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Artikel Tagged ‘eurogruppe’

Der „heimliche“ Weg Griechenlands zum Grexit

8. Juli 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 4.020 9 Kommentare

Es erscheint fraglich, ob immer noch alle Seiten eine Einigung mit Griechenland wollen, ein möglicher Grexit wird jedoch wahrscheinlich heimlich erfolgen.

Wir bewundern Alexis Tsipras‘ Sinn für für Humor. Yanis Varoufakis im Amt des Finanzministers  durch Efklidis Tsakalotos substituierend, entfernte Griechenlands Premierminister einen mutmaßlich marxistischen Ökonomen, der an der Universität von Essex studierte, um einen mutmaßlich marxistischen Ökonomen einzusetzen, der an der Universität von Oxford studierte. Zu unserer großen Überraschung betrachten manche dies als einen Grund zum Optimismus.

Was wir über Herrn Tsakalotos wissen, ist, dass er ein harter Verhandlungsführer ist, der wie sein Amtsvorgänger an die Entlastung der Verschuldung glaubt. Das selbe gilt auch für Herrn Tsipras selbst. Das fundamentale Hindernis für eine Einigung bleibt folglich ungelöst: Griechenland fährt darin fort, zu der alten Vereinbarung Nein zu sagen, und Deutschland sagt zu allem anderen Nein. Die Deutschen haben vorgestern ihren Finanzminister offensichtlich nicht ausgetauscht. Dagegen bestätigte Berlin seine Position von Montag (06 Juli 2015), in diesem Moment gebe es keine Basis für eine Einigung.
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Griechenlands Finanzminister wurde den Gläubigern geopfert

6. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 4.424 15 Kommentare

Warum Yanis Varoufakis zum Rücktritt von dem Amt des Finanzministers Griechenlands gedrängt wurde und die Rolle des Premierministers Alexis Tsipras.

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis legte sein Amt mit einem Tweet auf Twitter nieder. Diese Entscheidung stellt allerdings praktisch eine Absetzung und keinen Rücktritt dar, was auch aus seiner eigenen Bekanntmachung erscheint. Er hinterlässt Seitenhiebe gegen Premierminister Alexis Tsipras, da er betont, die Partner seien jene, die verlangten, dass er den Verhandlungstisch verlässt.

Yanis Varoufakis führt in seiner Bekanntmachung sogar auf besonders charakteristische Weise und unter Verwendung von Anführungsstrichen bei konkreten Worten und Auslassungspunkten an: „Mir wurde bekannt gemacht, dass die Teilnehmer der Eurogruppe und sonstige Partner meine … Abwesenheit bei den Sitzungen ’schätzen‘ würden.
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Dijsselbloem setzt auf Bruch mit Griechenland

4. Juli 2015 / Aufrufe: 2.531 1 Kommentar

Quellen des griechischen Finanzministeriums zufolge strebt Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem bewusst einen Bruch zwischen Griechenland und Europa an.

Eine harte Antwort geben Faktoren des griechischen Finanzministeriums an den Vorsitzenden der Eurogruppe, Jeroen Disjsselbloem, wegen seiner – wie sie betonen – auf eine Konfrontation bedachten Erklärungen, die sie auf seinen Versuch zurückführen, „Punkte“ zu sammeln um erneut in das Amt des Vorsitzenden der Eurogruppe gewählt zu werden.
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6 Gründe für ein NEIN beim Referendum in Griechenland

2. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.892 5 Kommentare

Finanzminister Yanis Varoufakis benennt zusammenfassend sechs Gründe für ein Nein bei der Volksabstimmung am 05 Juli 2015 in Griechenland.

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis bezieht sich in einer persönlichen Erklärung auf das Referendum am 05 Juli 2015 und seine Unterstützung für das „Nein“ (also gegen den in Form eines Ultimatums vorgelegten Vorschlag der Gläubiger) und führt dafür sechs Gründe an.

Der Erklärung wird nachstehend in deutscher Übersetzung aus dem Griechischen sowie auch in dem von Yanis Varoufakis selbst publizierten englischen Wortlaut wiedergegeben.
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Griechenland möchte 30 Mrd Euro vom ESM

1. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.159 4 Kommentare

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras ersucht in seinem Schreiben an Eurogruppe und ESM um einen zweijährigen Kredit in Höhe von 29,1 Milliarden Euro.

In Griechenland wurde das Schreiben des Premierministers Alexis Tsipras an die Öffentlichkeit gegeben, mit dem er um eine 2jährige Vereinbarung mit dem ESM zu Deckung der Finanzierungsbedürfnisse des Landes und eine gleichzeitige Umschuldung ersucht.

In dem Schreiben wird betont, dass der neue Kredit ausschließlich für die Bedienung der Verschuldung an das In- und Ausland verwendet werden wird. Mittels der angestrebten Vereinbarung verlangt Alexis Tsipras praktisch die Entfernung des IWF aus den Institutionen, welche die Gläubiger des Landes vertreten. Ebenfalls kommt sie praktische einem dritten Rettungsprogramm für Griechenland gleich.
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Griechenlands Premierminister ruft zu Gelassenheit und Geduld auf

29. Juni 2015 / Aufrufe: 4.034 13 Kommentare

Anlässlich der Ergreifung von Maßnahmen zum Schutz des Banksystems in Griechenland rief Premierminister Alexis Tsipras die Bürger zu Gelassenheit und Geduld auf.

Nach dem Antrag des Ausschusses für Systemische Sicherheit auf Verhängung von Kontrollen des Kapitalverkehrs (capital controls) und Schließung der Banken ab Montag (29 Juni 2015) richtete Premierminister Alexis Tsipras eine Ansprache an das griechische Volk.

