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Artikel Tagged ‘kapitalkontrolle’

Kapitalkontrollen in Griechenland machen Unternehmen zu schaffen

7. November 2015 / Aufrufe: 886 Kommentare ausgeschaltet

Die im Juni 2015 in Griechenland verhängten Kapitalverkehrskontrollen beeinträchtigten hauptsächlich die Unternehmen und nicht die Verbraucher.

Laut einer Untersuchung der Industrie- und Handelskammer Thessalonikis (EBETH) und der Palmos Analysis scheinen die Kapitalverkehrskontrollen im normalen Betrieb der nordgriechischen Unternehmen „das Unterste zu Oberst“ gekehrt zu haben.

Dagegen erklären fast sechs von zehn Verbrauchern, die Beschränkungen bei den Bankabhebungen beeinflussen ihren Alltag „wenig“ oder „überhaupt nicht“ – und dies trotz der Tatsache, dass mehr als die Hälfte von ihnen bei ihren Geschäftsvorgängen keine Kredit- oder Debitkarte verwenden.
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Bankguthaben der Haushalte in Griechenland sinken weiter

2. November 2015 / Aufrufe: 712 Kommentare ausgeschaltet

Die privaten Haushalte in Griechenland fahren darin fort, ihre Guthaben von den Banken abzuheben um ihren finanziellen und steuerlichen Verpflichtungen zu entsprechen.

Die verfügbaren Guthaben bei den Banken in Griechenland waren Ende September 2015 um 557 Mio. Euro gestiegen, welcher Zuwachs allerdings auf dem Anstieg der Guthaben der Unternehmen beruht. Die privaten Haushalte fuhren dagegen darin fort, Gelder von ihren Bankkonten abzuziehen, und reduzierten damit ihre Guthaben bei den Banken um 199 Mio. Euro, da der September ein Monat der Zahlung steuerlicher Verpflichtungen war.

Der Stillstand der (Kapital-) Abflusswelle infolge der fortgesetzten Beschränkungen im Kapitalverkehr erklärt auch den Rückgang um 1 Mrd. Euro des von den griechischen Banken per ELA geschöpften (Liquiditäts-) Kontingents, dessen Höhe sich auf 86,9 Mrd. Euro gestaltet, und auch wenn dies nicht die Wiederherstellung der Liquidität reflektiert, stellt es ein Indiz dafür dar, dass die Guthaben bei den Banken zusammengehalten werden.
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Umgehung der Kapitalkontrollen in Griechenland

15. Oktober 2015 / Aufrufe: 1.372 Kommentare ausgeschaltet

Findige Unternehmer in Griechenland umgehen die Kapitalverkehrskontrollen, indem sie bargeldlose Transaktionen über ausländische Banken und Zahldienste abrechnen.

Wenige Tage nach der Verhängung der Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland im Juni 2015 passierte ein bulgarischer Staatsangehöriger den Grenzübergang Promachonas und hatte im Kofferraum seines Wagens eine „smarte“, sichere und – hauptsächlich – „legale“ Weise, auf die man sein Geld ins Ausland schafft.

Der Typ transportierte POS-Terminals – Sie wissen schon, solche Geräte, die den Gewerbetreibenden ermöglichen, Debit- und Kreditkarten zu belasten. Und bei seinen Touren nach Griechenland verbrachte er viele davon.
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Verschärfte Kapitalkontrollen für Rentner und Beamte in Griechenland

11. Oktober 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.398 Kommentare ausgeschaltet

Laut einer Reportage der Zeitung To Vima plant das Finanzministerium in Griechenland, Rentner und öffentliche Bedienstete zur Verwendung von Plastikgeld zu zwingen.

Das griechische Finanzministerium soll neue weitreichende Änderungen im Alltag von Millionen Rentnern und öffentlichen Bediensteten in Griechenland erwägen, und zwar mit der Einführung beständiger Kontrollen und Einschränkungen bei Barabhebungen bei gleichzeitiger obligatorischer Verwendung von Karten („Plastikgeld“) bei ihren alltäglichen Geschäften.

