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Artikel Tagged ‘streik’

Ausstand der Rechtsanwälte in Griechenland bis Ende Februar 2012

18. Februar 2012 / Aktualisiert: 13. August 2017 / Aufrufe: 290 Kommentare ausgeschaltet

Die Rechtsanwälte in Griechenland beschlossen aus Protest gegen die Maßnahmen zu Lasten ihres Berufsstandes, bis Ende Februar 2012 ihren Aufgaben fernzubleiben.

Dem Streik der Athener Rechtsanwälte, die aus Protest gegen die vorgesehene Deregulierung ihres Berufszweigs bereits am 15. Februar 2012 beschlossen hatten, für den Rest des Monats in den Ausstand zu treten, schlossen sich nun alle Rechtsanwälte des Landes an.

Konkret trat am 18. Februar 2012 in den Geschäftsräumen der RAK Athen das Plenum der Präsidenten der Anwaltskammern Griechenlands zusammen und beschloss einstimmig, dass aus Protest gegen die von dem neuen Memorandum zu Lasten ihres Berufsstands vorgesehenen Lieberalisierungs-Maßnahmen die Rechtsanwälte in ganz Griechenland bis einschließlich zum 29. Februar 2012 ihren Aufgaben fernbleiben werden.

(Quelle: in.gr)

Medikamente in Griechenland nur noch gegen Barzahlung

3. Januar 2012 / Aktualisiert: 09. September 2018 / Aufrufe: 1.104 6 Kommentare

Die Apotheker in Griechenland beschlossen anlässlich der eskalierenden Konfrontation mit dem Gesundheitsministerium, Medikamente nur noch gegen Barzahlung abzugeben.

Die Apotheker in Griechenland schreiten in Reaktion auf die Ankündigungen der Ministerien für Gesundheit und Arbeit bezüglich der erneuten Senkung ihrer Gewinnspanne zu weiteren Protestaktionen. Konkret rief der Panhellenische Pharmazeuten-Verein für den 02. und 03. Januar 2012 einen 48-stündigen Streik aus und bekräftigte den bereits gegen Ende 2011 gefassten Beschluss, ab Januar 2012 Medikamente nur noch gegen Barzahlung abzugeben.

Letzteres betrifft die Versicherten aller Kassen (also auch jener, die ihren Verpflichtungen regulär nachkommen!) und bedeutet in der Praxis, dass alle Versicherten gezwungen sind, den vollen Preis der Medikamente aus eigener Tasche vorzustrecken und dann die Erstattung des ihnen nach Abzug der Selbstbeteiligung zustehenden Kassenanteils zu beantragen. Die Apotheker verlangen eine „Vereinbarung mit der Branche über einen stabilen Rahmen der Arzneimittelpolitik sowie auch, die Jagd auf die Apotheken einzustellen„.

Aktualisierung: Seit dem 12. Januar 2012 führen die Apotheken Rezepte aller Kassen wieder regulär aus.
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Strafverfahren gegen Taxifahrer in Griechenland

29. Juli 2011 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 599 5 Kommentare

In Griechenland wurden wegen der Ausschreitungen der streikenden Taxibesitzer inzwischen 82 Ermittlungsverfahren eingeleitet, in die mehrere tausend Personen verwickelt sind.

Von Dienststellen der Verkehrspolizei in ganz Griechenland sind bereits zweiundachtzig Verfahren gegen Taxibesitzer eingeleitet worden, während der Präsident des Berufsverbands der Taxifahrer Athen (SATA / ΣΑΤΑ) sich ausdrücklich von den Ausschreitungen distanzierte, zu denen am 28. Juli 2011 in Piräus, Thessaloniki und anderen Orten Griechenlands randalierende Taxibesitzer speziell auch zu Lasten von Touristen geschritten waren.

Wie die griechische Polizei (ELAS / ΕΛΑΣ) bekannt gab, wurden die Verfahren, in welche 6.415 Personen verwickelt sind, in dem Zeitraum vom 18. – 27 Juli 2011 eingeleitet. 35 Akten wurden inzwischen an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet und betreffen 6.415 Personen. Die Strafbestände beziehen sich auf Verkehrsbehinderungen und andere Vergehen.
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War die Eskalation der Proteste der Taxi-Besitzer in Griechenland vermeidbar?

29. Juli 2011 / Aktualisiert: 22. November 2013 / Aufrufe: 360 Kommentare ausgeschaltet

Ist die Eskalation der Protestaktionen der Taxibesitzer in Griechenland auf die Unfähigkeit der Regierung zurückzuführen oder gar im Rahmen politischer Spiele in Kauf genommen worden?

