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Artikel Tagged ‘überbesteuerung’

Verfassungswidrige Erhebung der Solidaritätsabgabe in Griechenland

13. Oktober 2015 / Aufrufe: 991 Kommentare ausgeschaltet

Der Oberste Verwaltungsgerichtshof in Griechenland befand die Berechnung der Solidaritätsabgabe für verfassungswidrig und öffnete den Weg für Rückforderungen.

Der Senat des Obersten Verfassungsgerichtshofs (StE) in Griechenland befand mit seinem Urteil Nr. 2563/2015 den Modus der Berechnung der sogenannten Sonderabgabe in dem Zweig für verfassungswidrig, der sich auf Basis des Besitzes von Autos, Schwimmbecken, Booten usw. fiktiv veranschlagte Einkommen bezieht.

Wie der Senat des StE urteilte, ist die außerordentliche Solidaritätsabgabe als solche zwar rechtmäßig, der Modus ihrer Berechnung hinsichtlich der fiktiv festgestellten Lebensführungsindizien jedoch verfassungswidrig.
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Verwaltungsgerichtshof kippt Immobiliensteuer in Griechenland

6. Oktober 2015 / Aktualisiert: 14. Mai 2017 / Aufrufe: 2.692 Kommentare ausgeschaltet

Der Oberste Verwaltungsgerichtshof in Griechenland wird mit einem als gegeben geltenden Urteil die aufgeblähte Immobiliensteuer ENFIA in der Praxis annullieren.

Das Finanzministerium in Griechenland wird bald einem (weiteren) ungeheuren fiskalischen „Loch“ zu begegnen haben, da es als gegeben gilt, dass das anhängige Urteil des Obersten Verwaltungsgerichtshofs (StE) den Staat zur umgehenden Senkung der Einheitswerte der Immobilien verpflichten und damit die neuen Bescheide zur sogenannten Einheitlichen Immobilien-Besitzsteuer (ENFIA) „in die Luft jagen“ wird, die noch in diesem Monat (oder auf jeden Fall spätestens bis Ende Oktober 2015) die Bürger bzw. Inhaber des Eigentums oder / und dinglicher Rechte an Immobilien in Griechenland erreichen werden.

Das Thema der mittlerweile maßlos „aufgeblähten“ Immobilien-Einheitswerte, die wiederum zu einer absurden Überbesteuerung der Immobilien in Griechenland geführt haben, wurde in der vergangenen Woche im Schatten des bereits getroffenen, jedoch niemals umgesetzten Urteils des selben Gerichts erneut von dem Senat des Obersten Gerichtshofs verhandelt.
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Griechenland eliminiert seinen Mittelstand

6. Oktober 2015 / Aufrufe: 1.009 Kommentare ausgeschaltet

Die Auswertung der diesjährigen Steuererklärungen in Griechenland weist über fünf Millionen Personen mit Jahreseinkommen von unter 12000 Euro aus.

Während der Finanzstab der Regierung Griechenlands Szenarien schmiedet, die sogar auch eine Anhebung des Einkommensteuerfreibetrags auf 12.000 Euro vorsehen, geben von der Zeitung „Kathimerini“ zusammengetragene Informationen über die Auswertung der diesjährigen Steuererklärungen (bezüglich der Einkommen des Jahres 2014) eine … massenweise Verlagerung der Bevölkerung zu den untersten Einkommensstufen.

Von ungefähr 5,9 Mio. bis einschließlich Ende August 2015 eingereichten gemeinsamen Steuererklärungen zeigten 3,7 Mio. bzw. der explosive Anteil von 62,82% Familieneinkommen von unter 12.000 Euro. Seit 2010 – dem Jahr des Beginns der Umsetzung der Memoranden – bis heute hat der Anteil der ärmeren Steuerpflichtigen um 14 Prozentpunkte zugenommen. 2010 betrug die Anzahl der Steuerpflichtigen mit Familieneinkommen von unter 12.000 Euro 2,782 Mio. Personen, also im Verhältnis zu heute ungefähr eine Million weniger.
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Griechenlands Bürger müssen den Staat beklauen

12. August 2015 / Aufrufe: 3.252 5 Kommentare

Vielen Steuerzahlern in Griechenland bleibt gar nichts anderes übrig als den Staat bestehlen zu müssen um seine Forderungen bezahlen zu können.

