“ Milch, Speiseöl, Säfte und andere flüssige Lebensmittel mit Tankwagen befördern, die vorher mit Biodiesel, Bremsflüssigkeit und anderen toxischen Chemikalien beladen worden waren.

Es gibt tatsächlich Unternehmen, die Biotreibstoff und Nahrungsmittel mit den selben Tankwagen befördern„, erklärte der Vorsitzende des EFET Ioannis Michas in Beantwortung einer Anfrage der Zeitung To Vima und kündigte an: „In den kommenden Tagen wird der EFET die Namen der Unternehmen und die Gesamtheit aller Befunde veröffentlichen.

Obwohl die europäische Gesetzgebung diese Praxis verbietet, werden Lebensmittel und Chemikalien in Griechenland, Bulgarien, Rumänien und Italien häufig mit den selben Tankwagen befördert, beklagt der Vorsitzende des Berufsverbands der griechischen Transporteure flüssiger Nahrungsmittel Markos Kontoleon.

Markos Kontoleon erklärte „uns hat nach so vielen Meldungen trotzdem niemand vom Ministerium geladen, um uns zu befragen“ und betonte, dass „das Thema der bulgarischen Tankwagen gelöst werden muss„. Weiter führt er an, dass Tankwagen für flüssige Lebensmittel dabei ausgemacht worden sind, wie sie in den Abfüllanlagen der Raffinerien Aspropyrgos mit Biodiesel beladen wurden.

Bürokratie verzögerte Untersuchung des EFET über Monate

Quellen des EFET merken an, dass die zuständigen Dienststellen die Untersuchung des Trägers nicht unterstützten. Die Bürokratie zwischen den gemeinsam zuständigen Ministerien verzögerte das Verfahren über Monate, bis schließlich grünes Licht für die Weiterleitung der Liste der Betreiber von Tankwagen für flüssige Nahrungsmittel an den EFET gegeben wurde.

Die Spediteure für flüssige Lebensmittel verlangen allerdings von dem EFET, nicht nur die Papiere eines jeden Tankwagens zu überprüfen, da diese gefälscht werden können, sondern zwecks der Dokumentierung der Illegalität auch Proben der Ladung zu entnehmen. Ebenfalls verlangen sie eine Überprüfung der Kraftfahrzeugkennzeichen.

Gemäß den Meldungen sind die „toxischen“ Tankwagen üblicherweise nur für den Transport von flüssigen Nahrungsmitteln (Milch, Säften, Speiseöl, Essig, Kakao usw.) lizenziert, jedoch verdoppelt der illegale Transport von Chemikalien den Gewinn, da somit der Tankwagen nicht leer von seinen Fahrten zurückkommt. Laut der Zeitung To Vima wurde allerdings bis heute offiziell nur ein Fall ausgemacht und bezog sich auf einen Lastwagen, der bei seiner Abfahrt aus Griechenland Biodiesel und bei der Rückfahrt Lebensmittel transportierte.

Außer der Mitwirkung der SDOE hat der EFET das Ministerium für Infrastrukturen um die Hilfe der Bezirkspräsidenten, des Zolls und der Transport-„Rambos“ ersucht.

(Quelle: in.gr)

  1. yannis
    3. September 2011, 11:22 | #1

    wie immer alles unter den teppich, ist ja balkan

  2. nomas
    4. September 2011, 13:05 | #2

    yannis :wie immer alles unter den teppich, ist ja balkan

    immer und alles gehören mit zu den lieblingsvokabeln der schwarzweißdenker. differenzieren ist denen offenbar unzumutbar.

    wenn etwas wirklich „unter den teppich“ gekehrt worden wäre, stünde es nicht hier zu lesen.

    was wirklich „unter den teppich“ gekehrt wird, wird nämlich nicht veröffentlicht. weder im balkan noch sonstwo.

  3. admin
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