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Artikel Tagged ‘europawahl’

Griechenlands Linke erträgt keine Niederlagen

1. Juni 2019 / Aufrufe: 525 1 Kommentar

Der Elitismus der Linken in Griechenland und die Stunde des Fastens und Betens.

Bevor die Griechen die Neugier erwarben, die SYRIZA-Frucht zu kosten, war das herrschende Dogma in der Welt „die Rechte regiert, die Linke denkt„. Dieser Mythos funktionierte, solange die Linke nicht regierte.

Mit dem spaltenden bürgerkriegsgeprägten Wort der Art „entweder wir oder sie“ als Waffe gewannen jedoch in Griechenland die Enkel der im Bürgerkrieg Besiegten 2015 die Macht.
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Mittelschicht watschte Griechenlands Regierung ab

31. Mai 2019 / Aufrufe: 421 Kommentare ausgeschaltet

Anstatt all jene zu stützen, die in Griechenland die blutigen Überschüsse bestritten, wählte die SYRIZA, Geld an die Rentner zu verteilen!

Die Analyse des Ergebnisses der in Griechenland am 26 Mai 2019 durchgeführten Europawahlen befindet sich erst am Anfang und wir werden noch viel lesen und hören. Jedoch stellen wir mit Kummer fest, dass man bei der SYRIZA nicht nur nicht den gegen sie entstandenen Tsunami bemerkte, sondern immer noch nicht zu interpretieren vermag, was sie in die Wahlniederlage führte.

Das Schlimmste von allem ist, dass sie auf die Bürger wütend sind, die gegen sie stimmten und ihnen damit die Botschaft schickten. Man begriff nicht, was die unvergessliche Melina Mercouri einst zu Andreas Papandreou gesagt hatte: „Herr Präsident, man mag uns nicht.
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Griechenlands Premier kündigte Neuwahlen an

27. Mai 2019 / Aktualisiert: 28. Mai 2019 / Aufrufe: 492 Kommentare ausgeschaltet

Nach der am 26 Mai 2019 erlittenen herben Wahlschlappe kündigte Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras vorgezogene Parlamentswahlen an.

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras erklärte bereits im Vorfeld der Wahlen am 26 Mai 2019, im Fall einer etwa 5% übersteigenden „Wahlschlappe“ zur Initiierung vorgezogener Parlamentswahlen schreiten zu werden.

Nachdem sich auf Basis der am Abend des 26 Mai 2019 voranschreitenden Auszählung der landesweit abgegebenen Stimmen ein Vorsprung der Nea Dimokratia (ND) in einer Größenordnung von rund 9,5% abzeichnete, zog Alexis Tsipras die Konsequenzen und kündigte vorgezogene Neuwahlen an.
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Griechenlands teurer parlamentarischer EU-Tourismus

17. Mai 2019 / Aufrufe: 689 1 Kommentar

Die enormen Bezüge der Repräsentanten, die sich Griechenlands Volk wieder mit seiner Stimme zu ehren anschickt.

Die Heftigkeit, Eskalation und Großmäuligkeit der persönlichen Attacken zwischen den Protagonisten des politischen Lebens in Griechenland, einen Atemzug vor den anstehenden Kommunal- und Europa-Wahlen, werden von der Trophäe der Herrschaft, also der Chance auf Zugang zu Geld und Macht gerechtfertigt.

Eine detaillierte Analyse der Vitae der Parteikandidaten für das Europäische Parlament würde tatsächlich enthüllen, dass die Qualifikationen der Mehrheit derjenigen, die den Finger in den Honigtopf zu stecken anstreben, nicht auf der internationalen Erfahrung und Fähigkeit in den politischen Verhandlungen der Anwärter, ihren Sprachkenntnissen oder ihrem hinreichenden Wissen in der Komplexität des Spektrums der europäischen Probleme der Gesellschaft, der Wirtschaft, der internationalen Beziehungen, des Beschäftigungsumfelds oder der Forschung und Technologie basiert.
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Griechenlands blutige Überschüsse

29. April 2019 / Aufrufe: 322 Kommentare ausgeschaltet

Dank Überbesteuerung und unbeglichener Schulden des Fiskus erzielte Griechenland 2018 einen 1,5 Milliarden Euro über der Zielvorgabe liegenden blutigen Superüberschuss.

Die jüngst von dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) für 2018 bekannt gegebenen Angaben rufen Ehrfurcht hervor. Laut den auf den offiziellen Daten der griechischen Statistikbehörde ELSTAT basierenden einschlägigen Bekanntmachungen gestaltete Griechenlands primärer Überschuss des Jahres 2018 sich auf 4,4% des BIP, gegenüber einer Zielvorgabe von 3,9%.

Praktisch bedeutet dies eine Übererfüllung der Vorgaben um ungefähr 1,5 Mrd. Euro, obwohl die griechische Regierung Ende des vergangenen Jahres über 2 Mrd. Euro für die sogenannte „soziale Rendite“ (sprich eine einmalige finanzielle Beihilfe an wirtschaftlich schwache Haushalte) und diverse Erstattungen bei Sonderbesoldungsordnungen verteilte.
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Griechenland kann nicht zur Normalität zurückkehren

30. September 2018 / Aufrufe: 802 1 Kommentar

Warum die Rückkehr Griechenlands zur sogenannten Normalität nicht möglich ist.

