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Artikel Tagged ‘gesundheitssystem’

Arztbesuche in Griechenland ab September 2012 nur gegen Barzahlung

29. August 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 689 Kommentare ausgeschaltet

Die seit Monaten unbezahlten Kassenärzte in Griechenland wollen ab dem 03 September 2012 die Zusammenarbeit mit dem staatlichen Gesundheitssystem auszusetzen.

Ab Montag, dem 03 September 2012, stellen in Griechenland die Kassenärzte die Zusammenarbeit mit dem Nationalen Träger für Gesundheitsleistungen (EOPYY) ein, was zum Ergebnis haben wird, dass die Versicherten der gesetzlichen Kassen außer den Medikamenten – da auch die Apotheker Aktionen angekündigt haben – nun auch die Arztbesuche aus eigener Tasche zahlen müssen.

Der Verband der Kassenärzte des EOPYY moniert, dass die Gründung des größten Trägers zur Erbringung von Gesundheitsleistungen auf provisorische und spasmodische Weise, ohne Planung und vor allem mit völlig unzureichender Finanzierung erfolgte. Wie angemerkt wird, begann sein Etat mit einem Defizit von 683 Mio. Euro, und derzeit präsentiert er bereits für die ersten 8 Monate des Jahres 2012 ein „schwarzes Loch“ von 1,5 Mrd. Euro, und zwar mit der Aussicht, dass dieser Betrag sich bis Ende 2012 auf 2 Mrd. Euro belaufen wird.

Laut dem Verband der Kassenärzte des EOPYY schuldet dieser den Klinikärzten mehr als 50 Mio. Euro und den Laborärzten 200 Mio. Euro für das Jahr 2012, sowie entsprechend auch 570 Mio. Euro und 540 Mio. Euro für die Jahre 2010 und 2011.

All das Vorstehende führt zu dem Schluss, dass die Ärzte den EOPYY in den letzten 2 Jahren über 1,3 Mrd. Euro zinslos finanziert haben„, fügen die Kassenärzte an und beschuldigen den stellvertretenden Gesundheitsminister Marios Salmas fehlender Dialogbereitschaft und der „Taktik der Drohungen und Erpressungen„.

Derweilen schlägt die Ärztekammer Athen (ISA) vor, dass auch der Direktor des EOPYY und der zuständige Gesundheitsminister nicht ihr Gehalt beziehen sollen, solange die Ärzte für Bereitschaften und ärztliche Behandlungen unbezahlt bleiben, und fügt an: „Lassen wir uns alle zusammen, ohne Ausnahmen und solange nötig, das öffentliche Gesundheitssystem unterstützen.

(Quelle: in.gr)

Medikamente in Griechenland ab September 2012 nur gegen Barzahlung

27. August 2012 / Aufrufe: 425 Kommentare ausgeschaltet

Die Apotheker in Griechenland wollen ab dem 01 September 2012 Kassenrezepte nur noch gegen Barzahlung ausführen.

Am Nachmittag des vergangenen Samstags (25 August 2012) beschloss die Vollversammlung des Panhellenischen Verbands der Pharmazeuten (PFS) in einer stürmisch verlaufenen Sitzung, ab 01 September 2012 an die Versicherten des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) rezeptierte Medikamente nur noch gegen Barzahlung auszugeben.

Die Umsetzung dieses Beschlusses bedeutet, dass die gesetzlich Versicherten ein weiteres Mal gefordert sein werden, die Medikamente aus eigener Tasche zu bezahlen.

Die Vertreter der Verbände der Pharmazeuten ließen sich nicht von den Zusagen des Präsidenten des EOPYY, Gerasimos Voudouris, überzeugen, der Fluss der Gelder auf ihre Konten würde weitergehen, damit am kommenden Donnerstag (30 August 2012) die im Mai 2012 ausgeführten Rezepte beglichen sein würden.

Die Apotheker fordern:

  • Regelung aller außervertraglichen Verbindlichkeiten des EOPYY, die inzwischen 85 Tage erreichen.
  • Umgehende gesetzliche Regelung der Verrechnung der bestehenden Verbindlichkeiten sowie auch der Bedingungen, die sich auf Eintragungen der Apotheken in das Schuldnerregister TIRESIAS (= Gegenstück zur SCHUFA in Deutschland) beziehen.
  • Umgehende Finanzierung des EOPYY mit 0,6% des BIP und direkte Abführung der Versicherungsbeiträge an den EOPYY.
  • Bürgschaft des griechischen Staates für Bankkredite an die Apotheken und zur Verbesserung ihrer Liquidität.

