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Artikel Tagged ‘streik’

Erneut 48-stündiger Streik bei Finanzämtern in Griechenland

1. März 2010 / Aufrufe: 521 Kommentare ausgeschaltet

Die Beamten der Finanzämter in Griechenland haben aus Protest gegen die geplante Kürzung ihrer Gehälter und Zulagen einen weiteren 48-stündigen Streik für den 8. und 9. März 2010 angekündigt.

Obwohl die endgültigen Maßnahmen zur Minderung des Haushaltsdefizits Griechenlands noch nicht verkündet worden sind, zeichnen sich erheblich umfangreichere Kürzungen der Gehälter und Zulagen auf dem allgemeinen öffentlichen Sektor ab bisher erwartet. Die Gewerkschaften haben jedoch jede weitere Kürzung der Bezüge zum „casus belli“ erklärt und zeigen sich fest entschlossen, die geplanten Sparmaßnahmen um jeden Preis verhindern zu wollen.

Es sei angemerkt, dass in Griechenland inzwischen die Periode der Einreichung der jährlichen Einkommenssteuererklärungen begonnen hat jeder weitere Streik der Finanzbeamten zu beachtlichen Problemen führen wird. Das Finanzministerium sah sich aus organisatorischen Gründen bereits gezwungen, die ursprünglich ab dem 01. März 2010 nach Steuernummern gestaffelt endenden Eingabefristen um knapp 2 Wochen zu verlängern. Jede weitere Verzögerung bei der Bearbeitung der Steuererklärungen wird die heikle Finanzlage des Fiskus noch weiter verschärfen.

Weitere Informationen bietet der Artikel Einkommenssteuererklärung in Griechenland

Streik der Zollbeamten in Griechenland abgebrochen

21. Februar 2010 / Aufrufe: 403 Kommentare ausgeschaltet

Die Zollbeamten in Griechenland haben ihren Streik bis auf weiteres ausgesetzt. Insbesondere die Versorgung der Tankstellen mit Benzin hat sich inzwischen wieder weitgehend normalisiert.

Bereits am vergangenen Freitag (19. Februar 2010) brachen in Nordgriechenland und auf Kreta zahlreiche Zollbeamte den von ihren Organen bis einschließlich kommenden Mittwoch (24. Februar 2010) ausgerufenen Streik. Am Samstag gab die Einzelrichterkammer des Landgerichts Athen der von dem Wirtschaftsministerium beantragten einstweiligen Verfügung im Eilverfahren statt und erklärte den Streik der Zöllner für rechtswidrig.

Am Sonntagabend (21. Februar 2010) beschlossen die gewerkschaftlichen Organe der griechischen Zollbeamten schließlich, den Arbeitskampf bis auf weiteres auszusetzen, jedoch auf jeden Fall an dem für Mittwoch (24. Februar 2010) angekündigten Generalstreik in Griechenland teilzunehmen.

Tankstellen in Griechenland geht das Benzin aus

18. Februar 2010 / Aktualisiert: 22. Februar 2010 / Aufrufe: 798 Kommentare ausgeschaltet

Wegen des Streiks der Zollbeamten in Griechenland geht den Tankstellen zunehmend das Benzin aus. Der am Dienstag begonnene ursprünglich auf 3 Tage befristete Streik der Zöllner wurde um weitere 6 Tage verlängert.

Nachdem die griechischen Zollbeamten ihren am Dienstag, dem 16. Februar 2010, begonnen Streik bis einschließlich zum 24. Februar verlängert haben, stehen an den Tankstellen die Autofahrer in der Hoffnung Schlange, noch einmal tanken zu können. Rund der Hälfte der Tankstellen im Großraum Attika ist allerdings inzwischen normales bleifreies Benzin ausgegangen, und auch die übrigen Vorräte schrumpfen von Stunde zu Stunde

Wo nichts anderes mehr zu haben ist, tanken die Autofahrer notgedrungen „Bleifrei Super“, jedoch liegt der Preis pro Liter im Durchschnitt um 18 Cent höher als für „Normal“. Am Donnerstag (18. Februar 2010)  belief sich der landesweit ermittelte durchschnittliche Preis für normales Bleifrei auf 1,267 Euro pro Liter (bei einer Spanne von 1,07 Euro bis 1,42 Euro), während Bleifrei Super im Schnitt 1,45 Euro pro Liter kostete (bei einer Spanne von 1,24 Euro bis 1,679 Euro).

