Ungedeckte Schecks erreichen neuen Höchststand

15. Oktober 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 243 Kommentare ausgeschaltet

Nach Angaben der griechischen TIRESIAS Bank Information Systems SA(vergleichbar mit der deutschen SCHUFA) erreichte im Zeitraum Januar – September 2009 der Nennwert der ungedeckten Schecks und protestierten Wechsel ein Rekordvolumen von insgesamt 2,6 Milliarden Euro. Schätzungen zufolge werden sich die ungedeckten Schecks bis Ende 2009 auf ein Volumen von über 3 Mrd. Euro summieren.
Konkret wurden von den Banken in den drei ersten Quartalen des laufenden Jahres 245.788 ungedeckte Schecks über insgesamt 2,42 Mrd. Euro abgestempelt (Vorjahreszeitraum: 77.067 Schecks über insgesamt 815,3 Mio. Euro). In dem selben Zeitraum wurden 113.042 Wechsel über insgesamt 184 Mio. Euro protestiert (Vorjahreszeitraum: 126,5 Mio. Euro).

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Filippos Petsalnikos ist neuer Parlamentsvorsitzender

15. Oktober 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 486 Kommentare ausgeschaltet

Filippos PetsalnikosFilippos Petsalnikos wurde zum neuen Vorsitzenden des griechischen Parlaments gewählt. Bei der Abstimmung in geheimer Wahl erhielt er 168 Stimmen, gegenüber 130 Enthaltungen und 1 ungültigen Stimme. Es ist das erste Mal, dass ein Parlamentsvorsitzender aus Nordgriechenland stammt.

Filippos Petsalnikos ist seit 25 Jahren Parlamentarier, Abgeordneter der mit 160 Sitzen im Parlament vertretenen Regierungspartei PASOK im Wahlbezirk Kastoria, bekleidete in der Vergangenheit verschiedene Ministerposten und Positionen als Staatssekretär und war auch bereits zweimal zu einem der stellvertretenden Vorsitzenden des griechischen Parlaments gewählt worden.

Staatlicher Fuhrpark soll rigoros reduziert werden

15. Oktober 2009 / Aufrufe: 295 Kommentare ausgeschaltet

Der aktuelle Umfang des staatlichen Fuhrparks in Griechenland ist unbekannt, beläuft sich jedenfalls auf weit mehr als 40.000 bis möglicherweise sogar über 60.000 Kraftfahrzeuge, die den Steuerzahler schätzungsweise jährlich etwa 350 Millionen Euro kosten. Einschlägigen Ehebungen zufolge summiert sich allein der jährliche Aufwand für Kraftstoff und Schmiermittel auf reichlich 250 Millionen Euro, wovon allerdings nur etwa 90 Millionen im Rahmen einer zweckgebundenen Nutzung der zahllosen Dienstwagen anfallen. Das übrige Geld fließt in Form illegaler Sachleistungen oder Vorteilsnahmen in private Taschen.

Die neue Regierung Papandreou will diesem maßlosen Missbrauch endlich Einhalt gebieten und sowohl den Umfang der staatlichen Fahrzeugflotte als insbesondere auch die generöse Zuteilung von Dienstwagen nachhaltig beschneiden. Innenminister Jannis Ragkousis erwartet bis Ende Oktober von allen öffentlichen Trägern eine detaillierte Inventur des jeweiligen Fahrzeugbestandes. Neuanschaffungen von Dienstfahrzeugen werden für die nächsten 3 Jahre global eingefroren, und bezüglich der Art bzw. des Hubraums einschlägiger Fahrzeuge gelten fortan strikte Beschränkungen. Nicht nur die bisherigen Nutznießer auf allen Ebenen der Verwaltung, sondern auch hochrangigere Funktionäre, Politiker, Parlamentarier und sogar Regierungsmitglieder werden von ihren kostspieligen Privilegien Abschied nehmen müssen.

ATHEX erreicht neuen Höchststand

14. Oktober 2009 / Aufrufe: 200 Kommentare ausgeschaltet

Der griechische Börsenindex ATHEX erreichte am 14. Oktober 2009 den höchsten Stand seit 13 Monaten. Während der Sitzung dieses Tages wurde ein Anstieg von 3,17% verzeichnet, womit der ATHEX auf 2.896,91 Punkte kletterte. Der Gesamtwert aller Transaktionen an der Börse in Athen belief sich auf 437,9 Millionen Euro, bei einem Volumen vorvereinbarter Termingeschäfte von 27,3 Millionen Euro.

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Bestreikung des Handelshafens Piräus geht in dritte Woche

13. Oktober 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 230 Kommentare ausgeschaltet

Containerhafen Piräus in GriechenlandDie Hafenarbeiter, Angestellten und Techniker der Handelshafenanlagen Piräus in Griechenland beschlossen erneut einen diesmal dreitägigen Streik vom 14. bis 16. Oktober sowie auch die globale Verweigerung jeglicher Wochenendarbeit am darauffolgenden Samstag und Sonntag. Damit wird der Handelshafen Piräus aufgrund des bereits seit dem 01. Oktober 2009 kontinuierlich andauernden Ausstandes der Beschäftigten wenigstens bis Anfang der nächsten Woche geschlossen bleiben.

