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Griechenland: Es reicht!

20. Oktober 2012 / Aktualisiert: 03. Juli 2013 / Aufrufe: 898 2 Kommentare

Autor: Jorgos Ch. Papasotiriou

Thema: Troika erpresst Griechenland

Verelendung. Die Kinder gehen hungrig zur Schule. Diesmal gesteht es der Bildungsminister persönlich ein. Einer von zwei jungen Menschen hat keine Arbeit. 30% der Griechen leben unterhalb der Armutsgrenze, erhalten also weniger als 6.000 Euro im Jahr. Betrag und Anteil werden in einer einschlägigen Untersuchung angeführt. Gleichfalls leben 450.000 Familien von Beihilfen und Unterstützung der Kirche und anderer sozialer Organisationen, einer von drei Griechen hat keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung. Und wenn wir von den Arbeitslosen und Obdachlosen sowie auch den 100.000 Kleinunternehmern sprechen, die ihre Betriebe schlossen, dann ist die humanitäre Krise in Griechenland da und ist allgemein.

Trotzdem fährt die Troika darin fort, von Austerität zu sprechen, während sogar auch die eingefleischten Neoliberalen den großen Schaden sehen, den ihre Umsetzung der griechischen Wirtschaft und Gesellschaft zugefügt hat, dass die Medizin sich offenkundig als Gift erwiesen hat, wie einige von uns warnten. Obwohl die Troika, also IWF, EZB und Deutschland jetzt ihren Fehler sehen, versuchen sie ihn durch ein Spiel der Verzögerungen zu verbergen, welches auf die Gestaltung der Szenerie für eine politische Lösung des Problems abzielt. Und dies, weil weder die griechische Verschuldung überlebensfähig ist noch das volkswirtschaftliche Programm aufgeht.

Die „Rechenmaschinen“, welche die Gläubiger repräsentieren, scheinen jedoch kein Empfinden und Prinzipien und folglich nichts zu haben, was ihnen heilig ist. Und sie verlangen noch mehr Blut. Natürlich behaupten manche, außer der Kollision der Giganten, die sich in den Verhandlungen widerspiegelt, existiere auch die inländische Opportunität.

Konkret wird gesagt, es gebe einen Kontakt der Troikaner mit griechischen Großunternehmern. Anstatt ihre Forderungen der griechischen Regierung zu übergeben, geben letztere diese der Troika und agieren wie die „Kapuzenträger“ der Besatzungszeit. Weil hier – mit den Senkungen der Löhne und Renten, der Streichung von Beihilfen, der Abschaffung der Lohnbeförderungen – symbolisch und real Massenhinrichtungen der Arbeitnehmer und Rentner stattfinden.

Lasst endlich auch die Reichen etwas zahlen. Es sollen auch die zahlen, welche halb London gekauft haben. Es kann nicht angehen, dass die übrigen Griechen, die überwältigende Mehrheit, wie Lasttiere, wie Ersatzteile von Produktionsmaschinen behandelt werden. Weil historisch der Aufschwung einer Gesellschaft, das Wachstum einer Wirtschaft niemals auf den Tod von Millionen Menschen gestützt werden konnte. Nur die ägyptischen Pyramiden, die Paläste des Zaren und andere pharaonische Projekte blutbefleckter Mächte basierten auf der Sklaverei und dem Tod. Dies kann im 21. Jahrhundert nicht erneut geschehen. Und falls es geschieht, wird es nur von kurzer Dauer sein.

Die griechische Gesellschaft, Griechenland als Staat, das griechische Volk wird entweder ein lautstarker „Es reicht!“ ausrufen oder in dem unerträglichen Arbeitsdschungel verloren gehen, den die Troikaner und die inländischen Herren gestalten.

Quelle: Giorgos Ch. Papasotiriou – Es reicht!
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

Gesegnetes Griechenland, kleine Inseln und große Interessen

15. Oktober 2012 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 894 1 Kommentar

Autor: Panos Kolokotronis / Vradyni

Thema: Troika verlangt Evakuierung dünnbesiedelter Inseln in Griechenland

War es nicht der deutsche „Spiegel“, der vertrat, der Stab der Troika in Griechenland sei gar nicht so „technokratisch“, sondern treibe politische Interessen voran? Kurz gesagt, sogar auch wenn die Nachricht dementiert wird, dass die in Rede stehenden Herren – sei es auch formlos – verlangten oder vorschlugen, die Bewohner der kleinen griechischen Inseln sollen ihre Heime verlassen, könnte dies nicht aus anderen Gründen gesagt worden sein?

Ich erkläre: Währen all der vergangenen Jahre wurde von unabhängigen Forschern und von Kollegen viel über die Existenz signifikanter Vorkommen an Erdöl, Erdgas und anderen wertvollen Mineralen im Boden und unter dem Meer Griechenlands diskutiert. Damals wurden alle beleidigt, welche die einschlägigen Behauptungen vorbrachten. Das Thema war sogar bis in das Parlament gelangt, wo sich – wenn ich mich recht erinnere – Herr Pangkalos abwertender Phrasen bediente – damit wir nicht denken, das Parlament würde nur heute von einigen seiner Vertreter unterschätzt.

