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Artikel Tagged ‘steuerfahndung’

Steuerfahnder in Griechenland verhängen Strafen von 170 Mio Euro

16. Mai 2013 / Aktualisiert: 02. November 2013 / Aufrufe: 1.146 1 Kommentar

In Griechenland wurden im April 2013 über 170 Millionen Euro an Strafgeldern wegen Steuervergehen verhängt und mehrere Luxusfahrzeuge beschlagnahmt.

Die Höhe der Geldstrafen, welche das Sonderdezernat für Wirtschaftskriminalität (SDOE) im Monat April 2013 einschließlich MwSt. und sonstiger Steuerabgaben verhängte, belief sich auf 170.492.268 Euro.

Weiter schritt das SDOE zur Beschlagnahmung sieben luxuriöser Fahrzeuge der Marken BMW, Porsche und Mercedes, da ihre dauerhaft in Griechenland wohnhaften Besitzer vorgaben, in Bulgarien zu wohnen und die Fahrzeuge mit bulgarischen Kennzeichen betrieben um den vorgesehenen Lebenshaltungindizien (sprich der fiktiven Veranlagung zur Einkommensteuer) zu entgehen.
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Sperrung von Bankkonten in Griechenland verfassungswidrig

26. März 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 1.946 Kommentare ausgeschaltet

Der Oberste Verwaltungsgerichtshof in Griechenland befand die pauschale Sperrung von Bankkonten und Vermögenswerten für verfassungswidrig.

Der Oberste Verwaltungsgerichtshof befand die gesetzliche Regelung, die dem Sonderdezernat für Wirtschaftskriminalität (SDOE) die Möglichkeit gibt, zur Blockierung von Bankkonten, Bankschließfächern usw. jeder Natur zu schreiten, für verfassungswidrig und der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) entgegenstehend.

Spezieller befand die 4. Kammer des höchstens Berufungsgerichts mit ihrem Urteil Nr. 1032/2013, dass die Bestimmung des Artikels 30 (Paragraph 5 Fall e) des Gesetzes N. 3296/2004, welche die Blockierung von Bankkonten und Vermögensteilen im Fall von wirtschaftlichen Verbrechen und Steuerhinterziehung und Schwarzhandels großen Ausmaßes vorsieht, im Widerspruch zu den Artikeln 5 (Recht auf Teilnahme an dem wirtschaftlichen usw. Leben des Landes), 17 (Schutz des Eigentums) und 25 (Grundsatz des gesellschaftlichen Rechtsstaats) sowie ebenfalls auch zu Artikel 1 des Ersten Zusatzprotokolls der EMRK (Schutz des Vermögens) steht.

Wegen der Verfassungswidrigkeit wurde das gesamte Thema jedenfalls zur endgültigen Beurteilung an den Senat des Obersten Verwaltungsgerichtshofs weitergeleitet.
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Rote Karte für Finanzministerium in Griechenland

5. März 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 1.607 1 Kommentar

Ein enthüllender Bericht des IWF und der Kommission stellt die völlige Auflösung des Steuereinnahme- und Steuerkontrollmechanismus fest.

Die Troika zeigt dem griechischen Finanzministerium die rote Karte wegen seiner enttäuschenden Leistungen bei der Bekämpfung der Steuerhinterziehung und der Eintreibung der fälligen Verbindlichkeiten, aber auch wegen der Tatsache, dass die Autonomie, die der Zentralstelle für öffentliche Einnahmen verliehen worden wäre, sich immer noch … auf dem Papier befindet – mit der Gefahr, dass „weder den politischen Interventionen noch der Korruption“ ein Ende gesetzt wird.

Charakteristisch ist, dass die Direktion für interne Angelegenheiten neulich die Daten 130 Bediensteter erhielt, die auf einer Liste von Personen enthalten sind, welche Geldbeträge auf eine ausländische Bank überwiesen zu haben scheinen. Hinsichtlich der Überprüfungen der Vermögensdeklarationen der in Rede stehenden Beamten ist deren baldiger Beginn geplant, und laut der Troika „ist für die Effektivität der obigen Kontrollen die konsequente Verhängung disziplinarischer Sanktionen notwendig, die bis hin zur Strafe der Entlassung reichen werden„.
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Griechenland bringt Steuerverwaltung auf Trab

3. März 2013 / Aufrufe: 643 Kommentare ausgeschaltet

Nach der Kritik der Troika an der Steuerverwaltung in Griechenland präsentierte das Finanzministerium einen Katalog bereits ergriffener und anstehender Maßnahmen.

