Premierminister kippt Lockerung des Rauchverbots in Griechenland

19. Januar 2011 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 835

Entgegen den geschürten Erwartungen hat in Griechenland der Premierminister persönlich die in Aussicht gestellte Lockerung des globalen Rauchverbots abgeblockt.

Nach dem Veto des Premierministers Jorgos Papandreou gegen jede in Aussicht gestellte Lockerung des allgemeinen Rauchverbots in Griechenland kündigte der Gesundheitsminister Andreas Loverdos am vergangenen Dienstag (18.01.2011) die Verstärkung der Kontrollmechanismen zur uneingeschränkten Umsetzung der geltenden Verordnungen an: „Schluss mit dem Versteckspielen. Was während der letzten Monate in Bars, Restaurants und Cafés geraucht wurde, ist in Rauch aufgegangen. Das von dem Anti-Raucher-Gesetz vorgesehene globale Rauchverbot in allen öffentlichen Räumlichkeiten wird ohne Abstriche durchgesetzt werden.

Wie der Gesundheitsminister im Gespräch mit Reportern enthüllte, legte er am vergangenen Montag (17.01.2011) dem zuständigen Ausschuss zwei Vorschläge vor. Der eine Vorschlag bezog sich auf Eingriffe, aber auch gewisse Ausnahmen hauptsächlich für Etablissements, in denen Alkohol ausgeschenkt wird, während der andere Vorschlag die rigorose Durchsetzung des von dem Plenum der Abgeordneten ratifizierten Gesetzes und die Forcierung der einschlägigen Kontrollen vorsah.

Laut den weiteren Ausführungen des Ministers wurde nach Erörterung der von etlichen ebenfalls zuständigen Ministern eingebrachten Vorschläge der eindeutige Beschluss zur Durchsetzung des Gesetzes und der Verstärkung der diesbezüglichen Kontrollen gefasst.

Ergänzend ist anzumerken, dass sich der Gesundheitsminister Andreas Loverdos am vergangenen Montag (17.01.2011) persönlich mit dem Premierminister Jorgos Papandreou traf und letzterer unmissverständlich beschied, dass jede Überarbeitung oder Angleichung des globalen gesetzlichen Rauchverbots außer Rede stehe. Selbst in den Kasinos, denen mit dem Gesetz über das Rauchverbot eine Übergangsfrist bis Mai 2011 gewährt wurde, wird folglich mit dem Auslaufen dieser Frist das Rauchen allgemein untersagt sein.

  1. Maria
    19. Januar 2011, 14:38 | #1

    PERFEKT!!!!!!!!!!!!!
    Das zeigt, dass auch korrekte Menschen in Griechenland gibt, und nicht nur Korrupten!

    BRAVO!!!!!!!!!!!!!

  2. Andy
    19. Januar 2011, 15:58 | #2

    Na, dann wollen wir doch hoffen, dass das GRIECHISCHE VOLK seinen Regierenden auch weiterhin DEUTLICH zeigt, was es von diesem WHO-EU-induzierten Irrsinn hält.
    WEITERRAUCHEN!

  3. Bud Sout
    19. Januar 2011, 17:32 | #3

    Rauchen gegen WHO/EU ist fast so toericht wie Benzinschlucker fahren gegen Oekodiktatoren oder Abwasser trinken gegen Pharmaindustrie.

    Die Tabaksuechtigen in Griechenland hatten lange genug ihren Mitmenschen gezeigt, dass sie selbst in geschlossenen Raeumen ungern Ruecksicht nehmen. Beileibe nichts nationalcharakteristisches, das ist bei Suchtkranken immer so. Steuerspartipp: Yoga lernen, keine Kippen mehr kaufen.

  4. mark8568
    19. Januar 2011, 18:01 | #4

    und Sie meinen, mit ihrem Yoga sind Sie nicht süchtig? Es ist schon schlimm, wie den Rauchern eingeredet wird, das ihre „schlechte Angewohnheit“ eine Sucht wäre. Es gibt nichts einfacheres, als mit dem Rauchen aufzuhören.

    Was aber nichts daran ändert, das sich das griechische Volk gegen die vom Staat verordnete Nannypolitik wehren sollte bis zum letzten. Es ist schlimm, was diese EU-Diktatur mit den einzelnen Staaten treibt.

  5. Hans Tegel
    19. Januar 2011, 18:02 | #5

    Na, da wird den Mensch in Griechenland so richtig der Vorteil und Nutzen von Europa deutlch gemacht. Verbote und Einschränkungen.
    Hallo EU treue Politiker, merkt ihr noch was.

    Es ist fünf vor Tunesien !!!!!!

  6. Bud Sout
    21. Januar 2011, 17:53 | #6

    @mark:
    nicht jedermanns Rezeptoren sind gleich, aber wo Tabak beim Suchtpotential zu liegen scheint, kann man beispielsweise hier ablesen:

    http://www.voxeu.org/sites/default/files/image/FromAug2010/PudneyFig2.gif
    (nach:
    Nutt, D, LA King, W Saulsbury, and C Blakemore (2007), “Development of a rational scale to assess the harm of drugs of potential misuse”, The Lancet, 369:1047-1053.)

  7. Ben Nadini
    22. Januar 2011, 00:10 | #7

    Das Problem ist ja nicht der Inhalt des Gesetzes, sondern, dass Gesetze grundsätzlich keine Verbindlichkeit in Griechenland erlangen. – Jeder macht was er will; darum funktioniert nichts in diesem Land; und wird nie funktionieren – auch nicht mit Hilfe eines europäischen „Rettungsschirmes“. Die Griechen wollen gar nicht gerettet werden, sie wollen nur so bleiben wie sie sind! Das reicht völlig zum überleben.

  8. Monalisa
    21. März 2011, 11:56 | #8

    Am Wochenende freute ich mich mit einigen Bekannten, welche auch nicht rauchen, auf ein Abendessen in einem Restaurant im südlichem Rhodos. Es war noch zu kühl um draußen zu sitzen. Wir fanden kein Lokal, in dem nicht geraucht wurde. Ich gebe meinem Vorkommentator Ben Nadini vollkommen Recht. Griechenland macht sich mit seiner Gesetzgebung vollkommen lächerlich. Ob Rauchverbot, Müllbeseitigung, Tierschutz, Lärmschutz oder Verkehrsregeln, in Griechenland macht ein Großteil der Bevölkerung was er will und schert sich einen Dreck um Vorschriften. Gesetze werden erlassen, aber nicht durchgesetzt. Dieses Land nutzt die EU nur aus, es gehört ausgeschlossen. In zehn Jahren Daueraufenthalt in Griechenland wurde das zu meiner festen Überzeugung.

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