Den unbefristeten Streik der Taxi-Besitzer in Griechenland und die eskalierenden Ausschreitungen speziell zu Lasten des Tourismus kommentiert Panos Kolokotronis, Chefredakteur der griechischen Tageszeitung Vradyni, in einem am 27. Juli 2011 in der Kolumne “Zeichen der Zeit” publizierten Beitrag, der nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.

In den Schützengräben

Es ist nicht das erste Mal, dass die Regierung überrumpelt zu werden scheint. Dies geht zumindest aus der Weise hervor, mit der sie die Streikaktionen der Taxibesitzer handhabt, deren Dynamik sich augenscheinlich trotz der Tatsache fortsetzt, dass sich bei nicht wenigen Fahrern Empörung einzustellen scheint, entweder weil nach und nach die Flucht in die Sommerferien beginnt oder weil nicht alle wirtschaftlich in der Lage sind, einen unbefristeten Streik ertragen zu können.
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Taxi-Lizenz in Griechenland zum Preis einer Eigentumswohnung

28. Juli 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 3.598 Kommentare ausgeschaltet

Die Taxi-Besitzer in Griechenland setzen ihren unbefristeten Streik aus Protest gegen die Liberalisierung des Taxi-Gewerbes fort und kündigten noch drastischere Aktionen an.

Obwohl der unbefristete Streik der Taxi-Besitzer aus Protest gegen die bereits Anfang Juli 2011 bekannt gegebene Freigabe der Taxi-Lizenzen in Griechenland katastrophale Folgen für die Wirtschaft und speziell den Tourismus hat, steht keine Schlichtung der Konfrontation in Aussicht. Von Seite der Taxibesitzer wurden noch radikalere Protestaktionen angekündigt, die unter anderem erneut auf massive Behinderungen im Tourismus abzielen könnten.

Die wahren Hintergründe der unnachgiebigen Haltung der Interessenverbände der Inhaber der bisherigen Taxi-Lizenzen reflektiert ein Artikel in der griechischen Tageszeitung Ta Nea, der bereits anlässlich des Scheiterns der ersten Verhandlungen publiziert wurde und nachstehend in (mehr oder weniger freier) deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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Stromausfälle in Griechenland verursachen hohe Sachschäden

26. Juni 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 808 6 Kommentare

In Griechenland verursachen Stromausfälle und Unregelmäßigkeiten in der öffentlichen Stromversorgung erhebliche Sachschäden zu Lasten der Verbraucher.

Die durchschnittliche Höhe eines jeden Schadens, den in Griechenland Verbraucher aufgrund von Stromversorgungsprobleme erleiden, die entweder durch Überspannungen verursacht werden, die – wie derzeit infolge des Streiks der GENOP – bei der Wiederherstellung der Stromversorgung auftreten, oder auf beschädigungsbedingte Unterbrechungen des Null-Leiters oder andere Gründe zurückzuführen sind, beläuft sich auf über 1.000 Euro.

Konkret belief sich laut den Daten, welche die griechische Energieregulierungsbehörde (RAE) auf Basis der während der letzten drei Jahre von Konsumenten erhobenen Beschwerden zusammentrug und auswertete, die durchschnittliche Höhe der verursachten Sachschäden auf 1.058 Euro Pro Schadensfall.
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Streiks bei Elektrizitätsgesellschaft DEI in Griechenland

12. Juni 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 673 1 Kommentar

In Griechenland wurde die Bestreikung der öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft ab dem zwanzigsten Juni 2011 angekündigt.

Die aus Protest gegen die weitere Privatisierung der öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft DEI in Griechenland angekündigte Bestreikung des Unternehmens wird auf Beschluss der gewerkschaftlichen Dachorganisation GENOP am 20. Juni 2011 beginnen. Die beschlossenen aufeinanderfolgenden jeweils 48-stündigen Streiks sollen bis zur Verabschiedung des neuen „mittelfristigen volkswirtschaftlichen Rahmenprogramms“ durch das griechische Parlament fortgesetzt werden.

