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Artikel Tagged ‘bankensystem’

MeRA25 zur privaten Verschuldung in Griechenland

5. Juli 2019 / Aufrufe: 346 Kommentare ausgeschaltet

Die Partei MeRA25 charakterisiert das Bestreben der Banken Griechenlands, sogenannte rote Kredite massenweise an Fonds zu verkaufen, als skrupellose Dummheit.

In einer Wirtschaft, wo wie in Griechenland die Bürger den Banken 100 Mrd. an „roten Krediten“ schulden, während dem Fiskus die Banken über 50 Mrd. (und der private Sektor – Haushalte und Unternehmen – insgesamt weitere 100 Mrd.) schulden, reicht die Umstrukturierung der öffentlichen Verschuldung nicht aus.

Es ist offensichtlich, dass es in einem solchen Problem eines verallgemeinerten Bankrotts keine Marktlösung gibt. Das Beharren der Troika, das Problem mit Marktlösungen zu lösen, also die „roten“ Kredite zu Spottpreisen an private (hauptsächlich ausländische) „Investoren“ zu verhökern, die danach mittels der Androhung der Zwangsversteigerungen einen Prozentsatz von dem nominalen Wert dieser Kredite zurückerhalten und die Differenz zwischen letzterem und dem Kaufpreis der Kredite als Gewinn einstreichen werden, ist nicht nur moralisch und sozial zu verurteilen, sondern sogar auch unter „kühlen“ Marktkriterien idiotisch.
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MeRA25 schlägt Griechenland paralleles Zahlungssystem vor

4. Juli 2019 / Aufrufe: 528 1 Kommentar

Der Vorschlag der MeRA25 zur Schaffung eines parallelen nationalen Zahlungssystems in Griechenland außerhalb des Bankensystems.

Die Schaffung eines „Öffentlichen Zahlungssystems außerhalb der Banken“ (DESP) wird in Griechenland den natürlichen und juristischen Personen gestatten, ohne die Vermittlung des Banksystems untereinander und mit dem Fiskus zu verkehren. Jeder Steuer-ID wird ein TAXISnet-Konto entsprechen, auf das der Bürger oder Unternehmer elektronisch Geld einzahlen oder gezahlt bekommen kann. Die Vorteile des DESP sind hauptsächlich drei:

  • Gegenseitige Verrechnung finanzieller Verbindlichkeiten.
  • Möglichkeit des Fiskus, sich von den Steuerzahlern unter Steuernachlässen direkt Geld zu leihen (P2P).
  • Möglichkeit zur Schaffung begrenzten Liquidität für die Finanzierung von Programmen, beispielsweise zur Bekämpfung der Armut.
  • Reduzierung der Kosten eines eventuellen Ausscheidens aus dem Euro.


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Warum in Griechenland die vorzeitige Tilgung von Krediten verboten ist

24. Juli 2015 / Aufrufe: 2.975 2 Kommentare

Aus welchem Grund ist derzeit die vorzeitige Tilgung eines Kredits bei einer Bank in Griechenland verboten?

Laut dem entsprechenden Dekret ist die vorzeitige – teilweise oder vollständige – Tilgung eines Kredits bei einem Kreditinstitut in Griechenland untersagt, unter Ausnahme einer Tilgung in bar (aus Barmitteln, die sich außerhalb des Bankensystems befinden) oder per Überweisung aus dem Ausland.

Der Grund ist, dass fast die Gesamtheit der Kredite der Unternehmen und Haushalte als Sicherheit im Eurosystem verpfändet ist, damit die griechischen Banken mittels der ELA außerordentliche Liquidität erhalten. Kurz gesagt, damit die Banken den Sparern den kleinen Betrag von täglich 60 Euro auszahlen können, haben sie fast die Gesamtheit der regulär bedienten Kredite der Haushalte und Unternehmen als Sicherheit hinterlegt.
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Kann Griechenland das Vermögen seiner Bürger garantieren?

20. Juli 2015 / Aufrufe: 1.559 1 Kommentar

Inwieweit vermag der griechische Staat das Vermögen seiner Bürger zu garantieren?

Der griechische Staat war nie kreditwürdig. Und dabei handelt sich um eine Feststellung, die zu dokumentieren es keiner großen Mühe bedarf. Die Fakten sind viele und man findet sie sehr leicht in seiner historischen Kontinuität im Lauf der Zeit. Außerdem sprechen wir von einer Körperschaft, der politische Unabhängigkeit gewährt wurde, ohne dass das im Protokoll die Unterschrift irgend eines griechischen Politikers verlangt wurde (Londoner Protokoll vom 03 Februar 1830).

