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Archiv für die Kategorie ‘Wirtschaft’

Erzeugerpreisindex in Griechenland erreicht neuen Höchststand

29. März 2011 / Aktualisiert: 09. November 2015 / Aufrufe: 420 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland erreichte der Anstieg des Erzeugerpreisindexes im Februar 2011 einen neuen Höchststand, während die allgemeine Rezession alle Befürchtungen übertrifft.

Laut den am Dienstag (29.03.2011) veröffentlichten Angaben der nationalen Statistikbehörde (ELSTAT) schnellte in Griechenland der Anstieg des Industrie-Erzeugerpreisindexes im Monat Februar 2011 auf 8,5%, gegenüber 7,3% im Januar 2011 und 6,2% im Februar 2010.

Der rasante Anstieg des Erzeugerpreisindexes in der Industrie wird hauptsächlich auf die steigenden Energiekosten zurückgeführt, die in Griechenland abgesehen von internationalen Entwicklungen speziell auch durch die mehrfachen Erhöhungen der Verbrauchs- und Umsatzsteuern zusätzlich in die Höhe getrieben wurden. Auf Jahresbasis ermittelt gab die ELSTAT für Dezember 2010 einen Anstieg des Erzeugerpreisindexes um 7,6% und für den Zeitraum März 2010 – Februar 2011 um 7% bekannt, während der Erzeugerpreisindex in dem entsprechenden vorhergegangenen Vergleichszeitraum um 4,1% gesunken war.
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Strafverfahren der Steuerfahndung in Griechenland gegen Julia Alexandratou

15. März 2011 / Aufrufe: 1.187 Kommentare ausgeschaltet

Der Staatsanwalt der Steuerfahndung in Griechenland leitete gegen Julia Alexandratou ein Strafverfahren wegen eines Steuerverbrechens ein.

Konkret wurde auf Betreiben des Sonderdezernats für Wirtschaftsverbrechen (SDOE bzw. YpEE) gegen Julia Alexandratou ein Strafverfahren in Zusammenhang mit der im März 2010 in Umlauf gebrachten DVD mit erotischen Inhalten eingeleitet. Die Hauptakteurin der umstrittenen Porno-Szenen soll ihre Vergütung verschwiegen haben, was dazu führte. dass der zuständige Staatsanwalt Char. Tzonis nach Abschluss seiner mehrmonatigen Ermittlungen schließlich eine Anklage wegen Steuerhinterziehung gegen sie erhob.

Von der Steuerfahndung zu der umstrittenen DVD vernommen, die vor einem Jahr von dem Unternehmen „Sirina Entertainment“ in Umlauf gebracht worden war, hatte Julia Alexandratou zu Protokoll gegeben, dass es sich nicht um eine kommerzielle Produktion sondern um Aufzeichnungen vertraulicher Momente aus ihrem Leben gehandelt habe, die von einem ehemaligen Lebensgefährten der Öffentlichkeit preisgegeben worden seien. Sie hatte auch erklärt, dass keinerlei Vertrag existiere und sie keine Bezahlung erhalten habe.

Als jedoch auch der Betreiber und Inhaber der „Sirina Entertainments“ von der Steuerfahndung geladen und zu der Sache vernommen wurde, legte er einen privatschriftlichen Vertrag mit Julia Alexandratou vor, auf dessen Basis sich ihre vorgesehene Vergütung auf 150.000 Euro belief.

Neue Baubestimmungen außerhalb von Bebauungsplänen in Griechenland

11. März 2011 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.474 Kommentare ausgeschaltet

Parzellierung und Bebauung außerhalb von Ansiedlungen und Bebauungsplänen liegender Grundstücke in Griechenland werden insbesondere in Natura-Gebieten erheblich erschwert.