Ungeachtet der angespannten Lage und zunehmenden Versorgungsengpässe, der fatalen wirtschaftlichen Folgen für zahlreiche griechische Unternehmen und Unternehmer, des immensen Schadens für die Volkswirtschaft und letztendlich auch der nachhaltigen Diskreditierung Griechenlands als internationaler Handelsstandort wollen die Gewerkschaften die Annullierung oder zumindest Neuverhandlung des Vertrages mit der chinesischen Hafenverwaltungsgesellschaft COSCO erzwingen. Dass es nicht nur um konstitutionelle Aspekte, sondern vielmehr auch die rücksichtlose Verteidigung überaus feudaler Privilegien geht, ist inzwischen ein offenes Geheimnis.
Informationen zufolge hat die COSCO grundsätzlich Verhandlungsbereitschaft signalisiert, andererseits jedoch auch bereits Kontakte in Albanien aufgenommen.

Fusion von ATEbank und Postbank dementiert

13. Oktober 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 210 Kommentare ausgeschaltet

Hellenische PostbankWährend der vergangenen Woche kursierten Gerüchte über eine geplante Fusion der Griechischen Agrarbank (ATEbank) und der Postbank (TT). Heute dementierte jedoch der Pressesprecher der Regierung Jorgos Petalotis ein solches Vorhaben und betonte, eine Verschmelzung der beiden Banken liege nicht in der Absicht der Regierung. Diese Erklärung beendete dem während der vergangenen Tage verzeichneten beachtlichen Anstieg der Kurse der Aktien beider Banken ein jähes Ende: die Aktie der ATEbank verlor 14,83%, die der Postbank 8,30%.

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Der Winter meldet sich an

13. Oktober 2009 / Aufrufe: 208 Kommentare ausgeschaltet

Ein nachhaltiger Witterungsumschwung mit Stürmen und zum Teil sehr heftigen Regenfällen und Gewittern beendet relativ früh die herbstliche Schönwetterphase. In einigen Höhenlagen werden sogar erste Schneefälle erwartet. Laut den meteorologischen Prognosen sollen die Phänomene bis zum Wochenende abklingen, die Temperaturen werden jedoch weiter sinken und erheblich unter dem Durchschnitt liegen. Ab dem 15. Oktober beginnt dann auch der in Griechenland über den Sommer grundsätzlich ausgesetzte Handel mit Heizöl. Angesichts der derzeitigen Marktlage wird mit einem Einstandspreis bei etwa 55 Cent pro Liter gerechnet.

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Kfz-Steuer soll in Griechenland vorerst unverändert bleiben

13. Oktober 2009 / Aktualisiert: 26. Oktober 2009 / Aufrufe: 274 Kommentare ausgeschaltet

Die im Juli 2009 unter der Regierung Karamanlis willkürlich beschlossene „grüne Abgabe“ (s. Kfz-Steuer in Griechenland) für erstmalig vor 2005 in Griechenland zugelassene Fahrzeuge soll gemäß bisherigen Verlautbarungen ausgesetzt werden. Die neue Regierung Papandreou will ein realitätsorientiertes Konzept ausarbeiten und die Höhe der Kfz-Steuer nicht von dem Datum der Zulassung eines Fahrzeuges, sondern den im Rahmen der TÜV-Untersuchung festgestellten Emmissionen abhängig machen.

Vizepräsident des Obersten Gerichtshofs legt Amt nieder

12. Oktober 2009 / Aufrufe: 170 Kommentare ausgeschaltet

Georgios Anemogiannis, bisher Präsident der Kammer A‘ und Vizepräsident des Obersten Gerichtshofs in Griechenland, reichte seinen Rücktritt ein.  Er wird den Aufgabenbereich des Leiters des Rechtsbüros des Ministerpräsidenten übernehmen.

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Streik im Handelshafen Piräus geht weiter

11. Oktober 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 278 1 Kommentar

Warencontainer der COSCODie gewerkschaftlichen Organe der Hafenarbeiter und Angestellten des Hafens Piräus in Griechenland haben erneut einen 48-stündigen Streik beschlossen, der ab Montag, dem 12. Oktober 2009 nahtlos an die inwzischen 11 Tage andauernde Bestreikung des größten griechischen Handelshafens anknüpft. Mit den Streiks soll die Annullierung der bereits 2006 eingeleiteten und schließlich in aller Form rechtskräftig besiegelten Übertragung des Managements an die chinesische Hafenverwaltungsgesellschaft COSCO erzwungen werden. Im Kern geht es darum, angesichts der beabsichtigten Modernisierung und Rationalisierung des Hafenbetriebes befürchtete Verluste von Arbeitsplätzen, aber auch exklusiver Privilegien zu verhindern.