Nachdem in einem Bericht des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Kommission ein weiteres mal die Schwächen der griechischen Steuerverwaltung und der Mechanismen zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung und zur Eintreibung der fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus hart kritisiert wurden, publizierte das Finanzministerium (YPOIK) in einer Bekanntmachung einen Katalog einschlägiger Maßnahmen, die bereits eingeleitet wurden oder deren Realisierung mehr oder weniger unmittelbar ansteht.

In Zusammenhang mit den Initiativen, die von dem griechischen Finanzministerium bereits ergriffen wurden, wird unter anderem speziell auf die im Gang befindliche Überprüfung der Auslandsüberweisungen der Jahre 2009 – 2011 und die Auswertung der sogenannten „Liste Lagarde“ sowie auch auf Aktionen zur Bekämpfung des Treibstoffschwarzhandels verwiesen.

Detailliert führt die Bekanntmachung an:
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Steuerfahndung nimmt Bischöfen in Griechenland die Beichte ab

4. Dezember 2012 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 1.883 4 Kommentare

Die Steuerfahnder in Griechenland überprüfen zehn Bischöfe der griechisch-orthodoxen Kirche, auf deren jeweiligen Bankkonten enorme Guthaben gefunden wurden.

In Griechenland wird damit gerechnet, dass neue Enthüllungen über „schwarze Gelder“ den Raum der griechisch-orthodoxen Kirche erschüttern werden, da laut recherchierten Informationen zehn Bischöfe bezüglich ihrer Einkommens- und Vermögenssituation von der SDOE überprüft werden, weil auf ihren Konten Guthaben gefunden wurden, die jeweils 1 Million Euro übersteigen. Infolge Diverser  Meldungen von Bürgern über finanzielle Skandale beziehen sich die Überprüfungen beziehen sich auf die Verwaltung der Bistümer.

Die „Steuer-Rambos“ des Dezernats für Wirtschaftsverbrechen (SDOE) nehmen sich die kirchliche „Akte“ gründlich vor und untersuchen unter anderem eine Reihe von Angaben, die ihnen durch Anzeigen bekannt wurden. Die Tatsache hat Aufregung im Schoß der Kirche verursacht, hauptsächlich auch nach der enthüllenden Reportage der Zeitung „Ethnos tis Kyriakis“ (25/11/2012) in Zusammenhang mit den Ermittlungen, welche bezüglich der Finanzen der Bischöfe Chrysostomos (Bistum von Peristeri) und Kyrillos (Bistum von Thessaliotida – Fanariofersalon) durchgeführt werden.

Charakteristisch ist der neue Fall, den die Zeitung ans Licht bringt, nämlich der des Bischofs Alexios des Bistum von Nike bzw. Nikea, der auf Anordnung des Wirtschafts-Staatsanwalts Grigoris Peponis ebenfalls von den zuständigen Behörden überprüft wird, damit festgestellt wird, ob Beschwerden begründet sind, laut denen der Bischof für eine Reihe von Unregelmäßigkeiten bei den Finanzen seines Bistums verantwortlich ist.
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Reeder in Griechenland im Visier der Steuerfahndung

28. November 2012 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 769 4 Kommentare

Die Steuerfahnder in Griechenland nehmen bekannte Reeder und Großunternehmer wegen nicht entrichteter Immobiliensteuern und Sonderabgaben ins Visier.

In Griechenland gibt es dutzende Fälle, in denen Reeder und Großunternehmer es ignorieren, die Immobilien-Sonderabgabe zu entrichten, was zur Folge hat, dass dem Fiskus viele Millionen Euro aus dieser – im Volksmund als „Abzocke“ bezeichneten – Immobilienabgabe entgehen. Informationen zufolge hat das Finanzministerium die Akten zahlreicher Großreeder und -unternehmer geöffnet, die in der Schifffahrt, aber auch im Immobilienwesen tätig sind, und die ersten an das Licht der Öffentlichkeit gelangenden Fakten sind enthüllend.

Einer der griechischen Top-Reeder mit dutzenden Tankern, der auf der internationalen Rangliste eine hervorragende Position bekleidet, hat in den letzten 6 Jahren nicht die insgesamt 6,2 Mio. Euro betragende Immobilien-Sondersteuer (also die entsprechende Steuer vor der bekannten und alle betreffenden „Abzocke“) für eine ihm gehörende riesige Immobilie von 6.000 qm neben dem Herzzentrum „Onassio“ abgeführt. Für die konkrete Immobilie, die auf eine Offshore-Gesellschaft eingetragen ist, sind Immobilien-Sondersteuern verhängt worden, die bis 2009 3% und ab 2009 gemäß einem neulich verabschiedeten Gesetz über die Immobilien, die auf Offshore-Gesellschaften eingetragen sind, 15% (!!) des sachwertorientiert ermittelten Immobilienwertes entsprechen.

