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Artikel Tagged ‘eurogruppe’

IWF will Schuldenschnitt oder neue Maßnahmen für Griechenland

7. Mai 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 2.473 5 Kommentare

Angesichts neuer Defizite fordert der Internationale Währungsfonds entweder drastische Austeritäts-Maßnahmen oder einen Schnitt der Verschuldung Griechenlands.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) droht, sich aus dem griechischen Programm zurückzuziehen und seinen Beitrag zu der Tranche der 7,2 Mrd. Euro „einzufrieren“ (die Athen verzweifelt zur Vermeidung des Bankrotts benötigt), da die Umsetzung des Rettungsprogramms völlig entgleist sei und der fiskalische Überschuss, den Griechenland angeblich in diesem Jahr zeigen werden würde, zu einem von bis zu 1,5% des BIP veranschlagten Defizit geworden ist!

Die Warnung kommt ans Licht, während bekannt wurde, dass Premierminister Alexi Tsipras eine telefonische Unterredung mit Christine Lagarde hatte, in der sie über die griechische Wirtschaft und offensichtlich die Forderungen des IWF nach Umstürzen im Versicherungs- und Beschäftigungswesen diskutierten.
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Die Eurozone wird sterben, wenn sie sich nicht ändert

5. Mai 2015 / Aufrufe: 2.064 1 Kommentar

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis vertritt, die Eurozone habe keine Zukunft, wenn sie sich nicht ändere.

Wenn die Eurozone sich nicht ändert, wird sie nicht überleben können„, äußert gegenüber der „Zeitung der Redakteure“ (Ef.Syn.) der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis. Seiner Ansicht nach hätte kein Land einer dermaßen morsch konstruierten Währung beitreten dürfen, speziell kein defizitäres Land wie Griechenland, jedoch „wenn wir heute den Rückwärtsgang einzulegen versuchen, werden wir uns vor einer unangenehmen Überraschung befinden„.

Der Finanzminister betont, Griechenland könne ohne neuen Kredit zurechtkommen, „unter der Voraussetzung, dass eine signifikante Umstrukturierung seiner Verschuldung erfolgt„, und enthüllt dabei, dass über dieses Thema hinter den Kulissen diskutiert worden ist.
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Weidmann gefällt Griechenlands Regierung nicht

1. Mai 2015 / Aufrufe: 1.607 Kommentare ausgeschaltet

Brüssels Hardliner wollen wenn nicht gar die Kapitulation, so zumindest die exemplarische Erniedrigung der SYRIZA-Regierung Griechenlands.

Sie „strukturierten“ den „unfreundlichen“ Varoufakis um, verbrannten die Vereinbarung vom 20 Februar 2015, und nun verlangen sie „höflich“ auch die … Regierungsführung des Landes. Oder anders gesagt, Brüssels und Frankfurts „Hardliner“ testen inzwischen in einem offensichtlich nach Schäuble riechenden Crescendo der Provokationen gefährliche Grenzen zwischen Zynismus und Entgleisung aus.

Der Vorsitzende der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloen, und der Leiter der Bundesbank, also der deutschen Zentralbank, Jens Weismann, erweisen sich in diesem neuen Zyklus der Provokationen als Protagonisten. Und erheben nicht zuletzt die Frage, ob und wer in Europa eine Einigung oder einen Bruch will.
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„Partner“ wollen Griechenlands Regierung bluten sehen

30. April 2015 / Aufrufe: 1.955 5 Kommentare

Laut einem Bericht der Agentur Reuters scheint die Eurogruppe darauf zu bestehen, die Regierung Griechenlands politisch verwunden zu wollen.

Unter Berufung auf Erklärungen europäischer Amtsträger berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, Griechenland stehen nur noch wenige Tage zur Verfügung um zu einer Zwischenvereinbarung mit den Gläubigern zu gelangen, da es unter Druck steht, die Verhandlungen aufzunehmen, die es Ende Juli 2015 vor dem Bankrott retten sollen.

Die Finanzierung der griechischen Regierung ist ohne ein drittes Programm und ohne weitere Finanzierungshilfe nicht tragfähig„, führte ein Amtsträger an. Wie die Agentur anmerkt, muss etwas Solches spätestens bis Ende Mai 2015 vereinbart werden, damit die Regierungen der Eurozone die erforderliche Zeit haben, die (nationalen) parlamentarischen Verfahren in Bewegung zu setzen.
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Dijsselbloom provoziert Griechenland

29. April 2015 / Aufrufe: 2.527 11 Kommentare

Dijsselbloems Andeutungen, die angebliche Kaltstellung Griechenlands Finanzminister bewirkt zu haben, hat bei der griechischen Regierung heftiges Missfallen hervorgerufen.

Die Erklärungen des Vorsitzenden der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, der sich in einem Interview an den holländischen TV-Sender RTLZ gleichermaßen indirekt wie unmissverständlich damit brüstete, er habe die Beschneidung der Zuständigkeiten des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis (gegen den er unbestritten eine tiefe persönliche Abneigung hegt)  initiiert, hat die Mitglieder der Regierung in Griechenland auf die … Barrikaden gebracht.

Im Rahmen des in Rede stehenden Interviews betonte Dijsselbloem unter anderem, er sei es gewesen, der Varoufakis‘ Substituierung vorschlug, und merkte an, sich am vergangenen Wochenende (telefonisch) mit Premierminister Alexis Tsipras geeinigt zu haben.
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Regierung in Griechenland steht hinter Finanzminister Varoufakis

28. April 2015 / Aufrufe: 1.796 3 Kommentare

Entgegen hämischer Berichte in- und ausländischer Medien erhält Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis weiterhin volle Rückendeckung.

