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Artikel Tagged ‘immobiliensteuer’

Auch 2013 neue Sparmaßnahmen in Griechenland

9. Dezember 2012 / Aktualisiert: 05. Juli 2013 / Aufrufe: 775 Kommentare ausgeschaltet

Entgegen allen Beteuerungen müssen in Griechenland voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2013 erneut zusätzliche Sparmaßnahmen ergriffen werden.

Wieder neue Maßnahmen kündigte indirekt, jedoch klar der griechische Finanzminister an – und zwar noch bevor überhaupt dem Parlament der Entwurf des neuen Steuergesetzes vorgelegt wurde, in den unter anderem in letzter Minute auch die obligatorische Angabe eines „Mini-Vermögensverzeichnisses“ in der Einkommensteuererklärung und konkret aller Einkommen aus Zinsen, Gewinnen aus Aktien, Glückspielen und allgemein aller eigenständig besteuerten Einkommen aufgenommen wurde.

In einem Interview mit der Radiostation Real FM am 07 Dezember 2012 ließ Finanzminister Giannis Stournaras die Möglichkeit der Ergreifung neuer Maßnahmen im Jahr 2013 offen (Informationen zufolge zeigen sich Verzögerungen bei den Einnahmen, die bis Ende Frühling 2013 gezwungenermaßen zu neuen Maßnahmen führen werden), obwohl die gegenteiligen Beteuerungen des Premierministers Antonis Samaras, das die vor einigen Wochen von dem Parlament verabschiedete Multi-Gesetzesvorlage sei das „letzte Maßnahmenpaket“, noch relativ frisch sind.
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Immobilien-Sonderabgabe in Griechenland per Stromrechnung rechtswidrig

6. Dezember 2012 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 1.039 Kommentare ausgeschaltet

Das Landgericht Athen erklärte die per Stromrechnung erhobene außerordentliche Sonderabgabe auf elektrifizierte Immobilien in Griechenland für verfassungswidrig.

Die mehrsitzige Zivilkammer des Landgerichts Athen verkündete ein höchst bedeutendes Urteil, da sie die Einziehung der im Volksmund als „Abzocke“ bezeichneten außerordentlichen Sonderabgabe auf elektrifizierte Immobilen (EETIDE) mittels der Rechnungen der öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft DEI bzw. alternativen Stromversorger für rechtswidrig befand.

Juristische Kreise erachten, dass dieses Urteil, welches nach einer Klage erging, die von Verbraucherorganisationen – darunter auch dem Verbraucher-Institut INKA – erhobenen worden war, verkündet wurde, einen juristischen Vorläufer für die Klage der Verbraucher gegen die DEI und die Erstattung der Beträge darstellt, welche sie für die Sonderabgabe entrichteten, die in den Rechnungen des Trägers (sprich der DEI) enthalten war.

Das Gericht erklärte das Urteil als vorläufig vollstreckbar, was bedeutet, dass auch im Fall der zu erwartenden Berufung der Trägers gegen das Urteil die Bürger bis auf weiteres durch das Urteil der Mehrrichter-Kammer des Landgerichts „geschützt“ werden.
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Reeder in Griechenland im Visier der Steuerfahndung

28. November 2012 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 754 4 Kommentare

Die Steuerfahnder in Griechenland nehmen bekannte Reeder und Großunternehmer wegen nicht entrichteter Immobiliensteuern und Sonderabgaben ins Visier.

In Griechenland gibt es dutzende Fälle, in denen Reeder und Großunternehmer es ignorieren, die Immobilien-Sonderabgabe zu entrichten, was zur Folge hat, dass dem Fiskus viele Millionen Euro aus dieser – im Volksmund als „Abzocke“ bezeichneten – Immobilienabgabe entgehen. Informationen zufolge hat das Finanzministerium die Akten zahlreicher Großreeder und -unternehmer geöffnet, die in der Schifffahrt, aber auch im Immobilienwesen tätig sind, und die ersten an das Licht der Öffentlichkeit gelangenden Fakten sind enthüllend.

