Griechenland plant elektrischen Anschluss der Inseln an das Verbundnetz

10. Mai 2010 / Aufrufe: 231

In Griechenland soll der Anschluss der Inseln an das elektrische Stromversorgungsnetz – nationale Verbundnetz des Festlandes forciert werden.

Wie die griechische Ministerin Tina Birbili n einem Vortrag vor dem Nationalen Kongress für Erneuerbare Energiequellen erklärte, stellt für das Umweltministerium die Entwicklung von Unterseekabeln zur Anbindung der Insel Kreta und der meisten anderen griechischen Inseln an das Stromnetz des Festlandes eine Priorität dar.

Wir schreiten zur Vernetzung von Polypotamos (Euböa), Nea Makri (Festland) und den Kykladen„, führte die Ministerin aus. „Die Anbindung wird einen Teil des sogenannten Mediterranen Ringes darstellen – einer großen Vision, die wesentlich zur Integration der regenerativen Energiequellen in Europa beitragen wird.

Die Anbindung der Inseln stellt eine nationale Priorität von vielfältigem Nutzen dar. Heute ist die Erzeugung elektrischer Energie auf den Betrieb teurer, verschmutzender und die nationale Wirtschaft belastender lokaler Dieselstationen gestützt, während das reiche Wind- und Sonnenpotential substantiell ungenutzt bleibt. Technisch gesehen erscheint heute mehr als je zuvor die Anbindung der Inseln möglich.

Ministerin Tina Birbili führte an, dass das Ministerium mit dem Verwalter des nationalen Systems für den Transport elektrischer Energie (griech. Abk.: DESMIE) kooperiert, damit die Anbindungsprojekte unmittelbar in die neue Studie zur Entwicklung des Transportsystems (griech. Abk.: MASM) eingegliedert werden.

Was die Verfahren zur Genehmigung neuer Projekte regenerativer Energiequellen (griech. Abk.: APE) betrifft, betonte die Ministerin für Umwelt, Energie und Klimawechsel, dass „wir mit dem neuen Gesetzesentwurf darum bemüht sind, die durchschnittliche Dauer des Genehmigungsverfahrens von bisher 4 – 5 Jahren auf 10 – 12 Monate zu verringern. Das serielle Verfahren wird in ein paralleles Verfahren geändert, was Zeit und Aufwand spart.

Die Ministerin appellierte ebenfalls an die Bevölkerung, die Projekte regenerativer Energiequellen in ihren Gebieten zu akzeptieren. „Es ehrt uns nicht, dass wir einerseits auf theoretischem Niveau für die erneuerbaren Energiequellen und die grüne Entwicklung sind, in der Praxis jedoch Teil des Verfahrens zur Genehmigung eines Projektes die Anrufung des Obersten Verwaltungsgerichtshofes darstellt.

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