Spar- und Steuermaßnahmen in Griechenland treiben Mittelstand in die Pleite

30. August 2010 / Aktualisiert: 24. August 2013 / Aufrufe: 388 Kommentare ausgeschaltet

Infolge der Rezession ist in Griechenland fast die Hälfte aller Mittelständler inzwischen nicht einmal mehr in der Lage, die gesetzlichen Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen.

Die von der „Troika“ (= IWF, EZB und EU) aufgezwungenen Maßnahmen haben Griechenland in eine tiefe Rezession gestürzt. Laut einem Bericht der griechischen Tageszeitung To Vima stellen immer mehr kleine und mittlere Unternehmen, Freiberufler, Handwerker und Kaufleute  die Zahlungen an Fiskus und Versicherungsträger ein. Die von dem Präsidenten des allgemeinen Verbandes der Freiberufler, Handwerker und Kaufleute in Griechenland (GSEBEE) dem wirtschaftlichen Regierungsstab präsentierten Daten schockieren: fast die Hälfte der Versicherten, die bei der – immerhin den zweitgrößten gesetzlichen Versicherungsträger in Griechenland darstellenden – Versicherungsanstalt für Selbständige (OAEE) zwangsversichert sind, zahlen keine Beiträge mehr!

Konkret informierten die Herren D. Asimakopoulos und N. Skorinis (Präsident und Generalsekretär der GSEBEE) den Finanzminister Georgios Papakonstantinou, die Wirtschaftsministerin Louka Katzeli, den Staatssekretär Staatsekretär für Arbeit G. Koutroumanis und den Staatssekretär für Umwelt I. Maniatis darüber, dass von den 830.000 Versicherten der OAEE 410.000 nicht ihre Pflichtbeiträge bezahlen. Die Mehrzahl der Betroffenen schuldet sogar im Durchschnitt Beiträge in Höhe von jeweils 10.000 – 12.000 Euro.
Gesamten Artikel lesen »

Ab September 2010 strenges Rauchverbot in Griechenland

27. August 2010 / Aktualisiert: 31. August 2010 / Aufrufe: 536 Kommentare ausgeschaltet

Ab September 2010 tritt in Griechenland ein strenges Rauchverbot in Kraft, welches unter anderem auch Geldstrafen für uneinsichtige Raucher vorsieht.

Bereits seit Anfang Sommer 2009 besteht in Griechenland ein partielles Rauchverbot, welches jedoch etliche Ausnahmeregelungen vorsah und im übrigen auf Breiter Basis kaum eingehalten wurde. Ab dem 01. September 2010 tritt nun ein erheblich strengeres Rauchverbot in Kraft und soll laut Gesundheitsministerin Mariliza Xenogiannakopoulou entgegen der bisherigen Praxis auf jeden Fall durchgesetzt werden.
Gesamten Artikel lesen »

Kategorien: Allgemein
Tags: ,

Griechenland wird zu weiteren Steuermaßnahmen gezwungen

24. August 2010 / Aufrufe: 501 1 Kommentar

IWF, EZB und EU zwingen Griechenland neue Maßnahmen auf, die dem griechischen Fiskus in den beiden nächsten Jahren rund 10 Milliarden Euro zusätzlich einbringen sollen.

Spätestens ab 2011 sollen in Griechenland zehn neue direkte und indirekte Steuern in Kraft treten, um allein in diesem Jahr das Steueraufkommen um weitere 5 Milliarden Euro zu erhöhen. Das Steuerpaket umfasst Sonderabgaben zu Lasten Gewerbetreibender, Selbständiger und Unternehmen, neue Luxussteuern, Ausweitung und Erhöhung der Besteuerung von Immobilien sowie nicht zuletzt auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel und sonstige Basisgüter von derzeit 11% auf 23%!

Weitere Maßnahmen beziehen sich unter anderem auf die kräftige Erhöhung der Krankenhaustarife und Einführung von Praxisgebühren für ambulante Behandlungen, Erhöhung der Tarife im Beförderungswesen, Erhöhung der Strompreise insbesondere für private Haushalte und landwirtschaftliche Verbraucher, und Erhöhung der Gebühren und Tarife der öffentlichen gemeinnützigen Unternehmen.

Insgesamt sollen die neuen Maßnahmen dem griechischen Fiskus 9,775 Milliarden Euro einbringen, davon 6,350 Milliarden Euro im Jahr 2011 und 3,425 Milliarden Euro im Jahr 2012. Die (bisher zum größten Teil noch nicht konkretisierten) ab 2011 in Kraft tretenden Steuermaßnahmen können in 10 Punkten umrissen werden:
Gesamten Artikel lesen »

Preiskampf bei Zigaretten in Griechenland

12. August 2010 / Aktualisiert: 31. August 2010 / Aufrufe: 2.000 Kommentare ausgeschaltet

Der Zug der Philip Morris, in Griechenland ein Kleinpaket Marlboro für 3 Euro auf den Markt zu bringen, gilt als casus belli für die Konkurrenten, die entsprechend reagieren wollen.