Nach all dem, was heute und mit geschlossenem Bankensystem in Griechenland geschieht, stellt sich logischerweise die Frage, ob der griechische Staat in der Lage ist, das mobile und immobile Vermögen seiner Bürger zu schützen. Ob er also nicht dessen Wert, der variablen Umständen unterliegt, sondern dessen Sicherung garantiert.
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Griechenland und Zypern in der neuen Welt

23. März 2013 / Aufrufe: 1.128 22 Kommentare

Nach den Experimenten in Griechenland wurde nun auch Zypern zum Versuchslabor, in dem die Reaktionen auf die Konfiszierung der Sparguthaben gemessen werden.

Sie setzten uns die Pistole an die Schläfe„, erklärte der zypriotische Finanzminister. Was wird wohl jemand mit der Pistole an der Schläfe zu verhandeln haben? Diese Umstände verweisen auf Gespräche mit Banden, die an der Aufteilung ihres Wirkungsbereichs interessiert sind und sich dabei der Taktik der „schwarzen Witwe“ der Mafiosi Chicagos zu Beginn des 20. Jahrhunderts bedienen.

Was ist denn nun eigentlich Zypern? „Ein kleines Versuchslabor„, meint Jacques Attali. Ein Labor ist auch Griechenland, zur Ausübung der brutalsten Form der Austerität an der Gesellschaft mittels der Kürzungen der Löhne und Renten sowie der Arbeitslosigkeit. Nun ist auch Zypern ein Labor, wo die Reaktionen aus dem „Haircut“ der Bankguthaben und speziell jener der Kleinsparer gemessen werden.
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Piräus-Bank übernimmt zypriotische Banken in Griechenland

23. März 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 736 2 Kommentare

Die Filialen – Tochtergesellschaften und Netze der zypriotischen Banken in Griechenland sollen von der griechischen Piräus-Bank übernommen werden.

In einer offiziellen Bekanntmachung des Büros des zypriotischen Staatspräsidenten wurde am 22 März 2013 mitgeteilt: „Nach Gesprächen zwischen den zypriotischen Präsidenten Nikos Anastasiadis und dem griechischen Premierminister Antonis Samaras wurde bestätigt, dass das Thema der Abspaltung der griechischen Filialen der zypriotischen Banken zu den unter den gegenwärtigen Umständen günstigsten Bedingungen und mit bemerkenswerten Vorteilen für die zypriotische Seite geschlossen wurde.

Im weiteren Verlauf bestätigte am Nachmittag des selben Tages die Finanzstabilitätsfazilität (EFS), dass für den Aufkauf der zypriotischen Banken in Griechenland die Wahl auf die Piräus-Bank fiel, und führte in ihrer Bekanntmachung an: „Die Transaktion unterliegt unter anderem der Genehmigung des Europäischen Wettbewerbsausschusses.“ Die einschlägigen Gerüchte hatten vorher eine Rally bei der Aktie der Piräus-Bank initiiert, die kurz vor Sitzungsschluss an der Athener Börse einen Kursanstieg um 22% verzeichnete.
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Zypern und die geheime Angst der EUDSSR

22. März 2013 / Aufrufe: 4.524 13 Kommentare

Die Kollision des Imperiums mit Zypern wird besonders heftig sein, da viele einen Präzedenzfall  für die übrigen Staaten des europäischen Südens befürchten.

Wir sind in den Frühling eingetreten, die Welt ist wieder jungfräulich und das „Bis wann, oh Herr …“ kondensiert sich im „Nein“ der Zyprioten. Es folgte die paranoide Wut der Dämonen über die unvorhergesehene Wendung der Dinge, über den David, der sich widersetzte, über die Menschheit, die sich erhebt. Sie ächzen, krächzen, erpressen, aber jenes hübsche Mädchen aus Nikosia nimmt sie auseinander, da es ihnen mitteilt, sich nicht vor dem „Unheil verkündenden Morgen“ zu fürchten, weil: „Wir haben Würde. Wir sind keine Sklaven.

Danach sehe ich den Geistlichen das Vermögen der Kirche in die Dienste des Staates stellen und stelle automatisch Gedankengänge an. Wie jene Bezüge, welche der Historiker David Engels in seinem Buch „Der Verfall, die Krise der EU und der Fall der Römischen Republik: historische Analogien“ herstellt. Die zypriotische Sache ist gleichermaßen ein Fauxpas wie auch ein simpler Machtmissbrauch. Griechenland – fährt er fort – endete als „Semi-Provinz“ mit eingeschränkter Unabhängigkeit, die regiert wird von Vertretern des Europäischen Imperiums, das auf die schwache Union der antiken griechischen Städte verweist.
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