(Quelle: in.gr)

Neue kostspielige Rufnummern im Gesundheitssystem in Griechenland

26. August 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 482 3 Kommentare

Für telefonische Terminvereinbarungen mit Ärzten des staatlichen Gesundheitssystems in Griechenland stehen fortan nur noch kostspielige Service-Rufnummern zur Verfügung.

Nachdem in Griechenland die alte, aus dem Festnetz landesweit zum Ortstarif erreichbare Rufnummer 184 inzwischen endgültig abgeschaltet wurde, stehen für telefonische Terminvereinbarungen mit Ärzten des nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen EOPYY und einschlägige Informationen fortan nur noch kostspielige Service-Rufnummern privater Anbieter zur Verfügung. Die Gebühren beginnen bei minimal 0,98 Euro pro Anruf aus dem Festnetz (siehe Neue Abzocke im Gesundheitssystem in Griechenland).

Laut den von der griechischen Verbraucherzentrale zusammengetragenen Daten gestalten sich die Gebühren für die derzeit vier verfügbaren Rufnummern folgendermaßen:

  • 14554 – Betreiber: BPO Hellas-Vodafone
    Gebühren: 0,98 Euro je Anruf aus dem Festnetz sowie dem Vodafone-Mobilnetz und 1,86 Euro pro Anruf aus anderen Mobilnetzen.
  • 14784 – Betreiber: OTE-Value S.A.
    Gebühren: 1,07 Euro je Anruf aus dem Festnetz und 1,18 Euro pro Minute für Anrufe aus Mobilnetzten.
  • 14884 – Betreiber: Call Center Hellas
    Gebühren: 0,99 je Anruf aus dem Festnetz und 1,18 Euro pro Minute für Anrufe aus Mobilnetzen.
  • 14900 – Betreiber: Newsphone Hellas
    Gebühren: 1,08 je Anruf aus dem Festnetz und 1,18 Euro pro Minute für Anrufe aus Mobilnetzen.

Die aufgeführten Preise verstehen sich einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

(Quelle: in.gr)

Vertragsärzte in Griechenland stellen Ultimatum

10. August 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 569 Kommentare ausgeschaltet

Die Kassenärzte in Griechenland drohen, die Zusammenarbeit mit dem staatlichen Gesundheitssystem auszusetzen, wenn sie nicht bis zum 20 August 2012 bezahlt werden.

Die Vertragsärzte drohen dem nationalen Träger für Gesundheitsleistungen in Griechenland (EOPYY) mit der Einstellung der Zusammenarbeit ab dem 20 August 2012 bis einschließlich zum 02 September 2012, wenn es bis zum 20 August nicht eine Begleichung der finanziellen Verbindlichkeiten des Trägers für das erste Halbjahr 2012 oder eine verbindliche Zusage der Führung des Ministeriums für Gesundheit und Sozialversicherung bezüglich der Regelung des Themas geben wird.

Mit einer Bekanntmachung drückt der Verband der Ärzte E.O.P.Y.Y (EN.I. – E.O.P.Y.Y) seine Verärgerung über den Vorschlag der Troika über weitere Kürzungen in Höhe von insgesamt 1,2 Mrd. Euro im Etat des Gesundheitsministeriums aus, von denen sich 800 Mio. Euro allein auf den EOPYY beziehen – und zwar zu einer Stunde, wo der Träger ein Defizit von 1,5 Mrd. Euro aufweist, während bezüglich seiner Verbindlichkeiten an die Dienstleister unbekannt ist, ob die Schulden überhaupt noch handhabbar sind.

Es ist anzumerken wert, dass der EOPYY den Vertragsärzten 230 Mio. Euro schuldet (Praxisbesuche ab März 2012 und fast alle ärztlichen Behandlungen seit der Aufnahme seines Betriebs im Januar 2012).
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Neue Abzocke im Gesundheitssystem in Griechenland

4. August 2012 / Aufrufe: 551 1 Kommentar

In Griechenland steht eine drastischer Erhöhung der Gebühren für telefonische Vereinbarung eines Termins bei Ärzten des staatlichen Gesundheitssystems an.

Ab dem 06 August 2012 soll in Griechenland die landesweite Rufnummer 184 abgeschaltet werden, die bisher die Versicherten des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) anrufen mussten, um Arzttermine zu vereinbaren. An Stelle der alten Rufnummer treten fortan die Rufnummern 14884 und 14900.

