Archiv

Artikel Tagged ‘parlamentswahl’

Demoskopien in Griechenland zeigen Vorsprung der Konservativen

27. Mai 2012 / Aufrufe: 483 Kommentare ausgeschaltet

Vier aktuelle Meinungsumfragen in den Sonntagsausgaben vom 27 Mai 2012 der Presse in Griechenland zeigen einen Vorsprung der Konservativen.

Drei Wochen vor den Parlamentswahlen in Griechenland am 17 Juni 2012 zeigen die Ergebnisse vier aktuelle Meinungsumfragen, die in den Sonntagsausgaben (27 Mai 2012) diverser griechischer Medien publiziert werden, einen mehr oder weniger deutlichen Vorsprung der konservativen Nea Dimokratia (ND) vor den Radikalen Linken (SYRIZA), während die sozialistische PASOK-Partei weiterhin weit abgeschlagen auf dem dritten Platz folgt.

Die rechtsextremistische Chrysi Avgi bleibt in allen bisherigen Demoskopien deutlich hinter ihrem Ergebnis der Wahlen des 06 Mai 2012 zurück, scheint jedoch nach dem derzeitigen Stand der Dinge auch bei den anstehenden Wahlen erneut in das Parlament einzuziehen.

Erhebung der Kapa Research für Sonntagsausgabe „Vima tis Kyriakis“

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 25,8 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 20,1 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 13,0 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 6,3 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 5,4 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 5,3 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 5,2 %

Erhebung der ALCO für „Proto Thema“

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 25,6 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 22,9 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 14,0 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 6,4 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 5,6 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 4,6 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 4,6 %

Erhebung der MARC für Sonntagsausgabe „Ethnos“

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 25,2 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 23,2 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 12,6 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 6,6 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 5,3 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 4,5 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 4,4 %
Δημιουργία, ξανά! Wiedererschaffung! 3,8 %

Erhebung der MRB für „Real News“

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 23,3 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 22,2 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 13,8 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 7,0 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 5,7 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 5,0 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 4,0 %

(Quelle: in.gr)

Karatzaferis moniert unlautere Abwerbung seiner Parteifunktionäre

25. Mai 2012 / Aufrufe: 303 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland beschuldigte Parteiführer Giorgos Karatzaferis unterschwellig die ND, bei der Abwerbung seiner Parteifunktionäre sogar Bestechung einzusetzen.

In einer Sendung der Radiostation Vima 99,5 äußerte der Vorsitzende der LAOS-Partei Giorgos Karatzaferis schwere Anspielungen bezüglich des – sogar Bestechung umfassenden – Drucks auf Funktionäre seiner Partei, die LAOS-Partei zu verlassen. „Klar spreche ich auch von Bestechung. Wer verneinte das. Wie viel sie ihnen versprachen? Sie sagten zu Abgeordneten, wir werden dir so und so viel geben„, meinte er und fügte an: „Einer verkauft sich für 5.000 – 6.000 und ein anderer für 500 Millionen. Es sind die „Leichten“. Ich weiß nicht, was mit denen geschah, die weggegangen sind. Ich weiß jedoch, was sie denen gesagt haben, die nicht weggegangen sind.

Es kommen Abgeordnete zu mir und berichten „sie kamen und tischten mir auf, welches Konto ich bei welcher Bank habe, welche Schuld ich bei jeder Bank habe und dass sie gestrichen wird“. Das kann allerdings nicht einer Partei bekannt sein, das wurde ihnen ganz klar gesteckt. Und was Herrn Samaras betrifft, der in der Vergangenheit den Amerikanern zu dienen wusste, erinnere ich daran, dass sie (die USA) sich 1993, als Außenminister Christopher auftrat und erklärte „Wahlen am 10 Oktober“ und wir am 10 Oktober Wahlen hatten, des bereitwilligen Samaras bedienten. Also ist ihnen sehr wohl bekannt, was geschieht, wie es geschieht und warum es geschieht.

