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Artikel Tagged ‘staatsbankrott’

Griechenland-Krise: Wer hat Angst vor einem Grexit?

12. Januar 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 2.785 8 Kommentare

Im Fall eines Grexit müssten die Europäer für 83 Prozent der Verschuldung Griechenlands aufkommen, während die Hedgefonds sich signifikante Gewinne versprechen.

Der Sturm der Veröffentlichungen und Berichte von Investment-Häusern, welche die Verkündung vorgezogener Neuwahlen in Griechenland beschäftigte, und hautsächlich das erneute Auftauchen des Begriffs Grexit auf den Titelseiten der Zeitungen haben bereits eine signifikante Rolle im Wahlkampf gespielt, sich in dem stetig sinkenden Wert der Börsentransaktion abgebildet und Gegenstand – nicht immer positiver – Kommentare dargestellt …

Die Essenz ist, dass die Möglichkeit eines „Unfalls“ in Griechenland und des Ausscheidens des Landes aus dem Euro ein inzwischen nicht mehr vorherrschendes, jedoch in den Plänen gewisser Kreise jedenfalls existierendes Thema ist. Existierend, wenn auch nicht … erwünscht! Weil – so sehr etliche Analytiker, selbst auch politische Führer Europas behaupten, die Union sei ausreichend gewappnet um sogar auch einer eventuellen Spaltung der Eurozone zu begegnen – offensichtlich ist, dass unter dem Strich alle (abgesehen von diversen privaten Investoren) nur zu verlieren haben. Allen voran die Deutschen und Franzosen!
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Kosten eines Zahlungsstopps Griechenlands

9. Januar 2015 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.607 5 Kommentare

Ein eventueller Zahlungsstopp Griechenlands für die Konjunktur der meisten Länder der Eurozone eine ernsthafte Gefahr darstellen.

Am 06 Januar 2015 stellte der Fraktionsführer der Liberalen im Europaparlament, Guy Verhofstadt, eine Berechnung in Zusammenhang mit den Kosten eines eventuellen Staatsbankrotts in Griechenland an. Wie er betonte, würde ein eventuelles Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro mit den von den Mitgliedstaaten geleisteten Sicherheiten Irland 3 Mrd. Euro, Portugal 6 Mrd. Euro, Spanien 29 Mrd. Euro, Italien 44 Mrd. Euro, Frankreich 49 Mrd. Euro und Deutschland 66 – 80 Mrd. Euro kosten.

Diese Daten zeigen, dass ein eventuelles Ausscheiden Griechenlands eine ernsthafte Gefahr für den konjunkturellen Aufschwung der meisten Länder der Eurozone darstellen würde, meinte Guy Verhofstadt.
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So werden die Gläubiger Griechenlands Pentozalis tanzen

15. Dezember 2014 / Aktualisiert: 19. Februar 2021 / Aufrufe: 2.002 7 Kommentare

Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis schließt sich Alexis Tsipras Aussage an, Griechenland könne die Gläubiger dazu bringen, nach seiner Pfeife zu tanzen.

Alexis Tsipras, Parteivorsitzender der SYRIZA in Griechenland, schlug am vergangenen Samstag (13 Dezember 2014) in einer Rede in Heraklion / Kreta harte Töne an und meinte unter anderem „Die Griechen sind ‚harte Nüsse‘, sie lassen sich nicht erpressen und nicht terrorisieren – Wehe den Ausländern, wenn die Griechen der Trotz ergreift„, sowie auch, „wir werden die Trommel schlagen und sie werden tanzen“ oder – wo wir uns gerade auf Kreta befinden – wir werden die Lyra spielen und sie werden ‚Pentozalis‘ tanzen„.

Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis griff letzteres in einem auf protagon.gr veröffentlichten Kommentar auf, der nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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Griechisches Drama, zweiter Akt

14. Dezember 2014 / Aufrufe: 1.738 4 Kommentare

Die politischen Entwicklungen in Athen lassen erneut die Befürchtung aufleben, Griechenland könne möglicherweise das Auseinanderfallen der Eurozone auslösen.

