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Artikel Tagged ‘parlamentswahl’

Merkel gratuliert Samaras zu Wahlergebnis in Griechenland

18. Juni 2012 / Aufrufe: 377 Kommentare ausgeschaltet

Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte Antonis Samaras noch am selben Abend des Wahlgangs der Parlamentswahlen im Juni 2012 in Griechenland zu dem Wahlergebnis.

Noch am selben Abend der Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 in Griechenland gratulierte die bundesdeutsche Kanzlerin Angela Merkel dem Parteivorsitzenden der Nea Dimokratia (ND), Antonis Samaras, telefonisch zu dem Wahlergebnis, obwohl die ND mit den ihr zufallenden 129 Mandaten weit davon entfernt ist, eigenständig eine Regierung bilden zu können, wofür wenigstens 151 Mandate erforderlich wären.

Wie aus dem Kanzleramt verlautete, brachte Angela Merkel während der telefonischen Unterredung ihrer Hoffnung auf die „baldige Bildung einer stabilen Regierung“ sowie auch die Überzeugung zum Ausdruck, dass Griechenland seine europäischen Verpflichtungen respektieren werde.

Laut einer Bekanntmachung der PASOK-Partei führte parallel der französische Staatspräsident Francois Hollande ein Gespräch mit dem Parteivorsitzenden Evangelos Venizelos und gratulierte diesem „zu dem unter diesen schwierigen Umständen erzielten Wahlergebnis„.

(Quelle: in.gr)

Wahlergebnis der Parlamentswahlen Juni 2012 in Griechenland

18. Juni 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 3.111 26 Kommentare

Trotz des Anstiegs der Linken gehen aus den Parlamentswahlen Juni 2012 in Griechenland die Konservativen als stärkste, jedoch nicht allein regierungsfähige Partei hervor.

Wie die Ergebnisse der Parlamentswahlen am 07 Mai 2012 in Griechenland zeigen, geht trotz des weiteren Anstiegs der Allianz der Radikalen Linken (SYRIZA) letztendlich die konservative Nea Dimokratia (ND) als Stärkste Partei aus dem Wahlgang hervor, ohne jedoch die notwendige Mehrheit erreicht zu haben, um eigenständig eine Regierung bilden zu können.

Bezeichnenderweise erreicht die rechtsradikale Chrysi Avgi („Goldene Morgenröte“) erneut das bereits bei den Wahlen am 06 Mai 2012 erzielte Ergebnis und damit zum Schrecken nicht nur vieler Griechen auch in dem neuen griechischen Parlament eine starke Präsenz.

Das nachstehend abgebildete Wahlergebnis bezieht sich auf die offizielle Auszählung der gültigen Stimmen, die am 18 Juli abgeschlossen wurde. Die Differenz gegenüber den vorherigen Parlamentswahlen im Mai 2012 ist absolut (also nicht als relative Änderung) zu verstehen. Ergänzend sei angemerkt, dass eine Partei für den Einzug in das griechische Parlament wenigstens 3% aller abgegebenen gültigen Stimmen benötigt. Die Angabe “No Seats” bezieht sich auf die Summe der Stimmen der Parteien, welche an der 3%-Hürde scheitern.


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Exit Poll zeigt Thriller bei Parlamentswahlen Juni 2012 in Griechenland

17. Juni 2012 / Aufrufe: 614 Kommentare ausgeschaltet

Die Ergebnisse der Wahltagsbefragung bei den Parlamentswahlen in Griechenland zeigen ein Kopf-an Kopf-Rennen zwischen Konservativen und Linken.

Die Ergebnisse der Wahltagsbefragung (Exit Poll) der griechischen Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Nea Dimokratia (ND) und SYRIZA, mit Gewinner die ND, aber auch einen erschreckend hohen Stimmanteil der rechtsextremistischen Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte), welche die fünftstärkste der insgesamt sieben in dem neuen griechischen Parlament vertretenen Parteien zu werden scheint.