Ebenfalls charakterisierte Karatzaferis den Austritt seiner Abgeordneten als „Meuterei“ und fügte bezüglich der ND an: „Es interessiert sie nicht, wie sie Stimmen zusammenbekommen, aber wie sie den Karatzaferis auseinandernehmen.“ Er vertrat auch, die Nea Dimokratia (ND) hätte ebenfalls seinen engen Mitarbeiter und ehemaligen stellvertretenden Verteidigungsminister G. Georgiou sondiert, und sprach von „politischer Scharlatanerie, Herumtreiberei und Unfähigkeit“ seitens der ND. „Sie sind nicht daran interessiert, Stimmen zu sammeln. Sie sind daran interessiert, den Karatzaferis zu zerstören.

(Quelle: in.gr)

Wähler in Griechenland schwanken zwischen Linken und Konservativen

25. Mai 2012 / Aufrufe: 448 Kommentare ausgeschaltet

Eine am 24 Mai 2012 in Griechenland publizierte Demoskopie zeigt einen deutlichen Vorsprung der Linken, jedoch rechnen die Wähler mit einem Wahlsieg der Konservativen.

Das am Abend des vergangenen Donnerstag (24 Mai 2012) von der Sendestation SKAI präsentierte „Barometer“ der Public Issue zeigt den Einzug von maximal acht Parteien in das Parlament. Erste Partei bei der geäußerten Stimmabsicht ist mit 30% SYRIZA. Auf die Frage, welche Partei die anstehenden Parlamentswahlen im Juni 2012 gewinnen wird, antworteten allerdings paradoxerweise 54% der Befragten „Nea Dimokratia“ und nur 35% „SYRIZA“.

Die „sozialistische“ PASOK-Partei bleibt jedenfalls trotz des in den letzten Tagen ostentativ demonstrierten europäischen „Schulterschlusses“ weiterhin tief im Keller. Weiter sprach sich die überwältigende Mehrheit der befragten Bürger für den Verbleib in der Eurozone aus.

Partei Stimmanteil
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 30,0 %
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 26,0 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 15,5 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 8,0 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 6,5 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 5,0 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 4,0 %
Δημιουργία, ξανά! Wiedererschaffung! 3,0 %

Die Frage nach dem „geeignetsten Premierminister“ ergab folgendes Bild:

Kandidat Partei Anteil
Alexis Tsipras (Αλέξης Τσίπρας) SYRIZA 24,0 %
Antonis Samaras (Αντώνης Σαμαράς ) Nea Dimokratia 19,0 %
Evangelos Venizelos (Ευάγγελος Βενιζέλος) PASOK 17,0 %
Niemand 16,0 %
Fotis Kouvelis (Φώτης Κουβέλης) DIMAR 11,0 %
Panos Kammenos (Πάνος Καμμένος) Unabhängige Griechen 7,0 %
Aleka Papariga (Αλέκα Παπαρήγα) KKE 2,0 %
Nikos Michaloliakos (Νίκος Μιχαλολιάκος) Chrysi Avgi 2,0 %

Auf die Frage „Wie würden Sie persönlich stimmen, wenn heute in Griechenland eine Volksabstimmung über den Euro erfolgen würde?“ sprachen sich 85% der Befragten für und 12% gegen den Euro aus.

(Quelle: in.gr)

Wahlbündnis Manos – Tzimeros in Griechenland

23. Mai 2012 / Aufrufe: 439 Kommentare ausgeschaltet

Im Vorfeld der Parlamentswahlen in Griechenland am 17 Juni 2012 gaben die Parteivorsitzenden Manos und Tzimeros ein Wahlbündnis bekannt.

Stefanos Manos (Στέφανος Μάνος), Vorsitzender bzw. Sprecher des Parteibündnisses „Aktion! – Liberale Allianz / FIS (Δράση! – Φιλελεύθερη Συμμαχία / ΦΙΣ), und Thanos Tzimeros (Θάνος Τζήμερος), Vorsitzender der Partei „Wiedererschaffung“ (Δημιουργία Ξανά), gaben am 22 Mai 2012 offiziell die Bildung eines Wahlbündnisses bekannt, um gemeinsam zu den Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 anzutreten, ohne jedoch ihre Autonomie aufzugeben.

Bei den Wahlen am 06 Mai 2012 scheiterten beide Parteien an der 3%-Hürde (Wiedererschaffung: 2,15%, Aktion!: 1,8%). Gemeinsam könnten sie auf dieser Basis jedoch den „Sprung“ in das Parlament schaffen und entsprechend 5 bzw. 4, also insgesamt 9 Mandate erzielen.

