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Artikel Tagged ‘rassismus’

Opfer rassistischer Gewalt in Griechenland werden abgeschoben

28. Januar 2013 / Aktualisiert: 20. November 2013 / Aufrufe: 2.729 18 Kommentare

Rassistischer Gewalt zum Opfer gefallene illegale Immigranten in Griechenland werden im Fall einer Anzeige kurzerhand abgeschoben.

Nach einem jüngst verübten rassistischen Verbrechen (sprich der Ermordung eines  jungen Pakistaners im Athener Stadtteil Petralona auf offener Straße) beschloss die griechische Polizei (ELAS) „Hals über Kopf“, spezielle Abteilungen und Bürostellen in Betrieb zu nehmen, die mit 200 – bisher allerdings noch nicht ausgebildeten – Polizeibeamten besetz werden sollen, um der rassistischen Gewalt zu begegnen.

Inzwischen wurde auch die telefonische Rufnummer 11414 in Betrieb genommen, an die sich jeder griechische Bürger oder Ausländer wenden kann, um Angriffe mit rassistischen Motiven zu melden, während klargestellt wurde, dass rassistischer Gewalt zum Opfer gefallene illegale Immigranten umgehend abgeschoben werden, die Voruntersuchung über den Angriff gegen sie jedoch fortgesetzt werden wird.
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Offener Brief gegen rechtsradikalen Rassismus in Griechenland

15. Dezember 2012 / Aufrufe: 1.465 18 Kommentare

Griechische Schüler in Deutschland bringen in einem offenen Brief ihren Zorn über die rassistische Gewalt Rechtsradikaler gegen Immigranten in Griechenland zum Ausdruck.

256 griechische Schüler und Schülerinnen in Deutschland, die Schulen in München, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Leverkusen, Bochum, Essen und Gütersloh besuchen, unterzeichneten ein Schreiben gegen die rassistische Gewalt, die Aktivität nazistisch orientierter politischer Formationen und speziell die Chrysi Avgi in Griechenland. Die Schüler charakterisieren ihr Schreiben als „offenen Brief“, der in Griechenland von der Linken Bewegung Koordination der Schüler in Griechenland (S.A.S.A.) publiziert wurde.

Die allesamt aus griechischen Familien stammenden Jungen und Mädchen leben in Deutschland, wo die Gesellschaft gegenüber Fällen von Nazismus und Rassismus besonders sensibilisiert ist, und erklären in dem von ihnen unterzeichneten Schreiben, dass ihnen aus erster Hand bekannt sei, was rassistische Gewalt bedeutet, was Nazismus bedeutet, und bringen Ihre Wut über die Angriffe zum Ausdruck, welche Mitglieder der Chrysi Avgi gegen Immigranten, Arbeitern und Mitschülern von ihnen in Griechenland ausüben.
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USA sprechen Reisewarnung für Griechenland aus

17. November 2012 / Aktualisiert: 26. Juni 2019 / Aufrufe: 1.151 3 Kommentare

Die amerikanische Botschaft in Athen sprach am 16 November 2012 eine Reisewarnung für Griechenland aus.

Die Botschaft der USA in Athen publizierte eine Bekanntmachung, mit der sie die Amerikaner, welche Griechenland besuchen, davor warnt, rassistischen Angriffen zum Opfer fallen zu können.

In der Bekanntmachung wird angeführt, dass „ein Anstieg der nicht provozierten Belästigungen und gewaltsamen Angriffe gegen Personen verzeichnet wird, die aufgrund ihres Aussehens für ausländische Immigranten gehalten werden. Die am meisten gefährdeten US-Staatsbürger sind jene, die afrikanischer, asiatischer, spanischer oder mittelöstlicher Abstammung sind und Athen und andere große Städte besuchen.

Gleichzeitig ruft die Botschaft der USA in Athen die Bürger des Landes auf, alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen und sich kontinuierlich zu informieren, um in Sicherheit zu bleiben.

Die Antwort des griechischen Außenministeriums

Die US-amerikanische Reisewarnung für Griechenland kommentierend, führte der Sprecher des Außenministeriums Grigoris Delavekouras Folgendes an:

Griechenland war und bleibt ein sicheres Land. Ein Rechtsstaat, in dem jeder Bürger oder Besucher den Schutz des Gesetzes genießt. Die wenigen verzeichneten Vorfälle rassistischer Gewalt sind den Griechen, unserer Kultur und der langen Tradition der griechischen Gastfreundschaft fremd.