Exit Poll der Parlamentswahlen Juni 2012 in Griechenland

Das um 20:30 Uhr (Ortszeit) publizierte Ergebnis der Auswertung von 100% der Exit Polls reflektiert folgendes Bild:

  • Nea Dimokratia (Νέα Δημοκρατία): 28,6% – 30,0%
  • SYRIZA (ΣΥΡΙΖΑ): 27,5% – 28,4%
  • PASOK (ΠΑΣΟΚ): 11% – 12,4%
  • Unabhängige Griechen (Ανεξάρτητοι Έλληνες) 6,8% – 7,8%
  • Chrysi Avgi (Χρυσή Αυγή): 6,5% – 7,1%
  • Demokratische Linke (Δημοκρατική Αριστερά): 5,8% – 6,6%
  • KKE (ΚΚΕ): 4,8% – 5,6%

Die resultierende Verteilung der Mandate stellt sich folgendermaßen dar:

Verteilung der Mandete gemäß Exit Poll der Parlamentswahlen Juni 2012 in Griechenland

(Quelle: in.gr / Opinion, GPO, Alco, Marc, Metron Analysis, MRB)

Profil der Parlamentswahlen in Griechenland

17. Juni 2012 / Aufrufe: 565 3 Kommentare

Das Profil der Parlamentswahlen in Griechenland – Ein Dekalog, von Giannis Loulis.

Nachdem die Parlamentswahlen des 06 Mai 2012 in Griechenland nicht zur Bildung einer Regierung führten, sind die griechischen Wähler heute (17 Juli 2012) erneut aufgefordert, den Gang zu den Wahlurnen anzutreten und über das Schicksal des Landes zu entscheiden.

Wie Dr. John Loulis (Γιάννης Λούλης), politischer Analytiker und Kommunikationswissenschaftler in einem Dekalog umreißt, erwiesen sich die Wahlen im Mai 2012 als „Protestwahlen“, während der heutige Wahlgang in einem extrem polarisierten Klima erfolgt und den Wählern suggeriert wird, über den Verbleib des Landes in der Eurozone oder das Ausscheiden aus der gemeinsamen europäischen Währung zu entscheiden zu haben.
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Soziale Wahlversprechen in Griechenland kosten Milliarden Euro

12. Juni 2012 / Aktualisiert: 25. September 2017 / Aufrufe: 1.271 15 Kommentare

Die Kosten der sozialen Wahlversprechen im Vorfeld der Parlamentswahlen im Juni 2012 summieren sich auf bis zu 8 Milliarden Euro, ohne dass ihre Finanzierung gesichert ist.

Am Folgetag der Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 in Griechenland müssen zur regulären Zahlung der Renten 1,4 Mrd. Euro für den gesetzlichen Versicherungsträger IKA, 822 Mio. Euro für den gesetzlichen Versicherungsträger der Selbständigen (OAEE) und bis zu 300 Mio. Euro für die Arbeitslosenhilfen der Arbeitsbehörde (OAED) gefunden werden.

Bis zu 8 Mrd. Euro (also 4% des BIP) zusätzlich müssen dagegen die Parteien auftreiben, welche die Wiederherstellung der Renten und der Arbeitslosenhilfe nach den Wahlen versprechen. Diesen – für die volkswirtschaftlichen Gegebenheiten des Landes, aber auch die Versicherungsträger, die bereits nach zusätzlichen Einnahmen von 3 Mrd. Euro suchen um in der Lage zu sein, bis Ende 2012 die „massakrierten“ Renten und die Arbeitslosenhilfen zu zahlen – enormen Betrag „verbergen“ die Wahlkampfprogramme der Parteien, welche nach den Wahlen am 17 Juni 2012 die erste Rolle in der Regierung beanspruchen.
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22 Parteien kandidieren bei zweiten Parlamentswahlen 2012 in Griechenland

9. Juni 2012 / Aktualisiert: 23. Oktober 2015 / Aufrufe: 974 18 Kommentare

Der Oberste Gerichtshof in Griechenland gab offiziell die Namen der Parteien bekannt, die zu den Parlamentswahlen im Juni 2012 kandidieren werden.

Wie von der einschlägigen Gesetzgebung vorgesehen gab der oberste griechische Gerichtshof (Areopag) offiziell die Liste der insgesamt 22 Parteien, Allianzen und Einzelkandidaten bekannt, die bei den Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 kandidieren werden.

Gemäß dem unter dem stellvertretenden Vorsitzenden E. Kaloudis gefassten Beschluss der 1. Kammer des Areopag werden an den Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 folgende Parteien und Kandidaten teilnehmen:
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SYRIZA als Machtpartei in Griechenland

7. Juni 2012 / Aufrufe: 582 Kommentare ausgeschaltet

Autor: Stavros Christakopoulos

Die Präsentation des Programms der SYRIZA-Partei am vergangenen Freitag (01 Juni 2012) gab in Griechenland den Startschuss zur … Polarisierung des Wahlkampfs.

