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Artikel Tagged ‘bruttoinlandsprodukt’

Griechenlands Verschuldung 2013 bei 319 Mrd Euro

14. August 2014 / Aktualisiert: 10. Oktober 2018 / Aufrufe: 943 Kommentare ausgeschaltet

Die öffentliche Verschuldung Griechenlands betrug Ende 2013 insgesamt 319 Milliarden Euro beziehungsweise 175 Prozent des BIP.

Die von den Analytikern Darvas, Sapi und Wolff für Griechenland (wie auch für Irland und Portugal) erfolgte Analyse der Tragfähigkeit der Verschuldung zeigt detailliert, wie viel Geld und wem genau das Land es schuldet.

Auf Basis der Untersuchung der Daten gelangt die Arbeit zu dem Schluss, dass die Verschuldung zwar gemindert ausfallen wird, die Wirtschaften Griechenlands und der beiden anderen wirtschaftlich „schwachen“ Länder aber auch weiterhin für negatives Wachstum, Primärbilanz und Zinsen anfällig bleiben, selbst wenn nicht die schlimmsten Szenarien berücksichtigt werden.
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BIP in Griechenland für zweites Quartal 2012 bei minus 6,2 Prozent

15. August 2012 / Aktualisiert: 25. September 2017 / Aufrufe: 437 Kommentare ausgeschaltet

Griechenland durchschreitet das inzwischen fünfte aufeinanderfolgende Jahr der Rezession, mit einem Rückgang des BIP im zweiten Quartal 2012 von 6,2%.

Die griechische Wirtschaft schrumpfte im zweiten Quartal 2012 auf Jahresbasis bezogen um weitere 6,2%, was zeigt, dass dem Land noch ein langer Weg bevorsteht, um die Wirtschaftskrise zu überwinden, von der ihm der Austritt aus dem Euro droht.

Die Schrumpfung beruht auf dem steilen Rückgang der Konsumausgaben und Investitionen, als Resultat der sprunghaft steigenden Arbeitslosigkeit, Überbesteuerung und Lohnkürzungen. Die Rezession durchschreitet inzwischen das fünfte aufeinanderfolgende Jahr und treibt die Arbeitslosigkeit auf Rekordhöhen, mit fast 1 von 4 Griechen ohne Arbeit.

Es stellte keine Überraschung dar, wir wussten, dass die griechische Wirtschaft weiterhin heimgesucht wird; hoffen wir, dass es ein Anzeichen ist, dass der Rhythmus der Rezession seinen Tiefpunkt erreicht hat„, meinte Chris Williamson, leitender Ökonom bei Markit, und fügte an: „Hoffen wir, dass das Bild des ersten Quartals 2012 das schlimmstmögliche war und wir fortan eine Verbesserung sehen.

Die vorläufigen Daten, welche die griechische Behörde für Statistik (ELSTAT) am vergangenen Montag (13 August 2012) publizierte, sind nicht saisonbereinigt. Im ersten Quartal 2012 war die griechische Wirtschaft mit einem Rhythmus von 6,5% geschrumpft.

(Quelle: Imerisia)

Zahlungsstopp in Griechenland an Kassen und Lieferanten

25. Juni 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.271 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland stellt der Zahlungsstopp des Staates insbesondere an Versicherungsträger und Lieferanten seit geraumer Zeit einen Dauerzustand dar.

Der größte „faule Schuldner“ ist in Griechenland nach wie vor der öffentliche Sektor und beraubt den Markt ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, wo die Kreditinstitute schon lange den Finanzierungshahn zugedreht haben, zusätzlich dringend benötigter Liquidität. Laut den Angaben der staatlichen Buchhaltungsabteilung (Γενικό Λογιστήριο του Κράτους) kletterte Ende April 2011 das Kassendefizit der zentralen Regierung auf 9,9 Milliarden Euro. Die Verbindlichkeiten des Staates gegenüber Lieferanten erreichten den Betrag von rund 6,1 Milliarden, wovon etwa 892,2 Millionen Euro auf Verbindlichkeiten der Ministerien entfallen.
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Griechenland unter den fünf größten Waffenimporteuren weltweit

