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Artikel Tagged ‘steuerschuld’

Griechenland publiziert neue Steuerschuldner-Liste

24. Januar 2012 / Aktualisiert: 13. August 2017 / Aufrufe: 1.750 3 Kommentare

Das Finanzministerium in Griechenland hat eine Liste natürlicher Personen publiziert, die dem Fiskus hohe Beträge aus fälligen Steuern und sonstigen Abgaben schulden sollen.

Mit der Veröffentlichung einer Liste der persönlichen Daten natürlicher Personen, die dem griechischen Fiskus fällige Zahlungen in Höhe von jeweils mehr als 150.000 Euro schulden sollen, hat das Finanzministerium praktisch das grüne Licht für die Überprüfung von Schuldnern des Fiskus durch Anwaltskanzleien und private Inkassounternehmen gegeben. Die neue Liste führt weit über 4.000 Steuerpflichtige auf, deren fällige Verbindlichkeiten an den Fiskus mit insgesamt fast 15 Milliarden Euro beziffert werden (Stichtag: 25. November 2011). Eine entsprechende – sich ausschließlich auf juristische Personen beziehende – Liste der Firmen und geschuldeten Beträgen wurde bereits im September 2011 publiziert und inzwischen auf den Stand von Ende Dezember 2011 gebracht.

Insgesamt summieren sich in beiden Kategorien (der natürlichen und juristischen Personen) die Verbindlichkeiten gegenüber dem Fiskus auf rund 42 Milliarden Euro, wovon das Finanzministerium sowohl mittels der neuen Regelungen über die fälligen Verbindlichkeiten, die unter anderem bis zu 60 Monatsraten ab 100 Euro vorsieht, als auch der Beauftragung von Anwaltsgesellschaften und Inkassounternehmen, welche das Vermögen aller Großschuldner unter das Mikroskop nehmen werden, zumindest einen Teil einzutreiben bestrebt ist.
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Zahlung von Steuern in Griechenland auch in Sachwerten

6. Januar 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 972 2 Kommentare

In Griechenland sollen Steuerzahler ihre Verbindlichkeiten an den Fiskus fortan auch mit der Überschreibung von Immobilien und dinglichen Rechten begleichen können.

Weiter führt das griechische Finanzministerium praktisch durch die „Hintertür“ sogenannte Sachkriterien bei der Steuerprüfung 800.000 Freiberufler und Gewerbetreibender ein und schreitet parallel auch zu Zahlungsregelungen mit „Mini“-Raten mit einem Plafond von monatlich 100 Euro für alle, die in bis zu 60 Raten fällige Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt von 42 Milliarden Euro an den Fiskus begleichen.

Diese Bestimmungen sind in dem Entwurf eines neuen Multi-Gesetzes aufgenommen wurden, der bei der Kabinettsitzung am 05. Januar 2012 zur Genehmigung vorgelegt wurde. Mit anderen Bestimmungen wird die Möglichkeit zur Begleichung der fälligen Verbindlichkeiten in „Sachleistungen“ für alle Steuerpflichtigen eingeführt, die zwar zu zahlen bereit sind, jedoch mangels Liquidität nicht zahlen können. Ihnen wird die Möglichkeit gegeben, Immobilien aus ihrem Besitz an den Fiskus abzutreten, um ihre fälligen Schulden „auszugleichen“.

Konkret umfasst das Multi-Gesetz unter anderem folgende Bestimmungen und Regelungen:
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Festnahmen von Steuerschuldnern in Griechenland

9. November 2011 / Aktualisiert: 24. Januar 2014 / Aufrufe: 880 5 Kommentare

Die Finanzbehörden in Griechenland gehen in letzter Zeit mit Festnahmen und Schnellgerichten massiv gegen vermeintliche Steuerschuldner vor.

Die griechischen Finanzbehörden lasen in letzter Zeit  verstärkt Geschäftsleute wegen fälliger Steuerschulden festnehmen und Schnellgerichten vorführen (siehe auch Finanzministerium in Griechenland will säumige Schuldner inhaftieren). Obwohl zwischenzeitlich wiederholt beteuert wurde, dass derartige Maßnahmen nur in wirklich berechtigten Fällen zur Anwendung kommen würden, dokumentiert das nachstehende Beispiel eher das – im übrigen von Anfang an befürchtete – Gegenteil.

Konkret wurde am 03. November 2011 in Thessaloniki der 47-jährige G. B. als rechtlich Verantwortlicher des Unternehmens „Agrimore“ mit der Beschuldigung verhaftetet, Mehrwertsteuer in Höhe von 123.000 Euro nicht regulär abgeführt zu haben. Wie auch in etlichen anderen entsprechenden Fällen wurde die Nachricht wurde natürlich prompt in der Tagespresse verbreitet, zumal derartige Meldungen derzeit besonders gut „ankommen“. Laut der am 08. November 2011 in der „Kathimerini“ publizierten Richtigstellung stellt sich die Realität allerdings schließlich ganz anders als suggeriert dar:
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Banken in Griechenland vergeben Steuer-Kredite

17. Oktober 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 833 5 Kommentare

Die Banken in Griechenland bieten zinsgünstige Kredite zur Begleichung von Sonderabgaben, Steuerschulden und sonstigen Verpflichtungen an den Fiskus an.

