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Artikel Tagged ‘iwf’

Griechenland führte mehr Reformen als die Nordeuropäer durch

13. Februar 2017 / Aufrufe: 1.193 3 Kommentare

Laut Kommissionschef Juncker hat im Thema der Wettbewerbsfähigkeit kein Land größere Fortschritte als Griechenland erreicht.

In einem Interview an den öffentlichen deutschen Rundfunksender Deutschlandfunk (DLF) erklärte Jean Claude Juncker unter anderem:

Hauptsächlich in Deutschland wird so geredet, als sei man mit der Situation in Griechenland absolut vertraut. Sie kennen sie aber nicht. Weil die Griechen trotz aller Niedergeschlagenheit über die Lage sehr viele strukturelle – und andere – Reformen durchführten, mehr als die dogmatischen Nordeuropäer. Und sie bedienten sich – auch in den publizierten Meinungen – hauptsächlich 2014 und 2015 eines Tones, der auf keinen Fall den griechischen Anstrengungen entsprach.
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Griechenland und das deutsche Dilemma

11. Februar 2017 / Aufrufe: 1.266 2 Kommentare

Deutschland muss sich entscheiden, welches Europa seinen Interessen besser dient.

Mit den näher kommenden Wahlen in Deutschland wird deren politischer Inhalt immer klarer. Die Umstände erlegen dem deutschen politischen System auf, in einer einfachen Frage klar Stellung zu beziehen: Welches Europa dient den deutschen Zielen besser?

Anders gesagt, die politische Auseinandersetzung in Deutschland beginnt sich auch anlässlich des ungelösten griechischen Themas um das Dilemma zu drehen: Liegt die Hegemonie in einer großen Europäischen Union in Deutschlands Interesse? Oder ist letztendlich für Berlin eine kontrollierte Destrukturierung der EU und die Schaffung einer anderen Architektur der Verbindung der Mitgliedsländer in unterschiedlichen Kreisen und Geschwindigkeiten unter der deutschen Führung vorteilhafter?
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Chicken Game zwischen Griechenland und Gläubigern

4. Februar 2017 / Aktualisiert: 09. Oktober 2017 / Aufrufe: 971 Kommentare ausgeschaltet

Reuters charakterisiert die Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern als Feiglingsspiel und vertritt, ein Bankrott des Landes nütze letztendlich niemandem.

Griechenland und die sogenannten Institutionen spielen das Chicken Game: Wer wird „kuschen“, damit es nicht zum Staatsbankrott kommt?

Die Agentur Reuters legt die Einschätzung dar, ein eventueller Bankrott Griechenlands sei letztendlich für niemanden von Vorteil, und betont, die zentrale Frage bleibe eine: nämlich, wer als erster nachgeben wird. Konkret wird in dem Artikel angeführt:
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Die griechische Krise und das deutsche Dilemma

3. Februar 2017 / Aufrufe: 1.762 2 Kommentare

Das Damokles-Schwert des Grexit und die aus Berlin gesendeten Botschaften.

Berlin beharrt auf der Beschleunigung der Realisierung der Reformen in Griechenland und dem Verbleib des Internationalen Währungsfonds (IWF) im griechischen Programm.

Es kann nicht für einen Zufall gehalten werden: An einem Tag heftiger internationaler Reaktionen auf das unerhörte Präsidialdekret bezüglich des Verbots der Einreise in die USA für Bürger aus sieben islamischen Staaten – und zwar sogar auch, wenn sie eine doppelte Staatsangehörigkeit haben -, begann am 30 Januar 2017 das Regierungs-Briefing in Berlin wie in den alten schwierigen Tagen der Krise wieder mit dem griechischen Problem.
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Gläubiger drohen Griechenland mit Bail-in

1. Februar 2017 / Aufrufe: 2.014 4 Kommentare

In ihren Bemühungen, Griechenland zur Ergreifung immer neuer Maßnahmen zu zwingen, drohen die Gläubiger nun sogar auch mit einem Schnitt der Bankguthaben!

Der Kessel rund um Griechenland wird enger und inzwischen nehmen die Drohungen seiner europäischen … „Partner“ bezüglich einer neuen finanziellen Strangulierung zu, wenn das Land nicht ihren absurden Forderungen nach einer sofortigen gesetzlichen Festschreibung eines neuen Pakets belastender fiskalischer und struktureller Maßnahmen für 2018 und die nachfolgenden Jahre nachgibt.

Die Deutschen und die übrigen Gläubiger verstärken ihre Anstrengungen, Griechenland zu erpressen, und gelangen dabei mittlerweile an dem Punkt an, Szenarien seines Ausscheidens aus dem Euro zu „flüstern“, falls ihren Ansichten nicht stattgegeben wird. Und all dies trotz des Umstands, dass der griechische Staatshaushalt des Jahres 2016 mit einem Primärüberschuss von 2% des BIP bzw. 3,5 Mrd. Euro abzuschließen scheint, der damit um 2,6 – 2,7 Mrd. höher als von dem Memorandum vorgesehen sein wird!
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Die 3 Fakten in Griechenlands Sackgasse

31. Januar 2017 / Aktualisiert: 20. August 2019 / Aufrufe: 1.268 2 Kommentare

Griechenland sitzt bei den Verhandlungen mit den sogenannten Institutionen in einer Sackgasse, die sich auf 3 grundlegende Fakten reduzieren lässt.