Einer der griechischen Top-Reeder mit dutzenden Tankern, der auf der internationalen Rangliste eine hervorragende Position bekleidet, hat in den letzten 6 Jahren nicht die insgesamt 6,2 Mio. Euro betragende Immobilien-Sondersteuer (also die entsprechende Steuer vor der bekannten und alle betreffenden „Abzocke“) für eine ihm gehörende riesige Immobilie von 6.000 qm neben dem Herzzentrum „Onassio“ abgeführt. Für die konkrete Immobilie, die auf eine Offshore-Gesellschaft eingetragen ist, sind Immobilien-Sondersteuern verhängt worden, die bis 2009 3% und ab 2009 gemäß einem neulich verabschiedeten Gesetz über die Immobilien, die auf Offshore-Gesellschaften eingetragen sind, 15% (!!) des sachwertorientiert ermittelten Immobilienwertes entsprechen.

Zur selben Stunde befindet sich im Visier der SDOE auch der Eigentümer der Immobilie der unvergesslichen Malvina Marshall. Es handelt sich um einen Engländer, der die Immobilie an eine Offshore-Gesellschaft mit Sitz auf den Marshall-Inseln abtrat. Bezüglich der konkreten Immobilie ist festgestellt worden, dass die entsprechenden Steuern in Höhe von 1 Mio. Euro nicht entrichtet wurden, und der Eigentümer der Immobilie wird bald aufgefordert werden, die ihm entsprechende Abgaben zu entrichten.

In einer Anstrengung, möglichst viele Einnahmen zusammenzubringen, hat das Finanzministerium jedenfalls die großen Finanzämtern angewiesen, penibel die Fälle von Unternehmern zu untersuchen, welche bei den Finanzämtern als „unbekannt“ geführt werden, da sich sich systematisch weigern, ihre Verpflichtungen in Ordnung zu bringen.

(Quelle: Imerisia)

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500000 Geister-Steuerverweigerer in Griechenland

15. November 2012 / Aktualisiert: 04. Juli 2013 / Aufrufe: 1.382 4 Kommentare

Dem Finanzministerium in Griechenland ist bekannt, dass 500.000 Immobilieneigentümer die Sonderabgabe nicht entrichtet haben – jedoch nicht, welche.

Dem griechischen Finanzministerium ist (immer noch) die Identität der Immobilieneigentümer unbekannt, welche die sogenannte „Immobilien-Abzocke“ bezahlt haben … oder auch nicht.  Das Eingeständnis kam aus dem Finanzministerium, das nicht in der Lage ist zu wissen, wer die 500.000 Immobilieneigentümer sind, welche die mittels der Stromrechnung eingezogene außerordentliche Immobilien-Sonderabgabe des Jahres 2011 nicht entrichteten.

Die einer Immobilie entsprechende Sondersteuer ist an die Nummer der Stromanschlusses der DEI oder der alternativen Versorger gekoppelt, die nicht obligatorisch auf den Namen des Eigentümers oder des Nutznießers der Immobilie eingetragen ist„, führte im Parlament in seiner Beantwortung einer einschlägigen Anfrage der Staatssekretär im Finanzministerium Giorgos Mavraganis an, der im Prinzip eingestand, dass dem Ministerium unbekannt ist, wer diejenigen sind, die nicht zahlten. Der Grund ist, dass der Stromanschluss auf einen anderen Namen als den des Eigentümers der jeweiligen Immobilie lauten kann … .
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Neue drakonische Steuermaßnahmen in Griechenland

1. November 2012 / Aktualisiert: 27. September 2017 / Aufrufe: 2.539 17 Kommentare

Die Regierung schnürt ein neues drakonisches Steuerpaket, welches zu Mehrbelastungen der Steuerzahler in Höhe von insgesamt rund 3 Milliarden Euro führt.