Auf die Kooperation „Aktion! – Liberale Allianz“ angesprochen erklärte Stefanos Manos, dass diese auch weiterhin bestehe, die Vereinbarung über das Wahlbündnis jedoch zwischen „Aktion!“ und „Wiedererschaffung“ getroffen wurde und die „Liberale Allianz“ selbst im Fall eines höheren Ergebnisses des Wahlbündnisses keine eigenen Kandidaten einbringen werde.

(Quelle: in.gr)

Allianz der Radikalen Linken in Griechenland gründet Partei

23. Mai 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 387 1 Kommentar

Die bisher formal ein Parteienbündnis darstellende Allianz der Radikalen Linken in Griechenland ist zur Registrierung als Partei geschritten.

Das SYRIZA-Bündnis deklarierte bei der Staatsanwaltschaft des Obersten Gerichtshofs (Areopag) die Gründung als politische Partei anstatt eines Parteibündnisses. Laut der Gründungsdeklaration führt die neue Partei den Namen „SYRIZA Soziales Unionsbündnis“ (ΣΥΡΙΖΑ Ενωτικό Κοινωνικό Μέτωπο) mit dem selben wie bisher geführten Emblem und soll von einem 19-köpfigen Präsidium geleitet und vertreten werden, welches sich zusammensetzt aus:

  • Alexios Tsipras (Αλέξιος Τσίπρας), Vorsitzender der Partei und des Präsidiums
  • Emmanouil Glezos (Εμμανουήλ Γλέζος
  • Konstantinos Athanasiou (Κωνσταντίνος Αθανασίου)
  • Nikolas Manios (Νικόλας Μανιός)
  • Georgios Nikolakakis (Γεώργιος Νικολακάκης)
  • Antonios Davanellos (Αντώνιος Νταβανέλλος)
  • Anastasia Ctristodoulopoulou (Αναστασία Χριστοδουλοπούλου)
  • Gerasimos Spathis (Γεράσιμος Σπαθής)
  • Nikolaos Bouzanis (Νικόλαος Μπουζάνης)
  • Ioannis Theonas (Ιωάννης Θεωνάς)
  • Panagiotis Lamprou (Παναγιώτης Λάμπρου)
  • Georgios Sapounas (Γεώργιος Σαπουνάς)
  • Evgenios Angelopoulos (Ευγένιος Αγγελόπουλος)
  • Konstantinos Poulakis (Κωνσταντίνος Πουλάκης)
  • Alexandros Kalidis (Αλέξανδρος Καλίδης)
  • Sofia Sakorafa (Σοφία Σακοράφα)
  • Evstathia Kotsaki (Ευσταθία Κωτσάκη)
  • Spyridonas Kotsias (Σπυρίδωνας Κότσιας)
  • Dimitrios Vitsas (Δημήτριος Βίτσας)

Die formale Umbildung wurde als notwendig erachtet, um im Fall eines Wahlsiegs bei den Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 den im derzeitigen griechischen Wahlrecht vorgesehenen Bonus der 50 zusätzlichen Mandate für die stärkste Partei beanspruchen zu können. Allianzen und Wahlbündnissen wird dieser Bonus dagegen nicht gewährt.

(Quelle: Naftemporiki)

Die kritischsten Wahlen in Griechenland

23. Mai 2012 / Aktualisiert: 17. Juni 2012 / Aufrufe: 585 7 Kommentare

Autor: Michalou

Die kritischsten Wahlen in Griechenland … schön, wir schreiben auch mal Blödsinn, damit die Zeit vergeht … .

Das Volk hat gesprochen und die Löwen zu Hühnchen gemacht … . Die Bemühungen der politischen „Leuchten“ um die Bildung einer Vasallen-Regierung fielen ins Leere … . Diesmal fruchteten die – von wo auch immer kommenden – Erpressungen jedoch nicht. Das Panikgerede des Staatspräsidenten, der das Thema einer „nationalen Bedrohung“ stellte, damit eine Regierung zur Realisierung des Memorandums gebildet wird, sprich dass sie uns weitere 11,5 Mrd. Euro aus den Taschen ziehen, und der Rekapitalisierung der Banken mit den 50 Mrd. Euro, ist verflogen.