Wie in einer Reportage der Wochenendausgabe der griechischen Zeitung „Vima“ berichtet wird, sieht die – sich in den Rahmen der Kampfes gegen die Steuerhinterziehung eingliedernde – neue Maßnahme für die obigen Kategorien unter anderem ein wöchentliches Limit für Barabheben von 150 Euro anstatt wie derzeit geltend 420 Euro vor.
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Lockerungen bei Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland

28. September 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 1.869 Kommentare ausgeschaltet

Das Finanzministerium in Griechenland gab weitere kleinere Änderungen und Lockerungen bei den im Juni 2015 verhängten Kapitalverkehrskontrollen bekannt.

Wie in dem am vergangenen Freitag (25 September 2015) veröffentlichten Regierungsanzeiger (FEK 2001 / B) angeführt wird, beschloss der Wirtschaftsstab neue Änderungen bei den Ende Juni 2015 in Griechenland verhängten Einschränkung des Kapitalverkehrs.

Gemäß dem im Regierungsanzeiger veröffentlichten Beschluss besteht fortan für jeden Sparer (sprich je Kunden-ID) die Möglichkeit, pauschal bis zu 500 Euro im Monat zu Kreditinstituten im Ausland transferieren zu können. Das selbe gilt auch für den Transfer mittels der Griechischen Post (ELTA) und sonstiger Zahlungsinstitute und Zahlungsdienste.
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Griechenlands Zentralbank steht mit 106 Mrd in der Kreide

25. September 2015 / Aufrufe: 814 Kommentare ausgeschaltet

Die Verbindlichkeiten der Griechischen Bank gegenüber der EZB erreichten Ende Juli 2015 einen Rekordstand von rund 106 Milliarden Euro.

Die Verbindlichkeiten Griechenlands an das Zahlungssystem der Eurozone (Target2) erreichten Ende Juli 2015 das höchste Niveau seit 2012, da die Ängste, Griechenland würde zu einem Ausscheiden aus der Eurozone gezwungen werden, zu einem Abflüssen von Kapital aus dem Land führten.

Laut den jüngst zum ersten Mal von der Europäischen Zentralbank (EZB) bekannt gegebenen Angaben zum Zahlungssystem Target 2 hatte die Griechische Bank (Bank of Greece) Ende Juli 20215 gegenüber der EZB Nettoverbindlichkeiten in Höhe von 106,13 Mrd. Euro.
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Wie in Griechenland Milliarden-Investitionen „verbrannten“

19. September 2015 / Aufrufe: 3.701 Kommentare ausgeschaltet

Bürokratische Hürden, Rezession und nun auch noch Kapitalverkehrskontrollen ließen in Griechenland die Fördergesetze zu einem Monument des Scheiterns werden.

Die jahrelangen Verzögerungen bei der Genehmigungserteilung, und zwar trotz der Verabschiedung von Gesetzen, die nicht umgesetzt werden, sowie der unbekannte Zeitpunkt der Eingliederung und Finanzierung durch das Fördergesetz (die seit eineinhalb Jahren nicht existiert) und die Änderung des wirtschaftlichen Umfelds haben in Griechenland Investitionen von Milliarden Euro in die Luft gesprengt.

Die neue griechische Regierung wird sich sogar mit einem zweifachen Problem konfrontiert sehen werden: Auf der einen Seite mit dem Mangel an Mitteln, um die staatliche Bezuschussung zu decken, die für hunderte Investitionen, die von 2004 bis 2013 ohne entsprechende Vorsehung bezüglich der Erhöhung der Finanzierungsmittel dem Fördergesetz unterstellt wurden, eine Höhe von bis zu 5,6 Mrd. Euro erreichen könnten. Auf der anderen Seite mit einem Hagel der Stornierungen von Investitionsplänen inner- und außerhalb des Fördergesetzes wegen des kontinuierlichen Abgleitens der griechischen Wirtschaft.
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Wie viel kostete Varoufakis Griechenland?