Was? Steuern? Ich soll Steuern zahlen? Warum? Bin ich blöd? Sollen das doch die Jungs dahinten machen„, meinte der am Steuer eines Wagens sitzende Herr mit der Mine eines Schlaumeiers. Danach wendete er den Kopf um nach hinten zu schauen: drei Personen schoben sein Auto eine Steigung hinauf, während die Stimme des Erzählers sagte: „Wie lange noch werden Sie die Steuerhinterzieher tolerieren? Widersetzen Sie sich, verlangen Sie Quittungen.“ Und der Spot endete mit einem Motto, das für eine ganze Epoche zum Meilenstein wurde: Liebst Du Griechenland? Quittung!

Solange ich ein Kind war, überzeugte das Motto mich. Ich erinnere mich, dass ich jedes Mal, wenn wir einkaufen gingen, meine Eltern streng anschaute: Liebt Ihr Griechenland? Quittung! (Ich hege den Verdacht, ihnen damals mit meinem Tick auf die Nerven gegangen zu sein.)
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Exzessive Steuerungerechtigkeit in Griechenland

13. April 2015 / Aufrufe: 2.601 Kommentare ausgeschaltet

Die Einkommensteuerordnung in Griechenland stellt eine Verhöhnung der grundgesetzlich verankerten steuerlichen Gleichbehandlung der Bürger dar.

In Griechenland werden in wenigen Tagen – wahrscheinlich nach Ostern – die einschlägigen Online-Anwendungen des Generalsekretariats für öffentliche Einnahmen (GGPS) für die Abgabe der Einkommensteuererklärungen natürlicher und juristischer Personen für das Steuerjahr 2014 öffnen.

Für diese Erklärungen, welche die ersten sind, die unter Anwendung der Bestimmungen der neuen Einkommensteuerordnung (KFE) abgegeben werden, sind die neuen Formulare inzwischen fertig gestellt und an die Öffentlichkeit gegeben worden, während parallel kontinuierlich die einschlägigen interpretierenden Runderlasse ergehen.
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Steuerschock für Vermieter, Arbeitslose und Studenten in Griechenland

31. Dezember 2014 / Aufrufe: 5.291 6 Kommentare

Gemäß der neuen Steuerordnung in Griechenland werden werden Steuerpflichtige mit minimalen Einkünften auf Basis fiktiver Einkommen als Unternehmer besteuert.

Zehntausende Eigentümer vermieteter Immobilien und Arbeitnehmer mit „Quittungsblock“, die in diesem Jahr sehr geringe Einkommen erzielten, sowie ebenfalls auch zigtausende Studenten und nicht bei dem Arbeitsamt (OAED) registrierte Arbeitslose, die 2014 gelegentlich mit irgend einer Aktivität beschäftigt waren und ärmliche Vergütungsbeträge bezogen, werden dafür im Jahr 2015 utopische Steuerbeträge zu zahlen aufgefordert sein. Ihre Einnahmen werden als Einkommen aus einer unternehmerischen Tätigkeit eingestuft und entsprechend besteuert werden.

Die neue Einkommensteuerordnung (Gesetz N. 4172/2013) sieht für alle diese Kategorien Steuerpflichtiger ein unglaublich belastendes Besteuerungssystem vor, gemäß dem die Einkommensteuer mit vernichtenden Steuersätzen von 26% bis 40,3% auf fiktiv veranschlagte Einkommen aus einer imaginären unternehmerischen Tätigkeit erhoben wird. So wird beispielsweise ein Student, der sich mit Schreibarbeiten ein kleines Taschengeld von monatlich 50 Euro erarbeitet, höher besteuert als sein Dozent, der diesen Betrag an einem Tag verdient.
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Immobilienmarkt in Griechenland droht völliger Untergang

15. August 2014 / Aktualisiert: 05. Mai 2016 / Aufrufe: 10.471 Kommentare ausgeschaltet

Die exzessive Überbesteuerung der Immobilien in Griechenland bewirkt das völlige Erliegen des Immobilienmarkt und die Abschnürung des wirtschaftlichen Aufschwungs.

In dem Wochenreport über die wirtschaftlichen Entwicklungen in Griechenland schlägt die Alpha Bank bezüglich des Immobilienmarkts die Alarmglocke und charakterisiert die Entwicklungen in der Branche als „Untergang“ des Marktes, mit negativen Auswirkungen auf die gesamte griechische Wirtschaft. Es wird sogar betont, „die Hoffnungen auf eine Rationalisierung der Immobilienbesteuerung ab 2014 haben sich nicht bewahrheitet, mit außerordentlich ungünstigen Auswirkungen auf den Immobilienmarkt„.