Der einschlägige Beschluss wurde am Samstag (11. Juni 2011) von dem Vorstand der GENOP unter Beteiligung der Vertretern der Mitgliedsgewerkschaften gefasst. Außerdem sollen am kommenden Freitag (17. Juni 2011) und Sonntag (19. Juni 2011) offene Protestkundgebungen in den Städten Megalopolis und Ptolemaida stattfinden.
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Viertägiger Streik bei Massenmedien in Griechenland

7. April 2011 / Aufrufe: 261 Kommentare ausgeschaltet

Aufgrund der Bestreikung der Massenmedien in Griechenland werden vier Tage lang keine Zeitungen erscheinen und auch keinerlei Nachrichten und Nachrichtensendungen publiziert.

Die Vorstandsgremien der Verbände der Redakteure in ganz Griechenland und der übrigen kooperierenden Berufsorganisationen beschlossen die Ausrufung zwei aufeinanderfolgender 48-stündiger Streiks ab 06:00 Uhr / 07.04.2011 (Donnerstag) bis 06:00 Uhr / 09.04.2011 (Samstag) und ab 06.00 Uhr 09.04.2011 (Samstag) bis 06:00 Uhr / 11.04.2011 (Montag).

Der Streik betrifft alle Zeitungen, Radiosender, TV-Sender, ERT, Athener – Makedonische Nachrichtenagentur, Online-Nachrichtenportale und allgemein alle Medien oder Informationsdienste, bei denen Reporter beschäftigt sind, sowie die Agenturen für den Vertrieb von Presseprodukten.

Mit dem Streik soll den Forderungen nach dem Abschluss von Manteltarifverträgen und der Gewährleistung der institutionellen Errungenschaften sowie dem Protest gegen Lohnkürzungen und Entlassungen Nachdruck verliehen werden.

Rechtsanwälte in Griechenland setzen Streik fort

13. Februar 2011 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 387 Kommentare ausgeschaltet

Die Kammern der aus Protest gegen die Liberalisierung ihres Berufsstands im Ausstand befindlichen Rechtsanwälte in Griechenland beschlossen erneut eine Verlängerung des Streiks.

Das am Samstag (12.02.2011) in Athen zusammengetretene Plenum der Vertreter der griechischen Rechtsanwaltskammern beschloss eine Fortsetzung des Streiks der Anwälte in Griechenland bis zum Montag, dem 21. Februar 2011. An der Abstimmung nahmen die Vostände von 55 der insgesamt 63 griechischen Anwaltskammern teil.

Weiter wurde beschlossen, am kommenden Dienstag (15.02.2011) von 08:00 – 10:00 Uhr alle Gerichtsgebäude in Griechenland symbolisch zu besetzen, und auch eine auf den selben Tag angesetzte  Pressekonferenz des Koordinationsgremiums des Kammerplenums angekündigt. Im übrigen missbilligte die Vollversammlung ausdrücklich den Mehrheitsbeschluss der Vorstände der Rechtsanwaltskammern Athen und Piräus, sich nicht an den beschlossenen Streikaktionen zu beteiligen.

Wie bereits wiederholt berichtet (siehe u. a. Rechtsanwälte in Griechenland setzen Ausstand fort), wehren sich insbesondere die in provinziellen Regionen Griechenlands zugelassenen Rechtsanwälte vehement gegen die anstehende Liberalisierung ihres Berufsstands. Über die weitere Haltung der Anwaltskammern soll in einer auf Samstag, den 19. Februar 2011 angesetzten Vollversammlung der Kammerorgane entschieden werden.

Ärzte und Apotheker legen Gesundheitswesen in Griechenland lahm

4. Februar 2011 / Aufrufe: 760 2 Kommentare

In Griechenland bringen Ärzte und Apotheker aus Protest gegen geplante Reformen das staatliche Gesundheitswesen zunehmen zum Erliegen.

Nachdem die griechischen Apotheker bereits seit Mitte Januar 2011 mit Streiks gegen die anstehende Liberalisierung des Apothekenmarkts in Griechenland protestieren, laufen nun seit Tagen auch die im staatlichen Gesundheitswesen beschäftigten bzw. speziell für den Versicherungsträger IKA-ETAM tätigen Ärzte gegen die geplanten Reformen auf dem Gesundheitssektor Sturm und drohen zu Lasten der Versicherten die öffentliche Gesundheitsversorgung völlig zum Erliegen zu bringen.

Der umfangreiche Gesetzentwurf bezüglich der strittigen Reformen soll in der kommenden Woche dem griechischen Parlament zur Debatte vorgelegt werden und sieht unter anderem die Vereinheitlichung der Gesundheitsleistungen aller gesetzlichen Krankenkassen vor.
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