Die beiden gegnerischen Pole gingen in die Zielgrade zu den Wahlen am 17 Juni 2012 – fast von den selben Startpositionen, jedoch mit einigen Fakten sehr viel klarer als vorher. Hauptsächlich jedoch mit der Signalgabe, dass bei den Wahlen nun zwei Machtparteien gegeneinander antreten werden.

Zugegeben, bis zum Freitag stellte sich folgendes Bild dar:

  • Auf der einen Seite gab es die Nea Dimokratia (N.D.), mit ihrer allen bekannten Agenda, jedoch auch den politischen Lasten, welche die gemeinsame Regierung mit PASOK und LAOS im Rahmen der Regierung Papadimos auf ihrem Buckel kumulierte.
  • Auf der anderen Seite hatten wir die SYRIZA, mit dem Elan der Wahlen des 06 Mai, aber auch einer Verwirrung bezüglich ihres Programms, über das häufiger – und gewöhnlich diffamierend – die Wahlgegner sprachen als sie selbst. Damit war am Freitag Schluss.

Das neu begonnene politische Kapitel wird von einigen neuen Fakten gekennzeichnet, von denen unbekannt ist, wie sie in den nächsten Tagen funktionieren werden:

  1. Wie vorstehend gesagt begann die Polarisierung am Freitag, weil nun, nachdem das Volk endlich ein allgemeines Bild der Programme beider Parteien hat, es auf der Zielgeraden zu den Wahlen sein endgültiges Wahlkriterium gestalten kann.
  2. Die SYRIZA wendete sich am Freitag zum ersten Mal direkt – ohne mediale und sonstige Vermittlungen – auch an die konservativen oder „in der Mitte angesiedelten“ Wähler und sprach sie erstmalig offen mit einem Machtvorschlag und nicht nur der „Mitgift“ der Proteststimme an.
  3. Jetzt wird sich entscheiden, ob Tsipras den nicht linksgerichteten Wähler wirklich „erschreckt“ oder aber geschafft hat, ihm „vertrauter“, vielleicht akzeptabel zu werden oder sogar – und in welchem Grad – eine alternative Machtlösung zu bieten.
  4. Ebenfalls wird sich nun entscheiden, ob der linksgerichtete Wähler von dem „Paket“ der SYRIZA und des Tsipras zufriedengestellt und in seiner am 06 Mai getroffenen Entscheidung bestätigt wird.
  5. Da die Polarisierung sich in den kommenden Tagen verstärken wird, wird sich entscheiden, ob die hinsichtlich ihrer Kraft kleineren Parteien dem gebieterischen Druck zur Wahl einer Regierung widerstehen können werden.
  6. In dem Raum zwischen ND und SYRIZA angesiedelte Parteien mit einer Wählerschaft, die im Zielsegment beider Parteien liegt, sind von einem noch höheren Druck aus dem Dilemma der Wahl einer Regierungsmacht und folglich mit Schrumpfung bedroht.

Die Antworten auf die vorstehenden Themen werden unter anderem – ungewiss, in welchem Maß – von gewissen „qualitativen“ Fakten bestimmt werden, welche die letzten Meinungsumfragen dokumentierten.

  • Das Dilemma bezüglich des Verbleibs im Euro oder eines Ausscheidens scheint zwar die ND zu konspirieren, jedoch eine sehr viel geringere „Funktionalität“ und Erwiderung im Raum der PASOK-Partei und eine noch geringere bei den Unabhängigen Griechen, den Unentschlossenen usw. zu haben. In der Mehrzahl scheinen die Leute … „nicht anzubeißen“.
  • Die Strömung zum Umsturz des nach dem Regimewechsel (Anmerkung: nach der Junta) etablierten Machtsystems, so wie diese am 06 Mai verzeichnet wurde, hat ihre Dynamik nicht nur nicht ausgeschöpft, sondern – wie alle Demoskopien dokumentieren – seit dem Folgetag der Wahlen die „Aktie“ der SYRIZA in die Höhe getrieben, die etliche Einheiten über ihrem Wahlergebnis „gehandelt“ wird.