Nach dem offiziellen Ende des letzten Memorandums hören und lesen wir sehr oft von der allmählichen Rückkehr des Lands zur berühmten „Normalität“.

Sowohl für Griechenland als auch die übrigen Länder, die entweder die Hölle durchmachten oder die Krise milder überwanden, ist die Rückkehr zur Normalität jedoch leider nicht möglich, weil die „Normalität“, die wir kannten, ganz einfach zu existieren aufgehört hat!
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Europawahl in Griechenland: Der Sieger und der (schwarze) Regulator

27. Mai 2014 / Aktualisiert: 29. Mai 2014 / Aufrufe: 1.452 8 Kommentare

Mit ihrer Bestätigung bei der Europawahl 2014 als drittstärkste Partei in Griechenland kommt der Chrysi Avgi eine signifikante Rolle bei einer Regierungsbildung zu.

Die Rückschlüsse aus der Europawahl 2014 in Griechenland lassen sich in wenigen Worten zusammenfassen: Die SYRIZA erzielte einen großen – und für den Raum der Linken – historischen Sieg. Ihr Ziel, die Regierung Samaras zu stürzen („am 25. wählen wir, am 26. treten sie ab„), wurde jedoch nicht erreicht.

Die Nea Dimokratia (ND) wurde klar besiegt, mit einer Differenz, die irreversibel zu sein scheint. Die PASOK-Partei (bzw. die „Elia“) zeigte sich widerstandsfähiger, als von allen erwartet Die „Potami“ wiederum schlug sich für eine neu gegründete Partei sehr gut, nun bleibt abzuwarten, wie belastbar sie sich auch bei nationalen Wahlen erweisen wird. Die Demokratische Linke (DIMAR) des „ja, aber“ wurde dagegen zermalmt.
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Europawahl in Griechenland: Neonazis sind drittstärkste Partei

27. Mai 2014 / Aktualisiert: 28. Mai 2014 / Aufrufe: 1.333 3 Kommentare

Mit einem Stimmanteil von fast 10 Prozent ging in Griechenland die rechtradikale Chrysi Avgi als drittstärkste Partei aus der Europawahl hervor.

Die Vision, die rechtsradikale Chrysi Avgi könne in Griechenland bei der Europawahl 2014 möglicherweise sogar die Nea Dimokratia (ND) überrunden, bestätigte sich letztendlich nicht, jedoch ging die neonazistische Partei mit einem Stimmanteil von immerhin ca. 9,5% als drittstärkste Partei aus dem Wahlgang hervor – obwohl die halbe Führungsriege der Partei derzeit im Knast sitzt.

Die Wähler der Partei ließen sich offensichtlich nicht von den laufenden Strafverfahren gegen die Führungsriege der Partei entmutigen und angesichts des Wahlergebnisses kann niemand mehr von „irregeleiteten Protestwählern“ sprechen und behaupten, die Stimme an die Chrysi Avgi habe keinen politischen Inhalt, sondern stelle nur einen Ausdruck des Protests gegenüber der Regierungspolitik dar.
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Europawahl 2014 in Griechenland mit fast 1300 Kandidaten!

24. Mai 2014 / Aufrufe: 703 Kommentare ausgeschaltet

Mit fast 1300 Kandidaten treten in Griechenland zu der Europawahl 2014 verhältnismäßig mehr Kandidaten als in jedem anderen Land der EU an.

Es wird gesagt, wenn jemand in Griechenland „πρόεδρε“ (= Vorsitzender, Präsident) rufe, würde sich die halbe Bevölkerung umdrehen. Das selbe scheint auch für die kandidierenden …. Europa-Abgeordneten zu gelten.

Gemäß Angaben der Pressestelle des Europaparlaments hat Griechenland im Verhältnis zum Wahlkörper die meisten kandidierenden Europaparlamentarier aller EU-Länder: Die Anzahl der Kandidaten erreicht fast 1.300, entspricht also ungefähr 1 Kandidaten pro 8.333 Einwohner! (Anmerkung: Griechischen Quellen zufolge treten letztendlich insgesamt 1.251 Kandidaten an.)
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Der deutsche Minotaurus und seine Diener

18. Mai 2014 / Aufrufe: 1.382 8 Kommentare

Papandreou, Samaras und Venizelou opferten Griechenland widerspruchslos auf dem Altar der deutschen Hegemonie in Europa.

Die … Entlassung des ehemaligen griechischen Premierministers Georgios Papandreou durch Merkel, Sarkozy und Barroso erfolgte laut der Recherche der „Financial Times“, um nicht den weiteren Druck auf den Euro zu riskieren und kein Risiko mit den anderen europäischen Ländern einzugehen, die sich im November 2011 am Rand der Krise befanden.

Der Kern des Problems war nicht genau die Rettung des Euro, sondern die Rettung der deutschen Entscheidung, die Krise mittels der wirtschaftlich und gesellschaftlich todbringenden Politik der Memoranden zu handhaben. Die einzige andere Lösung war die im Hintergrund von den USA und anderen internationalen Faktoren vorangetriebene: Deutschland und der reiche Norden – die Profiteure der Eurowährung – nehmen die wirtschaftliche Bürde der Rettung der Währung auf sich.
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