Als sein Mitstreiter stand ihm auch der Präsident der sogenannten Griechischen Bank, Provopoulos, zur Seite, der betonte, dass „allein gestern 800 Millionen Euro (700 in bar und 100 in Anleihen) von den griechischen Banken abgezogen wurden„. In der kritischsten Periode des Landes interessiert sich das politische Establishment, welches das Land in diese Lage gebracht hat, nur für sein Überleben … . Antonis, Beni und ein Ausbund von Technokraten beharren darauf, zu unserem Wohl“ zu regieren und haben unsere Spucke offensichtlich als Nieselregen aufgefasst.

Und in all diesem Klima der Panikmache natürlich auch wieder die Statements des Herrn Schäuble und anderer Nachfahren der SS, dass z. B. Deutschland einen fertigen Plan habe … (Frage des Autors: sind auch Backöfchen vorgesehen?). Sie sagen, unser Ausscheiden aus dem Euro vorbereitet zu haben, und sonstiges derartiges Zeug. Es gibt jedoch auch Analysen wie jene von Mark Grant, dem Autor des berühmten Buches „Out of the Box“, in dem er meint, Europa könne schließlich Griechenland gar anbetteln, das Geld zu nehmen, damit nicht ganz Europa zerstört wird. Er führt sogar an, dass die Gesamtverschuldung unseres Landes 1,3 Billionen Dollar betrage, was 40,60% des BIP Deutschland entspricht!

Andererseits führt die JP MORGAN an, dass die unmittelbaren Verluste eines Ausscheidens Griechenlands den Betrag von 400 Mrd. Euro erreichen würden !!! Natürlich würde es auch für Griechenland Konsequenzen geben, die jedoch so oder so über unserem Kopf schweben. Zur selben Zeit schreibt sogar Reuters … Wenn sie Griechenland aus dem Euro „herausdrücken“, werden die Folgen für Europa unberechenbar sein … . Griechenland, als kleine periphere Wirtschaft der Eurozone, wird sich irgendwann – vielleicht nach einem Jahr – wieder aufraffen, wann sich jedoch die Eurozone erholen wird, ist ungewiss.

Bringen wir es also zu Ende, machen wir die Wahlen und setzen wir einen Anfang … wir haben viel Arbeit vor uns, und je länger wir es hinauszögern, um so mehr werden wir nachher geradezubiegen haben … .

(Quelle: To Pontiki)

Griechenland droht humanitäre Krise

23. Mai 2012 / Aktualisiert: 23. Juni 2015 / Aufrufe: 3.330 19 Kommentare

Griechenland droht eine humanitäre Krise, äußert Alexis Tsipras in einem Interview mit dem Guardian, während Bloomberg ihn als gefährlich bezeichnet und heftig attackiert.

Anlässlich seiner Reise nach Paris und Berlin gab Alexis Tsipras, Vorsitzender der Allianz der Radikalen Linken (SYRIZA) in Griechenland, der britischen Zeitung „The Guardian“ ein Interview (Greece is in danger of a humanitarian crisis). Der Leiter der SYRIZA-Fraktion vertritt, Griechenland begegne der Gefahr einer humanitären Krise und führt aus, dass trotz der beiden von schmerzhaften Sparmaßnahmen begleiteten Pakete zur Rettung der griechischen Wirtschaft die Rezession auf einem historischen Niveau liege, die Arbeitslosenquote in die Höhe geschossen und der gesellschaftliche Zusammenhalt zusammengebrochen sei.

Wir schlagen die Alarmglocke und appellieren an die Völker Europas, uns in unserer Bemühung zu unterstützen, den Kurs des Landes in das zu stoppen, was als gesellschaftliche Hölle bezeichnet wird„, sagt Herr Tsipras und betont und anderem, dass die Unterzeichnung des Memorandums ein politischer Beschluss gewesen sei, der in Abwesenheit des griechischen Volkes gefasst wurde und sich als katastrophal erwies.

Die selbe Zeitung publiziert auch das Ergebnis einer Meinungsumfrage, laut dem 72% der Befragten erachten, Griechenland werde die Eurozone verlassen. 52% meinen ebenfalls, dass sich auch andere Länder außerhalb der Eurozone wiederfinden werden, während 26% die völlige Auflösung der Eurozone voraussehen.
Gesamten Artikel lesen »

Demokratische Allianz in Griechenland stellt Parteibetrieb ein

22. Mai 2012 / Aufrufe: 486 2 Kommentare

In Griechenland wurde die bereits vor Tagen angekündigte Kooperation Samaras – Bakogianni bei einer Pressekonferenz am 21 Mai 2012 offiziell bekannt gegeben.