Auf der anderen Seite wird die ND nicht nur einen Kampf um die Macht, sondern auch die Existenz führen: verliert sie, geht sie verloren. Der nächste Tag wird sie in gegenseitiger Zerfleischung vorfinden, nach einer Orientierung, Führung und vielleicht neuen Identität suchend.

Die sich zwingend bildenden Fragen sind zwei:

  1. Ob die ND es schaffen wird, eine Verlängerung ihres Lebens zu erhalten, oder ob die Lebenszeit des verbliebenen Pols des nach dem Regimewechsel etablierten Machtsystems bereits abgelaufen ist.
  2. Ob die SYRIZA davon überzeugen kann, außer der Rolle des Protestträger bereits auch die Führung der Regierung eines zusammenbrechenden Landes übernehmen zu können.

Eine Antwort werden wir auf die eine oder andere Weise in den nächsten Tagen erhalten. Vorläufig ist die billige Feststellung, dass im Gegensatz zu der ND die SYRIZA eine Niederlage ohne Knirschen überstehen kann.

Abschließend sei – hoffentlich korrekt – die Einschätzung eines Freundes mitgeteilt, der … nicht zu den Anhängern der SYRIZA zählt. Er sagte also am Freitagnachmittag:

Der griechischen Gesellschaft ist bewusst, dass sie mit diesen Beiden (Anmerkung: gemeint sind ND und PASOK) für viele Jahre erledigt ist. Anstatt also untätig in der Mitte der Ebene zu sitzen und von den Maschinengewehren durchsiebt zu werden, sehe ich als wahrscheinlicher, dass sie losstürmen wird, um die Höhe einzunehmen. Und wenn sie dabei fallen muss, dann wenigstens kämpfend und in Würde.

Wird es so geschehen? Die Wahlurne – und nur die Wahlurne – wird es zeigen …

(Quelle: To Pontiki)

Leben, um zu arbeiten, oder arbeiten, um zu leben?

4. Juni 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.528 7 Kommentare

Eingereicht von: Griechenfan

Thema: Griechen arbeiten mehr als Deutsche

Erfindergeist, Sparen an teuren Materialien, Kreativität. Daran mangelt es in den Industrieländern, es kann anders gehen. Genau das hat mich nach Griechenland geführt. Nichts ist gerade und nichts perfekt. Das ist das Leben. Oder ist das Leben in Deutschland so toll? Ist es nicht schön, ein Rad neu zu erfinden?

Ich war dabei, als in Patras vor Jahren Behindertenbusse in die Fähre sollten. Sie waren sehr niedrig und es war ein Problem, sie auf die Rampe zu bekommen. Alle haben mitdiskutiert und Lösungen vorgeschlagen. Es hat eine Stunde gedauert und dann geklappt. Damals war ich als Deutsche etwas genervt, war ich doch an die Zeiteinhaltung gewöhnt und Diskussionen um solche Dinge nicht gewöhnt. Eine wirklich arrogante Haltung. Hier waren Menschen wirklich ernsthaft dabei, eine Lösung zu finden, weil sie die modernen Geräte wie in Deutschland nicht hatten. Ich habe es später sehr bewundert, zumal es dann eine Lösung gab.

Wir haben eine alte Ruine gekauft, mit sehr viel Selbstarbeit. Der Elektriker kam und hat uns Leitungen verlegt. Jeder Deutsche hätte die Hände über den Kopf geschlagen. Da wurde ein Loch gehauen auf einer wackeligen Leiter (da würden die Behörden für Sicherheit in Deutschland Strafen verhängen), Gewerkschaft? Der Lehrling musste ein Holz suchen, was hinein gehauen wurde. Der Anschluss angebracht und Zement drauf. Und? Die Lampe hängt heute noch. Geht doch. Wenn Ersatzteile nicht da waren, wurde eben mit viel Kreativität Alternativen gesucht. Manchmal hat es lange gedauert, aber … es hat immer geklappt. Ist das nicht das Leben?

Es geht immer nur um Produktivität und um Profit, um auf den Märkten mithalten, nicht mehr um das Leben. Es wird gesagt … und ich denke, da ist etwas Wahres dran: “In Deutschland lebt man, um zu arbeiten. In Griechenland oder anderen Ländern arbeitet man um zu leben”.