Wie die Vertreter der Ärztekammer Athen (ISA) monieren, werden sich damit jedoch für die Versicherten die Kosten für jeden Anruf signifikant erhöhen. Während bisher jeder Anruf – der im übrigen vollautomatisierten Telefonzentrale – mit einer (1) Ortsgesprächsgebühreneinheit (derzeit 0,03 Euro) zu Buche schlug, werden für den Erhalt eines Arzttermins fortan je Anruf 0,99 Euro über die Nummer 14884 und 1,08 Euro über die Nummer 14900 fällig, sofern der Anruf über das Festnetz erfolgt. Wird der Anruf dagegen über ein Mobilnetz getätigt, beträgt die Gebühr 1,18 Euro / Minute.

Der Präsident der ISA, Giorgos Patoulis, und der Generalsekretär Stathis Tsoukalos erachten es unter den derzeitigen schwierigen Umständen für die Versicherten als unmöglich, solche Beschlüsse durchzusetzen. „Es kann nicht angehen, bis um das 40-fache die Gebühren für den Versicherten zu erhöhen, um einen Termin beim Arzt zu erhalten. Es ist nicht statthaft, die Versicherten zu zwingen, ein weiteres Mal tief in die Tasche greifen zu müssen. Bedenken sie die Belastung, die sie mit ihrem Beschluss den Versicherten verursachen, die gezwungen sind, vielfache Anrufe zu tätigen um verschiedene Termine zu bekommen„, betonen sie in einem Schreiben an den Präsidenten des EOPYY, Gerasimos Voudouris.

Die Vertreter der ISA fordern den Präsidenten des EOPYY auf, „… nicht zur Realisierung eines Beschlusses zu schreiten, der sogar die Vereinbarung eines Arzttermins zu einer teuren Sache macht„.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass infolge der Proteste der Präsident des EOPYY inzwischen eine Neuverhandlung der Konditionen mit den Betreibern der Servicenummern in der Hoffnung angekündigt hat, niedrigere Gebühren zu erreichen.

(Quelle: in.gr, in.gr)

Alle Überflüssigen mögen sterben – auch in Griechenland

1. August 2012 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 9.479 22 Kommentare

Die radikale Demontage des Gesundheitssystems in Griechenland bestätigt erneut die neoliberale Logik der volkswirtschaftlichen Sanierung zu Lasten der sozial Schwachen.

Es mag schwer zu glauben sein, jedoch ist die Praxis der Modernisierung und der Reformen, welche das neoliberale System (IWF, Weltbank & Co) umsetzt, zynisch simpel: Alle „Überflüssigen“ haben zu sterben.

Etwa so spart der Staat Geld, um es zu den Gläubigern – Zinswucherern zu leiten, etwa so laufen die wirtschaftlichen Ergebnisse ab. Außerdem aus diesem Grund erfolgt der entscheidende Schlag der Reformen, welche der IWF auferlegt, im Bereich der Gesundheit. Dort, auf dem Gesundheitssektor, haben die Interventionen unmittelbare Ergebnisse, da die außerhalb des Schirms eines staatlichen Gesundheitssystems befindlichen Menschen ganz einfach ohne Hilfe sterben.
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Ärzte kehren Gesundheitssystem in Griechenland den Rücken

25. Juni 2012 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 2.128 8 Kommentare

Da in Griechenland immer weniger private Ärzte mit dem staatlichen Gesundheitssystem kooperieren, müssen gesetzlich Versicherte die Arztkosten zunehmend selbst tragen.

Mit der Hand im Portmonee befinden sich die gesetzlich Versicherten des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen in Griechenland (EOPYY). Außer ihren Medikamenten sind sie nun immer häufiger aufgefordert, auch das Honorar der Ärzte zu entrichten, welche wegen unbezahlter Vergütungen ihre Verträge mit dem EOPYY kündigen bzw. erst gar keine Zusammenarbeit mit dem Träger eingehen.

Schätzungen zufolge ist das „Reservoir“ der 9,5 Mio. Versicherten zu Diensten stehenden privaten Ärzte von 5.000 auf ungefähr 4.000 geschrumpft, und der Präsident des Panhellenischen Ärzteverbands (PIS) Michalis Vlastarakos vertritt, die Ärzteschaft hege Vorbehalte bezüglich der Zukunft der neuen Gesundheitskasse. Der Ärzteverband hat sogar davor gewarnt, zu Klagen und Sicherungsmaßnahmen nebst Pfändung von Vermögensteilen des Organismus zu schreiten, wenn die mit dem EOPYY liierten Ärzte nicht bezahlt werden.