In Griechenland ratifizierte das Parlament am vergangenen Donnerstag (10.03.2011) die auf breiter Basis umstrittenen neuen Baubestimmungen, die insbesondere in Natura-2000-Gebieten die Bebauung außerhalb von Städtebauplänen und bestehenden Ansiedlungen liegender Grundstücke wenn nicht völlig verbieten, so doch zumindest rigoros einschränken. Die neuen Bestimmungen treten mit Veröffentlichung des Gesetzes im Regierungsanzeiger in Kraft und sehen unter anderem für die allgemeine Bebauung außerhalb genehmigter Bebauungspläne und bestehender Ansiedlungen liegender Grundstücke eine Fläche von wenigstens 4.000 Quadratmetern vor.

Speziell in Natura-2000-Gebieten können dagegen nur noch Grundstücke mit einer Fläche von wenigstens 10.000 Quadratmetern bebaut werden. Von dieser Regelung ausgenommen bleiben nur jene Grundstücke, die nach den bisherigen gesetzlichen Bestimmungen bereits rechtmäßig parzelliert und als bebaubar charakterisiert worden sind (also unter anderem eine Mindestfläche von 4.000 Quadratmetern aufweisen). Eine weitere Voraussetzung für die Erteilung einer Baugenehmigung besteht darin, dass abhängig von dem Zeitpunkt seiner Parzellierung das Grundstück über eine Länge von wenigstens 25 Metern oder 45 Metern an eine öffentliche bzw. gemeinschaftlich genutzte Straße angrenzt.
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Preise für Heizöl und Benzin in Griechenland auf neuem Rekordstand

8. März 2011 / Aktualisiert: 11. März 2011 / Aufrufe: 2.803 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland brechen die Preise für Benzin und Heizöl infolge der hohen Besteuerung und steigenden internationalen Ölpreise alle Rekorde.

Die Heizölpreise erreichten in Griechenland am Dienstag (08.03.2011) in einigen Gebieten das Rekordniveau von bis zu fast 1 Euro pro Liter, und auch die Benzinpreise liegen dauerhaft höher als jemals zuvor. Der steile Anstieg der Heizöl- und Benzinpreise während der vergangenen Tage wird mit den steigenden internationalen Rohölpreisen begründet, andererseits jedoch auch durch die enormen Verbrauchssteuern und die oligopolistische Marktstruktur in Griechenland forciert.

Laut den Erhebungen der staatlichen Preiserhebungsstelle (siehe auch Übersicht der aktuellen Benzinpreise in Griechenland) belief sich am Stichtag der durchschnittliche Heizölpreis auf 87,8 Cent pro Liter, bei einem realen Preisgefüge je nach Anbieter und Region von minimal 80,0 bis maximal 99,8 Cent pro Liter. Zu Beginn des Jahres 2011 lag dagegen der durchschnittliche Heizölpreis noch bei 78 – 79 Cent pro Liter.
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Griechenland plant Steuerrückzahlungen mittels staatlicher Obligationen

25. Februar 2011 / Aufrufe: 348 Kommentare ausgeschaltet

Gemäß dem Entwurf des neuen Steuergesetzes kann in Griechenland die Regierung Verbindlichkeiten und Steuerrückzahlungen durch Ausgabe von Obligationen begleichen.

Laut Artikel 45 Paragraph 12 des derzeit im Parlament debattierten neuen Steuergesetzes soll der griechische Fiskus jede Art von Verbindlichkeiten, gleich ob auf die nationale oder eine ausländische Währung lautend, gegenüber allen Trägern des öffentlichen oder privaten Sektors in beiderseitigem Einverständnis durch die im Rahmen der Umsetzung des jeweiligen Staatshaushalts erfolgende Ausgabe von staatlichen Bonds, Obligationen oder sonstigen Schuldverschreibungen begleichen können.

Die entsprechende Bestimmung des Gesetzentwurfs sieht vor, dass Zweck, Bedingungen, Verfahren und Nennwert der ausgegebenen Titel und jede sonstige technische Einzelheit, die sich auf die Ausgabe der staatlichen Schuldverschreibungen bezieht, per Beschluss des Finanzministers bestimmt werden. Die Regelung soll sogar rückwirkend ab Dezember 2010 in Kraft treten.
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Kein Aspirin in Griechenland

22. Februar 2011 / Aufrufe: 1.506 Kommentare ausgeschaltet

In den meisten Apotheken in Griechenland ist aufgrund der ernsthaften Versorgungsengpässe bei Medikamenten inzwischen kein Aspirin mehr zu haben.