Einen vollständigen Umsturz im System der Besteuerung der Einkommen von Arbeitnehmern, Rentnern, Selbständigen und Personenunternehmen und des Immobilienvermögens wird die Vorlage für das neue Steuergesetz herbeiführen, aus dessen Umsetzung die griechische Regierung mit zusätzlichen Netto-Einnahmen von 2,5 Mrd. Euro rechnet.

Zu letzterem ist anzumerken, dass die Gesamtbelastung der Steuerzahler durch die neuen Steuermaßnahmen um etwa eine halbe Milliarde Euro höher ausfällt, also insgesamt rund 3 Milliarden erreicht. Da die Maßnahmen in Kombination mit der nachhaltigen Rezession und der jeden Monat neue Rekorde brechenden Arbeitslosigkeit jedoch unweigerlich zu einem weiteren Rückgang der staatlichen Einnahmen auf anderen Bereichen führen werden, ergeben sich für den Fiskus unter dem Strich die veranschlagten zusätzlichen Nettoeinnahmen von „nur“ 2,5 Milliarden Euro.

Zu den „großen Verlierern“ des neuen Steuersystems zählen u. a. auf jeden Fall „kleine“ Immobilienbesitzer, Selbständige, Kleinunternehmer und Kleinbauern, deren Einkommen fortan ab dem ersten Euro und zum Teil sogar eigenständig – sprich ggf. erheblich höher als vergleichbare Gesamteinkommen aus anderen Quellen – besteuert werden, aber auch Familien mit Kindern, da die Kinderfreibeträge ebenfalls allesamt gestrichen werden.
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Immobiliensteuer in Griechenland ab dem ersten Quadratmeter und Euro

25. Oktober 2012 / Aufrufe: 2.996 1 Kommentar

Griechenland will durch ein neues System der Immobilien-Besteuerung jährliche Steuereinnahmen in Höhe von wenigstens 3 Milliarden Euro sicherstellen.

Den bisherigen Informationen zufolge wird es in Griechenland eine neue einheitliche Immobiliensteuer ab dem ersten Euro des nach dem System der „sachwertorientierten Wertbestimmung“ oder gegebenefalls auch auf andere Weise veranschlagten Wertes des Immobilienvermögens und ab dem ersten Quadratmeter geben, bei paralleler Streichung der einschlägigen Steuerfreibeträge.

In der Bemühung, nach der anstehenden Abschaffung der über die Stromrechnungen eingezogenen „Einheitlichen Sonderabgabe auf elektrifizierte Flächen“ (ΕΕΤΗΔΕ) und der Immobilien-Vermögenssteuer ab 2013 Einnahmen in Höhe von 3 Mrd. Euro sicherzustellen, forciert das Ministerium einen neuen Plan für die Besteuerung der Immobilien. Wie die Veranlagung hinsichtlich der Immobilien erfolgen wird, die in Regionen liegen, in denen das System der „sachwertorientierten Wertbestimmung“ (noch) nicht zur Anwendung kommt, ist allerdings bisher unbekannt.

Die neue Steuer wird auf alle Immobilien, Wohnungen, Geschäftsräume, Büros, Grundstücke erhoben werden, wobei erstmalig auch alle Flurstücke wie beispielsweise außerhalb von Bebauungsplänen liegende Landstücke, landwirtschaftliche Nutzflächen, Brach-, Wiesen- und Waldflächen usw. sogar dann besteuert werden, wenn sie nachweislich keinerlei Einkommen oder Erträge abwerfen. Allein aus letzterer Maßnahme erwartet das Finanzministerium zusätzliche Einnahmen in Höhe von ungefähr 500 Mio. Euro.