Die sogenannten Institutionen (sprich Gläubiger) stellten Griechenland vor das folgende Dilemma: entweder ergreift es die (geforderten) Maßnahmen jetzt, bringt die „Bewertung“ (des Fortschritts des „griechischen Programms“ durch die Gläubiger) zu Ende und gewinnt die Aufrechterhaltung des positiven Schwungs in seiner Wirtschaft und die Aufnahme in das sogenannte Programm der quantitativen Lockerung der Europäischen Zentralbank (EZB), oder es macht dies im Mai 2017, dann aber unter dem Druck der leeren (öffentlichen) Kassen sowie auch mit einer durch die lang anhaltende Ungewissheit belasteten Wirtschaft.

Laut direkt in die Beratungen involvierten Quellen waren die Leiter der Institutionen bei der Begegnung, die sie vor der Eurogruppe mit dem griechischen Finanzminister Evklidis Tsakalotos und dem stellvertretenden griechischen Finanzminister Giorgos Chouliarakis hatten, kategorisch: der einzige Weg, die Bewertung zum Abschluss zu bringen, ist das Bleiben des IWF, und damit der IWF bleibt, müssen bereits jetzt die Maßnahmen für das Jahr 2019 gesetzlich festgeschrieben werden.
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Wie viel kann das Volk in Griechenland ertragen?

22. Januar 2017 / Aktualisiert: 02. Februar 2017 / Aufrufe: 2.025 Kommentare ausgeschaltet

Angesichts der andauernden Tragödie Griechenlands erhebt die Financial Times die Frage, wie viel ein Volk noch zu ertragen vermag.

Anlässlich der Beschreibung einer Reise durch Dörfer Efyra, Roviata, Ino der im Nordwesten der Peleponnes liegenden Präfektur Ilia (Elis) beherbergte die britische Zeitschrift Financial Times einen ausführlichen Artikel über die wirtschaftliche Krise in Griechenland acht Jahre nach ihrem Ausbruch, die Situation in den düstersten Farben „malend“ und sich fragend, wie viel die Griechen noch zu ertragen vermögen.

Wir befinden uns in Gefahr„, sagt zur FT Angelos Petropoulos, Bäcker und Bürgermeister von Efyra. „Alles entwickelt sich zum Schlimmeren. Im nächsten Jahr noch mehr. Die alten Leute sterben. Die jungen Leute werden nicht bleiben. Wir brauchen Hilfe.
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Griechenlands Verschuldung stieg auf 188 Prozent des BIP

25. August 2016 / Aktualisiert: 08. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.636 4 Kommentare

Griechenlands öffentliche Verschuldung kletterte Ende Juni 2016 auf 188 Prozent des Bruttosozialprodukts des Landes.

Nach auch der Freigabe der Tranche der 7,5 Mrd. Euro, die den Abschluss der ersten Bewertung besiegelte, „kletterte“ die öffentliche Verschuldung Griechenlands Ende Juni 2016 auf knapp über 328 Mrd. Euro bzw. 188% der Bruttosozialprodukts des Landes.

Es wird erwartet, dass die griechische Verschuldung, deren Umstrukturierung sich in diesen Tagen auf dem Tisch der Diskussionen auf Technokraten-Ebene befindet und wahrscheinlich im September mit der Umsetzung kurzfristiger Maßnahmen „fest gemacht“ werden wird, noch weiter ansteigen wird, da – wahrscheinlich im September – mit der Teilrate von 2,8 Mrd. Euro, aber auch ungefähr 6 Mrd. Euro nach der Vollendung der zweiten Bewertung gerechnet wird.
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Wie Karamanlis Griechenland in den Bankrott führte

20. August 2016 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 2.550 2 Kommentare

Rückblickend betrachtet wurde Griechenland nicht von Georgios Papandreou, sondern von Kostas Karamanlis bewusst in den Bankrott und das Memorandum getrieben.

Kostas Karamanlis, ein Neffe des 1998 verstorbenen früheren Ministerpräsidenten und Staatspräsidenten Konstantinos Karamanlis, begann seine Karriere in der Regierungsführung des Landes mit der unvergesslichen „Inventur“. Es war ein gut geplanter politischer Betrug.

Vorausgehend war Griechenland während der acht Jahre unter Premierminister Kostas Simitis zu großen Bestellungen von Waffensystemen geschritten. Gemäß den europäischen Regeln konnte dabei die Verbuchung der Rüstungsausgaben im Staatshaushalt entweder während des Jahres der Bestellung oder während des Jahres des Erhalts der Waffen erfolgen.
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Die Griechenland-Krise wird wieder auflodern

17. August 2016 / Aufrufe: 3.654 2 Kommentare

Laut dem Wirtschaftsredakteur Larry Elliot der Guardian wird die griechische Krise früher oder später erneut auflodern.

In einem in der britischen Zeitung Guardian publizierten Artikel lautet es, die griechische Krise werde früher oder später wieder auflodern. Das Thema sei nicht, ob dies geschehen wird, sondern wann es geschehen wird. Der Redakteur Larry Elliot führt unter anderem an, die Vereinbarung des vergangenen Sommers 2015 nach dem „erniedrigenden Nachgeben der SYRIZA-Regierung“ hatte drei offensichtliche Probleme:

Erstens die neue Dosis Austerität, die Griechenlands Bemühung, aus der Rezession heraus zu kommen, noch schwieriger machte, zweitens die unrealistischen Einschätzungen der Gläubiger bezüglich des Wachstums und der Reduzierung des Defizits und drittens, dass die griechische Krise früher oder später wieder auflodern wird.
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