Der Staat und konkret das Ministerium für Zivilschutz befolgt eine Politik der Null-Toleranz solcher Phänomene und ergreift alle notwendigen Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung solcher Verhaltensweisen, die wir unmissverständlich verurteilen.

(Quelle: in.gr, Security Message for U.S. Citizens: Safety and Security in Greece)

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Dramatischer Anstieg rassistischer Gewalt in Griechenland

25. Oktober 2012 / Aktualisiert: 03. Juli 2013 / Aufrufe: 1.739 7 Kommentare

Die alltägliche rassistische Gewalt in Griechenland hat inzwischen derartige Ausmaße erreicht, dass der Repräsentant der UNHCR höchsten Alarm schlägt.

Die rassistisch motivierten gewaltsamen Angriffe in Griechenland zeigen einen dramatischen Anstieg und stellen mittlerweile ein alltägliches Phänomen dar. In der Periode Januar – September 2012 wurden laut dem „Netzt zur Erfassung von Fällen rassistischer Gewalt“ 87 Vorfälle rassistischer Gewalt gegen Flüchtlinge und Immigranten verzeichnet, von denen 83 in der Öffentlichkeit erfolgten (auf Plätzen, auf Straßen, in Beförderungsmitteln).

Unter anderem in Zusammenhang mit den Meldungen über die körperliche Misshandlung von Immigranten und die schlimmen Haftbedingungen im Polizeirevier des öffentlichen Theaters Piräus wurde von der Direktion für interne Angelegenheiten der griechischen Polizei inzwischen eine Untersuchung angeordnet.

Durchgeführt wird die Untersuchung infolge der Beschwerde der Bewegung „Vereint gegen den Rassismus und die faschistische Bedrohung“ und des Union der Arbeiter-Immigranten, dass drei Häftlinge aus Pakistan und Bangladesch am Sonntag, dem 21 Oktober, um 10 Uhr abends im dritten Stock des Polizeireviers verprügelt wurden.
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Polizei erwartet neue Eskalation der Gewalt in Griechenland

16. August 2012 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 4.983 3 Kommentare

Die Polizei in Griechenland rechnet in den kommenden Monaten mit einer weiteren Eskalation der Gewalt und neuen Zyklen blutiger Raubüberfälle und rassistischer Angriffe.

Mit der schrittweisen Rückkehr der Bürger in die großen Städte ab dem 15 August 2012 befürchtet die EL.AS ein Spirale der Gewalt. Die wiederholten blutigen Raubüberfälle, die kein Ende zu haben scheinenden Fälle rassistischer Gewalt, die Zusammenstöße zwischen Immigrantengruppen, die „Blutrache“ zwischen den Hooligans, der unkontrollierte Verkehr von Kalaschnikows und jeder Art von Waffen sowie auch die Gefahr der Rückkehr der „Stadt-Guerillas“ nach dem Untertauchen des Organisators des „Revolutionären Kampfs“ Nikos Maziotis schaffen ein explosives Cocktail.

Die Ermordung des Taxifahrers auf Paros und des 20-jährigen Irakers im Zentrum von Athen, die dutzende Angriffe gegen Ausländer, die Verbrechen in Thessaloniki und auf Athos gelten nur als Vorbote des in den kommenden Monaten erwarteten Geschehens.

Parallel werden Befürchtungen über einen weiteren heißen Herbst mit dutzenden Arbeiterdemonstrationen, aber auch die Gefahr von Zusammenstößen zwischen Anarchisten, Mitgliedern rechtextremistischer Organisationen und der Polizei geäußert. Der steile Anstieg der Arbeitslosigkeit, die Anwesenheit hunderttausender illegaler Immigranten, der gesetzliche Rahmen über die Behandlung Kleinkrimineller, aber auch die Tendenzen der – durch die Kürzungen bedingten – Desorganisation bei der Polizei vervielfachen die Befürchtungen, da alle Faktoren zu einem völlig unkontrollierten Ausgang der Lage beitragen.
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Überprüfung der Legitimität der Chrysi Avgi in Griechenland

19. Juli 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 368 Kommentare ausgeschaltet

Aufgrund der rechtsextremistischen Gewalt gegen Migranten in Griechenland will der EU-Kommissar für Menschenrechte die Legitimität der Chrysi Avgi überprüfen.

