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Artikel Tagged ‘steuerschuld’

Schuldenschnitt in Griechenland

19. September 2013 / Aktualisiert: 30. September 2017 / Aufrufe: 1.672 Kommentare ausgeschaltet

Griechenland muss wenigstens die Hälfte der über 60 Milliarden Euro betragenden fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus endgültig abschreiben.

Als … wertlos erwies sich der „Schatz“ der überdimensionalen aufgelaufenen fälligen Verbindlichkeiten an den griechischen Fiskus, deren Beitreibung – wie immer wieder verbreitet und so ein weiterer griechischer „Mythos“ aufrecht erhalten wurde – das volkswirtschaftliche Problem des Landes lösen würde. Faktoren des Finanzministeriums schätzen ein, dass von der Summe der 60 Mrd. Euro, die natürliche und juristische Personen Finanzämtern und Zollbehörden schulden, 30 Mrd. Euro „abgeschrieben“ werden müssen.

Obwohl nach vielen „Abenteuern“ inzwischen endlich eine Gesetzesvorlage bezüglich der Streichung der als „nicht beitreibungsfähig“ charakterisierten Verbindlichkeiten ratifiziert worden ist, schreitet das ganze Verfahren trotzdem nur gemächlich voran.

Dies liegt daran, dass einerseits mit den konkreten Akten befasste behördliche Faktoren sich fürchten, ihre Unterschrift darunter zu setzen und Schulden an den Fiskus zu … annullieren, und andererseits, dass ihre politischen Vorgesetzten sie zwar ermuntern, die Fälle voranzutreiben, jedoch auch die Reaktionen messen, die beispielsweise im Fall der „Streichung“ der Schuld eines bekannten Unternehmers hervorgerufen werden könnten, selbst wenn dieser im Gefängnis sitzt.
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42 Mrd. aus Steuern sind für Griechenland "verloren"

9. Juli 2013 / Aktualisiert: 30. September 2017 / Aufrufe: 1.320 7 Kommentare

Ein Großteil der in Griechenland seit vielen Jahren aufgelaufenen Verbindlichkeiten der Steuerzahler an den Fiskus gelten als nicht eintreibbar.

Die Daily Telegraph schreibt, „Griechenland hofft, dass die Finanzminister der Eurozone am Montag die nächste Tranche von 8,1 Mrd. Euro freigeben werden, weil es für das Land von vitaler Bedeutung ist, im kommenden Monat Anleihen von ungefähr 2,2 Mrd. Euro auszulösen„. (Anmerkung: Die in Rede stehende Tranche wurde inzwischen auf Teilraten von insgesamt 6,8 Mrd. Euro gestutzt.)

Zur selben Stunde erklärt allerdings gegenüber der Zeitung der Generalsekretär für öffentliche Einnahmen, Charis Theocharis, dass hauptsächlich aus der Besteuerung der Bürger herrührende Verbindlichkeiten an den Fiskus in einem Betrag von bis zu 42 Mrd. Euro als „nicht eintreibbar“ angesehen werden müssen.
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Finanzamt in Griechenland pfändet Haus wegen 1.677 Euro

29. Juni 2013 / Aufrufe: 1.231 4 Kommentare

In Griechenland schritt der Fiskus zur Pfändung des Hauses eines Langzeitarbeitslosen wegen einer Schuld in Höhe von 1.677 Euro an das Finanzamt.

Bei dem säumigen Schuldner handelt es sich um einen Metallarbeiter und Vater zweier minderjähriger Kinder, der seit drei Jahren arbeitslos ist, dessen einziges Vermögen das konkrete Haus im Bezirk Kaminia der Stadt Piräus ist.

Ein Gerichtsvollzieher des Landgerichts Athen leitete am 25 Juni 2013 das Pfändungsverfahren ein, da der Eigentümer dem Finanzamt den Betrag von 1.677,55 Euro schuldet, der sich zusammen mit den verhängten Säumniszuschlägen auf 2.173,81 Euro erhöhte.

(Quellen: in.gr)

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7 Mio. Euro Steuern für imaginäre Erbschaft in Griechenland

31. Mai 2013 / Aktualisiert: 07. Juni 2013 / Aufrufe: 672 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland fordert das Finanzamt von einem Bürger 7 Millionen Euro Steuern für eine Erbschaft, die er jedoch nachweislich niemals angetreten hat.

Die absolute Absurdität durchlebt in Griechenland seit einem Jahr der Bürger N. L. aus Patras. Konkret geht es um einen Rentner, der Benachrichtigungen von dem Finanzamt erhält, mit denen er aufgefordert wird, Steuern für Vermögen und Bankguthaben zu entrichten, die er nachweislich niemals besaß.

