One-Stop-Shops für Unternehmensgründung in Griechenland

24. Mai 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 663 Kommentare ausgeschaltet

Das neue One-Stop-System für Gesellschaftsgründungen ermöglicht die Gründung einer Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaft in Griechenland an nur einem Tag.

Das neue System zur Gründung von Gesellschaften, das in Kombination mit dem neuen Zentralen Handelsregister (GMI) den Zeitaufwand für die Gründung einer Gesellschaft auf ein Minimum reduziert, stellt für potenzielle Unternehmer einen wesentlichen Vorteil dar, reduziert erheblich die finanzielle Belastung der Gesellschaften und schließt auch die Möglichkeit aus, dass Scheingesellschaften gegründet werden„, merkten unter anderem der Vorsitzende des Koordinationskomitees der Vorsitzenden der Notarkammern Griechenlands und Vorsitzende der Notarkammer Athen, Piräus usw. Konstantinos Vlachakis und die Hauptsekretärin der Notarkammer Athen Fotini Trinazi an.

Laut Konstantinos Vlachakis werden an dem neuen One-Stop-System die 3.200 Notare des Landes (bisher sind etwa 2.000 Notare eingebunden) und die insgesamt etwa 100 Industrie- Handles- und sonstige Kammern jeder Art an dem System teilnehmen.

Weiter wird betont, dass sich mit dem alten System die Gesamtkosten für die Gründung einer Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 60.000 Euro (also dem gesetzlich geforderten Mindestkapital) auf ungefähr 3.500 Euro beliefen und das Gründungsverfahren mehr als einen Monat in Anspruch nahm. Mit dem neuen One-Stop-System reduzieren sich die Kosten auf 1.800 Euro und der Zeitaufwand auf einige Stunden bis maximal 10 Tage.

Es sei angemerkt, dass bei den One-Stop-Shops / YMS (griechisch: Υπηρεσία Μίας Στάσης / ΥΜΣ) bis auf weiteres nur die Gründung von Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften (OHG, KG, GmbH, AG), jedoch nicht auch von Personenunternehmen abgewickelt wird.

(Quelle: Vradini / 25.05.2011 – S.13)

Einzelheiten bietet der Beitrag Unternehmensgründung in Griechenland in nur einem Tag.

CIA befürchtet allgemeine Unruhen in Griechenland

22. Mai 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 688 2 Kommentare

Laut dem amerikanischen Geheimdienst besteht die Möglichkeit, dass in Griechenland infolge der harten Sparmaßnahmen mit allgemeinen Unruhen zu rechnen ist.

Der amerikanische Geheimdienst CIA schließt einen Anstieg der Gewalterscheinungen in Griechenland nicht aus und führt an, dass eine Zunahme der allgemeinen Unruhen in Griechenland zur „Anzweiflung der Fähigkeit der Regierung zur Durchsetzung von Umstrukturierungen“ führen und Phänomene der Gewalt und Aufruhr zur Folge haben könnte.

In der turnusmäßigen Ausgabe des World Factbook, in dem zu jedem Land ein Profil erarbeitet wird, führt die CIA an: „Die griechischen Arbeitnehmergewerkschaften streiken wegen der neuen Sparmaßnahmen, jedoch hatten die Streiks bisher eine geringe Auswirkung auf das Bestreben der Regierung, Reformen zu verfügen. Ein Anstieg der allgemeinen Unruhen könnte jedoch die Fähigkeit der Regierung in Frage stellen, Umstrukturierungen durchzusetzen und die Ziele des Haushaltsplans zu erfüllen, und sogar auch zu Aufruhr oder Gewalt führen„.

Bezüglich der Wirtschaft führt die regelmäßige Ausgabe des World Factbook an, dass im Jahr 2010 die Verschuldung Griechenlands „einen signifikanten Druck auf die Eurozone verursachte und das Thema zur Sprache brachte, ob ein Mitgliedstaat freiwillig die gemeinsame Währung aufgeben oder aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden könne„.

Ebenfalls betont die CIA, dass Griechenland Reformationen eingeführt habe, fügt allerdings auch hinzu, dass sich die Investoren nach wie vor fragen, ob das Land angesichts einer düsteren wirtschaftlichen Aussicht und der Unzufriedenheit der Bevölkerung auch weiterhin die Bemühungen um die volkswirtschaftliche Angleichung fortsetzen können wird.

