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Artikel Tagged ‘bail-in’

Sofortige Rekapitalisierung der Banken Griechenlands oder Bail-in

3. August 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.120 Kommentare ausgeschaltet

Von Seite der Zentralbank Griechenlands wird eine umgehende Rekapitalisierung der Banken angemahnt, da anderenfalls ein Schnitt der Guthaben droht.

Ein hochrangiger Funktionär der Griechischen Bank (TtE) warnt, die Rekapitalisierung der griechischen Banken müsse innerhalb des Jahres 2015 erfolgen, damit ein „Schnitt“ der Guthaben vermieden wird.

Wie Funktionäre der TtE meinen, sei nun das primäre Ziel Aller, dass die Rekapitalisierung innerhalb des laufenden Jahres und mittels der Finanzstabilitätsfazilität (FSF) und nicht über Kredite des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) erfolgt.
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Griechenland hat "Patent" auf "Schnitt" der Guthaben

5. Mai 2013 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 2.593 Kommentare ausgeschaltet

Ein historischer Rückblick zeigt, dass in Griechenland das vieldiskutierte bail-in schon praktiziert wurde, als es diesen Begriff noch gar nicht gab.

Die Sache mit der „Beschneidung“ der Guthaben verweist uns neunzig Jahre zurück, in das Jahrzehnt von 1920 und zu den berüchtigten Zwangsanleihen der Regierung Gounaris – Protopapadakis sowie der Diktatur unter Pagkalos.

Bis damals hatten in Griechenland die Bürger viele Male gesehen, wie sich ihre Einkommen durch wiederholte Abwertungen der Drachme verflüchtigten. Was sie jedoch 1922 und 1926 erlebten, überstieg nicht nur in der griechischen Geschichte jede vorherige „gesetzliche Konfiszierung“ von Einkommen, (Bank-) Guthaben und Vermögen.
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Der große Betrug auf Zypern

12. April 2013 / Aktualisiert: 19. April 2014 / Aufrufe: 3.939 5 Kommentare

Die europäischen Banken – speziell Frankreichs und Deutschlands – spekulierten mit Hilfe der EZB skrupellos zu Lasten Zyperns und trieben sein Bankwesen bewusst in den Ruin.

Die europäischen Banken spekulierten ohne jeden Skrupel zu Lasten der zyprischen Banken, und zwar mit Geldern, die sie sich praktisch zinslos von der Europäischen Zentralbank (EZB) liehen. Als ihr schmutzige Spiel zu Ende zu gehen schien, verschafften sie sich mit Hilfe der EZB die erforderliche Zeit, um keinen Schaden zu erleiden.

Die eiskalte Erpressung und der vorsätzliche Mord an Zypern hätten nicht geschehen können, wenn es nicht innerhalb seiner Mauern ‚Albträume‘ gegeben hätte. Das Beharren seiner Bürger jedoch, mit ihren Erpressern und Mördern in dem selben Haus wohnen zu bleiben, ist sicher masochistisch – da es sehr wahrscheinlich ist, dass sie über viele der kommenden Jahre weiterhin erpresst sowie ebenfalls gemeuchelt werden.
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Mit dem Euro ist Schluss!

7. April 2013 / Aktualisiert: 22. Juli 2013 / Aufrufe: 4.455 4 Kommentare

Die Einschränkung des freien Kapitalverkehrs in Zypern hat praktisch dazu geführt, dass der Euro dort weniger wert ist als in einem anderen Land.

Die Zyprioten – und alle, die ihre Gelder in Zypern hatten – haben bereits das erlebt, was bedrohend in der Atmosphäre der Eurozone schwebt. Es gibt fortan zwei Arten von Euro. Anders gesagt hat der Euro, der in Zypern in Umlauf ist, einen anderen Wert. In diesem Sinn kann man begründet annehmen, dass wir entweder zur Schaffung einer Eurozone der zwei Geschwindigkeiten oder in ihre Auflösung geführt werden.

Guntram Wolff, stellvertretender Direktor des europäischen Think Tanks Bruegel in Wirtschaftsthemen, führt an, „der freie Kapitalfluss zwischen den Banken unterschiedlicher Länder ist das signifikanteste Charakteristikum der Währungsunion. Wird dieser Verkehr eingeschränkt, ist der Wert des Euro auf dem Konto einer zyprischen Bank weniger wert als der (Euro), der auf ein Konto bei einer Bank eines anderen Landes eingezahlt worden ist. Praktisch bedeutet dies, dass der zyprische Euro kein Euro mehr ist. Mit der Einführung von Beschränkungen in der Bewegung von Kapital schaffte die Europäische Zentralbank praktisch eine neue Währung.
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Wahrheiten und Lügen über Bankenkrise in Zypern

5. April 2013 / Aktualisiert: 21. August 2020 / Aufrufe: 6.993 3 Kommentare

Laut dem ehemaligen geschäftsführenden Vorstand der Bank of Cyprus wurde das Bankwesen Zyperns vorsätzlich und systematisch in den Zusammenbruch geführt.

