Rückzug griechischer Investoren aus der Türkei

26. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 609 Kommentare ausgeschaltet

Geschäftliche Misserfolge und Probleme bei der Kooperation führten zu einem Anstieg der Beendigung von Investment-Kooperationen griechischer Unternehmen in der Türkei.

Zahlreiche griechische Unternehmer bzw. speziell auch (Groß-) Investoren entschieden sich während der vergangenen Jahre für die Türkei, um dort ihre Aktivitäten auszuweiten und Investitionen zu tätigen. Abgesehen von allen übrigen Aspekten erfolgten diese Engagements nicht zuletzt auch unter Berücksichtigung der Aussicht auf eine Entwicklung Griechelands zu einer „wirtschaftlichen Drehscheibe“ auf dem Balkan.

In einigen Fällen beschlossen die Investoren jedoch inzwischen, die Investition insgesamt aufzugeben oder einen Teil davon zu veräußern, weil entweder – wie in den Fällen des Konzerns HYGEIA und des Bekleidungsunternehmens BSB – die Vorhaben fehlschlugen, oder weil wie bei der Eurobank und der griechischen Nationalbank Kapital benötigt wird.
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Die internationale Erniedrigung Griechenlands

25. August 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.579 14 Kommentare

Die aktuelle Diskussion um die dingliche Besicherung der Hilfskredite an Griechenland bestätigt zunehmend die Einsicht, dass Griechenland de facto unter Kolonialherrschaft steht.

Die seitens der Gläubigerstaaten erhobenen Forderungen nach dinglichen Absicherungen des neuen Kreditpakets für Griechenland, aber auch die Handhabung des Themas seitens der griechischen Regierung kommentiert Chefredakteur Panos Kolokotronis der Zeitung „Vradyni“ in einem am 24. August 2011 publizierten Artikel, der nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.

Internationale Erniedrigung

Die Verunglimpfung des Landes geht weiter und die Regierung trägt schwerste Verantwortung – und zwar nicht nur, weil sie dies duldet, sondern auch, weil sie es … verlangt. Der Fall Finnlands und seiner Forderungen wegen seiner Beteiligung an dem neuen Kreditpaket ist ein Beispiel für die Weise, auf welche die Europäer die Griechen betrachten, aber hauptsächlich auch für die Weise, auf welche unsere politische Führung das Land und die Bürger sieht.
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Rapider Anstieg der Kriminalität in Griechenland

24. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 5.286 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland nahm während der vergangenen 5 Jahre die Kriminalität um 100 Prozent zu und verlagerte sich zunehmend auch in provinzielle Regionen.

Innerhalb von gerade einmal fünf Jahren verdoppelte sich in Griechenland die Kriminalität und breitete sich über das gesamte Land aus. In der Provinz werden inzwischen doppelt so viele Banküberfälle wie in Athen ausgeübt, während im vergangenen Jahr noch das Gegenteil galt.

Sowohl die Offiziere der griechischen Polizei (ELAS bzw. EL.AS.) als auch die Verantwortlichen der Banken befürchten, dass sich die Stunde nähert, wo die Gangster den nächsten Schritt tun, und erachten es als eine Frage der Zeit, dass auch in Griechenland die kurzfristigen Entführungen leitender Bankangestellter beginnen werden, mit denen die Bankräuber die Überwindung der Sicherheitsmaßnahmen der in ihr Ziel genommenen Bankfilialen zu gewährleisten beabsichtigen.
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Rezession in Griechenland übertrifft erneut alle Prognosen

23. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 536 Kommentare ausgeschaltet

Die tiefe Rezession in Griechenland übertrifft auch 2011 wieder alle Prognosen der Troika und der Regierung und stellt die auferlegten volkswirtschaftlichen Ziele zunehmend in Frage.

Die Erreichung der volkswirtschaftlichen Ziele unter der beständigen Rezession ist schwierig„, betonte bei einer Pressekonferenz nach dem Treffen mit den sozialen Partnern am 22. August 2011 Finanzminister Evangelos Venizelou, der inzwischen von einer erheblich höheren als anfänglich prognostizierten Rezessionsrate für das Jahr 2011 ausgeht und mit „über 4,5%“ rechnet, sich jedoch den von anderen Seiten geschätzten 5,3% nicht anschloss.