(Quelle: in.gr / 21.05.2011)

Areopag will gegen Inbesitznahme der Strände in Griechenland vorgehen

21. Mai 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 373 1 Kommentar

Der Staatsanwalt des Obersten Gerichtshofs in Griechenland charakterisierte die vielerorts praktizierte willkürliche Blockierung und Inbesitznahme der Strände als rechtswidrig.

Die Staatsanwaltschaft des Obersten Gerichtshofs (Areopag) in Griechenland schickt sich zur Ergreifung aller erforderlichen Maßnahmen an um zu unterbinden, dass die Strände durch die Aufstellung von Sonnenschirmen, Liegestühlen, Kanus, Freizeitbooten, Tretbooten usw. auf eine Weise in Beschlag genommen werden,  die es dem Publikum unmöglich macht, einen freien (sprich nicht bewirtschafteten) Platz zu finden.

Unterstrichen wurde dies von dem Richter am Areopag Joannis Tentes, der diese auf breiter Basis übliche Praxis der willkürlichen Inbesitznahme der Strände über deren gesamte Länge und Breite als illegal charakterisierte und Kontrollen sowohl bei den Privatleuten, welche Strandzonen pachten und wirtschaftlich nutzen, als speziell auch der zur Beaufsichtigung verpflichteten kommunalen Behörden ankündigte.

Wie Richter Joannis Tentes vor dem Plenum des Areopags betonte, „beabsichtigt die höchste Staatsanwaltschaft des Landes zu Interventionen zu schreiten, um den einschlägigen Verhaltensweisen sowohl der Privatleute als auch kommunaler oder sonstiger Behörden Einhalt zu gebieten, sofern letztere vorsätzlich die Ausübung der erforderlichen Kontrollen vernachlässigen„.

(Quelle: in.gr / 20.05.2011)

Immobilien-Schnäppchen auf Rhodos in Griechenland

20. Mai 2011 / Aktualisiert: 05. Juni 2014 / Aufrufe: 1.829 Kommentare ausgeschaltet

Gemäß dem Marktbericht Rhodos 2011 der Maklerfirma Engel & Völkers bieten sich auf Rhodos in Griechenland interessante Möglichkeiten zu Investitionen in hochwertige Wohnimmobilien.

Laut Engels & Völkers gibt es in Griechenland manche ausländischen Käufer, die von den gesunkenen Immobilienpreisen profitieren wollen. Interessanterweise verzeichneten die Engel & Völkers Shops bereits ab den Wintermonaten 2010/2011 einen deutlichen Anstieg der Nachfrage für hochwertige Wohnimmobilien. Nachdem seit Mitte 2009 die Eigentümer von Immobilien in Griechenland gefordert waren, ihre Preisvorstellungen den aktuellen Marktverhältnissen anzupassen, sei speziell auf der Ägäis- bzw. Dodekanes-Insel Rhodos nach einer über zweijährigen Pause auf dem Immobilienmarkt nun wieder ein steigender Optimismus nachvollziehbar.

Insgesamt sanken laut dem Bericht während der letzten Zeit die Immobilienpreise je nach Gebiet und Lage um 5 – 30 Prozent. Abgesehen von Einzelfällen wie beispielsweise bei Notverkäufen sei aktuell kaum noch mit einem weiteren Preisverfall, sondern eher mit der Stabilisierung der Immobilienpreise auf dem derzeitigen Niveau zu rechnen, welches den Marktverhältnissen vor sechs oder sieben Jahren entspricht.

Investition in Immobilien auf Rhodos in Griechenland

Hinsichtlich langfristig orientierter Investitionen kommt der Marktbericht Rhodos 2011 zu dem Schluss, dass sich speziell auf der Insel Rhodos ein vielversprechendes Potential abzeichne, da hier unter anderem auf dem Sektor des Tourismus im Gegensatz zu anderen Inseln, welche Einbrüche von bis zu 15% hinnehmen mussten, im Jahr 2010 die Zahl der Besucher um fast 9% anstieg (Handelsblatt, März 2011). Dank der kontinuierlichen Verbesserung der Infrastrukturen auf Rhodos seien die Prognosen für das Jahr 2011 sogar erneut nach oben korrigiert worden.

Ausführliche Informationen nebst aktuellen Richtwerten für Immobilienpreise auf Rhodos in Griechenland bietet der Marktbericht Rhodos 2011 von Engels & Völkers (PDF, ca. 4,5 MB).

Säumige Behörden in Griechenland müssen Bürger entschädigen

19. Mai 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 466 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland haben die Bürger ein Recht darauf, von säumigen Verwaltungsbehörden und Dienststellen finanziell entschädigt zu werden.

