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Artikel Tagged ‘immobiliensteuer’

Griechenland: Troika fordert Verhaftungen, Pfändungen, Versteigerungen

18. April 2014 / Aktualisiert: 12. Oktober 2018 / Aufrufe: 7.111 4 Kommentare

Die Troika in Griechenland fordert Verhaftungen, Pfändungen und Versteigerungen, ohne sich jedoch für die Verfolgung der großen Steuerhinterziehung stark zu machen.

Die Gruppe der Technokraten der Troika, die den IWF und die Kommission vertritt, schreitet in Griechenland zu „Sturmangriffen“ auf alle großen Finanzämter des Landes, wo sie die Daten kontrollieren und Akten der Steuerpflichtigen durchstöbern.

Es handelt sich um eine harte und skrupellose Truppe, die eher an „Kopfjäger“ erinnert, in deren Hände die Kontrolle des gesamten Steuerbeitreibungsmechanismus des Landes übergegangen ist und die gegenüber den Steuerpflichtigen die strengsten Methoden anwendet. Zu Lasten welcher Steuerpflichtigen jedoch? Nicht etwa der Großen, sondern zu Lasten der Kleinen und Mittelständischen.
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Immobilienmarkt in Griechenland ist seit 2 Monaten mausetot

7. März 2014 / Aufrufe: 2.142 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland kam seit Anfang 2014 wegen ungeklärter steuerlicher Themen, aber auch paradoxer Forderungen der Troika keine einzige Immobilien-Übereignung zustande.

Bei einem Arbeitstreffen mit technischen Stäben der Troika warnte der Staatssekretär des griechischen Finanzministeriums, Giorgos Mavraganis, die Verzögerungen bei der Änderung der Besteuerung des „Zugewinns“ aus Immobilientransaktionen haben signifikante Auswirkungen auf den Markt und Wirtschaftsaktivität.

Das Finanzministerium untersucht Änderungen (konkret Befreiungen von der pauschalen „Zugewinnsteuer“ in Höhe von 15%, die bei der Immobilien-Übereignung erhoben wird) für alle Verkäufer, die Immobilien über einen Zeitraum von über 25 Jahren in ihrem Eigentum behalten oder aus dem Verkauf einen „Gewinn“ von weniger als 25.000 Euro erzielen und die Immobilie wenigstens fünf Jahre lang behielten.
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Immobilien-Abzocke in Griechenland ist verfassungswidrig!

10. Februar 2014 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.333 Kommentare ausgeschaltet

Der Areopag befand die 2011 – 2012 eingezogene außerordentliche Sonderabgabe auf elektrifizierte Immobilien in Griechenland für verfassungswidrig.

Laut einem „brisanten“ Urteil der 4. Kammer des Obersten Gerichtshofs Areopag ist die in den beiden Jahren 2011 – 2012 mittels der Stromrechnungen entrichtete „außerordentliche Sonderabgabe auf elektrifizierte bebaute Flächen“ (EETIDE) bzw. sogenannte „Immobilien-Abzocke“ verfassungswidrig, was im Stab der Regierung einen Schock hervorrufen wird, da sie aus der EETIDE hohe Summen eingenommen hat und die Beitreibung der Abgabe in ihrer neuen Form (als EETA in Raten und um 10% geringer) für das Jahr 2013 noch im Gang ist.

Sollte die Ansicht bezüglich der Verfassungswidrigkeit der in Rede stehenden Immobilien-Sonderabgabe auch in den den nächsten gerichtlichen Stadien überwiegen, wird der griechische Fiskus möglicherweise gezwungen sein, ungefähr 2 Mrd. Euro zurückzuzahlen.
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Warnung vor weiterer Überbesteuerung in Griechenland

1. Februar 2014 / Aufrufe: 757 Kommentare ausgeschaltet

Angesichts der heftigen Überbesteuerung in Griechenland warnt die Haushaltsstelle, dass weitere Steuererhöhungen zur Ausweitung der Steuerhinterziehung führen werden.

„Nein zu neuen Steuern“ lautet es unmissverständlich in dem Quartalsberichts der Haushaltsstelle des griechischen Parlaments, in dem Fakten dargestellt werden, laut denen die Einkommensteuersätze für natürliche Personen und Unternehmen sowie auch die Mehrwertsteuer in Griechenland über dem EU-Durchschnitt liegen.