In Griechenland drohen Versorgungsengpässe wegen Streiks

13. Februar 2010 / Aufrufe: 591 Kommentare ausgeschaltet

Für die kommende Woche werden in Griechenland wegen des dreitägigen Streiks der Zollbeamten landesweite Versorgungsengpässe bei der Versorgung mit Treibstoff befürchtet.

Aus Protest gegen die angekündigte Kürzung ihrer Bezüge und Gehaltszulagen haben die Zollbeamten in direktem Anschluss an das (arbeitsfreie!) verlängerte Karnevals-Wochenende einen dreitägigen Streik ab Dienstag, dem 16. Februar 2010, bis einschließlich Donnerstag, den 18. Februar 2010 beschlossen. Angesichts des in der Regel deutlich erhöhten Verbrauchs anlässlich der Karnevalstage ist damit zu rechnen, dass in Griechenland ab Beginn kommender Woche der Treibstoff knapp werden wird.
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Annullierung aller Flüge wegen Streik der Fluglotsen in Griechenland

9. Februar 2010 / Aktualisiert: 26. Juni 2010 / Aufrufe: 807 Kommentare ausgeschaltet

Für Mittwoch, den 10. Februar 2010, sind wegen des 24-stündigen Streiks der griechischen Fluglotsen absolut alle Flüge von oder zu den Flughäfen in Griechenland storniert worden.

Die Fluggesellschaften Aegean Airlines und Olympic Air gaben bekannt, dass sie wegen des Streiks gezwungen sind, für Mittwoch, den 10. Februar 2010, alle Flüge ihrer Netze zu annullieren. Die Gesellschaften wollen alles unternehmen, um ihre Passagiere in Flügen der nächsten Tage unterzubringen.

Ebenfalls aufgrund des anstehenden Streiks mussten bereits für den heutigen Dienstag (09. Februar 2010) mehrere nationale und internationale Flüge der beiden Gesellschaften kurzfristig vorverlegt werden.

24-stündiger Warnstreik der Journalisten in Griechenland

17. Dezember 2009 / Aufrufe: 210 Kommentare ausgeschaltet

Die gewerkschaftliche Organisation ESIEA (Enosi Syntakton Imerision Efimeridon Athinon = Verband der Redakteure Athener Tageszeitungen) beschloss einen 24-stündigen Warnstreik von 06:00 Uhr Donnerstag (17. Dezember 2009) bis 06:00 Uhr Freitag (18. Dezember 2009).

Die ESIA ist die Dachorganisation aller Journalisten in Griechenland, die bei Massenmedien, auf dem öffentlichen Sektor, bei juristischen Personen des öffentlichen Rechts und den Behörden der lokalen Selbstverwaltungen beschäftigt sind. Während der Dauer des Streiks werden auch auf den Portalen in.gr, tovima.gr und tanea.gr keine Nachrichten publiziert werden.

Die Journalisten fordern die Befriedigung arbeitsrechtlicher, versicherungstechnischer und einkommenspolitischer Forderungen.

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Bestreikung des Hafens Piräus rechtswidrig und missbräuchlich

10. November 2009 / Aufrufe: 189 Kommentare ausgeschaltet

In der Verhandlung der Klagen und Anträge, welche die Industrie- und Handelskammer Athen (EBEA) und andere Kammern gegen die Bestreikung des Handelshafens Piräus in Griechenland erhoben hatten, entschied heute (10.11.2009) das Landgericht Piräus zugunsten der Antragsteller und Kläger.

Das Gericht befand die Streiks der Hafenangestellten für rechtswidrig und missbräuchlich und ordnete für den Fall der Zuwiderhandlung für jeden weiteren Streiktag zwei Monate Haft und 4.000 Euro Strafgeld an. Das Gericht untersagte den gewerkschaftlichen Organen der Angestellten der Hafenorganisation Piräus auch, neue Streiks mit den selben Forderungen bzw. aus Protest gegen die Privatisierung des Handelshafens zu beschließen.

Handelshafen Piräus in Griechenland bleibt geschlossen

8. November 2009 / Aufrufe: 238 Kommentare ausgeschaltet

Am Sonntag (08.11.2009) beschlossen die Angestellten des Handelshafens Piräus in Griechenland einen neuen 48-stündigen Streik für Montag und Dienstag. Griechenlands größter Handelshafen wird also auch weiterhin geschlossen bleiben. Über Abbruch oder Fortsetzung des Arbeitskampfes wollen die gewerkschaftlichen Organe am Dienstag, dem 10. November 2009 entscheiden.