In der Tat haben hier viele Menschen mehrere Jobs um sich über Wasser zu halten. Ich habe noch nie so viel arbeitende und fleißige Menschen gesehen. Klar, es ist oft nicht so produktiv und in den Behörden gibt es nicht so sehr qualitativ ausgebildete Menschen. Es kann nerven und nimmt viel Zeit in Anspruch. Griechenland hat immer hinterher gehinkt. Aber vergesst nicht, es ist ein kleines Land mit sehr viel weniger Einwohnern als Deutschland und mit sehr viel weniger Technologie. Weniger Arroganz wäre hier angebracht.

Ja, und die Griechen wissen es ihr Leben zu feiern und miteinander zu sein. So viel Großzügigkeit und Herzenswärme. Und wisst ihr was? Ich habe noch nie so gute Ärzte erlebt. Sie haben zwar keine Sprechstundenhilfe und die Räume sehen nicht so edel aus wie in Deutschland. Aber sie nehmen sich Zeit und sind sehr genau. Sehr gute Diagnostiker und schauen nicht auf die Uhr, ob der Patient zu viel Zeit in Anspruch nimmt, weil ja Zeit Geld ist. Nein. Sie schicken Dich auf eine Reise, die etwas unbequem ist, weil Du erst mal hierhin und dahin musst. Blutuntersuchungen etc. zur Krankenkasse, um das abzuklären. Viele Wege für ein wirklich gutes Ergebnis. Klar ist es nicht so gut organisiert wie in Deutschland, aber sehr effektiv. Hier ist der Patient noch ein Mensch und keine Massenware.

Ich höre jetzt auf zu schreiben, weil mir so viel einfällt, was ich nicht schreiben kann. Klar, Griechenland ist nicht perfekt, manchmal nervt es mich so unendlich, aber ich bin auch Deutsche, die die Wurzeln nicht so ganz abschütteln kann. Aber …. ich fühle mich hier so viel besser aufgehoben trotz aller Widrigkeiten. Mensch sein, Mensch sein dürfen. In die Landschaft pinkeln können, Kapern sammeln, den Garten verwildern lassen dürfen, ohne dass sich Nachbarn aufregen oder ich eine Verwarnung bekomme. Mein Haus anmalen kann, wie ich es will. Das ist Griechenland für mich. Nachbarn, die sich um mich kümmern und umgekehrt. Nicht anonym sein.

Okay, ich werde emotional, aber das ist Leben. Ich will nicht, dass sich das alles ändert. Es heißt nicht, dass ich mit Allem hier konform bin. Das steht mir auch nicht zu, denn ich bin Zuwanderin und habe meine Wurzeln woanders. Ob die gut oder schlecht sind …. ?? Aber mein Herz schlägt in Griechenland, es ist ganz bewusst mit allen Widrigkeiten gewollt. Ich stehe dazu und möchte nie etwas Anderes.

Ich wünsche mir für Griechenland ein Land voller Stolz. Mit Veränderungen, die effektiv sind, aber nicht die Mentalität verändern. Die stark sind, das griechische Volk zu schützen und die Eigenheiten zu bewahren. Ich hoffe sehr, dass Griechenland, das Volk sich erhebt und sich vor dem Eurotrauma schützen kann. Hier geht es um ein Exempel und da wird über Leichen gegangen. In dem Sinne … Griechenland den Griechen! Ich hoffe, dass SYRIZA die Wahlen am 17 Juni 2012 gewinnt. Weg mit ND und PASOK. Ist zwar auch etwas unsicher, aber es gäbe eine Chance.

Regierungsprogramm der Radikalen Linken SYRIZA in Griechenland

3. Juni 2012 / Aufrufe: 6.594 21 Kommentare

In Griechenland präsentierte am 01 Juni 2012 der Vorsitzende der Allianz der Radikalen Linken, Alexis Tsipras, öffentlich das Regierungsprogramm seiner Partei.

Alexis Tsipras, Vorsitzender der Radikalen Linken in Griechenland, die zu den Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 unter der offiziellen Bezeichnung SYRIZS-EKM antritt, gab am 01 Juni 2012 vor zahlreich erschienenen Bürgern, Parteimitgliedern und Journalisten der in- und ausländischen Medien das Regierungsprogramm der SYRIZA bekannt. Laut Alexis Tsipras stellt das Programm der SYRIZA die einzige realistische und realisierbare Alternative zu dem Memorandum und der Politik der Troika dar, die nicht nur von Anfang an zum Scheitern verurteilt war, sondern Griechenland letztendlich zum Austritt aus der Eurozone zwingen wird.

