Brutaler Mord an einem Taxifahrer in Thessaloniki in Griechenland

25. Dezember 2009 / Aufrufe: 373 Kommentare ausgeschaltet

Am frühen Morgen des ersten Weihnachtages wurde in dem Stadtteil Pylea in Thessaloniki / Griechenland ein Taxifahrer ermordet in seinem Fahrzeug aufgefunden. Dem 32-jährigen Fahrer waren mit einem Messer schwere Verletzungen am Hals zugefügt worden.

Laut den bisher bekannt gegebenen Informationen war der 32-jährige Taxifahrer mit einem fest um seinen Hals geschlungenen Schal an die Kopfstütze des Fahrersitzes gefesselt und dann mit sechs tiefen Messerstichen in Hals und Gesicht ermordet worden. Die Indizien deuten darauf hin, dass der Mord nicht im Rahmen eines Raubüberfalles verübt wurde, da der oder die Täter das im Fahrzeug befindliche Geld zurückließen.

Vor nicht langer Zeit war im Gebiet von Thessaloniki ein ähnlicher Anschlag auf einen Taxifahrer verübt worden, der von einem nach wie vor unbekannten Täter ebenfalls durch Messerstiche schwer verletzt worden war, allerdings gerettet werden konnte und in diesen Tagen aus dem Krankenhaus entlassen wurde.

Die Taxifahrer in Thessaloniki haben für den Tag der Beerdigung ihres ermordeten Kollegen einen allgemeinen Streik angekündigt.

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Schweinegrippe scheint in Griechenland abzuklingen

25. Dezember 2009 / Aktualisiert: 15. Januar 2010 / Aufrufe: 107 Kommentare ausgeschaltet

Laut dem aktuellen Wochenbericht des griechischen Zentrums für Krankheitskontrolle und Vorbeugung (KEELPNO) zeichnet sich in Griechenland ein leichter Rückgang der Neuinfektionen mit der Schweinegrippe ab.

Wie die Spezialisten beobachten, scheint die Welle der Pandemie in eine abklingende Phase übergegangen zu sein. Damit ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass es während der weiteren Dauer des Winters, aber auch zu Beginn des Frühlings eine zweite oder sogar auch dritte Infektionswelle geben wird.

Während der vergangenen Woche bestätigten die autorisierten Laboratorien 1.336 neue Fälle von Infektionen mit dem Virus H1N1. Die Gesamtzahl der offiziell bestätigten und erfassten Erkrankungsfälle in Griechenland liegt damit inzwischen bei rund 14.000, während bis heute (25.12.2009) 60 Personen an der Schweinegrippe starben. Von der Summe aller in den Laboratorien auf den Virus H1N1 untersuchten Abstriche erwiesen sich 48,2% als positiv.

Ebenso wurde gemäß den veröffentlichten Daten des KEELPNO ein Rückgang bei dem Anteil jener Patienten beobachtet, die mit Grippesymptomen einen Arzt besuchten. Auf je 1.000 Arztbesuche kamen jeweils ungefähr 42 solcher Fälle.

Was die Schulen betrifft, blieben während der vergangenen Woche im Grundschulbereich etwa 8 % und bei den weiterführenden Stufen etwa 14 % der Schüler wegen Grippeerkrankungen dem Unterricht fern.

Psychopath schießt willkürlich auf Passanten in Griechenland

25. Dezember 2009 / Aktualisiert: 23. Februar 2010 / Aufrufe: 187 Kommentare ausgeschaltet

Die griechische Polizei hat eine Großfahndung nach dem „Pistolero mit dem schwarzen Jeep“ gestartet, der in Athen in verschiedenen Gegenden innerhalb weniger Tage fünf Anschläge verübte und vier ahnungslose Passanten zum Teil erheblich verletzte. Zwei der Opfer des offensichtlich schwer geistesgestörten Täters befinden sich in stationärer Behandlung, ohne jedoch in direkter Lebensgefahr zu schweben.