Antonis Samaras (Αντώνης Σαμαράς), Vorsitzender der Partei Nea Dimokratia / ND (Νέα Δημοκρατία / ΝΔ),  und Dora Bakogianni (Ντόρα Μπακογιάννη), Vorsitzende der Partei Demokratische Allianz / DISY (Δημοκρατική Συμμαχία / ΔΗΣΥ), gaben am Nachmittag des 21 Mai 2012 im Rahmen einer Pressekonferenz offiziell bekannt, ihre Kräfte zu vereinigen und gemeinsam zu den bevorstehenden Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 anzutreten. Bezeichnenderweise war dies der erste gemeinsame öffentliche Auftritt seit der Wahl des Antonis Samaras zum Vorsitzenden der ND, wonach Gegenkandidaten Dora Bakogianni schließlich aus der ND ausgetreten und zur Gründung der DISY geschritten war.

Das Präsidium der DISY hatte wenige Stunden zuvor getagt und die Parteivorsitzende Dora Bakogianni ermächtigt, zur Einstellung des Betriebs der Partei zu schreiten. Dieser Zug ist notwendig, um im Fall des Wahlsiegs der ND den Bonus der 50 Mandate zu erhalten, der nur Einzelparteien, jedoch nicht „Wahl- / Parteienbündnissen“ zugestanden wird.

Informationen zufolge wird Dora Bakogianni die landesweite Liste der Direktkandidaten der ND anführen, während für Christos Markogiannakis (Wahlbezirk Chania), Lefteris Avgenakis (Wahlbezirk Heraklion) und Giorgos Kontogiannakis (Wahlbezirk Ilia) lokale Kandidaturen sichergestellt worden sein sollen.

(Quelle: in.gr)

Neue Demoskopien in Griechenland sehen Kopf-an-Kopf-Rennen

20. Mai 2012 / Aufrufe: 640 2 Kommentare

Mitte Mai 2012 in Griechenland durchgeführte Meinungsumfragen zeigen einen klaren Aufstieg der Konservativen und Radikalen Linken, jedoch keinen eindeutigen Wahlsieger.

Zwei neue Meinungsumfragen, deren Ergebnisse in den Sonntagsausgaben (20 Mai 2012) der griechischen Zeitungen publiziert werden, sehen die Nea Dimokratia (ND) als stärkste aus den Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 hervorgehende Partei, während zwei weitere Erhebungen die Allianz der Radikalen Linken (SYRIZA) als Wahlsieger sehen.

Der sichere Wahlsieg der SYRIZA-Partei, der sich anfänglich in den ersten Ergebnissen der Umfragen abzeichnete, die parallel zu den – letztendlich gescheiterten – Bemühungen um die Bildung einer regulären Regierung durchgeführt wurden, scheint demnach wieder in Frage zu stehen. Allerdings weisen alle vier in Rede stehenden Demoskopien nur geringe Unterschiede zwischen den Ergebnissen für ND und SYRIZA aus und dämpfen somit nicht nur die Aussichten auf einen eindeutigen Wahlsieg, sondern machen auch jede Hoffnung auf eine autonome regierungsfähige Mehrheit zunichte.

Im Vergleich zu dem Ergebnis der Parlamentswahlen am 06 Mai 2012 zeichnet sich jedenfalls in allen bisherigen Meinungsumfragen ein eindeutiger Aufstieg von ND und SYRIZA ab, während die PASOK-Partei ihre Position nur minimal zu verbessern vermochte.
Gesamten Artikel lesen »

Griechenland: Der Weltuntergang und Alexis Tsipras

19. Mai 2012 / Aktualisiert: 17. Juni 2012 / Aufrufe: 948 Kommentare ausgeschaltet

Autor: Marikaki

Alexis Tsipras, Vorsitzender der Allianz der Radikalen Linken in Griechenland, wird vielleicht Bundeskanzlerin Merkel bezaubern und den Weltuntergang abwenden können.