Wie Evangelos Venizelos äußerte, will er Gespräche mit der Troika führen, „da sich die Prognosen nicht bestätigten„, und ließ die Möglichkeit offen, die für Anfang September 2011 beschlossene Erhöhung der Mehrwertsteuer im Bereich der Gastronomie von 13% auf 23% möglicherweise nicht wie vorgesehen durchzusetzen. (Es ist allerdings anzumerken, dass die Einnahmen aus der erneuten Erhöhung der Mehrwertsteuer in dem Kredithilfeabkommen bzw. „Moratorium“ festgeschrieben wurden und somit gegebenenfalls durch alternative Maßnahmen zu gewährleisten sind).
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FOCUS-Prozess in Griechenland erneut vertagt

21. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 1.671 8 Kommentare

Der in Griechenland gegen 13 Journalisten und Verantwortlich des deutschen Magazins FOCUS wegen des Schmähartikels von Februar 2010 angestrengte Prozess wurde erneut vertagt.

Die ursprünglich für Juni 2011 angesetzte Hauptverhandlung in dem wegen des FOCUS-Artikels vom 22. Februar 2010 gegen 13 Journalisten und Verantwortliche des Magazins angestrengten Prozess wurde am 19. August 2011 aufgrund ein und des selben Formfehlers zum zweiten Mal vertagt und soll nun am 29. November 2011 stattfinden (siehe auch FOCUS-Artikel entfacht große Empörung in Griechenland).

Über den Verlauf der geplatzten Verhandlung berichtet Fanis Karampatzakis in seinem Artikel „Mit dem Mittelfinger stechen wir uns das Auge aus“, der am 20. August 2011 in der Zeitung Vradyni erschien und nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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Griechenland bietet Privatversicherern Krankenhausbetten an

20. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 561 1 Kommentar

Das Gesundheitsministerium in Griechenland bietet privaten Versicherungsträgern 556 Betten in öffentlichen Krankenhäusern zur Behandlung von Privatpatienten an.

Das griechische Gesundheitsministerium reserviert den privaten Krankenversicherern fast ein ganzes Krankenhaus des nationalen Gesundheitssystems (ESY / ΕΣΥ): insgesamt 556 Betten in staatlichen Krankenhäusern werden für Patienten bereitgestellt, die eine private Krankenversicherung haben – also ungefähr so viele Betten, über welche alle Kliniken des Krankenhauses „G. Gennimatas“ zusammen verfügen.

Laut der offiziellen Lesart besteht das Ziel dieser Maßnahme in der „Stützung der Einnahmen der Pflegeeinrichtungen, um die Qualität der gebotenen Gesundheitsdienste zu verbessern“ – also im Klartext in einem weiteren verzweifelten Versuch, zu Lasten der gesetzlich Versicherten die maroden Finanzen des staatlichen Gesundheitssystems zu sanieren.
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Angst und Schrecken im Zentrum von Athen in Griechenland

19. August 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.140 9 Kommentare

Im Zentrum der Stadt Athen in Griechenland agieren organisierte Banden, die Autos aufbrechen, Passanten bestehlen und an den Verkehrsampeln Autofahrer überfallen.

In der griechischen Nachmittagszeitung „Vradyni“ publizierte Giannis Alexiou, der selbst Opfer eines Überfalls wurde, am 18. August 2011 unter dem Titel „Angst und Schrecken im Zentrum von Athen“ einen Artikel über die Verhältnisse im Zentrum von Athen, der nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.

Im Bezirk Monastiraki treibt eine Bande Drogensüchtiger ihr Unwesen und ist laut Aussagen zu Angst und Schrecken der Fahrzeugbesitzer, die ihre Wagen in der Gegend abstellen, aber auch der Touristen geworden, die in dem Gebiet unterwegs oder in Hotels untergebracht sind. Eine ganze Diebesbande agiert skrupellos in dem Bezirk ab Monastiraki, der Straße Ermou und den umliegenden Gebieten bis hin zu Psyrri. Die Bande geht alltäglich und systematisch ihren Aktivitäten nach und veräußert das Diebesgut an einer konkreten Stelle, und es existiert sogar ein … „Zusteller“, der unabsetzbare Beute an Bestohlene zurückgibt.
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Giftfisch Lagocephalus Sceleratus bei Chalkidiki und Methoni in Griechenland

18. August 2011 / Aktualisiert: 03. November 2018 / Aufrufe: 4.816 Kommentare ausgeschaltet

Der giftige Fisch Lagocephalus Sceleratus breitet sich weiter im Mittelmeer aus und wurde in Griechenland aktuell auch in den Gewässern bei Chalkidiki und Methoni ausgemacht.