Wie in einem Runderlass des griechischen Innenministeriums angeführt wird, können Bürger sich sogar auch an die Zentren für Bürgerservice (KEP) wenden und dort die Zahlung einer finanziellen Entschädigung wegen Nichteinhaltung der vorgesehenen Fristen für die Abwicklung von Verwaltungsvorgängen durch Behörden, Dienststellen und Träger des allgemeinen Zuständigkeitsbereich des Ministeriums fordern.

In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass für alle Dienststellen der öffentlichen Behörden, der Träger der lokalen Selbstverwaltungen und der juristischen Personen des öffentlichen Rechts die allgemeine Regel gilt, innerhalb von maximal 50 Tagen ab der Einreichung auf Anträge von Bürgern zu antworten und die relevanten Vorgänge abzuwickeln.

Wird diese Vorschrift nicht eingehalten ist der Bürger berechtigt, seine vollumfängliche finanzielle Entschädigung innerhalb von 60 Tagen ab dem erfolglosen Verstreichen der in Rede stehenden Frist zu beantragen.

(Quelle: in.gr / 19.05.2011)

Steuer-Rambos in Griechenland wegen Bestechung verhaftet

17. Mai 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 547 2 Kommentare

In Griechenland wurden wieder einmal Beamten des Sonderdezernats zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität wegen passiver Bestechung festgenommen.

Am Montagnachmittag (16.05.2011) wurden in Athen von Polizeibeamten der Abteilung für interne Angelegenheiten drei Beamten des – dem griechischen Finanzministerium unterstehenden – Sonderdezernats für Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität (YpEE, vormals SDOE, im Volksmund als „Steuer-Rambos“ tituliert) mit der Beschuldigung der passiven Bestechung festgenommen.

Konkret handelt es sich um drei Männer (zwei 45-Jährige und einen 48-Jährigen), gegen die ein Strafverfahren wegen gemeinschaftlich und gewohnheitsmäßig ausgeübter passiver Beamtenbestechung (Schwerverbrechen) sowie auch des gemeinschaftlich ausgeübten Versuchs der Erpressung eingeleitet wurde. In die Anklage gegen den 48-Jährigen wurde zusätzlich auch die Straftat des illegalen Besitzes und Führens einer Waffe aufgenommen, da in seinem Besitz eine Pistole mit einem Magazin und einer Patrone gefunden wurden.
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Rezession in Griechenland kippt den Haushaltsplan

16. Mai 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 487 Kommentare ausgeschaltet

Aufgrund der nachhaltigen wirtschaftlichen Rezession in Griechenland zeichnet sich zunehmend ab, dass die wirtschaftlichen Ziele des Haushaltsplans 2011 nicht erreichbar sind.

Nachdem in Griechenland das Haushaltsdefizit 2010 mit 10,5% abschloss, erscheint es angesichts der aktuellen Entwicklungen inzwischen unmöglich, das Defizit in diesem Jahr wie ursprünglich vorgesehen auf 7,5% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) senken zu können. Gemäß den Berechnungen der ausländischen Sachverständigen wird das volkswirtschaftliche Defizit in diesem Jahr bei 9,4% – 9,5% liegen. Die „Troika“ (IWF, EU, EZ) übt deshalb Druck auf die griechische Regierung aus, die aus den Korrekturmaßnahmen erwarteten Mehreinnahmen von etwa 3 Milliarden Euro für das Jahr 2011 durch weitere unmittelbar zu treffende Maßnahmen auf etwa 6 Milliarden Euro zu verdoppeln.

Gemessen an dem Vergleichzeitraum des Vorjahres gingen im 1. Quartal 2011 die Einnahmen um 9,2%, zurück wogegen die Regierung mit einem Anstieg von 8,5% gerechnet hatte. Das „schwarze Loch“ des Staatsetats beläuft sich inzwischen auf über 2 Milliarden Euro, da außer der signifikanten Verzögerungen bei den Einnahmen auch die öffentlichen Ausgaben zu Überschreitungen führten. Höher als erwartet fallen auch die Zinsbelastungen aus, die gemäß den Berechnungen der Troika um wenigstens 100 Millionen Euro steigen und sich 2011 anstatt der veranschlagten 15,9 Milliarden Euro auf über 16 Milliarden Euro summieren werden – gegenüber 13,4 Milliarden Euro für das Jahr 2010.
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Geheimdienstbericht über das Ghetto im Zentrum von Athen in Griechenland

15. Mai 2011 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 2.246 Kommentare ausgeschaltet

Ein geheimer Report des staatlichen Geheimdienstes in Griechenland deckt die kriminellen Aktivitäten der Immigranten-Schlepper und Schieberbanden im Zentrum von Athen auf.