Wie unter „patrastimes“ berichtet wurde, handelt es sich um einen Menschen „von nebenan“, der vor kurzem pensioniert wurde und sein ganzes Leben lang von den Bezügen als Techniker bei einem öffentlichen Träger lebte.
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Griechenland deblockiert Schuldner-Immobilien

24. April 2013 / Aktualisiert: 11. Februar 2014 / Aufrufe: 407 Kommentare ausgeschaltet

Schuldnern des Fiskus in Griechenland wird gestattet, in ihrem Eigentum befindliche Immobilien auch dann zu Übereignen, wenn der Erlös nicht völlig ihre Schuld deckt.

Laut einem einschlägigen Beschluss des Staatssekretärs im Finanzministerium, Giorgos Mavraganis, wird für Immobilien von Schuldnern des Fiskus die Übereignungs-Blockade aufgehoben, damit sie aus der Veräußerung immobilen Vermögens ihre Schulden – sei es auch nur zu einem Teil – begleichen können.

Zur Erleichterung der Schuldner sind somit fortan die Übertragungen von Immobilien auch dann gestattet, wenn der Verkaufserlös niedriger ausfällt als ihre Verbindlichkeiten an den Fiskus. Mit dem geltenden System war dagegen in den konkreten Fällen die Ausstellung einer sogenannten Schuldenbescheinigung, die eine obligatorische Voraussetzung für die Übertragung von Immobilien darstellt, nicht gestattet, wenn der Preis aus der Übereignung nicht vollständig die Schulden an den Fiskus deckte.
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78jährige wegen Schulden an Fiskus in Griechenland verhaftet

2. April 2013 / Aufrufe: 450 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurde eine 78-jährige Frau wegen Schulden an den Fiskus verhaftet.

Die Direktion der Kriminalpolizei Thessaloniki schritt am vergangenen Samstag (30 März 2013) zur Verhaftung einer 78-jährigen Frau wegen Missachtung gesundheitsrechtlicher Bestimmungen und der Nichtentrichtung von Abgaben an den Fiskus.

Zu Lasten der 78-Jährigen waren siebzehn Urteile anhängig, mit denen sie zu Haftstrafen von insgesamt vier Jahren, vier Monaten und zehn Tagen verurteilt worden war, während gegen sie auch eine Geldstrafe von 1.550 Euro verhängt wurde.

(Quelle: Zougla.gr)

Finanzamt in Griechenland nimmt Michaloliakos-Clan ins Visier

21. Februar 2013 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 929 2 Kommentare

Wegen Steuerschulden wird die Zwangsversteigerung einer Immobilie der Ehefrau des Parteiführers der rechtsradikalen Chrysi Avgi in Griechenland betrieben.

Nicht nur, dass die Familie Michaloliakos in ihren Steuererklärungen als „arm“ erscheint, sie zahlt auch nicht die Steuern, die ihr für ihre unternehmerischen Aktivitäten entsprechen. Somit klebte das Finanzamt wegen Schulden an den Fiskus in Höhe von 36.000 Euro an das Gebäude, in dem sich das Rotlicht-Hotel „New Dream“ befindet und das der Ehefrau des Vorsitzenden der rechtsextremen Chrysi Avgi, Nikolaos Michaloliakos, gehört.

Informationen zufolge haben die Kontrollbehörden sogar die Verfahren zur Versteigerung des halben Gebäudes zu einem Startpreis von 169.000 Euro vorangetrieben, in dem das Hotel untergebracht ist. Und dies, weil die Verwaltungsgesellschaft „Lydia Hotel- und Tourismusunternehmen AG“, der das Gebäude gehört, mit Hauptaktionären die Gattin des Herrn Michaliolakos, Eleni Zaroulia, und deren Bruder, dem Fiskus den Betrag von 36.000 Euro schuldet und trotz der Mahnungen und Warnungen des Finanzamts ihre anhängige Steuersache nicht in Ordnung brachte.
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Finanzamt in Griechenland räumt Bankkonten leer

20. Februar 2013 / Aktualisiert: 17. Juli 2019 / Aufrufe: 1.836 29 Kommentare

Im Rahmen der auf höchste Anweisung geforderten harten Gangart räumt in Griechenland das Finanzamt offensichtlich auch willkürlich Bankkonten leer.

Ein 42-jähriger Unternehmer aus Trikala in Griechenland erlitt einen Schock, als er am 19 Februar 2013 per Web-Banking Geld von seinem Konto abzuheben versuchte, um laufende Verpflichtungen zu begleichen. Konkret befand sich auf seinem Konto nicht nur kein Geld mehr, sondern es war obendrein auch noch um 16.139,64 überzogen!