15. März 2010 / Aktualisiert: 02. Mai 2010 / Aufrufe: 1.031 Kommentare ausgeschaltet

Laut dem internationalen Friedensforschungsinstitut SIPRI zählt Griechenland weltweit zu den fünf größten Importeuren konventioneller Waffen – zusammen mit China, Indien, Südkorea und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Der Umfang der Waffenverkäufe in der gesamten Welt erhöhte sich im Vergleich zu der vorherigen Periode 2000 – 2004 um 22%. Mehr als die Hälfte aller während der Periode Anfang 2005 bis Ende 2009 weltweit getätigten Waffenverkäufe entfallen auf die USA und Russland, gefolgt von Deutschland und Frankreich.

Ein Viertel des Umfangs der internationalen Waffenverkäufe bezieht sich auf Kampfflugzeuge, wozu das SIPRI anmerkt, dass „die Bestellungen und Auslieferungen dieser möglicherweise destabilisierenden Waffensysteme Beunruhigung über ein Wettrüsten im mittleren Osten, Nordafrika und Lateinamerika auslöse„.
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Fitch Ratings stuft Kreditwürdigkeit Griechenlands zurück

8. Dezember 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 430 Kommentare ausgeschaltet

Rating GriechenlandDie internationale Ratingagentur „Fitch Ratings“ gab am Dienstag (08.12.2009) die Rückstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands von bisher A- auf nunmehr BBB+ bekannt.

Damit wird Griechenland zum ersten Mal seit 10 Jahren von einer Ratingagentur unter Berufung auf die Verschlechterung der staatswirtschaftlichen Lage mit einem Rating niedriger als A bewertet. Die seitens der Agentur negative Beurteilung der Aussichten bedeutet, dass eine weitere Rückstufung der Kreditfähigkeit Griechenlands nicht auszuschließen ist.

Die Rückstufung reflektiert laut der Fitch Ratings die Beunruhigung hinsichtlich der Beurteilung der mittelfristigen Aussichten für die Staatswirtschaft des Landes angesichts der schwachen Zahlungsfähigkeit der finanzwirtschaftlichen Institutionen und des regulierenden Rahmens in Griechenland. Zusätzliches Gewicht verleihe diesen Faktoren die Ungewissheit bezüglich eines ausgewogenen, aber auch beständigen wirtschaftlichen Aufschwunges in Griechenland.

Das Ziel der Regierung, das Defizit im Jahr 2010 um 3,6% beziehungsweise auf 9,1% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu senken, wird von der Agentur als „erreichbar“ bezeichnet. Sie merkt jedoch an, dass das Fehlen substantieller struktureller politischer Maßnahmen den Glauben daran schmälert, dass die mittelfristigen Anstrengungen ausreichend aggressiv sein werden um anfänglich die Stabilisierung der Schulden und im weiteren Verlauf deren Minderung innerhalb der kommenden drei bis fünf Jahre zu gewährleisten.

Nach Einschätzung der Fitch beruhen die Vorschläge der gegenwärtigen Regierung mehr auf Maßnahmen zur Steigerung der Einnahmen und insbesondere der Bekämpfung der Steuerhinterziehung, deren Ergebnis jedoch reichlich unsicher ist, anstatt auf den laufenden Ausgaben, wo das Problem größer ist.

Laut der Fitch basiert etwa die Hälfte der Minderung des Defizits auf außerordentlichen Maßnahmen, während nur ein geringer Anteil an der jüngsten Verschlechterung der finanzwirtschaftlichen Lage des Landes der globalen Krise zugeschrieben werden kann, die insbesondere für die Finanzbranche relativ mild ausfiel.

Schließlich warnt die Fitch, dass das eventuelle Anschwellen der Schulden auf über 120% des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2010 und auf über 125% des griechischen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2011 die Staatswirtschaft großen Gefahren aussetzen wird.