In seiner Rede attackierte Alexis Tsipras aufs Härteste die Vertreter des etablierten Zweiparteiensystems, sprich Antonis Samaras (Vorsitzender der konservativen Nea Dimokratia / ND) und Evangelos Venizelos (Vorsitzender der sozialistischen PASOK-Partei), und warf ihnen vor, in ihrem verzweifelten politischen Rückzugsgefecht keinerlei Rücksicht auf das Wohl der Bürger und des Landes zu nehmen, sondern einzig und allein auf die Wahrung der Interessen der „Profiteure des Memorandums“ bedacht zu sein.

Das von der Partei publizierte Protokoll der Präsentation ihres Regierungs- und Konjunkturprogramms wird nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben, die originale (griechische) Quelle ist am Ende des Beitrags verlinkt. Es sei angemerkt, dass es sich um eine sogenannte „Rohübersetzung“ handelt, die keinerlei – möglicherweise verfälschenden – weiteren Bearbeitung unterzogen wurde.
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Demoskopien in Griechenland zeigen Wahlsieg der Konservativen

2. Juni 2012 / Aktualisiert: 07. Juli 2016 / Aufrufe: 620 Kommentare ausgeschaltet

Die meisten der letzten veröffentlichten Demoskopie-Ergebnisse in Griechenland zeigen einen knappen Vorsprung der Konservativen vor der Partei der Radikalen Linken.

Zwei Wochen vor den Parlamentswahlen in Griechenland am 17 Juni 2012 zeigen die meisten der letzten publizierten Umfrageergebnisse weiterhin einen mehr oder weniger knappen Vorsprung der konservativen Nea Dimokratia (ND) vor der Partei der Radikalen Linken (SYRIZA). Entsprechend erwartet die überwältigende Mehrheit der befragten Bürger einen Wahlsieg der ND, die jedoch wie auch schon nach den Wahlen am 06 Mai 2012 höchst wahrscheinlich wieder nicht in der Lage sein wird, eigenständig eine Regierung zu bilden.

Die Position der weit abgeschlagen auf dem dritten Platz folgende sozialistische PASOK-Partei erscheint laut den Demoskopie-Ergebnissen noch geschwächter als in vorherigen Umfragen, während die rechtsextremistische Chrysi Avgi zwar in fast allen bisherigen Demoskopien deutlich hinter ihrem Ergebnis vom 06 Mai 2012 zurückliegt, nach dem derzeitigen Stand der Dinge jedoch erneut in das Parlament einziehen wird.

Erhebung der Metron Analysis Research für „ANT1“

Die Frage nach der Wahlabsicht ergab folgende Stimmanteile:

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 22,7 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 22,0 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 11,2 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 6,7 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 5,7 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 4,4 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 3,9 %

Die Befragung nach dem erwarteten Wahlergebnis ergab dagegen folgendes Bild:

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 27,1 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 26,4 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 13,4 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 8,0 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 6,9 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 5,2 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 4,7 %
Οικολογιοι – Πράσινοι Ökologen – Grüne 1,6 %
ΛΑΟΣ LAOS (Orthodoxer Volksalarm) 1,2 %

Erhebung der KAPA Research für „Ta Nea“

Die vom 29 bis 31 Mai durchgeführte und am 01 Juni publizierte Befragung nach der Wahlabsicht weist im Vergleich zu einer ungefähr eine Woche früher angestellten Erhebung erneut en Vorsprung der ND, jedoch auch einen Anstieg der SYRIZA-EKM aus, während die PASOK-Partei deutlich abgesunken ist:

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 26,1 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 24,6 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 9,9 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 5,3 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 5,7 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 5,1 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 4,4 %
ΛΑΟΣ LAOS (Orthodoxer Volksalarm) 1,5 %
Δημιουργία, ξανά! Wiedererschaffung! 1,5 %
Οικολογιοι – Πράσινοι Ökologen – Grüne 1,3 %
Sonstige Parteien 1,6 %
Unentschlossene 14 %

Bezüglich des Ausgangs der Wahlen erwarten 62,9% der Befragten einen Wahlsieg der ND und 26,5% der SYRIZA-Partei. Außerdem sprachen sich selbst in dem Fall, dass das Memorandum eingehalten werden muss, 69,5% der Befragten für den Verbleib im Euro aus, während 19,6% für das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro im Fall der obligatorischen Einhaltung des Memorandums plädierten.