Zur selben Stunde befindet sich im Visier der SDOE auch der Eigentümer der Immobilie der unvergesslichen Malvina Marshall. Es handelt sich um einen Engländer, der die Immobilie an eine Offshore-Gesellschaft mit Sitz auf den Marshall-Inseln abtrat. Bezüglich der konkreten Immobilie ist festgestellt worden, dass die entsprechenden Steuern in Höhe von 1 Mio. Euro nicht entrichtet wurden, und der Eigentümer der Immobilie wird bald aufgefordert werden, die ihm entsprechende Abgaben zu entrichten.

In einer Anstrengung, möglichst viele Einnahmen zusammenzubringen, hat das Finanzministerium jedenfalls die großen Finanzämtern angewiesen, penibel die Fälle von Unternehmern zu untersuchen, welche bei den Finanzämtern als „unbekannt“ geführt werden, da sich sich systematisch weigern, ihre Verpflichtungen in Ordnung zu bringen.

(Quelle: Imerisia)

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Heilige Steuerhinterziehung in Griechenland

20. November 2012 / Aufrufe: 1.200 5 Kommentare

In Griechenland gerieten zum wiederholten Mal hohe Amtsträger und Geistliche der griechischen Kirche in das Visier der Steuerfahnder.

Zur selben Stunde, wo Erzbischof Hieronymus wegen der aus Geldmangel drohenden Entlassung zahlreicher Bediensteter die Alarmglocke schlägt, und nach der Enthüllung, dass ein Geistlicher mit einem Bankguthaben in Höhe von 3 Millionen Euro ausfindig gemacht wurde, stieß die Sondereinheit für Wirtschaftsverbrechen (SDOE) in zwei Erzbistümern auf neue Fälle von Steuerhinterziehung.

Das Vermögen dieser Bistümer umfasst Immobilien im Gebiet von Attika und hunderte Hektar Land in verschiedenen Gebieten des Landes, Obligationen, Beteiligungen an Investmentfonds und Aktien im Wert von dutzenden Millionen Euro. Ein Stab der SDOE führt derzeit eine penible Überprüfung der Bankkonten zweier Prälaten durch, da sich aus den ersten Daten zeigt, dass Guthaben existieren, welche 5 Millionen Euro übersteigen und bisher nicht gerechtfertigt werden können.
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Champions der Steuerhinterziehung in Griechenland

22. September 2012 / Aktualisiert: 26. September 2017 / Aufrufe: 1.487 13 Kommentare

Laut einer Studie gehören in Griechenland die Champions der Steuerhinterziehung Berufsgruppen an, welche die anteilsmäßig höchste Vertretung im Parlament haben.

Eine Orgie der Steuerhinterziehung durch Freiberufler enthüllt eine Studie von Forschern ausländischer Universitäten, die zeigt, dass die im Jahr 2009 nicht dem Finanzamt deklarierten Einkommen 28 Mrd. Euro betrugen. Das Resultat ist, dass dem griechischen Fiskus 11,2 Mrd. Euro aus Steuern entgingen, welcher Betrag dem neuen Sparpaket mit den erneuten radikalen Kürzungen bei Löhnen, Renten und Sozialleistungen entspricht.

Im Durchschnitt liegt das mittlere reale Einkommen der Selbständigen 1,92 Mal höher als jenes, das sie dem Finanzamt präsentieren, mit … Champions in der Verheimlichung von Einkommen die freiberuflichen Pädagogen, wo das reale Einkommen 2,55 Mal höher liegt als das deklarierte, und auf dem zweiten Platz die Ärzte mit einem entsprechenden Verhältnis ihres realen zum deklarierten Einkommens von 2,45.

In absoluten Beträgen verheimlichten die Ärzte dem Finanzamt im Durchschnitt ein Einkommen von 29.944 Euro, gefolgt von den Ingenieuren / Architekten mit 28.625 Euro und den Pädagogen und Buchhaltern mit jeweils 24.742 und 14.573 Euro. Nach Branchen betrachtet werden die höchsten Anteile der Steuerhinterziehung bei den Buchhaltungs- und Wirtschaftsdienstleistungen mit 78,92% verzeichnet, dicht gefolgt von den juristischen Dienstleistungen mit 78,79%.
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