Strengere Baubestimmungen in Griechenland

6. November 2009 / Aktualisiert: 23. Februar 2010 / Aufrufe: 265

An den im Juli 2009 beschlossenen Baubestimmungen bezüglich der teilumbauten Flächen, Keller und Abstellplätze für Fahrzeuge wird sich definitiv nichts ändern. Die kürzlich von dem Ministerium für Umweltschutz erlassene Verfügung friert nur die Zahlung der Strafgelder ein, die gemäß dem unter dem damaligen Minister Souflias ergangenen gesetzlichen Erlass zur „Regulierung“ (sprich nachträglichen Legalisierung) rechtswidriger Nutzungsänderungen zu entrichten gewesen wären. Die damalige Regierung Karamanlis hatte sich von dieser Regelung mittelfristig etliche Milliarden Euro versprochen. Derzeit wird an einem neuen Katalog einschlägiger Maßnahmen gearbeitet, um das Problem der willkürlichen Bautätigkeit grundlegend anzugehen.

Gemäß den derzeitigen Bestimmungen sind bei Neubauten die als solche ausgewiesenen teilumbauten Flächen auf höchstens 15% des Bebauungsfaktors zu begrenzen, gleichmäßig auf alle Stockwerke zu verteilen und nicht tiefer als 1,80 m zu gestalten. Ebenfalls darf die Oberdecke von Kellern nicht mehr als 80 cm über dem Boden liegen, und geschlossene Fahrzeugstellplätze im Erdgeschoss fließen in vollem Umfang in den Bebauungsfaktor ein. Durch diese Regelung soll nachhaltig unterbunden werden, dass wie bisher auf breiter Basis üblich weit über die Erde hinausragende Kellergeschosse oder in der Baugenehmigung im Erdgeschoss ausgewiesene offene Stellplätze nachträglich in Wohnungen umgewandelt und rechtswidrig als „Souterrains“ genutzt bzw. sogar auch als solche gehandelt werden.

Schließlich wird dem griechischen Parlament in den nächsten Tagen auch der Gesetzesentwurf zur Abstimmung vorgelegt werden, der in den nordöstlichen Brandgebieten Attikas bis auf Weiteres jegliche Bautätigkeit verbietet.

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