Bisher liegen keine verwertbaren Spuren vor, die zur Identifizierung und Festnahme des Psychopathen führen könnten. Verlautbarungen zufolge ist den Fahndern bisher nur bekannt, dass der Täter einen schwarzen Jeep Cherokee mit dunkler Verglasung und eine Waffe mit einem Kaliber von 22 mm benutzt.
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Beunruhigender Anstieg der Kriminalität in Griechenland

24. Dezember 2009 / Aufrufe: 590 Kommentare ausgeschaltet

Griechenland erlebt einen beunruhigenden Anstieg der Kriminalität. Die griechische Polizei gab im Vergleich zum Vorjahresraum unter anderem einen Anstieg der Raubüberfälle um knapp 42 % bekannt. Nicht mindere Sorgen bereitet der enorme Anstieg der Brutalität, die selbst bei eher der alltäglichen Kleinkriminalität zuzuordnenden Delikten zu Tage gelegt wird.

Gemäß den am Mittwoch (23.12.2009) veröffentlichten offiziellen Daten wurden im Jahr 2008 in ganz Griechenland 2.948 Raubüberfälle verübt, währen im laufenden Jahr 2009 bereits 4.185 Raubüberfälle verzeichnet wurden. Die Aufklärungsrate sank dagegen von im Jahr 2008 noch 31,13 % auf 27,41 % im Jahr 2008.

Die Mordfälle stiegen 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 8,40 % bzw. auf 129 Fälle, an während die Aufklärungsrate von 81,99% auf 76,53% sank.

Bei den gemeldeten Fahrzeugdiebstählen beläuft sich laut den Angaben der Polizei der Anstieg auf 11,05 %, die Aufklärungsrate sank auf 43,33 %.

Schließlich wurden 2009 in ganz Griechenland auch 65.558 Einbrüche genmeldet, was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von 6,13 % entspricht, während die Aufklärungsrate geringfügig auf 17,90 % sank.

Es ist allerdings anzumerken, dass insbesondere Eigentumsdelikte wie Einbrüche, Diebstähle usw. nicht zuletzt angesichts der niedrigen Aufklärungsraten zunehmend gar nicht mehr gemeldet, sondern als gegeben hingenommen werden. Über die Höhe der Dunkelziffern können folglich nur Vermutungen angestellt werden.

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Einer von zwei Griechen betrachtet Einwanderer als Bedrohung

23. Dezember 2009 / Aktualisiert: 23. Februar 2010 / Aufrufe: 348 Kommentare ausgeschaltet

Die Meinungen von Griechen und Einwanderern zu dem Phänomen der Immigration gibt eine in ganz Griechenland durchgeführte repräsentative Erhebung der Kapa Research wieder. Auf die Frage „Was stellt die Anwesenheit der Immigranten in Griechenland dar“ antworten 56 % der Griechen mit „Bedrohung“, 30,6 % mit „Chance“ und 17,8 % äußern keine Meinung.

Bei der Erhebung wurden sowohl Griechen als auch Immigranten befragt.
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Rückwirkende Sondersteuer auf Einkommen 2007 in Griechenland verfassungswidrig

22. Dezember 2009 / Aktualisiert: 22. April 2010 / Aufrufe: 250 1 Kommentar

Das Verwaltungslandgericht Athen erklärte die noch unter der Regierung Karamanlis im Jahr 2009 beschlossene Maßnahme der rückwirkenden Besteuerung der Einkommen des Jahres 2007 als verfassungswidrig. Das Gericht begründete seinen Beschluss damit, dass gemäß der Verfassung die rückwirkende Verfügung jeder beliebigen Besteuerung oder Belastung über das vorherige Fiskaljahr hinaus widerrechtlich sei.

Bei dem Urteil handelt es sich um das erste in den zahlreichen anhängigen Klagen, die von Steuerpflichtigen bei den Verwaltungsgerichten Griechenlands eingereicht worden sind. Da der Beschluss von einem Landgericht erging, wird ihm besonderes Gewicht beigemessen.