Diejenigen, die letztendlich sowohl im wörtlichen als auch übertragenen Sinn die Zeche zahlen, sind auch in diesem Fall die Millionen Versicherten, deren Belastungsgrenzen jedes Mal getestet werden, wenn sie in ihrem Gebiet einen Arzt mit einem freien Termin zu finden versuchen. Häufig erinnert dieses Verfahren wegen des Plafonds bei den Arztbesuchen, die pro Arzt wöchentlich nicht mehr als 50 überschreiten dürfen, an eine … unmögliche Mission.
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Gesundheitsträger EOPYY in Griechenland ist zahlungsunfähig

1. Juni 2012 / Aufrufe: 659 2 Kommentare

Der nationale Träger für Gesundheitsleistungen in Griechenland vermag nicht einmal den laufenden, geschweige denn den aufgelaufenen Verbindlichkeiten zu entsprechen.

Der neue Nationale Träger für Gesundheitsleistungen (EOPYY) in Griechenland verfügte am vergangenen Dienstag (29 Mai 2012) über Barmittel in Höhe von gerade einmal 5 Millionen Euro, während seine unbeglichenen Verpflichtungen gegenüber Ärzten, Apothekern, Pharma-Unternehmen und privaten Kliniken mehr als 1,5 Milliarden Euro betragen. Dieses Bild, welches den finanziellen Zusammenbruch des EOPYY zeigt, vermittelten der Vorsitzende und die beiden stellvertretenden Vorsitzenden des Trägers den Vertretern der Nea Dimokratia (ND).

Die Geschäftsräume des EOPYY besuchten am Mittwoch die ND-Funktionäre Dimitris Vartzopoulos, Gerasimos Giakoumatos und Manolis Angelakas. „Bis heute ist die Finanzierung des EOPYY problematisch. Die Kassen, welche in den Träger eingegliedert wurden, sind zahlungsunfähig, und die staatlichen Bezuschussung des EOPYY ist um 500 Millionen Euro geringer„, führten die Vertreter des Trägers an.

Laut den Angaben der Verwaltung des EOPYY belaufen sich die bis Ende 2011 aufgelaufenen Schulden der in den EOPYY eingegliederten Kassen auf 3,6 Milliarden Euro. Die derzeitige fatale Situation entstand, nachdem im Rahmen der Vereinbarungen und Auflagen der Troika die Gesundheitszweige der gesetzlichen Versicherungsträger Hals über Kopf in den EOPYY eingegliedert wurden, ohne parallel für eine hinreichende finanzielle Ausstattung des Trägers Vorsorge zu tragen.

Ergänzend sei angemerkt, dass die Apotheken bereits seit Mitte vergangener Woche global keine Kassenrezepte mehr „auf Rechnung“ ausführen und den Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen verschriebene Medikamente nur gegen Barzahlung aushändigen.

(Quelle: in.gr)

Krankenhaus in Griechenland hält Säugling als Pfand zurück

24. Mai 2012 / Aktualisiert: 29. März 2018 / Aufrufe: 854 2 Kommentare

In Griechenland sollen wiederholt öffentliche Krankenhäuser die Herausgabe von Babies verweigert haben, um die Begleichung der Entbindungskosten zu erzwingen.

Während sich die Katastrophen-Szenarien für Griechenland fortgesponnen werden, kommt eine Reportage des BBC um Öl in das Feuer zu gießen und auf offenkundigste Weise zu zeigen, dass die Situation in dem Land gefährlich aus dem Ruder gelaufen ist. Laut einer aktuellen Reportage der BBC drohte neulich zum wiederholten Mal eine griechische Entbindungsklinik einer Mutter damit, ihr nicht ihr neugeborenes Kind herauszugeben, wenn sie nicht die Entbindungskosten bezahlen würde!

Vor wenigen Tagen begab sich „Anna“ (dies ist nicht ihr wirklicher Name) in ein Krankenhaus, wo sie per Kaiserschnitt entbunden wurde. Die Kosten des Eingriffs beliefen sich auf 1.200 Euro. Als die Mutter meinte, den Betrag nicht zahlen zu können, „bedrohten“ sie die Verantwortlichen des Krankenhauses, ihr das Baby bis zur Begleichung des gesamten Betrags nicht herausgeben zu werden. „Die Mutter war in der selben Lage wie derzeit tausende Menschen in Griechenland, die entweder arbeitslos oder ohne Versicherung beschäftigt sind. Der griechische Staat gewährt eine Krankenhausbehandlung nur Versicherten„, führt die Reportage an.