Laut der FTD gab der – wegen nazistischer Bewegungen in seinem Heimatland Lettland – nicht völlig unumstrittene – derzeitige EU-Kommissar für Menschenrechte Nils Muiznieks bekannt, sich als Leiter einer Delegation nach Athen begeben zu werden, um die Legitimität der rechtsextremistischen Partei Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) – einer „faschistischen Organisation“ – zu überprüfen.

Die zunehmende Feindseligkeit gegenüber Immigranten hat nicht nur den Europäischen Rat mobilisiert. Es ging bereits ein Bericht der Human Rights Wath (HRW) voraus, der ernsthafte Beschuldigungen gegen die griechische Polizei wegen der Duldung der rassistischen Gewalt im Land erhob.

Wie Nils Muitnieks vertritt, verfügt jedoch abgesehen von der HRW auch er über Berichte über solche organisierten Angriffe und betont, dass obwohl der Vorsitzende der Chrysi Avgi, Nikolaos Michaloliakos, derartige Verhaltensweisen seitens der Mitglieder und Anhänger seiner Partei anzweifelt, Anfang Juni die Polizei in Piräus eine Gruppe schwarzgekleideter Motorradfahrer der Chrysi Avgi festnahm, die einen Ausländer angegriffen und schwer verletzt hatte.

(Quelle: Zougla.gr)

Blut und Nahrung nur mit griechischem Ausweis

16. Juli 2012 / Aufrufe: 422 Kommentare ausgeschaltet

Autor: Michalou

Thema: Chrysi Avgi unterhält Blutbank nur für Griechen

Die Chrysi Avgi stellt kostenlos Nahrung ausschließlich für Griechen bereit, aber auch … Blut! Schön, das Land befindet sich in einer Krise, aber mit einer solchen geistigen Krise hat niemand gerechnet, oder ist auch dies in der „Rechnung“ des Verfalls enthalten, die wir zu bezahlen aufgefordert sind?

Bisher wusste ich, dass der „Humanismus“ sich hauptsächlich auf die griechischen Bürger bezieht. Warum sollen wir jedoch so etwas tun – es ist nicht das selbe, dem System eine „Backpfeife“ zu verpassen oder dem Leben!

Diese neonazistische Partei erreicht jedoch, mit dieser Art kommunikativer Tricks die volkstümlichen Viertel mit sich zu ziehen, in der Altersgruppe von 25 – 44 Jahren, aber auch bei den ungelernten Arbeitnehmern / flexibel Beschäftigten (24,5%) sowie auch den Arbeitslosen (12,2%). Sogar auch bei den Arbeitgebern / Unternehmern mit einem Anteil von 20,3% ihrer Stimmen! Es ist offensichtlich, dass mehr als einer von fünf griechischen Arbeitgebern und Unternehmern die Anhänger Hitlers wählt (!) … . Die chauvinistischen Griechen beißen am Ende auf solche Tricks an!

Letztendlich sind wir Zuschauer bei einem Horrorfilm, mit Hauptdarstellern auf der absurden Bühne unser gesamtes politisches System und jetzt mit seinen Applaudierenden und als Regisseur die Chrysi Avgi, die praktisch das Destillat einer Gesellschaft der radikalen Rechten, der Exekutionen, der Folterungen, der Verfolgungen, der abgeschlagenen Köpfe ist … .

Und das Böse, welches die Regierenden all diese Jahre verübt haben, scheint keinen Einhalt mehr zu haben, da der ausbrechende Volkszorn keinerlei Logik haben wird.

Quelle: To Pontiki
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

Behörden in Griechenland sind unwillig, rassistische Gewalt abzuwenden

12. Juli 2012 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 1.380 22 Kommentare

Ein Bericht der HRW dokumentiert die Unwilligkeit der Behörden in Griechenland, rassistische Angriffe und Gewalt gegen Immigranten abzuwenden.