Wie der Premierminister erklärte, führte der (vor-) gestrige Beschluss der Eurogruppe, das Ersuchen auf eine Verlängerung (des Hilfsprogramms) nicht zu genehmigen, die EZB dazu, die Liquidität an die griechischen Banken nicht zu erhöhen, und im weiteren Sinn die Griechische Bank dazu, zur Ergreifung außerordentlicher Maßnahmen zu schreiten.
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Griechenland und die mysteriöse Funktion der Eurozone

22. Juni 2015 / Aufrufe: 4.873 8 Kommentare

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis enthüllt mysteriöse Funktionsweisen der Eurozone und spezieller auch die Haltung Wolfgang Schäubles.

In einem am Samstag (20 Juni 2015) in der irländischen Zeitung „Irish Times“ publizierten Artikel des griechischen Finanzministers ist Yanis Varoufakis apokalyptisch in Zusammenhang mit den Geschehnissen bei der Eurogruppe in Luxemburg am vergangenen Donnerstag (18 Juni 2015) und führt charakteristisch an: „Die Eurogruppe des vergangenen Donnerstags wird in der Geschichte als eine verlorene Chance verzeichnet werden, eine bereits verzögerte Vereinbarung zwischen Griechenland und seinen Gläubiger zu erzielen.

In dem Artikel erfolgt auch eine speziellere Bezugnahme auf die Haltung des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble, der laut Yianis Varoufakis der griechischen Seite nicht erlaubte, ihre neuen schriftlichen Vorschläge mit irgend einem anderen Finanzminister der Eurozone zu teilen.
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Beginn des Endes der Illusionen für Griechenland

15. Mai 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 2.763 4 Kommentare

Während Griechenlands Regierung immer noch mit den Gläubigern verhandelt, scheinen die Würfel längst gefallen und das Schicksal des Landes besiegelt zu sein.

Alles deutet darauf hin, dass wir in die Endphase unserer modernen griechischen Tragödie eingetreten sind. Die neue Regierung des Landes fährt im fünften aufeinanderfolgenden Monat fort, „mit den Gläubigern zu verhandeln“. Sogar auch die Naivsten und Gutgläubigsten haben Verdacht zu schöpfen begonnen, was tatsächlich geschieht … .

Gestern Abend trat der Vorstand des IWF zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen um die Lage zu untersuchen, da die letzte Rate (Griechenlands an den IWF) zwar gezahlt wurde, jedoch aus der Sonderrücklage, die als letztes Sicherheitsventil für Zahlungen an den IWF existierte. Und auf Basis der Regelungen müssen diese Gelder innerhalb eines Monats an ihren Platz zurückkehren. Zusammen mit den Renten und Gehältern (des öffentlichen Sektors), die Ende Mai zu zahlen sind.
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Griechenland steckt in einer „perfekten“ Sackgasse

14. Mai 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 5.382 6 Kommentare

Griechenland steckt in einer totalen Sackgasse, während der Countdown läuft.

Nach der Eurogruppe des 11 Mai 2015 ist Griechenland einer Volksabstimmung einen Schritt näher gekommen, die unabhängig von ihrem Ergebnis die moderne Geschichte des Landes kennzeichnen wird. Das Land befindet sich in einer perfekten Sackgasse und die gestern an den IWF zu entrichtende Rate wurde mit selbigem Geld des IWF bezahlt, das im kommenden Monat zurückzuzahlen ist!

Die – wenn auch zurückhaltende – gemeinsame Erklärung der Eurogruppe schließt die Erzielung einer Einigung mit den Gläubigern in den kommenden Tagen oder Wochen nicht aus. Ganz im Gegenteil, sie öffnet Fenster für eine weitere Konvergenz innerhalb eines angemessenen Zeitraums – und mit der negativen Haltung eines großen Teils der parlamentarischen Fraktion der SYRIZA gegenüber einem Kompromiss rückt die Volksabstimmung näher. Außerdem zeigt allein der Umstand, dass die Regierung ihren Funktionären gestattet, sich im Klima eines Referendums zu bewegen, dass sie die konkrete Karte für jeden Fall lebendig hält.
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Griechenlands Finanzminister bringt Unruhe in Verhandlungen

10. Mai 2015 / Aktualisiert: 04. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.594 Kommentare ausgeschaltet

Yanis Varoufakis soll laut dem Wall Street Journal wieder einmal Unruhe in die laufenden Verhandlungen gebracht haben, was jedoch das Finanzministerium heftig dementiert.

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis zeigte sich am vergangenen Freitag in seinen Erklärungen sicher, dass mit den Gläubigern noch vor Ende Mai 2015 eine Einigung erzielt werden wird, jedoch nicht bei der Eurogruppe am Montag kommenden (11 Mai 2015). Es sei angemerkt, dass Herr Varoufakis am 07 Mai 2015 in Brüssel vor einem Unternehmer-Forum sprechend vertreten hatte, die Einigung sei ein Thema von Tagen oder Wochen.

Unruhe ruft derweilen ein Artikel des Wall Street Journals hervor, das vertritt, der griechische Finanzminister habe an seine Amtskollegen einen 36 Seiten umfassenden Schriftsatz verteilt, der die Einschätzungen bezüglich der Konjunktur und die Reformpläne enthält. Ein Schriftsatz, der Prognosen über die griechische Wirtschaft enthält, welche die in die Gespräche zwischen Griechenland und seinen Gläubigern involvierten Amtsträger verwirrt haben.
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