„Anna“ erhielt ihr Kind schließlich dank einer Ärztin, die mit dem Direktor des Krankenhauses telefonierte und ihn dazu brachte, das Kind herauszugeben. Die Ärztin meinte jedenfalls, dass an dieser Lage nicht die Krankenhäuser schuld seien, sondern der Staat dafür verantwortlich sei, der keine Vorsorge für die Millionen Menschen getroffen habe, die arbeitslos und folglich ohne Versicherung sind.

„Anna“ lebt in einer Baracke im Bezirk Loutsa. Trotz ihres äußerst spärlichen Einkommens musste sie sich gegenüber dem Krankenhaus verpflichten, die Kosten der Entbindung in Raten abzustottern! Laut vielen Ärzten ist „Anna“ nicht die erste Mutter, die mit der Drohung konfrontiert wurde, ihr neugeborenes Baby erst nach Begleichung der Entbindungskosten ausgehändigt zu bekommen. Ebenfalls gelangten in letzter Zeit Fälle an das Licht der Öffentlichkeit, in denen öffentliche Krankenhäuser mittellosen hochschwangeren Frauen die Aufnahme kurzerhand verweigerten.

(Quellen: Proto Thema, Greek hospitals tighten payment rules)

Versorgungsprobleme bei Krebsmedikamenten in Griechenland

13. Mai 2012 / Aufrufe: 428 1 Kommentar

In Griechenland erlag ein Krebspatient seiner Krankheit, die Genehmigung seiner dringend benötigten Medikamente wird jedoch 40 Tage nach seinem Tod immer noch bearbeitet.

Eine unglaubliche Geschichte, die zum wiederholten Mal die Analgesie der Gesundheits- und Behandlungsmechanismen gegenüber unmittelbare Hilfe bedürfenden Patienten aufzeigt, stellt jene eines 60-jährigen Krebspatienten aus dem Gebiet bei Pyrgos in Griechenland dar, der vor 40 Tagen verstarb, während bei dem neuen Nationalen Träger für Gesundheitsleistungen (EOPYY) immer noch die Genehmigung seiner Medikamente anhängig ist.

Das „Abenteuer“ des 60-Jährigen begann, als sein Versicherungsträger TEWE in den EOPYY eingegliedert wurde. Vorher erhielt er seine kostspieligen Medikamente zur Behandlung der Krebserkrankung ganz normal mit seinem Versicherungsheft. Mit der Zusammenlegung der Kassen Anfang 2012 wurde jedoch von ihm verlangt, die erste und letzte Biopsie beizubringen. Der Patient reichte die Befunde umgehend ein, woraufhin ihm von den Sachbearbeitern des EOPYY beschieden wurde, er müsse von dem „Rezept-Ausschuss“ untersucht werden, um die benötigten Medikamente zu erhalten.

Der Mann erklärte betroffen, dann eben den Bescheid abwarten zu werden. Seine Krankheit verschlimmerte sich jedoch und vor 40 Tagen schied er aus dem Leben, ohne bis dahin benachrichtigt worden zu sein, wann er vor dem Ausschuss erscheinen soll, um die teuren Medikamente bewilligt zu bekommen, die er sich auf eigene Kosten nicht leisten konnte.

Gewisse Spezialisten, denen der Fall bekannt ist, erachten, dass der Zeitraum, über den der Patient ohne Medikamente blieb, für sein Leben entscheidend war. Wegen der Art der Krankheit kann natürlich niemand vorwegnehmen, was geschehen wäre, wenn der Patient die Medikamente erhalten hätte. Jedenfalls verwehrte der empfindungslose harte Bürokratie-Staat einem Menschen das Recht auf die Hoffnung, mit seiner Krankheit zu ringen und sein Leben zu verlängern.

Es sei angemerkt, dass in Griechenland im staatlichen Gesundheitssystem speziell bei teuren Krebsmedikamenten seit etlichen Monaten enorme Versorgungsschwierigkeiten bestehen, da Kassenrezepte für diese Medikamente im Rahmen der Bekämpfung missbräuchlicher Verschreibungen nur von Krankenhaus-Apotheken ausgeführt werden dürfen, die jedoch wegen ungeheurer finanzieller Probleme die Medikamente häufig nicht bereitstellen können.

(Quelle: Newsbeast.gr)