Die Handelskammer Messinien hat bereits eine Klage eingereicht, die am Montag (09.10.2009) vor dem Landgericht Piräus verhandelt werden soll. Das Gericht wird zu entscheiden haben, ob die andauernden Streiks der Angestellten und Beamten der Hafenorganisation im Rahmen der arbeitsgesetzlichen Bestimmungen als legitim oder aber als gesetzeswidrig und missbräuchlich einzustufen sind und im letzteren Fall den Schadenersatzforderungen der klagenden Seite stattzugeben ist Die Streikenden haben zu einer parallelen Protestdemonstration vor dem Gerichtsgebäude aufgerufen.

Ab Montag werden weitere Kammern und Wirtschaftsverbände ebenfalls rechtliche Schritte einleiten und einstweilige Verfügungen beantragen, um eine Einstellung der fortlaufenden Streiks gerichtlich zu erzwingen. Die griechische Regierung hält sich dagegen weiterhin zurück und scheint trotz des immensen volkswirtschaftlichen Schadens nach wie vor nicht zu einer Zwangsmobilisierung der Hafenarbeiter schreiten zu wollen. In Industrie, Handel und Gewerbe beginnen sich inzwischen Versorgungslücken einzustellen, zahlreiche Unternehmen steuern infolge der erlittenen Schäden und Verluste auf den wirtschaftlichen Ruin zu.

Bestreikung des Handelshafens Piräus in Griechenland geht weiter

5. November 2009 / Aufrufe: 384 2 Kommentare
Containerhafen Piräus in Griechenland
Containerhafen Piräus in Griechenland

Am Dienstagnachmittag (04.11.2009) beschlossen die gewerkschaftlichen Organe der Arbeiter und Angestellten des Handelshafens Piräus in Griechenland  die Fortsetzung der Bestreikung der Hafenanlagen bis Montag, den 09. November 2009. Damit spitzt sich nicht nur die Kontroverse mit der Regierung, sondern auch die Konfrontation mit den betroffenen Kreisen in Wirtschaft und Handel weiter zu, die nunmehr auch fatale Auswirkungen auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft befürchten.

Wie verlautbar wurde, beabsichtigt die Regierung derzeit nicht, die Streikenden zwangsweise zu mobilisieren. Seitens der Wirtschaft wurde inzwischen allerdings ein Ultimatum bis zum kommenden Montag gestellt und im Fall der Fortsetzung der Bestreikung über diesen Termin hinaus mit unmittelbaren gerichtlichen Schritten gedroht.

Die Gewerkschaften fordern eine zweimonatige Aussetzung des bereits unter der Regierung Karamanlis zwischen der chinesischen Hafenverwaltungsgesellschaft COSCO und dem griechischen Staat geschlossen Vertrages bezüglich der Übertragung des Hafenmanagements. Die COSCO hat jedoch inzwischen unmissverständlich signalisiert, keinen weiteren Aufschub der Erfüllung des Vertrages mehr dulden zu wollen. Es sei angemerkt, dass die griechische Tochtergesellschaft SEP AG der COSCO laut Vertrag bereits im Oktober den Betrieb hätte aufnehmen sollen.

Neuer Streik im Handelshafen Piräus in Griechenland

2. November 2009 / Aktualisiert: 05. November 2009 / Aufrufe: 211 Kommentare ausgeschaltet

Die gewerkschaftlichen Organe der Angestellten und Arbeiter des Handelshafens Piräus in Griechenland haben für den 03. und 04. November 2009 erneut einen 48-stündigen Streik beschlossen. Die Gewerkschaften fordern von der Ministerin für Wirtschaft, Wettbewerb und Schiffahrt Luka Katseli, Einzelheiten über die Verhandlungen mit der chinesichen COSCO bekannt zu geben und die arbeitsrechtlichen Privilegien der Beschäftigten zu garantieren.

Die Haltung der Gewerkschaften stößt nicht nur auf politischer Ebene auf Unverständnis, sondern hat auch zu einer unmittelbaren Reaktion seitens der Industriekammer Athen geführt. Angesichts des hohen Schadens in Handel und Wirtschaft aufgrund der bisherigen Streiks sowie auch der sich nun abzeichnenden  Behinderungen und Verluste im bevorstehenden Weihnachtsgeschäfts wurde verlautbar, gegebenenfalls gerichtlich gegen die weitere Bestreikung des größten griechischen Handelshafens vorgehen zu wollen.