Der ehemalige geschäftsführende Vorstand der Bank of Cyprus (BOC), Andreas Iliadis, ist auf den Leiter der Zentralbank Zyperns und die ehemalige Regierung Zyperns wütend. In einem Artikel, den am 02 März 2013 das Internet-Portal StockWatch unter dem Titel „Wahrheiten und Lügen über den Ausverkauf der Bank of Cyprus“ publizierte, schildert er den Verlauf der Ereignisse, die Anfang Juli 2012 zu seinem Rücktritt und der heutigen Situation der Bank führten.

Andreas Iliadis löst sein 9-monatiges Schweigen und spricht von einem „gut vorbereiteten Plan zur Vernichtung des gesamten Bankwesens und hauptsächlich der Cyprus-Bank, die sich damals in einem guten wirtschaftlichen Zustand befand„.

Der ungekürzte Artikel des ehemaligen Geschäftsführers der BOC, Andreas Iliadis, wird nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben, die wie im griechischen Wortlaut in der 1. Person formuliert ist, die sich auf den Autor und nicht etwa das Team des Blogs bezieht.
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Katastrophale Regelungen für Kunden der Laiki und Cyprus Bank

1. April 2013 / Aktualisiert: 28. Juni 2018 / Aufrufe: 4.524 4 Kommentare

Die Kunden der Laiki Bank in Zypern laufen in Gefahr, fast ihre gesamten nicht durch die Einlagensicherung gedeckten Kontoguthaben zu verlieren.

Die Zentralbank von Zypern (CBC) erließ am 29 März 2013 zwei Verordnungen, mit denen für das Verfahren der Rekapitalisierung der Cyprus Bank und der Spaltung der Laiki Bank erheblich höhere als anfänglich veranschlagte „Haircuts“ der Sparguthaben vorgesehen werden. Die beiden Verordnungen heben signifikant den Beitrag der nicht durch die Einlagensicherung gedeckten Sparer an. Im Fall der Laiki laufen die nicht abgesicherten Anleger sogar in Gefahr, nach Abschluss des Liquidationsverfahrens praktisch ihr gesamtes nicht durch die Einlagensicherung gedecktes (sprich über 100.000 € hinausgehendes) Kapital zu verlieren, da alle Kredite der Laiki Bank auf die Cyprus Bank transferiert werden.

Am 30 März 2013 schritt die Zentralbank Zyperns zu weiteren Klarstellungen bezüglich der Umsetzung der Verordnungen über die Sanierung der Cyprus Bank und die Absorption der „guten“ Geschäftsbereiche der Laiki Bank. Zum besseren Verständnis der Sanierungsmaßnahmen, die kraft des Gesetzes über die Sanierung von Kredit- und anderen Instituten des Gesetzes 2013 auf die Cyprus Bank und die Laiki Bank auf Basis der am 25 März 2013 getroffene Vereinbarung der Eurogruppe mit der zyprischen Regierung angewendet werden, stellt die CBC Folgendes klar:
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Die Spaltung der Eurozone rückt näher

28. März 2013 / Aktualisiert: 28. September 2013 / Aufrufe: 3.294 3 Kommentare

Die aktuelle Politik in der Eurozone wird dazu führen, sich schließlich der Gewalt zuwenden zu müssen, um weiterhin gegen die Interessen des Volkes zu handeln.

Während der letzten acht Monate, bevor die Krise in Zypern voll zum Ausbruch kam, erinnerten verschiedene Leute mich – häufig mit einem Lächeln – andauernd an meine Prognosen gegen Ende 2011. Ich hatte erklärt, dass die Führer der Eurozone 10 Tage hätten, um den Euro zu retten. Eine ähnliche – wenn auch weniger dramatische – Prognose hatte ich 2006 gestellt, als ich geschrieben hatte, die Regierung unter Roman Ponti sei die letzte Chance Italiens gewesen, eine überlebensfähige Position in der Eurozone zu erreichen.

Die Regierung des Herrn Ponti erreichte dies nicht. Heute, 2013, befindet der Euro sich immer noch hier, Italien ist immer noch im Euro – und ich fahre darin fort, Prognosen zu stellen. Ich werde wieder unerschrocken damit fortfahren. Eine Eurozone, die aus so unterschiedlichen Ländern wie Deutschland und Zypern besteht, ist sogar auch dann nicht überlebensfähig, wenn die EU und Zypern es schaffen, zu einem Vergleich des letzten Augenblicks zu gelangen.
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