Die Klage war von einem Steuerpflichtigen erhoben worden, von dem das Finanzamt Psychiko die Zahlung einer rückwirkenden Sonderabgabe in Höhe von 10.000 Euro gefordert hatte. Das Gericht ordnete in seinem Urteil die Rückzahlung des Betrages an. Bezeichnenderweise war von Seite des Staates nicht einmal ein Vertreter bei dem Prozess anwesend.

Schätzungen zufolge sind ungefähr 2.000 Anträge auf Ausnahme von der Verpflichtung zur Zahlung der rückwirkenden Sondersteuer gestellt worden. In einigen bereits entschiedenen Fällen wurde die vorläufige Aussetzung der Zahlungspflicht verfügt.

Allem Anschein nach ist zu erwarten, dass der Fall vor den Obersten Verwaltungsgerichtshof in Griechenland gebracht werden wird, um im Laufe des Jahres 2010 eine Entscheidung zu erlangen. Der Staat wird gegen das Urteil des Verwaltungslandgerichts Berufung einlegen, das letzte Wort wird jedoch schließlich der Oberste Gerichtshof haben.

Griechenland will Bestellung von Impfstoff gegen Schweinegrippe stornieren

21. Dezember 2009 / Aufrufe: 168 Kommentare ausgeschaltet

Angesichts der Unwilligkeit der breiten Bevölkerung, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen, führt das griechische Gesundheitsministerium Verhandlungen über die Stornierung der Bestellung von 8 Millionen Impfdosen gegen die Neue Grippe mit einem Bestellwert von etwa 60 Millionen Euro.

Wie Gesundheitsministerin Mariliza Xenogiannakopoulou erklärte, steht die Regierung in Verhandlungen über die Stornierung der kurz vor den Parlamentswahlen im Oktober 2009 aufgegebenen Impfstoff-Bestellung, weil das Land und insbesondere das Gesundheitssystem das Geld nötig habe.

Wie von Seite des Gesundheitsministeriums bekannt gegeben wurde, haben sich im Rahmen der vor etwa einem Monat angelaufenen Massenimpfung gegen die Schweinegrippe in Griechenland ungefähr 320.000 Personen impfen lassen. Diese Anzahl reiche jedoch nicht aus, um einen Schutzschild für die allgemeine Bevölkerung gegen die Neue Grippe darzustellen, und das Impfprogramm werde noch weitere drei Monate fortgesetzt.

Es sei angemerkt, dass Griechenland während der Periode des internationalen Runs auf den damals noch gar nicht verfügbaren Impfstoff gegen die Schweinegrippe insgesamt 16 Millionen Impfdosen bestellt hatte. Damals war unter anderem nicht klar, ob eine einmalige Schutzimpfung ausreichen oder eine Wiederholung der Impfung erforderlich sein würde.

Jedenfalls wird Griechenland selbst im Fall der Möglichkeit einer Stornierung der in Rede stehenden anhängigen Partie von 8 Millionen Impfdosen immer noch auf Millionen nicht benötigter Impfdosen sitzen bleiben.

Langfristige Sperrung der Nationalstraße Athen – Thessaloniki bei Tempe

19. Dezember 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 671 Kommentare ausgeschaltet

Felsschlag bei TempiNach der Sperrung der Nationalstraße 1 / Europastraße 75 Athen – Thessaloniki im Tal von Tempe (Tempi) in Griechenland wegen umfangreicher Erdrutsche und Felsschläge wird der Straßenverkehr zwischen Nordgriechenland und Zentral- / Südgriechenland weiträumig umgeleitet. Aufgrund der teilweise völlig unzureichenden Kapazität der Umgehungsstrecken kommt es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Sperrung des Straßenabschnittes bei Tempi wird möglicherweise mehrere Monate bestehen bleiben müssen.

Wie die Verkehrspolizei inzwischen bekannt gab, werden PKW und Kleinlastwagen mit einem Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen aus Richtung Thessaloniki bei Katerini  über den Knoten Korinos Pieria in Richtung Agios Dimitrios umgeleitet und setzen mittels der Nationalstraße Katerini – Elassona – Tirnavos – Ampelonas – Gyrtoni die Fahrt über die alte Nationalstraße Larisa – Thessaloniki bis zur Landstraße Sikourio – Larisa fort, wo sie wieder auf die Nationalstraße 1 (Athen – Thessaloniki) auffahren.