Die rigorose Erhöhung der Zigarettensteuer in Griechenland hat etliche Konsumenten offensichtlich dazu bewegt, auf billigere Marken umzusteigen oder / und den Konsum einzuschränken: nach den letzten Steuermaßnahmen verzeichnete die Branche erneute Umsatzrückgänge von bis zu 20 Prozent.

Einerseits würde die Tabakindustrie den Preis für ein Paket Zigaretten gerne über 4 Euro halten, um auch weiterhin zufriedenstellende Gewinne zu erzielen, was sinngemäß ebenfalls für den Groß und Einzelhandel gilt. Andererseits scheinen jedoch auf dem griechischen Markt aufgrund der tiefen Rezession einfach keine weiteren Preiserhöhungen durchsetzbar zu sein.
Gesamten Artikel lesen »

Inflation in Griechenland auf neuem Höchststand

7. August 2010 / Aufrufe: 890 Kommentare ausgeschaltet

Die Inflationsrate in Griechenland stieg im Juli 2010 auf fünfeinhalb Prozent und erreichte damit einen neuen Höchststand.

Infolge der ersten Welle der Steuererhöhungen kletterte in Griechenland die Inflationsrate bereits im April 2010 auf knapp 5 Prozent und steigt seitdem unaufhaltsam weiter in die Höhe. Zwar wurde im Juni 2010 im Vergleich zum Vormonat eine minimal rückläufige Entwicklung der Teuerungsrate auf 5,2 Prozent verzeichnet, im Juli 2010 erreichte dann jedoch die Preissteigerungsrate mit 5,5 Prozent wieder einen neuen Höchststand. Als primärer Grund für die enorme Teuerung gelten die erneuten Steuererhöhungen, gefolgt von den strukturellen Schwächen des inländischen Markts und der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit.

Im Vergleich zu Juni 2010 wirkte sich im Juli zwar der begonnene Sommerschlussverkauf günstig auf die Inflationsrate aus, andererseits wurde jedoch die Preissteigerung durch die Anfang Juli in Kraft getretenen erneut erhöhten Mehrwertsteuersätze, steigende Benzinpreise, die Erhebung der Mehrwertsteuer auf die Beförderungstarife der Taxi und Preiserhöhungen bei Fleisch, Molkereiprodukten, Medikamenten, Autos und Haushaltswaren weiter angeheizt.
Gesamten Artikel lesen »

Lastwagenbesitzer in Griechenland setzen Streik aus

1. August 2010 / Aufrufe: 209 Kommentare ausgeschaltet

Die Besitzer der Lastwagen und Tankwagen in Griechenland beschlossen am Sonntag, ihren bereits eine Woche andauernden Streik bis auf weiteres auszusetzen.

Im Rahmen der am Sonntag, dem 01. August 2010 abgehaltenen Generalversammlung der Eigentümer der LKW in Griechenland wurde schließlich mit knapper Mehrheit beschlossen, den Streik der Lastwagenbesitzer bis auf weiteres auszusetzen. Ab Montag, dem 02. August 2010 werden folglich die seit einer Woche stillgelegten Fahrzeuge der Spediteure und Transportunternehmen die Versorgung des Marktes mit Treibstoff und Gütern wieder aufnehmen.

Gleichzeitig unterstrichen die LKW-Besitzer, dass sie von Seite der Regierung die Aufhebung der Zwangsmobilisierung erwarten und ihren Kampf fortsetzen werden, falls das Ministerium die geleisteten Zusagen nicht einhalten werde. Verkehrsminister Dimitris Reppas stellte allerdings klar, dass der zugesagte Dialog sich auf die unterbreiteten Vorschläge (unter anderem bezüglich steuer- und versicherungstechnischer Themen) beschränken wird, die geplante Freigabe des Transportsektors als solche jedoch nicht zur Diskussion stehe.

LKW-Besitzer in Griechenland setzen Streik trotz Mobilmachung fort

31. Juli 2010 / Aufrufe: 492 Kommentare ausgeschaltet

Die Eigentümer der Lastwagen und Tankwagen in Griechenland setzen ihren Streik unbefristet fort und widersetzen sich auch aktiv der verfügten Zwangsmobilisierung.

Trotz erheblicher Differenzen in den eigenen Reihen beschlossen die Organe der Verbände der Besitzer der für den Nah- und Fernverkehr lizenzierten LKW und Tankwagen am Freitagnachmittag (30. Juli 2010), ihren am vergangenen Montag (26. Juli 2010) begonnenen Streik unbefristet fortzusetzen. Die LKW-Besitzer bzw. Inhaber der entsprechenden Lizenzen wollen auf diese Weise die Regierung zwingen, den Gesetzentwurf zur Liberalisierung des Straßentransportwesen in Griechenland zurückzunehmen.

Die griechische Regierung hat inzwischen eine „Zwangsmobilisierung“ verfügt – was im Klartext bedeutet, dass – vergleichbar zu dem deutschen Notstandsgesetz – die Fahrzeuge angesichts eines nationalen Notstands praktisch (vorübergehend) beschlagnahmt und / oder deren Besitzer bzw. Fahrer gezwungen werden, die Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen bzw. regulär zu betreiben.
Gesamten Artikel lesen »

Lage auf Flughäfen in Griechenland normalisiert sich

27. Juli 2010 / Aufrufe: 262 Kommentare ausgeschaltet

Die Lage auf den Flughäfen und im Flugverkehr in Griechenland entspannt sich, da die Mehrzahl der nationalen und internationalen Flüge wird wieder planmäßig durchgeführt wird.