Wie der Report anführt, spielt eine signifikante Rolle bei der Verschlechterung der Lage der Branche auch die politische Instabilität, die vermieden werden muss, da „sie zu einer Verzögerung oder auch zu einem Umsturz des umgesetzten Konsolidierungsprogramms führen könnte„. Im selben Moment wird unterstrichen, „es ist notwendig, die Fortsetzung der Umsetzung von Maßnahmen einer Politik zu vermeiden, die als Hindernisse bei Aufschwung und Wachstum der Wirtschaft und der notwendigen Steigerung der Beschäftigung fungieren. In diesem Rahmen ist gegeben, dass der Sektor, der den Aufschwung der Wirtschaft bis heute am meisten verzögert, der Immobilienmarkt ist.“ Parallel betont der Bericht, die Aufwertung Griechenlands durch die Ratingagentur Moody’s sei zwar bedeutsam gewesen, kam jedoch verzögert.
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Überbesteuerung killt Immobilienmarkt in Griechenland

10. August 2014 / Aufrufe: 852 Kommentare ausgeschaltet

Laut der Alpha Bank wird die maßlose Überbesteuerung der Immobilien in Griechenland den Aufschwung der Wirtschaft abschnüren.

Wie die Analytiker der Alpha Bank in dem wöchentlichen Wirtschaftsreport der Bank einschätzen, trägt die fortgesetzte doppelte und übermäßig hohe Besteuerung der Immobilien wesentlich zur völligen Lähmung der Aktivität auf dem Immobilienmarkt bei.

Weiter merken sie an, dass ohne einen Neustart des Immobilienmarkts „die aus der (sich auf 2013 beziehenden) Immobiliensteuer FAP 2014 festgestellten Einnahmen offensichtlich überbewertet worden sind. Die Senkung der Immobilientransaktionssteuer geht in die richtige Richtung, aber ihre günstige Auswirkung auf den Immobilienmarkt wird weiterhin durch die doppelte Besteuerung des 300.000 Euro übersteigenden Immobilienvermögens eliminiert.
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Regierung in Griechenland verspricht Korrektur der Immobiliensteuer

9. August 2014 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.246 3 Kommentare

Auf Anweisung des Premierministers sollen in 4000 Ansiedlungen in ganz Griechenland die steuerrelevanten Grundstückswerte auf das Niveau von 2013 zurückgenommen werden.

Die griechische Regierung beschloss die Rücknahme und Änderung der neuen sogenannten „Einheitlichen Immobilienbesitz-Steuer“ (ENFIA) in 4.000 Ansiedlungen in ganz Griechenland, in denen es (noch) kein Einheitswert-System gibt.

Nach dem Wirbel, der durch die zu Lasten der Immobilienbesitzer verhängten absurden Steuerbeträge ausgelöst wurde, ist der Wirtschaftsstab auf Anweisung des Premierministers gezwungen, umgehend zu Korrekturen zu schreiten.
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Finanzministerium in Griechenland gesteht Fehler bei Immobiliensteuer ein

6. August 2014 / Aufrufe: 1.571 Kommentare ausgeschaltet

Das Finanzministerium in Griechenland gesteht gravierende Fehler und Verzerrungen bei der neuen Immobiliensteuer ENFIA ein und weckt Hoffnungen auf Nachbesserungen.

Das griechische Finanzministerium (YPOIK) schritt zum Eingeständnis schwerwiegender Fehler, die bei der neuen sogenannten Immobilienbesitz-Steuer (ENFIA) erfolgten. In einer speziellen Bekanntmachung spricht es von einer „erstmalig zur Anwendung kommenden Reform, in der Probleme, Fehler und Verzerrungen auftreten„. Der Wirtschaftsstab gibt sogar zu, dass „speziell in einigen Fällen von Grund- / Flurstücken in der Peripherie“ übermäßige Belastungen auftraten.

Laut dem Finanzministerium soll all diesem anfänglich mit den wie auch immer gearteten korrigierenden Immobiliendeklarationen (E9) begegnet werden, die von selbigen Bürgern bis zum 30 November 2014 erfolgen werden. Es wird sogar betont, dass keine Strafgebühren verhängt werden und eine Verrechnung mit den bis dahin erfolgten Zahlungen der Bürger erfolgen wird. „Das Datum, ab dem der Zugang zu dem elektronischen System für die Korrekturerklärungen möglich sein wird, wird in Kürze von dem Generalsekretariat für Öffentliche Einnahmen (GGDE) bekannt gegeben werden„, meint die Führung des YPOIK.

Ebenfalls ergeht die Rede von „schnellstmöglichen korrigierenden Eingriffen, wo immer durch Lücken oder Unterlassungen der Verwaltung Verzerrungen existieren„, womit praktisch eine neue gesetzliche Regelung angekündigt wird.
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