Gemäß einem der kursierenden alternativen Basis-Szenarien könnte sich die Staffelung der neuen Immobiliensteuer analog zu dem Wert des gesamten Immobilienvermögen eines Steuerpflichtigen in etwa folgendermaßen gestalten:

  • 0 – 100.000 €: 0,15%
  • 100.001 – 300.000 €: 0,2%
  • 300.001 – 500.000 €: 0,3%
  • 500.001 – 700.000 €: 0,5%
  • 700.000 – 1.000.000 €: 0,8%
  • 1.000.001 – 1.600.000 €: 1%
  • 1.600.001 – 2.000.000 €: 1,3%
  • 2.000.001 – 2.500.000 €: 1,5%
  • 2.500.001 – 3.000.000 €: 2,0%
  • Über 3.000.000 €: 2,5%

Zu den großen „Verlierern“ des neuen Systems der Immobiliensteuer werden auf jeden Fall (wieder) all jene Eigentümer, die auf die eine oder andere Weise als Eigentümer von Immobilien erscheinen, die aus verschiedenen Gründen definitiv nicht wirtschaftlich nutzbar sind, sowie im übrigen global auch „Kleineigentümer“ zählen, die infolge der Streichung der bisherigen Freibeträge fortan ebenfalls mehr oder weniger kräftig zur Kasse gebeten werden.

(Quelle: Newsbeat.gr, diverse Medienberichte)

Steuerhinterziehung im Liechtenstein Griechenlands

19. Oktober 2012 / Aktualisiert: 26. September 2017 / Aufrufe: 1.781 4 Kommentare

Die Steuerbehörden erklären sich außer Stande, die 184 dubiosen Offshore Gesellschaften in dem Gebiet Kranidi auf der Peloponnes in Griechenland zu kontrollieren.

Zwölf Monate nachdem in Griechenland die Zeitung „Ethnos tis Kyriakis“ die Angelegenheit mit den offensichtlich allein zur Steuervermeidung gegründeten dubiosen Offshore Gesellschaften in der Region Kranidi (Peloponnes) enthüllte, die aus diesem Grund von vielen auch das „griechische Liechtenstein“ genannt wurde, ist keine der Firmen überprüft worden.

Im Finanzministerium … heben sie die Hände hoch und argumentieren, dem Finanzamt (D.O.Y.) von Nafplio seien nur zwei Beamten verblieben, die dem ungeheuren Arbeitsvolumen nicht zu entsprechen vermögen.

Die Fälle mit den 184 Offshore Gesellschaften in Kranidi und weitere 200.000 offene bzw. ungeprüfte Steuersachen verjähren am 31 Dezember 2012. Um mit der Prüfung dieser Angelegenheiten nachzukommen, erwägt deshalb das griechische Finanzministerium, die Verjährungszeit der Geschäftsjahre 2000 – 2006 bis zum 31 Dezember 2013 zu verlängern.
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Wirbel um Kopfsteuer für Immobilienbesitzer in Griechenland

23. September 2012 / Aktualisiert: 26. September 2017 / Aufrufe: 1.149 1 Kommentar

Medien in Griechenland berichteten über über eine geplante neue Kopfsteuer für Immobilienbesitzer, was jedoch schließlich von dem Premierminister dementiert wurde.

Am vergangenen Donnerstag (20 September 2012) sickerten in Griechenland überraschend neue Informationen über die die auf dem Tisch der Verhandlungen mit der Troika befindlichen Maßnahmen durch, laut denen die Inspektoren der Troika von dem griechischen Finanzministerium verlangten, das Paket der 11,8 Mrd. Euro um zusätzliche 2 Mrd. Euro aus der Besteuerung zu ergänzen, damit die Abweichungen von dem diesjährigen Haushalt ausgeglichen werden.

Die selben Informationen führten an, der Wirtschaftsstab der griechischen Regierung habe unter dem Druck der Troika eine neue Sonderabgabe auf den Tisch gebracht, die von allen erhoben werden soll, die Einkommen aus der Vermietung von Immobilien (Wohnungen, gewerblichen Räumen, Grundstücken, Feldern u.a.) erzielen. Der Mindestbetrag der Steuer würde 150 Euro für jeden Eigentümer betragen und in Kombination mit der Höhe des Einkommens aus Mieteinnahmen ansteigen. Weiter soll ein Funktionär des Finanzministeriums erklärt haben, die Staffelung der Sonderabgabe sei noch nicht festgelegt worden.

