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„Beschleunigungsgebühr“ in Krankenhäusern in Griechenland

21. Dezember 2012 / Aufrufe: 2.900 8 Kommentare

Laut Transparency International bewegten sich in Griechenland 2011 die Schmiergelder für eine Operation in öffentlichen Krankenhäusern von 100 Euro bis 30000 Euro.

Von 100 bis 30.000 Euro bewegte sich 2011 das „Fakelaki“ (= Synonym für „Briefchen mit Geld“, Schmiergeld) für eine Operation in einem öffentlichen Krankenhaus, wogegen es für eine Operation in einem privaten Krankenhaus zwischen 150 und 7.000 Euro betrug. Laut Schätzungen der Transparency International bewegte sich die „Preisliste“ der „Beschleunigungsgebühr“ bei den öffentlichen Gesundheitsbehörden von 300 bis 20.000 Euro, während die Durchführung medizinischer Untersuchungen in privaten Unternehmen für Gesundheitsleistungen zwischen 30 und 500 Euro schwankten.

Die vorstehenden Daten gab der Präsident der Nichtstaatlichen Organisation (NRO) Transparency International, Kostas Mpakouris während seines Vortrags anlässlich der Präsentation des aktualisierten Pflichtkodexes des Verbands pharmazeutischer Unternehmen Griechenlands (SFEE) bekannt.
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Arzt in Griechenland wegen passiver Bestechung verhaftet

1. März 2012 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 528 4 Kommentare

In Griechenland wurde ein Gefäßchirurg des Krankenhauses Laiko in Athen unter der Beschuldigung der wiederholten passiven Bestechung festgenommen.

Am Dienstagmorgen (29. Februar 2012) wurde ein 52-jähriger Gefäßchirurg des öffentlichen Krankenhauses „Laiko“ in Athen verhaftet, nachdem er von Verwandten eines älteren Patienten, den er persönlich einem operativen Eingriff unterzogen hatte, ein „Fakelaki“ (Schmiergeld) forderte und in Empfang nahm.

Wie die Kinder (Sohn und Tochter) des 82-jährigen Patienten bei dem Dezernat für interne Angelegenheiten der EL.AS. zur Anzeige brachten, verlangte der Gefäßchirurg für die ihrem Vater erbrachten ärztlichen Leistungen einen Geldbetrag, dessen Höhe er jedoch anfänglich nicht bestimmte, während er bereits fünf Tage vor der regulären Einweisung des Patienten zu einer „fiktiven“ Einweisung schritt. Schließlich verlangte laut der Anzeige der Arzt außer dem Geldbetrag von 350 Euro, der ihm anfänglich von den Kindern des Patienten als „Fakelaki“ übergeben worden war, einen entsprechenden weiteren Betrag, den er nach der Ziehung der Fäden erhalten sollte.

Am 29. Februar 2012 überreichten die Verwandten des Patienten dem Gefäßchirurgen bei einem verabredeten Treffen in seinem Büro im Krankenhaus „Laiko“ den Betrag von 300 Euro in Banknoten, deren Nummern notiert worden waren. Bei der anschließenden Durchsuchung des Büros, die von Polizeibeamten der Dienststelle für interne Angelegenheiten durchgeführt wurde, welche sich im Krankenhaus dezent bereitgehalten hatten, wurde der konkrete Geldbetrag gefunden und der Arzt verhaftet, um später dem Strafrichter Athen mit der Beschuldigung der wiederholten passiven Bestechung vorgeführt zu werden.

(Quelle: Naftemporiki)