Höchstwahrscheinlich wird sich die Vorhersage der Mayas über den Weltuntergang einige Monate früher als in dem berühmten Kalender bestimmt erfüllen und seine Bedrohung über den griechischen Wahlen ausbrechen. Als einziger Weg zu Abwendung wird sich die Stimme für Vangelis Venizelos (PASOK) und hauptsächlich Antonis Samaras (Nea Dimokratia) erweisen, der vor Tsipras nicht etwa die Waffen strecken, sondern Mann gegen Mann mit den Kräften des Chaos und des Populismus ringen wird.

Der Blitz, der in das Flugzeug einschlug, welches Hollande nach Merkel brachte, ist bereits als Maskottchen der beiden Memorandums-Parteien … der beiden ehemaligen „Machtparteien“ in Beschlag genommen worden, und unter den ihm sehr wahrscheinlich angetragenen Projekten befinden sich auch der Schlag gegen kritische Infrastrukturen des Staates und der Versicherungsträger und speziell die Ausschaltung der Datenverarbeitungssysteme, mit höherem Zweck das Unvermögen zur Zahlung der Löhne und Renten.

Die Führungsstäbe von Antonis (Samaras) und Vangelis (Venizelos) hecken bereits „Verlautbarungen“ der Art „Tsipras druckt in der Parteizentrale an der Koumoundourou Drachmen“ aus. Auch wenn dies die Menschen direkt zu den Bankautomaten schicken wird, um abzuheben was ihnen verblieben ist, und mit all dem Verantwortungsgefühl, das Antonis und Vangelis steuert, den Zusammenbruch der Banken noch vor dem neuen Wahlgang verursacht.

Nea Dimokratia und PASOK werden den Wählern großmütig verzeihen

Gemäß den leitenden Köpfen der beiden Führungsstäbe kann sich dies sogar als eine Taktik von kritischer Bedeutung erweisen: irgendwo dort und unter Aufbringen ihrer höchsten Großherzigkeit werden sie dem griechischen Volk verzeihen, das sie am 06 Mai 2012 nicht gewählt hatte, und einen neuen großzügigen Kredit von IWF und EU zur unmittelbaren Rekapitalisierung der Banken versprechen – einen Kredit, der Griechenland bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag im Euro halten und die Rettung des (unter Kosten) verscherbelten Landes ab dem Punkt beschleunigen wird, an dem sie durch die Wahlen unterbrochen wurde.

Natürlich wird auch Tsipras nicht mit gefalteten Händen der Provokation und der Strapazierung des europäischen Profils zuschauen. Er wird Stratoulis und Lafazanis losschicken, um – ohne Gewalt, nur mit der Überzeugungskraft des sterilen Protests – Merkel bis zum Gebäude des SYN zu schleppen, damit sie sich eigenen Auges davon überzeugt, dass die beiden Hätschelkinder des Euro-Klerus unverschämt lügen und im Poker um ein paar zehntausend Proteststimmen gegen die führende SYRIZA-Partei praktisch den gesamten europäischen Überbau als Einsatz verzocken.

Merkel, die in all der Hetze gerade noch in ihren Taschen nach Blitzen für Rigilli und Ippokratous suchte (Anmerkung: gemeint sind die Parteizentralen von Nea Dimokratia und PASOK), wird ihren Blick auf das von Selbstvertrauen erfüllte Gesicht des Alexis Tsipras werfen und sich wahrscheinlich nicht der Überlegung verweigern können, dass „Alexis aus der Nähe besehen dank dieser Natürlichkeit der aus ihm heraussprudelnden Kraft sexier ist„. Vermutlich wird sie sich sogar mächtig darüber ärgern, zwei Jahre lang gezwungen gewesen zu sein, sich mit einem Haufen von Stinkern zu treffen, mal mit jenem Rotzbengel Giorgakis, mal mit dem bestialischen und potthässlichen Venizelos und schließlich mit Roboter-Greis Lukas Papadimos.

Dort, innerhalb der geschwärzten Wände und der unordentlichen Büros der Koumoundourou wird Merkel im Antlitz des Alexis Tsipras den Charme des Europas der Völker entdecken und Griechenland eine Gelegenheit geben, indem sie billiges Geld gewährt und bilateral den Zahlungsstopp und alles andere verkündet, was das SYRIZA-Programm begehrt.

Und Tsipras wird – nachdem er Griechenland und Europa gerettet hat – mit Obama telefonieren …

(Quelle: To Pontiki)