Erhebung der Public Issue für „Kathimerini“

Partei Stimmanteil
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 31,5 %
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 25,5 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 13,5 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 7,5 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 5,5 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 5,5 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 4,5 %
Δημιουργία, ξανά! Wiedererschaffung! 2,5 %
Sonstige Parteien 4,0 %
Keine Antwort 6,0 %

Erhebung der MRB für „Real.gr“

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 23,9 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 22,5 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 12,6 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 6,2 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 5.7 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 4,7 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 4,0 %

Erhebung der RASS für „Eleftheros Typos“

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 26,5 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 24,2 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 12,1 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 5,8 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 5,2 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 3,6 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 5,4 %
Δημιουργία, ξανά! Wiedererschaffung! 2,4 %
Οικολογιοι – Πράσινοι Ökologen – Grüne 0,8 %
ΛΑΟΣ LAOS (Orthodoxer Volksalarm) 0,7 %
Sonstige Parteien 1,5 %
Leere / ungültige Stimme 1,7 %
Unentschlossene 10,1 %

Erhebung der Marc Research für „Alpha“

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 26,0 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 24,3 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 12,5 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 6,3 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 5,7 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 5,3 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 4,2 %
Δημιουργία, ξανά! Wiedererschaffung! 2,5 %
ΛΑΟΣ LAOS (Orthodoxer Volksalarm) 1,0 %
Οικολογιοι – Πράσινοι Ökologen – Grüne 1,0 %

Bezüglich der Frage, was zu geschehen habe, falls keine zufriedenstellende Änderung der Bedingungen der Kreditvereinbarung erzielt wird, vertreten 72,9% die Ansicht, Griechenland müsse im Euro und in der Eurozone bleiben, wogegen 19% die Annullierung der Vereinbarungen und den Rückkehr zur Drachme wollen.

Erhebung der ALCO für „newsit.gr“

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 25,0 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 22,7 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 12,5 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 6,5 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 5,2 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 5,0 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 4,5 %
Δημιουργία, ξανά! Wiedererschaffung! 2,2 %
Οικολογιοι – Πράσινοι Ökologen – Grüne 1,4 %
ΛΑΟΣ LAOS (Orthodoxer Volksalarm) 1,0 %

Erhebung der DATA RC für „Peloponnisios“

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 24,5 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 22,1 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 12,0 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 6,1 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 5,3 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 4,9 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 4,7 %
Δημιουργία, ξανά! Wiedererschaffung! 2,4 %
ΛΑΟΣ LAOS (Orthodoxer Volksalarm) 1,0 %
Οικολογιοι – Πράσινοι Ökologen – Grüne 0,8 %

61,4% der Befragten erwarten einen Wahlsieg der ND und 27,1% der SYRIZA-Partei.

Demoskopie-Verbot ab 02 Juni 2012 bis zu Wahlen am 17 Juni 2012

Ab Samstag (02 Juni 2012) dürfen laut der geltenden Gesetzgebung bis zu den Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 keine Umfrageergebnisse mehr veröffentlicht werden. Der Vorsitzende des Verbands der Demoskopie-Firmen (SEDEA) Spyros Zavitsamos und der Vorsitzende des Demoskopie-Kontrollausschusses Ilias Nikolakopoulos wiederholten angesichts des Wiederinkrafttretens des 15-tägigen Verbots der Veröffentlichung demoskopischer Ergebnisse ihre Position:

Die Demokratie wird nicht durch die Freiheit der Verbreitung der Informationen und der Informierung der Bürger gefährdet, sondern durch Gerüchte und die keinem staatlichen Gesetz und keinem Pflichtkodex unterliegende unkontrollierte Verbreitung von Informationen.

Weiter führen die beiden Vorsitzenden in ihrer Bekanntmachung an: „Mit diesem als gegeben rufen wir die Bürger zu besonderer Zurückhaltung gegenüber „Informationen“ auf, die sich auf demoskopische Erhebungen nach dem 02 Juni 2012 beziehen, da es sehr wahrscheinlich ist, dass diese unvollständig, falsch oder sogar auch absichtlich irreführend sind.

(Quellen: in.gr, MEGA)