Die Bekanntmachung der Fitch trieb den Spread bei den staatlichen Obligationen auf 2,30% im Vergleich zu deutschen 10-Jahres-Anleihen und somit auf den höchsten Stand seit dem vergangenen April. Parallel wurde das Signal für Massenverkäufe hauptsächlich von Bankaktien an der Börse gegeben, die bis 15:00 Uhr bereits um 4% gefallen war. Der Kurs der Aktien der Griechischen Nationalbank sank um fast 10%.

Bereits am Montag hatte die Agentur „Standard & Poor’s“ ebenfalls unter Berufung der Verschlechterung der Staatswirtschaft des Landes die langfristige Bewertung „A-“ für Griechenland unter Beobachtung gestellt („Credit Watch“), was möglicherweise weitere negative Komplikationen nach sich ziehen wird.

Gehaltsstopp auf dem öffentlichen Sektor in Griechenland

19. November 2009 / Aktualisiert: 02. Mai 2010 / Aufrufe: 249 Kommentare ausgeschaltet

Unter dem Druck aus Brüssel auf Griechenland, das Haushaltsdefizit 2010 auf 9,1 Prozent des nationalen Bruttinlandsprodukts zu reduzieren, hat der Ministerrat der griechischen Regierung unter anderem einen Gehaltsstopp auf dem öffentlichen Sektor beschlossen. Der anfängliche Entwurf des Haushaltsplans sah ein Defizit von 9,4 % vor.

Mit der Zielvorgabe, auf dem öffentlichen Sektor insgesamt rund 2,4 Milliarden Euro einzusparen, sollen im Jahr 2010 die Bezüge der Angestellten und Beamten mit einem Monatseinkommen von bis zu 2.000 Euro in Höhe der Inflationsrate angeglichen werden, während die Empfänger monatlicher Bruttobezüge ab 2.000 Euro keinerlei Erhöhung erhalten werden. Nachdem auch schon 2009 eine ähnliche Regelung zur Anwendung gekommen war, müssen somit die besser verdienenden Staatsdiener für ein weiteres Jahr auf eine Erhöhung ihrer Bezüge verzichten.

Ebenso ist für das Jahr 2010 auf dem öffentlichen Sektor ein globaler Einstellungsstopp vorgesehen, von dem nur die Bereiche der Gesundheit, Bildung und Sicherheit ausgenommen bleiben. Ab 2011 soll dann für drei Jahre je drei Ausscheidungen nur eine Neueinstellung erfolgen, um die im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung außerordentlich hohe Anzahl staatlich bediensteter Gehaltsempfänger schrittweise abzubauen. Bezeichnenderweise ist bis heute nicht genau bekannt, wie viele Personen in Griechenland im Sold der öffentlichen Hand stehen.

Griechenlands Neuverschuldung 2010 wenigstens 56 Milliarden Euro

19. Oktober 2009 / Aktualisiert: 02. Mai 2010 / Aufrufe: 938 Kommentare ausgeschaltet

Griechenland wird im Jahr 2010 eine Neuverschuldung in Höhe von wenigstens 56 Milliarden Euro decken müssen, um allein die nach dem derzeitigen Stand anfälligen Verbindlichkeiten bedienen zu können:

  • Auslaufende Anleihen: 17,065 Mrd. Euro
  • Auslaufende Obligationen: 3,975 Mrd. Euro.
  • Auslaufende ECPs: 1,877 Mrd. Euro
  • Fällige Zinsen: 11,817 Mrd. Euro
  • Fällige Tilgungen: 34,735 Mrd. Euro
  • Erwartetes Haushaltsdefizit 2009: 21,600 Mrd. Euro

Selbst wenn es bei diesen Zahlen bleiben und die Neuverschuldung 2010 damit geringer ausfallen sollte als die bis Ende 2009 erwartete Neuverschuldung von insgesamt über 65 Mrd. Euro, wird sie sich auf etwa ein Viertel des für 2010 erwarteten Bruttoinlandsproduktes von rund 240 Milliarden Euro belaufen. Der griechische Staat wird hinsichtlich seiner Kreditwürdigkeit inzwischen auf dem untersten Rang der Skala der Staaten innerhalb der Eurozone geführt. In den Kreisen der Eurozone wurde sogar bereits über Szenarien eines Staatsbankrotts Griechenlands gemunkelt.