Griechenland kehrt auf die Bühne zurück und ruft bei den Märkten und den europäischen Regierungen Schauder der Panik hervor. Kritische Wochen bis Ende des Jahres für das Land und seine Seriosität, aber auch den Euro.

Der Besuch des griechischen stellvertretenden Regierungschefs Evangelos Venizelos in Berlin und sein Treffen mit dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble bestätigte ein weiteres Mal die Kritikalität der Periode, die ab der kommenden Woche mit dem ersten Akt „einer neuen Version des griechischen Dramas“ beginnt, wie ein deutscher Redakteur den ersten Wahlgang im Parlament zur Aufzeigung eines Staatspräsidenten bezeichnet.
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BlackRock: Griechenland ist weltweit Pleite-Kandidat No 1

25. Juli 2014 / Aktualisiert: 08. Mai 2021 / Aufrufe: 2.323 3 Kommentare

Eine neue Studie der BlackRock stuft Griechenland weltweit als den Staat mit dem höchsten Risiko eines Staatsbankrotts ein.

Auf Basis des Risiko-Indexes, der sich wiederum auf Basis der volkswirtschaftlichen Fakten eines jeden Landes ergibt, belegt Griechenland auf der einschlägigen Liste den ersten Platz und liegt damit sogar noch vor Argentinien – trotz der Probleme, denen letzteres bei der Bedienung seiner Verschuldung begegnt.

Laut der BlackRock wirkt sich für Griechenland die politische Instabilität beschwerend aus, während im selben Moment die Verschlechterung der wirtschaftlichen Perspektiven auf großen aufsteigenden Märkten wie Argentinien, Brasilien und Russland verzeichnet wird, die gemäß dem Index die gefährlichsten Plätze für Investitionen belegen.
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Troika will keine Rückkehr Griechenlands an die Finanzmärkte

14. März 2014 / Aktualisiert: 15. Mai 2017 / Aufrufe: 1.346 4 Kommentare

Laut einem Bloomberg-Artikel will die Troika nicht, dass Griechenland an die Finanzmärkte geht, zumal ihr Einfluss auf Premierminister Antonis Samaras bereits abnimmt.

Ein Artikel der Agentur Bloomberg führt an, die Troika sehe die Rückkehr Griechenlands an die Finanzmärkte negativ, da sie einen Rückfall in die Praktiken befürchtet, die zu der Krise führte.

Die Agentur beruft sich auf einen europäischen Amtsträger, der vertritt, der einzige Weg zur Sicherstellung der Fortsetzung der Reformen durch Griechenland sei die Gewährung eines neuen Kredits, der von strengen Bedingungen volkswirtschaftlicher Besonnenheit begleitet sein wird. Laut Bloomberg hat jedenfalls nach der Erzielung des – umstrittenen – primären Haushaltsüberschusses der Einfluss der Troika auf den griechischen Premierminister Antonis Samaras bereits zu schwinden begonnen.
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Tsipras schließt Zahlungsstopp Griechenlands nicht aus

9. September 2013 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 2.753 15 Kommentare

Oppositionsführer Alexis Tsipras schließt im Fall der Übernahme der Regierung durch die SYRIZA-Partei einen einseitigen Zahlungsstopp Griechenlands nicht aus.

Alexis Tsipras, Oppositionsführer und Vorsitzender der SYRIZA-Partei, zeigt sich in einem am 07 September 2013 gegebenem Interview sicher, dass der Vorschlag der SYRIZA bezüglich der Wirtschaft sowohl von Berlin als auch den Gläubigern akzeptiert werden wird.