Laut einem bisher geheim gehaltenen Untersuchungsbericht des griechischen Geheimdienstes (EYP), der inzwischen der politischen Führung des Ministeriums für Bürgerschutz (vormals Ministerium für öffentliche Sicherheit) vorliegt, wird die Not der illegalen Immigranten von einem weitläufigen Kreis ausgenutzt, um ein Heer billigster Arbeitskräfte zu rekrutieren und seine globalen Ziele in den Aufnahmeländern zu erreichen.

In den Ghettos lassen sich Strafflüchtlinge, illegale Produkte, Ausbrecher und überhaupt alles verstecken, was der menschliche Verstand und die „Phantasie“ all derjenigen hervorbringen, die dieses labyrinthische Netz moderner Sklaven und deren Ausnutzer bilden. Da offensichtlich nicht jeder illegale Einwanderer über die schätzungsweise 4.000 – 5.000 Euro verfügt, die von den Schleppern gefordert werden, um ihn nach bzw. durch Griechenland zu schleusen, verbergen sich hinter dem Immigranten-Problem kriminelle Aktivitäten jede Art.

Die in Griechenland befindlichen Immigranten verbringen in ihrer Mehrheit für einen Tageslohn von 1 Euro den gesamten Tag an den Verkehrsampeln, werden mit Lastwagen zu ihren Bettelposten befördert und sind mit Mobiltelefonen (!) ausgestattet, damit die Schlepper und Schieber sie jederzeit orten können. Wer seine „Zielvorgaben“ nicht erfüllt, wird durch Drohungen und körperliche Gewalt fügig gemacht.
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Mutterschutz in Griechenland auch ohne Unterrichtung des Arbeitgebers

13. Mai 2011 / Aufrufe: 704 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland sind schwangere Arbeitnehmerinnen auch dann gegen Entlassung geschützt, wenn der Arbeitgeber vor der Kündigung  nicht über die Schwangerschaft informiert war.

In einem aktuellen Urteil befand der Oberste Gerichtshof (Areopag )in Griechenland, dass die Gesetzgebung eine Schwangere auch ohne Kenntnis des Arbeitgebers von der Schwangerschaft vor einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses schützt, und gab mit seinem Urteil einer gegen ihre Kündigung klagenden Arbeitnehmerin aus Korinth Recht.

Die Richter des Areopags betonen, dass gemäß dem Gesetz N. 1483/1984 die Kündigung des Arbeitsverhältnisses einer Arbeitnehmerin durch ihren Arbeitgeber sowohl während der Dauer einer Schwangerschaft als auch innerhalb eines Jahres nach der Entbindung oder während des Fehlens der Arbeitnehmerin auch über diesen Zeitraum hinaus wegen einer Krankheit, die auf der Schwangerschaft oder Niederkunft beruht, verboten und absolut nichtig ist, außer wenn ein besonderer Grund für die Kündigung vorliegt. Als besonderer Grund kann auf keinen Fall die durch die Schwangerschaft bedingte eventuelle Minderung der Arbeitsleistung der schwangeren Arbeitnehmerin gelten.
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Pessimismus und soziale Spannungen in Griechenland

13. Mai 2011 / Aufrufe: 379 Kommentare ausgeschaltet

In der Bevölkerung in Griechenland zeichnen sich zunehmend Pessimismus, Unzufriedenheit und soziale Spannungen ab.

Das von der „Public Issue“ für Rechnung des griechischen Sendeanstalt SKAI und der Zeitung Kathimerini erhobene monatliche „Politische Barometer“ weist für den Monat Mai 2011 eine weitere Zunahme der gesellschaftlichen Unzufriedenheit und politischen Ungewissheit aus.

Nachdem im Januar 2011 schon 69% der Befragten die Ansicht vertraten, dass sich in Griechenland die Dinge in die falsche Richtung entwickeln, schließen sich nun bereits 83% der Befragten dieser Meinung an. Die heutige Funktion des Staates beurteilt etwa die Hälfte (48%) der befragten Bürger als noch schlechter als vor fünf Jahren, 18% als besser und 32% als wie gehabt.
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