Die Apotheker in Griechenland geben wie immer ihre Bestellungen für Aspirin auf, der Pharma-Handel erklärt sich jedoch außer Stande, die Bestellungen auszuführen, und lastet die Verantwortung für die Versorgungslücken dem Hersteller an. Bayer Hellas behauptet dagegen, den griechischen Markt mit ungefähr 20% mehr Aspirin versorgt zu haben als im Vorjahr.

Laut einem Bericht der griechischen Tageszeitung Ta Nea ist die mangelhafte Versorgung mit dem bekanntesten Schmerzmittel offensichtlich geworden, da nur noch eine minimale Anzahl von Apotheken über Bestände verfügt. „Möglicherweise gibt es einige Apotheken, die sich mit großen Mengen eingedeckt hatten, allgemein ist Aspirin jedoch nicht mehr erhältlich„, erklärt der Vorsitzende des Panhellenischen Pharmaverbands Theodoros Arampatzoglou.
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Verwaltungsgerichtshof in Griechenland billigt Wirtschaftspolizei

18. Februar 2011 / Aufrufe: 507 Kommentare ausgeschaltet

Der Oberste Verwaltungsgerichtshof in Griechenland billigte die Gründung polizeilicher Sonderdezernate für Wirtschaftsverbrechen und elektronisches Verbrechen.

Konkret befand die 5. Kammer des obersten griechischen Verwaltungsgerichtshofs (StE) mit ihrem Rechtsgutachten 29/2011 den Entwurf des Präsidialdekrets über Gründung, Organisation und Wirken polizeilicher Sondereinheiten zur Verfolgung wirtschaftlicher und elektronischer Verbrechen als rechtskonform.

Gemäß den Plänen des Präsidialdekrets wird sich der Zuständigkeitsbereich der beiden neuen Dezernate, die organisatorisch dem nationalen Polizeipräsidenten und hinsichtlich der Dienstaufsicht dem jeweiligen Dezernatsleiter unterstehen werden, auf ganz Griechenland erstrecken. Die Kader dieser neuen Dienststelle der griechischen Polizei (ELAS) werden  mit weitgehenden Befugnissen ausgestattetet sein und Zugriff auf die Archive der Polizeibehörden sowie auch anderer Behörden, Organisationen und Träger im Ausland haben.
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Rechtsanwälte in Griechenland setzen Streik fort

13. Februar 2011 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 387 Kommentare ausgeschaltet

Die Kammern der aus Protest gegen die Liberalisierung ihres Berufsstands im Ausstand befindlichen Rechtsanwälte in Griechenland beschlossen erneut eine Verlängerung des Streiks.

Das am Samstag (12.02.2011) in Athen zusammengetretene Plenum der Vertreter der griechischen Rechtsanwaltskammern beschloss eine Fortsetzung des Streiks der Anwälte in Griechenland bis zum Montag, dem 21. Februar 2011. An der Abstimmung nahmen die Vostände von 55 der insgesamt 63 griechischen Anwaltskammern teil.

Weiter wurde beschlossen, am kommenden Dienstag (15.02.2011) von 08:00 – 10:00 Uhr alle Gerichtsgebäude in Griechenland symbolisch zu besetzen, und auch eine auf den selben Tag angesetzte  Pressekonferenz des Koordinationsgremiums des Kammerplenums angekündigt. Im übrigen missbilligte die Vollversammlung ausdrücklich den Mehrheitsbeschluss der Vorstände der Rechtsanwaltskammern Athen und Piräus, sich nicht an den beschlossenen Streikaktionen zu beteiligen.