Alle auf der Nationalstraße 1 aus Richtung Thessaloniki kommenden Busse und Lastwagen mit einem Gesamtgewicht ab 3,5 Tonnen werden Klidi / Imathia auf die Egnatia-Straße Veria – Kozani geleitet, von wo aus sie mittels der Nationalstraße Kozani – Elassona – Tirnavos – Ampelonas – Gyrtoni die Fahrt über die alte Nationalstraße Larisa – Thessaloniki zur Landstraße Sikourio – Larisa fortsetzen und über den Knoten Sikourio wieder auf die Nationalstraße 1 auffahren.

Aus Richtung Athen kommende PKW und Kleinlastwagen mit einem Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen werden am Knoten Sikourio auf die Landstraße Sikourio – Larisa umgeleitet und setzten dann mittels der alten Nationalstraße Larisa – Thessaloniki die Fahrt über die Landstraße Gyrtoni – Ampelonas – Tirnavos – Elassonas – Agios Dimitrios – Katerini fort, wo sie wieder auf die Nationalstraße 1 auffahren.

Die aus Richtung Athen kommenden Busse und Lastwagen mit einem Gesamtgewicht ab 3,5 Tonnen werden ebenfalls am Knoten Sikourio umgeleitet und folgen der selben Route bis Mikro Eleftherohori, ab dort der Egnatia-Straße Kozani – Veria und fahren am Knoten Klidi / Imathia wieder auf die Nationalstraße 1 auf.

Die Verkehrspolizei wird während der gesamten Dauer dieser Sondermaßnahmenan an allen neuralgischen Punkten präsent sein. Ebenfalls wurden Schneeräumfahrzeuge in die Gebiete bei Agios Dimitrios und Elassona entsandt, um im Fall beginnender Schneefälle unmittelbar eingesetzt werden zu können. Schließlich wurde bei Larisa auch ein Hubschrauber stationiert und befindet sich in ständiger Einsatzbereitschaft.

Wie verlautbar wurde, wird der Abschnitt der Nationalstraße Athen – Thessaloniki im Tal bei Tempe / Tempi möglicherweise erheblich länger als anfänglich angenommen gesperrt bleiben müssen, inzwischen war bereits die Rede von 3 Monaten. In dem Erdrutschgebiet werden derzeit Trassen bereinigt, damit ein Team aus der Schweiz erwarteter Spezialisten die Ursachen der Erdrutsche und Felsabgänge erforschen kann.

Nationalstraße Athen – Thessaloniki für Wochen bei Tempe gesperrt

18. Dezember 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 365 Kommentare ausgeschaltet

Felsschlag im Tal von TempeDie griechische Nationalstraße Nr. 1 bzw. Europastraße 75 Athen – Thessaloniki wird nach ausgedehnten Erdrutschen und Felsschlägen im Tal von Tempe (Tempi) für wenigstens einen Monat gesperrt bleiben.

Der italienische Projektleiter und Ingenieur des Konsortiums, welches den Ausbau des konkreten Straßenabschnittes im Durchbruchtal von Tempe ausführt, wurde während einer Inspektion des verwüsteten Bauabschnittes bei einem plötzlich einsetzenden erneuten Steinschlag unter einem Auto begraben und verlor sein Leben.

Die Nationalstraße Athen – Thessaloniki stellt die einzige und somit wichtigste direkte und durchgehende Nord-Süd-Verkehrsachse für den Straßenverkehr in Griechenland dar. Gemäß ersten Einschätzungen wird der Abschnitt bei Tempe wenigstens einen Monat, möglicherweise jedoch auch erheblich länger für den Verkehr gesperrt bleiben, womit Griechenland verkehrstechnisch praktisch in zwei Teile geschnitten ist.