Die Organisation Human Rights Watch (HRW) publizierte einen 92 Seiten umfassenden Bericht über die xenophobe Gewalt in Griechenland und dokumentiert darin die Unwilligkeit der griechischen Verfolgungs- und Justizbehörden, die zunehmenden Angriffe gegen Immigranten, politische Asylbewerber und Flüchtlinge abzuwenden. Wie in dem Bericht mit dem Titel „Hass auf den Straßen. Die xenophobe Gewalt in Griechenland“ betont wird, „haben die Behörden trotz des klaren Wiederholungscharakters der Gewaltfälle und der zunehmenden Tendenz es nicht fertiggebracht, mit dem Ziel des Schutzes der Opfer und der Rechenschaftsablage der Täter effizient einzuschreiten„.

Aus Kriegsgebieten kommende Personen vermeiden aus Angst vor Angriffen, sich abends in Athen zu bewegen„, betonte Judith Sunderland, Forscherin der Organisation für Westeuropa, und fügt an: „Die Wirtschaftskrise und die Immigration rechtfertigen nicht das Fehlschlagen Griechenlands, der Gewalt zu begegnen, welche das gesellschaftliche Gerüst spaltet.
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Ku-Klux-Klan in Griechenland

7. Juli 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 5.485 15 Kommentare

In einem aktuellen Bericht stellt die Institution des Ombudsmanns in Griechenland einen rapiden Anstieg rassistischer Gewalt fest und fordert umgehende Maßnahmen.

Der Ombudsmann schlug ein Alarmglöckchen und stellt einen großen Anstieg der Phänomene rassistischer Gewalt sowohl arithmetisch als auch auf dem Niveau der Heftigkeit fest. In dem vielseitigen Ergebnisbericht ist die Rede von organisierter und systematischer Aktivität von Gruppen, die sich unter Berufung auf die Unsicherheit vieler Bürger Angriffen gegen Mitglieder empfindlicher oder ausgegrenzter gesellschaftliche Gruppen (Ausländer, Roma u. a.) widmen.

Die Duldung oder selbst auch die teilweise Akzeptanz dieser Aktionen durch Teile der Bevölkerung steigert die Beunruhigung über das Phänomen„, führt der Ombudsmann an und ruft die zuständigen Träger auf, „nicht die Entwicklung organisierter krimineller Zellen zu erlauben, welche die Lücken ausnutzen, welche die Nachlässigkeit und Untätigkeit des Staatsapparats schafft„. Wie in dem Bericht betont wird, wird die Institution unmittelbar Initiativen ergreifen und Beratungen mit allen gemeinsam zuständigen Trägern durchführen.
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Amnesty International dokumentiert übermäßige Polizeigewalt in Griechenland

5. Juli 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 979 6 Kommentare

Amnesty International stellt in einem aktuellen Bericht über Griechenland systematische Anwendung von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen durch die Polizei fest.

In ihrem Bericht über die Polizeigewalt in Griechenland stellt Amnesty International (AI) übertriebene Gewaltanwendung fest, einbezüglich des Einsatzes von – in anderen Staaten teilweise seit langem verbotenen – chemischen Reizstoffen und Blendschockgranaten auf eine Weise, welche die internationalen Normen verletzt. Der Bericht spricht unverblümt von „Verletzungen der Menschenrechte, die sich durch Mitglieder der Sicherheitskräfte und die Unfähigkeit oder den Unwillen der Polizei und der Justizbehörden ergaben, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen„.

Ebenfalls enthalten sind Meldungen über Misshandlung während der Dauer der Festnahme und Inhaftierung, denen auch „Mitglieder verwundbarer Gruppen wie Immigranten und Asylbewerber sowie Gemeinschaften zum Opfer fallen, die in den Randbereichen der Gesellschaft leben, einschließlich vieler Roma„.

Der Bericht „Polizeigewalt in Griechenland: Nicht nur Einzelfälle„, der am Dienstag (03 Juli 2012) auf einer Pressekonferenz von Amnesty International in Zusammenarbeit mit dem Panhellenischen Dachverband der Journalisten (POESY) bei dem Verband der Redakteure Athener Tageszeitungen (ESIEA) präsentiert wurde, dokumentiert die Beunruhigungen der internationalen Aktion über die Polizeiüberwachung in Griechenland während der letzten zehn Jahre bis April 2012.
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