Wie bereits wiederholt berichtet (siehe u. a. Rechtsanwälte in Griechenland setzen Ausstand fort), wehren sich insbesondere die in provinziellen Regionen Griechenlands zugelassenen Rechtsanwälte vehement gegen die anstehende Liberalisierung ihres Berufsstands. Über die weitere Haltung der Anwaltskammern soll in einer auf Samstag, den 19. Februar 2011 angesetzten Vollversammlung der Kammerorgane entschieden werden.

Griechische Bahn stellt alle internationalen Zugverbindungen ein

13. Februar 2011 / Aufrufe: 3.027 1 Kommentar

Die griechische Eisenbahn stellt ab sofort alle internationalen Zugverbindung ein und schreitet auch zu weiteren Ausdünnungen und Einstellung des Zugverkehrs in Griechenland.

Im Rahmen des gesetzlich beschlossenen Sanierungsprogramms stellt die griechische Bahn (OSE) ab Sonntag, dem 13. Februar 2011, alle Zugverbindungen ins Ausland für unbestimmte Zeit ein. Ebenfalls ab Sonntag treten insbesondere auf Bahnstrecken in Nordgriechenland weitere Stilllegungen und Fahrplanänderungen Kraft.

Auf der Bahnlinie Thessaloniki – Edessa tritt an Stelle des bisherigen Fahrplans für Personen- und Güterzüge ein neuer ausgedünnter Fahrplan für Züge in beiden Richtungen. Außerdem werden zwischen Thessaloniki und Edessa zwei Sonderzugpaare eingesetzt, die in Kombination mit Anschlussbussen ab dem Bahnhof Arnissa den Ausflugsverkehr zu dem Wintersportzentrum Kaimaktsalan bedienen sollen.

Auch auf der Bahnstrecke Thessaloniki – Alexandroupolis – Dikea wird der Zugverkehr weiter ausgedünnt. Nachdem die durchgehenden Züge Athen – Alexandroupolis – Athen bereits zu Beginn des Jahres 2011 allesamt ersatzlos gestrichen worden waren, kommen zwischen Thessaloniki und Dikea fortan nur noch zwei Zugpaare zum Einsatz:

  • Zugpaar Nr. 90/91 (IC): Abfahrt ab Thessaloniki um 07:24 (als Anschlusszug für Zug Nr. 604 Athen – Thessaloniki) und in der Gegenrichtung ab Dikäa um 16:26 Uhr (mit Anschluss in Thessaloniki an IC 75 nach Athen).
  • Zugpaar Nr. 610/611: Abfahrt ab Thessaloniki um 15:48 Uhr und in der Gegenrichtung ab Dikea um 05:19 Uhr.

Vorstadtbahn in Attika – Griechenland erhöht Fahrpreise um bis zu 50 Prozent

12. Februar 2011 / Aktualisiert: 13. Februar 2011 / Aufrufe: 569 Kommentare ausgeschaltet

Nach den enormen Tariferhöhungen der öffentlichen Nahverkehrsbetriebe in Griechenland treten nun auch bei der Vorstadtbahn deftige Fahrpreiserhöhungen in Kraft.

Im Rahmen ihrer neuen Tarifpolitik gab die Betriebsgesellschaft der Vorstadtbahnen in  Griechenland kräftige Erhöhungen der Beförderungsentgelder um bis zu 50% mit Wirkung ab Montag, dem 14. Februar 2011 bekannt. Laut dem Unternehmen, das eine 100%ige Tochtergesellschaft der Griechischen Bahn (OSE) darstellt, zielt die neue Tarifgestaltung auf eine möglichst nachhaltige Reduzierung der Defizite der OSE ab, was im übrigen auch in dem einschlägigen Gesetzentwurf zur Sanierung der griechischen Eisenbahn festgeschrieben ist.

Einen Eindruck von dem Ausmaß der Fahrpreiserhöhungen der Vorstadtbahnen vermittelt nachstehende Auflistung der neuen und – soweit verfügbar – bisherigen bisherigen Preise für eine Anzahl populärer Strecken und Zeitkarten:
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