In einer in dem Bericht enthaltenen Analyse wird zu beantworten versucht, ob es in Griechenland eine Überbesteuerung gibt. Ein direkt Antwort wird nicht formuliert, es ergeht jedoch die Rede von bereits „schwer Besteuerten“ und wird eingeschätzt, dass eine eventuelle Erhöhung der Steuern keinen Anstieg der Einnahmen bewirken, sondern zur Ausweitung der Steuerhinterziehung und einem weiteren der fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus führen würde.
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Griechenland hofft auf absurdes Steuerwachstum

26. November 2013 / Aufrufe: 1.030 1 Kommentar

Der Entwurf des Haushaltsplans 2014 in Griechenland ist auf einen enormen Anstieg der Steuereinnahmen gestützt, bei einem veranschlagten Anstieg des BIP um nur 0,1 Prozent.

Der Entwurf des griechischen Haushaltsplans für das Jahr 2014 ist auf unerhörte Hypothesen und Prognosen bezüglich des Verlaufs der Steuereinnahmen gestützt worden. Die vorgesehene Belastung für fast alle Steuerzahler ist dermaßen hoch, dass entweder:

  1. die Einschätzungen der Regierung bestätigt werden, was zu einem weiteren Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität führen wird (Verringerung des verfügbaren Einkommens für die Haushalte, Unvermögen vieler Selbständiger, aber auch Unternehmen, ihre Aktivität fortzusetzen, Reduzierung der Sparguthaben, um die steuerlichen Verpflichtungen zu begleichen, Rückgang des Konsums und der Investitionen usw.), oder
  2. die Prognosen der Regierung bestätigen sich nicht, womit es signifikante Abweichungen bei der Ausführung des Haushaltsplans geben wird, was wiederum zur Ergreifung neuer Austeritäts-Maßnahmen zur Deckung der volkswirtschaftlichen Lücken führen wird.


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Profiteure der Senkung der Grunderwerbsteuer in Griechenland

21. November 2013 / Aktualisiert: 14. Mai 2017 / Aufrufe: 2.155 Kommentare ausgeschaltet

Von der Senkung der Grunderwerbsteuer in Griechenland profitieren nur Reiche und Investoren, während Verkäufer mit einer neuen Gewinnsteuer abgezockt werden.

Mittels eines informierenden „Non-Papers“ gab am 17 November 2013 das griechische Finanzministerium auch öffentlich seinen Beschluss bekannt, zu einer drastischen Senkung der Immobilien-Transaktionssteuer (sprich Grunderwerbsteuer) von bisher 10% auf nur noch 3% mit Wirkung ab Anfang 2014 schreiten zu wollen.

Dieser Zug zielt darauf ab, die Kosten der Übereignung von Immobilien zu senken und dem buchstäblich auf dem letzten Loch pfeifenden Immobilienmarkt in Griechenland einen vitalisierenden Kuss zu geben. Die wenigen „normalen“ Bürger, die es sich derzeit überhaupt noch leisten können, zur Befriedigung ihrer eigenen Wohnbedürfnisse zum Kauf einer Erst- bzw. Hauptwohnung zu schreiten, werden von der Senkung der Grunderwerbsteuer jedoch praktisch nicht profitieren.

Verkäufer werden dagegen ab Anfang 2014 mit einer neuen sogenannten „Mehrwert-Steuer“ belastet, was im Extremfall zur Folge haben kann, dass sie beim Verkauf einer Immobilie sogar noch Geld aus eigener Tasche zuschießen müssen.
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Griechenland ist EU-Champion bei Immobiliensteuern

17. November 2013 / Aktualisiert: 30. Mai 2018 / Aufrufe: 1.550 1 Kommentar

Laut dem Internationalen Verband der Immobilieneigentümer hat Griechenland die höchste Immobilienbesteuerung in ganz Europa.

Die hauptsächlichen Schlussfolgerungen einer einschlägigen Untersuchung waren, dass die Vermietung von Immobilien in Europa und spezieller im europäischen Süden sich zu einer besonders riskanten und unrentablen wirtschaftlichen Aktivität entwickelt hat.

