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Artikel Tagged ‘rentensystem’

„Ariadne“ gegen Rentenbetrug in Griechenland

28. Dezember 2012 / Aufrufe: 1.852 3 Kommentare

Mit dem ab 2013 zur Umsetzung kommen Programm Ariadne soll in Griechenland den Betrügereien im Renten- und Sozialsystem ein Ende gesetzt werden.

Wie es scheint, wird der „Faden“ des Programms „Ariadne“ zur Übermittlung von Daten mit dem Ziel, die Betrügereien bei den Versicherungskassen und Sozialträgern in Griechenland zu bekämpfen, letztendlich nicht durch die Notariate, sondern die Dienststellen dreier griechischer Ministerien verlaufen.

Gemäß dem ursprünglichen Plan des Arbeitsministeriums war die obligatorische Beurkundung jeder demografische Veränderung wie Todesfälle, Eheschließungen, Scheidungen durch autorisierte Notare vorgesehen, damit diese die entsprechenden Daten online direkt an die „Elektronische Regierungsführung der Sozialversicherung“ (IDIKA) übermittel. Mit diesem von Anfang an heftig umstrittene Verfahren wären allerdings den Bürgern nicht nur noch mehr Bürokratie, sondern für jede derartige Beurkundung auch Kosten in Höhe von ungefähr 45 Euro aufgebürdet worden, die sich auf Landesebene auf jährlich etwa 5 Millionen Euro summiert hätten.

Mit der praktisch in letzter Minute erfolgten Änderung der Planung sollen nun jedoch Dienststellen des Innenministeriums, des Finanzministeriums und des Justizministeriums das Werk der Notare übernehmen. Somit werden die Standesämter stärker involviert, da dort weiterhin Todesfälle und Geburten gemeldet werden sollen. Unter Nutzung eines spezifischen Codes erlangt der Standesbeamte Zugang zu der inzwischen von dem Innenministerium angelegten speziellen Datenbank, und im weiteren Verlauf leitet das Ministerium die Daten noch am selben Tag an die IDIKA weiter.
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12.780 IKA-Rentner in Griechenland verschollen

17. November 2012 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 924 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland scheinen derzeit 12.780 Rentner des größten Sozialversicherungsträgers des Landes verschollen zu sein.

Der größte gesetzliche Sozialversicherungsträger in Griechenland, nämlich die „Anstalt für Sozialversicherung – Einheitskasse für Arbeiternehmer Die IKA wird ab dem 27 November 2012 zur Aussetzung der Rentenzahlung an 12.780 Rentner schreiten, die bei der diesjährigen – am 26 November 2012 endenden – Erfassung „verschwunden“ bleiben.

Diese Warnung richtete an die Betroffenen die Verwaltung der IKA-ETAM und gab bekannt, 2011 die Zahlung 7.309 „fauler“ Renten eingestellt und mehr als 24 Mio. Euro eingespart zu haben.
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Renten in Griechenland nur mit Steuer-ID und Versicherungsnummer

6. August 2012 / Aktualisiert: 25. September 2017 / Aufrufe: 1.460 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland werden Renten nur noch an Empfänger zur Auszahlung kommen, die sich persönlich mit Steuernummer und Sozialversicherungsnummer ausgewiesen haben.

Ab Oktober 2012 werden in Griechenland die Versicherungskassen keinerlei Rentenleistung (Haupt- oder Zusatzrente) und keinerlei Zulage oder Beihilfe mehr auszahlen, wenn nicht die griechische Steuernummer (AFM) und die griechische Sozialversicherungsnummer (AMKA) der Rentner deklariert worden sind.

Mit einem Eilerlass, den am 01 August 2012 der Minister für Arbeit, Sozialversicherung und Fürsorge Giannis Vroutsis an alle Kassen schickte, setzt er eine Frist von zwei Monaten zur „Identifizierung“ der Berechtigten und der Leistungen und die Aktualisierung der elektronischen Archive, die anschließend zur Durchführung von Kontrollen zur Auffindung sowohl alle jener, die rechtswidrig Renten beziehen, als auch der Empfänger verwendet werden, welche die bezogenen Beträge nicht deklarieren.

Das konkrete Verfahren wird gleichzeitig zur Schaffung einer zuverlässigen elektronischen Datenbank bezüglich der Anzahl der Rentner und der genauen Höhe der bezogenen Renten führen und die Planung für die Kürzungen erleichtern, die sowohl bei den Hauptrenten als auch den Zusatzrenten anstehen.
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Generalstreik in Griechenland am zwanzigsten Mai 2010

12. Mai 2010 / Aufrufe: 2.490 Kommentare ausgeschaltet

Für den 20. Mai 2010 haben in Griechenland die Gewerkschaften in Reaktion auf den Gesetzesentwurf zur Sanierung des Versicherungs- und Rentensystems einen neuen Generalstreik angekündigt.

Mit dem ursprünglich einen Tag früher geplanten und nun auf Donnerstag, den 20. Mai 2010 verschobenen Generalstreik antworten die gewerkschaftlichen Dachorganisationen GSEE, ADEDY und PAME auf die „arbeiter- und versicherungsfeindlichen Umbrüche“, welche die griechische Regierung mit dem neuen Gesetzesentwurf zur Sanierung des gesetzlichen Sozial- und Rentenversicherungssystems in Griechenland forciert.

Zusätzlich zu den bereits beschlossenen Kürzungen und Streichungen wird das neue Versicherungsgesetz  mit der unter anderem daraus resultierenden Rentenreform für die meisten Versicherten weitere erhebliche Beschneidungen der Bezüge und Leistungen bringen.
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