Nach den Strapazen der vergangenen Tage, die durch den am Samstag, dem 24. Juli 2010 beschlossenen  und ab Mitternacht zum Sonntag begonnenen Bummelstreik der griechischen Fluglotsen verursacht wurden, beginnt sich seit Dienstag, dem 27. Juli 2010 die Lage im Flugverkehr wieder zu normalisieren. In einer Geste des guten Willens haben die Fluglotsen nach einem Treffen mit der Führung des Ministeriums für Transportwesen und Infrastrukturen ihren Bummelstreik eingestellt und fertigen den Luftverkehr wie gewohnt ab.

Laut den Angaben des internationalen Flughafens Athen „Eleftherios Venizelos“ erfolgen am heutigen Dienstag die Flüge planmäßig. Wo sich fallweise kleinere Verzögerungen abzeichnen, sind diese nicht auf den bis gestern andauernden Bummelstreik der Fluglotsen zurück zu führen.

Im Rahmen der am Montagnachmittag erfolgten Begegnung der Vertreter der Fluglotsen und der politischen Führung des Verkehrsministeriums konnten sich die beiden Seiten bezüglich des Gesetzentwurfs nähern, den das Ministerium zur Reorganisation der Behörde für Zivilluftfahrt forciert. Von Seite des Ministeriums wurde zugesichert, dass der Sektor der Luftfahrt wirtschaftlich und verwaltungstechnisch eigenständig bleiben werde.

Versorgungsprobleme in Griechenland wegen Streik der Lastwagenbesitzer

26. Juli 2010 / Aktualisiert: 30. Juli 2010 / Aufrufe: 736 2 Kommentare

In Griechenland sind ernsthafte Versorgungsengpässe infolge des unbefristeten Streiks der Besitzer von Lastwagen und Tankwagen zu erwarten, die gegen die Liberalisierung der Branche protestieren.

Die Besitzer für den inländischen Nah- und Fernverkehr bzw. Speditionsverkehr lizenzierter Lastwagen und Tankwagen treten ab Montag, dem 26. Juli 2010 in einen unbefristeten Streik aus Protest gegen den – nicht zuletzt auch von der EU aufgezwungenen – Beschluss der griechischen Regierung, zur Liberalisierung des bisher „geschlossenen“ (sprich staatlich regulierten) Sektors der Straßentransporte in Griechenland zu schreiten und parallel die betroffenen Lizenzinhaber / Spediteure zur Gründung entsprechender Unternehmen (Gesellschaften für Straßentransport) in Form von Aktiengesellschaften (AG) oder Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) zu verpflichten.

Obwohl der unbefristete Streik ursprünglich ab dem 27. August 2010 geplant war, beschlossen die Besitzer der Lastwagen und Tankwagen, ab sofort inmitten der laufenden touristischen Hochsaison in den Ausstand zu treten, um somit bewusst und vorsätzlich die allgemeine Versorgung des inländischen Marktes nachhaltig zum Zusammenbruch zu bringen.
Gesamten Artikel lesen »

Bummelstreik der Fluglotsen in Griechenland behindert Flugverkehr

25. Juli 2010 / Aufrufe: 526 Kommentare ausgeschaltet

Der am 25. Juni 2010 begonnene Bummelstreik der Fluglotsen in Griechenland führt zu erheblichen Behinderungen im Flugverkehr und auch zur Streichung von Flügen.

Nachdem die ursprünglich ab Sonntag, dem 25. Juni 2010 geplanten fortlaufenden 24-stündigen Streiks der Fluglotsen in Griechenland auf Beschluss des Landgerichts Athen als rechtswidrig und missbräuchlich erklärt wurden, üben die Fluglotsen nun strikten „Dienst nach Vorschrift“ aus. Aufgrund des Bummelstreiks kam es allein auf dem internationalen Flughafen „Eleftherios Venizelos“ bei Athen bis zum fSonntagnachmittag bei über 120 Flügen zu Verspätungen von bis zu vier Stunden oder mehr, wenigstens drei Flüge wurden gestrichen. Ähnlich ist die Lage auf dem Flughafen „Makedonia“ bei Thessaloniki, wo sowohl bei Inlands- als auch Auslandsflügen bis zum frühen Nachmittag anfänglich Verspätungen von 40 – 90 Minuten und später auch erheblich mehr zu verzeichnen waren.

Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Verzögerungen und Streichungen nationaler und internationaler Flüge kumulativ zunehmen. Am frühen Abend des Sonntags (25.07.2010) waren fallweise bereits Verzögerungen von etlichen Stunden zu verzeichnen. Angesichts der unnachgiebigen Haltung der Fluglotsen ist davon auszugehen, dass sich während der nächsten Tage die Lage im Flugverkehr in Griechenland dramatisch zuspitzen wird.
Gesamten Artikel lesen »