Wie seitens des Ministeriums für Infrastrukturen verlautbar wurde, wird ein Technikerstab des Ministeriums untersuchen, in wie weit die Möglichkeit einer sicheren Weiterführung des Bauprojektes gegeben ist. Für die Zeit der Sperrung der Nationalstraße im Tal von Tempe wird der Verkehr weiträumig über Ausweichstrecken und Umgehungsstraßen umgeleitet, was mit erheblichen Schwierigkeiten und massiven Verkehrsbehinderungen verbunden ist.

Angekündigte Kürzung der Diäten entzweit Parlamentarier in Griechenland

18. Dezember 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 405 1 Kommentar
Georgios Papandreou
Jorgos Papandreou
Vorsitzender der PASOK-Partei und Premierminister der Regierung in Griechenland

Die von dem griechischen Premierminister Jorgos Papandreou angekündigte Kürzung der Bezüge des Premierministers, der Minister und der Abgeordneten traf auf teilweise sehr heftige Gegenreaktionen der Abgeordneten aller Parteien, ausgenommen der KKE (Kommounistiko Komma Ellados = Kommunistische Partei Griechenlands).

Der Vorsitzende des griechischen Parlaments Filippos Petsalnikos selbst erklärte, dass zuerst das Parlament seine Ausgaben für das Fiskaljahr 2010 verringert und damit ein Zeichen für die Notwendigkeit der Reduzierung der Ausgaben in dieser Periode der wirtschaftlichen Krise gesetzt habe. In Kooperation mit dem Minister für Finanzen werde nach Wegen für einen weiteren Beitrag des Parlaments zur Verbesserung der staatswirtschaflichen Verhältnisse des Landes gesucht. Filippos Petsalnikos erinnerte ebenfalls daran, dass die Abgeordneten bereits 2009 einstimmig für eine Minderung ihrer Diäten um 5% gestimmt hatten und diese Kürzung auch für das Jahr 2010 fortbesteht.

Obwohl noch nicht beschlossen worden ist, ob die Minderung der Bezüge und Diäten in Form einer horizontalen Kürzung in der Größenordnung von 10% oder aber durch Abschaffung der privilegierten eigenständigen Besteuerung erfolgen soll, haben sich die Abgeordneten des griechischen Parlaments bereits in zwei Lager gespalten. Von der einen Seite – überwiegend Abgeordneten der vorherigen Regierungspartei ND – wird das Thema strikt abgelehnt, von der anderen Seite – hauptsächlich Abgeordneten der derzeitigen Regierungspartei PASOK – wird öffentlich die „Bereitschaft zu Opfern“ erklärt.

Ausgerechnet einige hochkarätige „Berufspolitiker“ äußerten sich äußerst provozierend gegen die geplante Kürzung der Abgeordnetenvergütungen und stellten damit ohne jegliche Scham in aller Öffentlichkeit klar, das – falls überhaupt jemals vorhandene – Verständnis für die reale Lage der Masse des Volkes definitiv verloren zu haben. Den Vogel schoss allerdings wohl der Abgeordnete der ND-Partei Kedikoglou mit seiner Drohung ab, im Fall einer Kürzung der Diäten sein Büro in der Provinz zu schließen und auch im Parlament „nicht mehr seine politischen Freunde zu empfangen„!

Jorgos Karatzaferis, Vorsitzender der LAOS-Partei, sprach sich dagegen sogar ausdrücklich für eine Kürzung der Bezüge der Parlamentarier um 50% aus: „Ich glaube, dass wir Abgeordnete für die Dauer der Krise eine Kürzung der Bezüge um 50% beschließen müssen. Wir können dem griechischen Volk nicht sagen, den Gürtel enger schnallen zu müssen, während wir es uns auf dem Polster der (monatlich) 7.000 Euro bequem machen.

Ergänzend sei angemerkt, dass sich – auf Monatsbasis umgerechnet – die Gesamtbezüge zahlreicher Parlamentarier in Griechenland im fünfstelligen Bereich bewegen. Einzig und allein die Abgeordneten der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) zahlen ihre Vergütungen seit eh und je in die Parteikasse ein und behalten für die persönlichen Bedürfnisse nur einen relativ bescheidenen Betrag zurück, der in etwa dem Gehalt eines für griechische Verhältnisse gut bezahlten Facharbeiters entspricht.