Griechenland wiederum ist das einzige europäische Land, in dem in den letzten Jahren auf die Immobilien gleichzeitig sowohl eine jährliche Vermögenssteuer (FAP) in Höhe von bis zu 2% im Jahr als auch eine jährliche Sondersteuer auf elektrifizierte Flächen (EETIDE – EETA) und eine jährliche Kommunalsteuer (TAP) in Höhe von 0,025% – 0,035% erhoben wird, ohne auch die übrigen Gemeindesteuern mitzurechnen, die von den OTA frei festgesetzt werden. (Anmerkung: Bemessungsbasis ist der nach dem System der sogenannten objektorientierten Wertbestimmung festgesetzten Immobilienwert.)
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Neuer Entwurf zur Immobilien-Besteuerung in Griechenland

16. November 2013 / Aktualisiert: 01. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.749 1 Kommentar

Nachdem die Vorlage zur neuen Immobiliensteuer in Griechenland gekippt wurde, liegt nun ein modifizierter Entwurf vor, der die Steuerbelastung zu größeren Vermögen verlagert.

Der neue Entwurf zur Besteuerung der Immobilien in Griechenland, mit dem die überwältigende Mehrheit der Abgeordneten von Nea Dimokratia (ND) und PASOK einverstanden zu sein scheint, bringt höhere Belastungen für die Steuerzahler mit einem Immobilienvermögen im Wert von über 300.000 Euro und niedrigere Steuern für Besitzer kleiner „urbaner“ Immobilienvermögen, Eigentümer von Grundstücken und Landwirte.

Abgesehen von Eigentümern großer Immobilienvermögen, auf die zum Teil horrende Mehrbelastungen zukommen, werden sich allerdings auch zahllose Besitzer eines relativ geringen Vermögens mit erheblichen Belastungen konfrontiert sehen, da die Steuer auf Basis nach dem sogenannten System der „objektbezogenen Wertbestimmung“ festgesetzter Immobilienpreise erhoben wird, die seit 2006 unverändert blieben und die realen Marktpreise um bis zu ein Mehrfaches übersteigen. Da eine Korrektur dieser „Mondpreise“ frühestens 2016 erfolgen soll, werden in der Praxis also imaginäre Vermögen besteuert, die es in der Realität gar nicht (mehr) gibt!
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Steuerschock für Eigentümer von Immobilien in Griechenland

5. November 2013 / Aktualisiert: 01. Oktober 2017 / Aufrufe: 10.829 7 Kommentare

Die ungeheure Überbesteuerung der Immobilien in Griechenland wird zu massenweisen Verkäufen, weiteren Preisstürzen und einem neuen Heer von Steuerschuldnern führen.

Die Eigentümer von Immobilien in Griechenland werden einen weiteren Steuerschock erleben, da die neue Einheitliche Immobiliensteuer – selbst wenn es Korrekturen geben wird – auf falsche Preise gestützt ist, weil das Finanzamt Sätze auf Basis der sogenannten „objektorientierten“ Werte (sprich nach dem System der „objektorientierten Wertbestimmung“ festgesetzter Immobilienpreise) verhängen wird, die im Jahr 2006 galten. Die Eigentümer werden sogar für wenigstens 3 Jahre die Einheitssteuer auf Basis der selben Zonenpreisen zahlen, obwohl diese zwei- oder dreimal höher als die realen Marktpreise liegen.

Und obwohl die Notwendigkeit zur Erreichung der volkswirtschaftlichen Zielvorgabe zur Beitreibung von über 3,3 Mrd. Euro aus den Immobilien zwingend sein mag, führt jedoch der konkrete Modus der Besteuerung mit bis 2016 „eingefrorenen“ irrealen Objektwerten zu unglaublichen Verzerrungen und letztendlich unweigerlich zur Entstehung eines neuen Heeres von Steuerschuldnern.
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Der Tod des Kleineigentümers in Griechenland

3. November 2013 / Aufrufe: 5.457 8 Kommentare

In Griechenland wird derzeit die größte Umverteilung und Konzentrierung immobilen Vermögens eingeleitet, die jemals stattgefunden hat.

In der Politik ist üblicherweise nichts so wie es scheint. Und, das schlimmste: manchmal verstecken sich hinter formalen Aktivitäten große Tricks. Einen solchen Fall erlebten wir in der Epoche des Börsen-Booms.

Hinter der Blase existierte ein konkreter Plan, der in der größten und heftigsten Einkommens-Umverteilung endete, die jemals geschah. Die Gelder der Vielen wurden innerhalb weniger Jahre in die Taschen der Wenigen transferiert. Es war ein Trick, der von einer konkreten Clique inszeniert wurde, in der Faktoren der Wirtschaft und der Politik zusammenarbeiteten.
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