Bei dem Vergiftungszentrum des Kinderkrankenhauses „Aglaia Kyriakou“ gingen Meldungen über das Auftreten des in Griechenland „Hasenkopf“ (Λαγοκέφαλος) oder „Hasenfisch“ (Λαγόψαρο) genannten giftigen Fisches Lagocephalus Sceleratus aus Nordgriechenland ein.

Aktuellen Meldungen zu Folge wurde der Giftfisch sowohl in den Gewässern bei Chalkidiki in Nordgriechenland als auch bei Methoni im Südwesten der Peleponnes ausgemacht. Die Wissenschaftler ermahnen die Bürger zur Vorsicht und warnen ausdrücklich vor dem Verzehr des Fisches sowie auch anderer Fische, die mit dem Giftfisch in Berührung gekommen sind, da das toxische Sekret allein über den direkten Kontak übertragen werden kann.
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Griechenland führt Lohncoupons und elektronische Arbeitskarte ein

17. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 1.235 1 Kommentar

Angesichts der dramatischen Finanzlage der gesetzlichen Sozialversicherungsträger schreitet Griechenland erneut zu drastischen Maßnahmen zur Erhöhung des Beitragsaufkommens.

Das griechische Ministerium für Arbeit und Sozialversicherung schreitet zu drei neuen Maßnahmen, um die illegale Beschäftigung von Arbeitnehmern und die Hinterziehung von Sozialbeiträgen zu bekämpfen und die Aufwendungen der gesetzlichen Versicherungsträger für Invalidenrenten zu reduzieren.

Konkret geht es um die Einführung des obligatorischen „Lohncoupons“ (εργόσημο) auf dem Sektor der Gelegenheitsarbeit, wovon schätzungsweise 250.000 Personen betroffen sein werden, und der (elektronische) Arbeitszeitkarte, mit der die  unmittelbare Kontrolle der Arbeitszeiten und jeglicher Änderungen der Arbeitsbedingungen angestrebt wird.

Die dritte Maßnahme bezieht sich auf ein neues System zur Bewilligung der Invalidenrenten und sieht die Schaffung neuer Ausschüsse vor, an denen rund 1.000 Ärzte aller Fachrichtungen beteiligt sein werden, die jeweils per Losverfahren ausgewählt und entsprechend honoriert werden.
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Sparmaßnahmen in Griechenland gefährden Schulsystem

16. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 1.112 7 Kommentare

In Griechenland zeichnen sich für das Schuljahr 2011 – 2012 infolge der aufgezwungenen radikalen Sparmaßnahmen katastrophale Verhältnisse in den öffentlichen Schulen ab.

Laut der Einschätzung des Staatsekretärs des Bildungsministeriums Vasilis Koulaidis „wird das kommende Schuljahr aufgrund der wirtschaftlichen Krise das schwerste Jahr seit dem Zweiten Weltkrieg sein, und während seiner Dauer werden sich große Lücken einstellen„.

Wie der Staatssekretär gegenüber der Zeitung „To Vima“ erklärte, stellen das größte Problem die zu erwartenden Ausfälle bei der Besetzung der Lehrkraftstellen dar. „In diesem Jahr wird es ungefähr 600 Neueinstellungen geben, während noch gar nicht feststeht, wie viele Lehrer sich pensionieren lassen und aus dem Dienst ausscheiden werden„.

Lehrer in Griechenland quittieren scharenweise den Dienst

Es sei daran erinnert, dass im vergangenen Jahr rund 11.000 Lehrkräfte den Dienst quittierten und für das laufende Jahr mit über 12.000 Abgängen gerechnet wird, da sich die Lehrer sputen, ihre Pensionsansprüche zu sichern und aus dem öffentlichen Dienst auszuscheiden.
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