Herr Tsipras betont, es bedürfe eines (neuen) Schuldenschnitts von 40% – 50%, damit die Verschuldung Griechenlands tragfähig wird, und unterstreicht, es stelle zwar nicht seinen Wunsch dar, zu einem einseitigen Akt wie einem Zahlungsstopp zu schreiten, jedoch werde er nicht zögern, falls er dazu getrieben werden sollte.
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Griechenland kann jetzt pleite gehen

15. August 2013 / Aktualisiert: 07. Februar 2015 / Aufrufe: 2.806 4 Kommentare

Laut der Bloomberg-Kolumnistin Megan McArdle macht der primäre Haushaltsüberschuss es Griechenland möglich, fortan mit einem Staatsbankrott zu drohen.

Die Kolumnistin Megan McArdle vertritt in einem bei Bloomberg publizierten Artikel, Griechenland halte mit dem nach mehr als einem Jahrzehnt auftretenden primären Überschuss fortan eine starke Verhandlungskarte, nämlich die des Bankrotts in der Hand.

Wie die Autorin betont, öffnet der primäre Haushaltsüberschuss, den Griechenland nach vielen Jahren zu erzielen schaffte, den Weg für den Konkurs des Landes, obwohl sein Haushalt nach den Zahlungen für Sozialversicherung, Zinsen für die Verschuldung und die lokale Selbstverwaltung defizitär bleibt.
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Was das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro bedeutet

17. Mai 2012 / Aktualisiert: 24. September 2017 / Aufrufe: 6.590 17 Kommentare

Das Wall Street Journal gibt mögliche Antworten auf kritische Fragen, die auftreten würden, wenn Griechenland zum Ausscheiden aus dem Euro gezwungen würde.

Nachdem in Griechenland alle Versuche scheiterten, auf Basis des Wahlergebnisses vom 06 Mai 2012 eine reguläre Regierung zu bilden, wird nun eine Übergangsregierung das Land zu erneuten Parlamentswahlen im Juni 2012 führen. Parallel rückt damit die Möglichkeit eines mehr oder weniger freiwilligen Ausscheidens Griechenlands aus der Eurozone in greifbare Nähe, worauf sich Funktionäre und Politiker der Europäischen Union zwar inzwischen besser als vor zwei Jahren vorbereitet erklären, ohne jedoch die Auswirkungen eines solchen Austritts schlüssig absehen zu können.

In den Verträgen der Europäischen Union gibt es keinerlei rechtliche Regelung über den Austritt eines Landes aus der Eurozone, welche Tatsache die Sachverständigen in unbekannte Gewässer bringt, wenn sie erstmalig den Modus des Austritts und die eventuellen Auswirkungen des Ausscheidens eines Mitgliedstaats aus der Währungsgemeinschaft zu beurteilen aufgerufen sind. Mit diesem Umstand als gegeben versuchte das Wall Street einige mögliche Antworten auf kritische Fragen zu geben, welche auftreten würden, wenn Griechenland zum Ausscheiden aus dem Euro gezwungen würde:
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Wird Griechenland in kontrollierten Staatsbankrott gesteuert?

13. März 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.262 11 Kommentare

Griechenlands Schuldenschnitt mag den unkontrollierten Staatsbankrott abgewendet haben, wird jedoch von vielen als Einleitung einer geregelten Insolvenz angesehen.

Während die politische Führung in Griechenland den Schuldenschnitt als großen Erfolg und einmalige Gelegenheit für das Land zu präsentieren versucht, sprechen die Gegenstimmen von einer wieder einmal zu Lasten der Bürger und Steuerzahler durchgesetzten Bankenrettung, die das Land noch tiefer in den Strudel der ungeheuren Rezession drücken und eher früher als später zu einer „geregelten“ Staatsinsolvenz führen wird.

Der Journalist Giorgos Papasotiriou führt in seinem neulich in der Zeitung “Vradyni” publizierten Leitartikel, der nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird, den Beginn der Entwicklungen auf den Deal mit Goldman Sachs im Jahr 2001 zurück und weist zumindest die politische Verantwortung für den wirtschaftlichen Niedergang Griechenlands dem ehemaligen Premierminister Kostas Simitis und dessen Regierung zu.
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