Offensichtlich hatte wegen fälliger Verbindlichkeiten des konkreten Unternehmers an den Fiskus das Finanzamt Hand an sein Konto gelegt, ohne dass er jedoch vorher darüber informiert worden war.

Dieser Fall zeigt, dass für Schulden an den griechischen Fiskus fortan neue Gegebenheiten gelten, in deren Rahmen auf Anweisung des Finanzamts Bankkonten automatisch blockiert oder / und geöffnet werden und sich folglich niemand mehr sicher sein kann, für eine eventuelle Notlage Geld „auf der hohen Kante“ zu haben … .

(Quellen: TrikalaNews.gr)

Relevante Quellen:

Fiskus in Griechenland droht Kleinschuldnern mit Zwangsmaßnahmen

2. Februar 2013 / Aktualisiert: 22. Juli 2013 / Aufrufe: 1.945 Kommentare ausgeschaltet

Die Regierung in Griechenland zeigt sich entschlossen, auch gegen Kleinschuldner des Fiskus unerbittlich mit umgehenden Zwangsmaßnahmen vorzugehen.

Laut der Zeitung „Eleftheros Typos“ wird die Zentrale für Datenverarbeitungssysteme in den kommenden Tagen an ungefähr 1.000.000 Kleinschuldner des Fiskus eingeschriebene Briefe versenden, mit denen die Betroffenen aufgefordert werden, innerhalb weniger Tage ihre fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen oder eine Ratenzahlungen zu vereinbaren.

Die Pfändungen betreffen alle Schuldner, die Beträge von bis zu 3.000 Euro aus Steuern und Abgaben zu Gunsten des Fiskus sowie ebenfalls auch aus Geldstrafen jeder Natur (sogar auch wegen Verletzungen der Straßenverkehrsordnung) schulden.

Viele dieser Verbindlichkeiten sind alt, sprich über viele Monate oder sogar Jahre unbeglichen geblieben, was zum Ergebnis hat, dass sie mit Straf- und Säumniszuschlägen in signifikanter Höhe belastet worden sind, die in ihrer Summe nicht selten die anfängliche Schuld sogar bis um ein Mehrfaches übersteigen.
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686 Verhaftungen wegen Schulden an Fiskus in Griechenland

12. Januar 2013 / Aufrufe: 389 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurden in den ersten 9 Monaten des Jahres 2012 insgesamt 686 Personen wegen fälliger Verbindlichkeiten von 1,3 Mrd. Euro an den Fiskus verhaftet.

Die Dienststellen der griechischen Polizei schritten in dem Zeitraum Januar – Oktober 2012 zur Verhaftung von 686 Personen wegen fälliger Verbindlichkeiten an den Fiskus in Höhe von insgesamt 1.316.958.111,35 Euro. Dies führt ein dem Parlament übermitteltes Schreiben des Staatssekretärs im Finanzministerium Giorgos Mavraganis an, und wie betont wird, gehen die vorstehenden Angaben aus den statistischen Daten hervor, die auf einen an das Hauptquartier der griechischen Polizei (ELAS) gerichteten Antrag des Finanzministeriums an die Dienststelle in der Straße Karagiorgi Servias übermittelt wurden, damit die Entwicklung der Steuerstrafsachen verfolgt wird.

Das Schreiben des Staatssekretärs im Finanzministerium wurde dem Parlament am 08 Januar 2013 zur Beantwortung einer Anfrage des Abgeordneten der Nea Dimokratioa Vasilis Kikilias übermittelt, der von dem Ministerium Informationen über die Anzahl der Großschuldner des Fiskus verlangt hatte, für welche Haftbefehle ausgestellt worden sind, und wie viele von diesen verhaftet worden sind.

Wie Herr Mavraganis in seiner Antwort anführt, wurde die Kriminalisierung der Steuerhinterziehung beizeiten mit verschiedenen Bestimmungen etabliert und gliedert sich in das System der Maßnahmen ein, welche von dem Ministerium ergriffen werden, damit dieses Phänomen methodisch und effektiv bekämpft wird. Außerdem erinnert er daran, dass mit dem Gesetz 3943/2011 vorgesehen wurde, dass die Straftat der Nichtentrichtung festgestellter Schulden an den Fiskus permanent ist und folglich beständig dem Verfahren der Schnellgerichtsbarkeit unterliegt.

Herr Mavraganis betont ebenfalls, dass für die Verfolgung der Straftaten der Nichtentrichtung festgestellter Verbindlichkeiten an den Fiskus seit Mai 2011 die Wirtschaftspolizei zuständig ist, die direkt dem Hauptquartier der ELAS untersteht.

(Quelle: in.gr)