Diese – Quellen der Parteizentrale der PASOK-Partei zugeschriebenen – Berichte verursachten verständlicherweise großes Aufsehen, woraufhin Premierminister Antonis Samaras sich veranlasst sah, am Freitag (20 September 2012) die angeblich geplante Einführung einer solchen Sonderabgabe kategorisch zu dementieren.
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Änderungen bei Immobilien-Besteuerung in Griechenland ab 2013

19. September 2012 / Aktualisiert: 26. September 2017 / Aufrufe: 3.117 10 Kommentare

Geplante Änderungen bei der Besteuerung von Immobilien in Griechenland zielen auf eine Verlagerung der Steuerlast auf den Besitzes und die Entlastung des Erwerbs ab.

Fünf grundlegende Änderungen bei der Immobilienbesteuerung mit dem Grundsatz der „Verlagerung der Last auf den Besitz und Erleichterung beim Kauf“ forciert das griechische Finanzministerium mit einem neuen Entwurf zum Steuergesetz, der bis Ende November 2012 dem Parlament vorgelegt werden soll.

Laut dem Entwurf wird die neue einheitliche Steuer auf die Gesamtheit des Immobilienvermögens erhoben werden, unabhängig davon, ob es der Eigennutzung dient oder ein Einkommen abwirft, und wird sich auch auf die Landstücke außerhalb von Bebauungsplänen und Ansiedlungen sowie sogar auch auf Flächen beziehen, auf denen photovoltaische Anlagen installiert worden sind. Von der Besteuerung ausgenommen sollen nur landwirtschaftliche Flächen bleiben, welche hauptberuflichen Landwirten gehören. Der Steuersatz wird analog zu dem Einheitswert der Immobilien gestaffelt sein (0,1% – 2%), und für die Erst- bzw. Hauptwohnung wird es einen kleinen Steuerfreibetrag (100.000 Euro) geben.

Auf der Gegenseite ist eine drastische Senkung der Transaktionssteuer auf 3% – 4% von derzeit 8% – 10% und die Senkung der 23%-igen MwSt. geplant, welche die Gebäude belastet. Im Rahmen der Errichtung des Vermögensverzeichnisses und der Änderung bei dem System der Einkommensbesteuerung sollen ebenfalls die fiktiven Lebenshaltungskosten für Wohnungen abgeschafft und durch die verallgemeinerte Anwendung der Vermögensnachweispflicht und der Unterhaltskosten ersetzt werden.
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Stromsperre wegen Steuerschuld in Griechenland verfassungswidrig

31. Mai 2012 / Aufrufe: 865 1 Kommentar

Der Oberste Verwaltungsgerichtshof in Griechenland befand in einem Grundsatzurteil die Abschaltung der Stromversorgung wegen Steuerschulden als verfassungswidrig.

Wie das Plenum des Obersten Verwaltungsgerichtshofs (StE) mit seinem Urteilsbeschluss 1972/2012 mehrheitlich befand, steht die sogenannte „Immo-Abzocke“ (Anmerkung: gemeint ist die außerordentliche Zwangsabgabe auf elektrifizierte Immobilien) mittels der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) oder der alternativen Stromversorger nicht im Widerspruch zu der Verfassung und dem ersten Zusatzprotokoll der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMK) entgegen.

Mit dem selben Urteil annulliert das Plenum des StE jedoch den einschlägigen Beschluss 1211/2011 des stellvertretenden Finanzministers zu dem Teil, in dem er vorsieht, dass jedem Verbraucher, der die „Außerordentliche Sonderabgabe auf elektrifizierte Gebäudeflächen (EETIDE) nicht entrichtet, die elektrische Stromversorgung abgeschaltet wird. Das höchste Gericht befand, dass eine Stromsperre aus diesem Anlass verfassungswidrig sei.
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