7. September 2015 / Aufrufe: 1.713 Kommentare ausgeschaltet

Yanis Varoufakis widerlegt die Unwahrheiten bezüglich der Kosten und Schäden, die er als Finanzminister angeblich zu Lasten Griechenland verursacht haben soll.

Nach der Kapitulation unserer Regierung unmittelbar nach dem Referendum (des 05 Juli 2015) stellt die (im englischen Text des 3. Memorandums sogar so enthaltene) „Siegerlegende“ sich folgendermaßen dar:

Gegen Ende des Jahres 2014 begann die griechische Wirtschaft sich zu erholen. Das Volk „irrte“ nicht, als es uns wählte, der Aufschwung hätte sich fortgesetzt und das Memorandum wäre in Kürze Vergangenheit gewesen. Die von der Regierung Tsipras bei den Verhandlungen gegenüber den Gläubigern beibehaltene Position, mit Protagonist den Unterzeichnenden, ließ die Wirtschaft jedoch wieder in die Rezession sinken und den kleinen Primärüberschuss verfliegen, den die vorherige Regierung mit so viel Mühe geschaffen hatte. „Glücklicherweise“ gab der Premierminister im letzten Augenblick nach, substituierte den Finanzminister, der das Land 20 bis 90 Mrd. Euro kostete, und rettete die Partie, vielleicht auch das Vaterland.
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Neu Welle der Schließungen und Entlassungen in Griechenland

5. September 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 4.180 Kommentare ausgeschaltet

Laut dem IME-GSEVEE droht in Griechenland 63000 Unternehmen die Schließung, was den Verlust von bis zu 138000 Beschäftigungsplätzen impliziert.

Die Prognosen über den Verlauf des Marktes in den kommenden Monaten sind außerordentlich unheilverkündend. Gemäß der letzten Untersuchung des „Instituts für Kleinunternehmen des Dachverbands der Gewerbetreibenden, Handwerker und Kaufleute Griechenlands“ (IME-GSEVEE) laufen im zweiten Halbjahr des laufenden Jahres 63.000 – hauptsächlich Klein- und mittelständische – Unternehmen in Gefahr, die „Rollläden herunterzulassen“ und ungefähr 138.000 Arbeitnehmer auf die Straße zu setzen, während auf die Bezüge auf dem privaten Sektor neue Kürzungen warten.

Wie das Institut anführt, verschlechterte die mit der Verhängung von Kapitalkontrollen ihren Gipfel erreichende letzte Krise die wirklichen Größen der Unternehmen, während der Abschluss einer Vereinbarung mit den Institutionen nicht zu einer Umkehr des negativen Klimas führte. Dagegen begannen die Anzeichen einer Dämpfung der rezessiven Kurses, die sich im zweiten Halbjahr 2014 zeigten, während des ersten Halbjahrs 2015 signifikant umzukehren.
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Kapitalkontrollen steigerten Steuereinnahmen in Griechenland

25. August 2015 / Aufrufe: 1.386 2 Kommentare

In Griechenland scheinen die Kapitalverkehrskontrollen und die Angst vor einem Schnitt der Bankguthaben dem Fiskus einen Anstieg der Einnahmen beschert zu haben.

Die Kapitalverkehrskontrollen und die Angst vor einem möglichen „Schnitt“ der Bankguthaben (Bail-In) scheinen in Griechenland etliche Steuerpflichtige dazu animiert zu haben, fällige Verbindlichkeiten an den Fiskus zu begleichen. Zumindest ergibt sich dieser Rückschluss aus den jüngst (am 21 August 2015) veröffentlichten Angaben des Generalsekretariats für öffentliche Einnahmen (GGDE).

Konkret stiegen im Juli 2015 die fälligen Verbindlichkeiten an das Finanzamt um nur 388 Mio. Euro an, wogegen in den Vormonaten – und sogar auch trotz der günstigen 100-Raten-Regelung – die fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus mit einem Rhythmus in einer Größenordnung von monatlich 1 Mrd. Euro zunahmen.
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