Die griechischen Banken bieten spezielle Kredite zur Finanzierung der neuen Sonderabgaben, aber auch der „Regulierung“ von Bauvergehen bzw. nachträglichen Legalisierung von Schwarzbauten an und gewähren ebenfalls Zahlungserleichterungen mittels Kreditkarten, da immer mehr Bankkunden nach Möglichkeiten suchen, ihren Verbindlichkeiten an den Fiskus entsprechen zu können.

Unter Nutzung von Kreditkarten können Steuerzahler die neue Sonderabgabe in bis zu 6 zinslosen Raten an das Finanzamt zahlen. Sie gewinnen somit die Ermäßigung von 5%, die bei sofortiger Begleichung der gesamten Verbindlichkeit gewährt wird, und haben danach die Möglichkeit, den Betrag je nach Bank in 3 bis 6 zinslosen Raten zu begleichen. Die Bezahlung der Steuerschuld kann bei den Geschäftsstelle der Banken oder elektronisch oder natürlich auch bei den Kassen der Finanzämter erfolgen.
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Finanzministerium in Griechenland prangert Schuldner öffentlich an

10. September 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 690 Kommentare ausgeschaltet

Das Finanzministerium in Griechenland hat im Internet die Daten von etwa 6000 Firmen veröffentlicht, die dem Fiskus jeweils wenigstens 150000 Euro oder mehr schulden sollen.

Das griechische Ministerium für Wirtschaft und Finanzen publizierte auf der Website der Zentrale für Datenverarbeitungssysteme die Daten von 6.000 Gesellschaften gewinnorientierten Charakters mit fälligen Schulden von jeweils mehr als 150.000 Euron. Die Summe der in der Liste umfassten Verbindlichkeiten macht mehr als 30 Milliarden Euro der insgesamt etwa 42 Milliarden Euro fälliger Verbindlichkeiten aus, die laut dem Finanzministerium dem Fiskus von juristischen und natürlichen Personen geschuldet werden.

Der Liste mit den Unternehmensdaten und geschuldeten Beträgen soll nach Abschluss des laufenden Verfahrens mit der Datenschutzbehörde, dessen Beschleunigung das Finanzministerium verlangt hat, die Veröffentlichung einer Aufstellung der fälligen Verbindlichkeiten natürlicher Personen folgen. Das Ministerium argumentiert, dass die Veröffentlichung dieser Daten zur Verbesserung der Sammlung der Einnahmen und „Festigung des Vertrauens zwischen dem Ministerium und den Steuerzahlern mittels der Förderung der Transparenz“ beitragen wird.
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Finanzministerium in Griechenland will säumige Schuldner inhaftieren

21. Juli 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 871 4 Kommentare

Das Finanzministerium in Griechenland will in Schnellverfahren alle Schuldner zu Haftstrafen verurteilen, die länger als 4 Monate mit Verbindlichkeiten von über 5000 Euro in Verzug sind.

Das griechische Finanzministerium aktivierte mit einem Runderlass des Generalsekretärs für Steuer- und Zollangelegenheiten Ioannis Kapeleris die Bestimmungen eines kürzlich verabschiedeten Gesetzes, mit der die Strafen für Schuldner des Fiskus verschärft werden, die innerhalb der nächsten Zeit ihre fälligen Verbindlichkeiten nicht geregelt haben werden.

Konkret gilt demnach:
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Griechenland bläst zur Jagd auf säumige Schuldner

11. Juli 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 493 Kommentare ausgeschaltet

Das Finanzministerium in Griechenland nimmt säumige Schuldner ins Visier, um wenigstens einen Teil der offenen Forderungen des Fiskus in die Kassen des Staates zu bringen.

Das griechische Finanzministerium beginnt eine intensive „Jagd“ auf Schuldner des Fiskus und hofft, den öffentlichen Kassen zu den heiß ersehnten Einnahmen zu verhelfen. Finanzminister Evangelos Venizelos erteilte am vergangenen Freitag (08. Juli 2011) die Anweisung, unmittelbar zur Kontrolle 14.700 konkreter Schuldner zur schreiten, die dem Fiskus insgesamt 37 Milliarden Euro schulden sollen.

Parallel wurde beschlossen, ein Schnellverfahren zur Prüfung der ungeprüften Steuerperioden all jener Steuerpflichtigen anzuwenden, die 2010 von der Sonderregelung zur pauschalen Schließung der ungeprüften Steuerperioden 2001 – 2010 ausgeschlossen waren, weil sie persönliches Immobilienvermögen mit einem („sachwertorientiert“ bestimmten) Gesamtwert von über 400.000 Euro besitzen oder – im Fall von Unternehmen – ihr Umsatz über den Grenzen für die Inanspruchnahme der Sonderregelung lag. Die Steuerprüfungen werden bei fast allen Steuerpflichtigen in automatisierten Verfahren mithilfe der Systeme und Recherchen der Zentrale für Datenverarbeitungssystem erfolgen.
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