Die am vergangenen Sonntag (27 April 2015) unter Premierminister Alexis Tsipras einberufene Konferenz wiederholte, hinter Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis zu stehen. (Diesbezüglich sei angemerkt, dass der Premierminister schon in der Vergangenheit wiederholt ausdrücklich betonte, Finanzminister Yanis Varoufakis agiere gemäß den kollektiven Beschlüssen und Entscheidungen der griechischen Regierung.)

Im Rahmen der Konferenz wurde die Bildung eines – der Verantwortung des Finanzministers unterstehenden (!) – politischen Verhandlungsteams beschlossen, dessen Koordinierung dem stellvertretenden Minister für internationale Wirtschaftsbeziehungen, Evklidis Tsakalotos, angetragen wurde.
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Griechenland fordert Entschuldigung von der FAZ

13. April 2015 / Aufrufe: 5.676 7 Kommentare

Harte Reaktion aus Athen auf einen Artikel der FAS, der einen griechischen Amtsträger als einen von der EURO Working Group Geld verlangenden Taxifahrer darstellte.

Auf heftige Weise reagierte das griechische Finanzministerium auf einen Artikel der deutschen Zeitung Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, in dem es lautete, die Amtsträger der Eurozone seien enttäuscht, weil „der griechische Repräsentant sich wie ein Taxifahrer benahm„. (Anmerkung: Gemeint ist der Generalsekretär im Finanzministerium, Nikos Theocharakis.)

Quellen des Wirtschaftsministeriums dementierten am (orthodoxen) Ostersonntag (12.04.2015) den strittigen Artikel und merkten an, wenn die Protokolle der EURO Working Group an die Öffentlichkeit gegeben werden, wird enthüllt werden, dass die Realität völlig anders als das ist, was die FAZ berichtet. Und indirekt forderten sie die deutsche Zeitung auf, sich wegen des Titels und des Inhalts des Artikels zu rechtfertigen.
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Arbeitsbesuch Griechenlands Premierministers in Moskau

7. April 2015 / Aufrufe: 1.568 Kommentare ausgeschaltet

Erwartungen und Fallen aus dem anstehenden Besuch Griechenlands Premierministers Alexis Tsipras in Moskau.

In einem letzten Versuch, die Karte der signifikanten griechisch-russischen Beziehungen in eine Waffe gegen die Gläubiger umzuwandeln, tritt der griechische Premierminister Alexis Tsipras im kritischsten Moment der Verhandlung am Mittwoch (08 April 2015) einen (im übrigen bereits seit langer bzw. zu noch relativ „unverdächtiger“ Zeit arrangierten) zweitägigen Arbeitsbesuch in Moskau an.

Ein Versuch, der die Gläubiger nicht „einzuschüchtern“ scheint, sondern nur Nervosität und Misstrauen sowohl in Brüssel als auch in Washington gebiert, da die Inhaltslosigkeit der „Drohungen“ über eine Wende nach Moskau offensichtlich ist und in der Verhandlung mit den Gläubigern desorientierend wirkt.
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Szenarium einer Parallelwährung in Griechenland

1. April 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 1.654 2 Kommentare

Sollten Griechenland die Euro ausgehen, könnte Athen gezwungen sein, parallel zum Euro eine Art Zweitwährung einzuführen.

Es ist unwahrscheinlich, dass Griechenland – vorsätzlich oder infolge eines Unfalls – aus dem Euro ausscheidet. Etliche Amtsträger der Eurozone meinten jedoch, das Land könnte gezwungen sein, parallel zum Euro ein alternatives Zahlungsmittel zu präsentieren um diverse inländische Rechnungen zu bezahlen, wenn mit den Gläubigern nicht bald eine Vereinbarung „Reformen gegen Geld“ erzielt werden wird.

Athen hat den Zugang zu den Anleihenmärkten verloren und die internationalen Gläubiger sind nicht bereit, ihm mehr Geld zu leihen, bevor es nicht Reformen umzusetzen beginnt. Ein Amtsträger mit Kenntnis des Themas äußerte vergangene Woche, ohne neue Finanzierung werde der Regierung bis zum 20 April 2015 das Geld ausgehen.
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Griechenland: Tsipras, Merkel und … die Zeitbombe

25. März 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 2.273 6 Kommentare

Das Treffen Tsipras – Merkel in Berlin mag etliches Eis gebrochen haben, jedoch ist die Zeitbombe eines eventuellen Zahlungsstopps Griechenlands noch nicht entschärft.

In Berlin erfolgte am vergangenen Montag (23 März 2015) der erste große politische Schritt zur Entschärfung der Zeitbombe des 09 April 2015, die innerhalb der kommenden zwei Wochen die Eurozone zu amputieren droht.

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras und Bundeskanzlerin Angela Merkel scheinen sich auf die Notwendigkeit zur Entschärfung der Bombe geeinigt zu haben, es hat sich jedoch noch zu zeigen, ob auch bei der Eurogruppe, wo die beiden Seiten von dem „explosiven“ Zwillingspaar Varoufakis und Schäuble vertreten werden, eine gegenseitig akzeptierte politische Formel gefunden werden kann, damit die kritischen Auszahlungen der Finanzierung an Griechenland erfolgen.
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