Im Verlauf der zeit – und relativ schnell – entdeckten wir Lagerstätten! Praktisch in Bestätigung aller Berichte, die vor fünf oder zehn Jahren das Licht der Öffentlichkeit erblickten, vertritt die Regierung heute offiziell, ja, wir haben all das, aber es ist doch nicht so viel! Aber, wenn es dies schließlich nicht war, warum beginnen wir uns plötzlich gegen jede Art externer Faktoren zu wehren, die etwas von der Ägäis, dem kretischen und dem libyschen Golf anstreben?

Weil wir auf der einen Seite die Türken haben, welche die Ägäis in ein „Meer des Friedens“ verwandeln wollen und darauf abzielen, gemeinsam mit den Griechen … etwas auszubeuten, und auf der anderen Seite sollen wir – wenn das Verlangen der Troikaner nicht fiktiv war – auch die Bewohner der Insel Gavdos umsiedeln, damit sie als „unbewohnte“ Insel nicht gar morgen oder übermorgen in die griechische Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) eingegliedert wird. Und es ist offensichtlich, dass die Vorkommen im Libyschen Golf gleichermaßen signifikant sind. Es sei an ein neuliches Telegramm von Reuters erinnert, laut dem der Wert der Vorkommen unter den griechischen Seegebieten mit konservativen Schätzungen 600 Mrd. Dollar tangiert.

Die internationale Nachrichtenagentur vertritt sogar, dass die in Rede stehenden Vorkommen auf Basis offensichtlich gewisser Messungen und Schätzungen viele gemeinsame Merkmale mit dem israelischen Gasfeld „Leviathan“ aufweisen. Womit wir uns vorstellen, um welche Energie-Ressourcen es geht. Auf jeden Fall sogar auch für einen Zusammenstoß geeignet, wenn wir die Konfrontationsfelder internationaler Interessen bedenken. Und gleichermaßen geeignet, damit – wir stellen eine einfache Überlegung an – unser Land sich im Schraubstock der Troika, also laut dem „Spiegel“ zwischen den Interessen von Brüssel und Washington befinden.

Quelle: Vradyni, S. 2
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

Aufschwung in Griechenland – nur für Kleptokraten

11. Oktober 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 639 3 Kommentare

Autor: Jorgos Ch. Papasotiriou

Thema: Die griechische Botschaft an Merkel

An der Ecke Mitropoleos und Parlament, vor dem alten Bildungsministerium, werden Jugendliche verhaftet. Ich berufe mich auf meine Eigenschaft als Journalist und frage die Polizisten, aus welchem Grund die Festnahmen erfolgen. Sie geben mir keine Antwort. Dies tun die Festgenommenen, die mir ihre „Verteidigungswaffen“ zeigen, wie ihnen gesagt wurde! Es handelt sich um Schwimmbrillen, Maalox-Gel und eine Gasmaske.

Die Absurdität ist offensichtlich. Ich rufe einen Kollegen, Redakteur bei der Polizeireportage, an und bitte ihn, in Erfahrung zu bringen, mit welchen Kriterien die Polizei zu Verhaftungen schreitet. Die Antwort kommt in wenigen Minuten: „Der Befehl ist, jeden zu verhaften, dessen Visage ihnen nicht gefällt.“ Die Polizeibeamten mutieren umgehend zu Security-Greifern und Türstehern der Nachtbetriebe, die ihre „Kunden“ einer Gesichtskontrolle unterziehen. Jeder Bürger, der friedlich und demokratisch demonstrieren möchte, ist auf Gnade und Ungnade dem Geschmack und dem physiognomischen Kriterium eines jeden Bullen der MAT ausgeliefert. Wehe Du bist jung, hast viel Haar oder Ohrringe.

Es treffen Abgeordnete ein und verlangen die Daten des Leiters der Gruppe der Polizisten. Jener wird fahl. Der Terrorismus geht auf den Pol über, den gerade noch er terrorisierte. Auf dem Platz versammeln sich Menschen. Die Rufe erklingen bis in den Himmel; wie mir jedoch Kollegen berichten, ist im Megaro Maximou absolut nichts zu hören. Zwei völlig verschiedene Welten, die nicht untereinander kommunizieren. Die Rufe der Menge, die Verzweiflungsschreie der Arbeitslosen verlieren sich in den Wipfeln der Bäume und kommen nicht an.

Nachdem Frau Merkel am Flugplatz unter dem Klang der kolonialen Philharmonie mit den charakteristischen weißen Uniformen die Landungstruppe inspizierte, kam sie in der Irodou Attikou an. Dort fragte sie den Premierminister dieses und jenes zu dem … Grundstück. Im Inneren des Megaro Maximou stellt sie fest, das Büro des Herrn Samaras sei „schön“! Und jener antwortet umgehend, dass „das selbe auch seine Amtsvorgänger inne hatten“. Nicht, dass die Frau gar denkt, wir würden Verschwendungen begehen. Jemand anderes hätte an seiner Stelle ein einfaches „vielen Dank“ gesagt. Aber hier steht viel auf dem Spiel. Wer weiß schon, was sich hinter jeder Frage verbergen mag?

Außerdem – sagte die Kanzlerin – sind wir „mit dem Ziel hierher gekommen, die Griechen besser zu verstehen„! Warum wurde sie dann jedoch nicht zum Syntagma-Platz gebracht, um die Griechen kennenzulernen? Warum wurde sie nicht in einen Helikopter gesetzt, um die demonstrierenden Menschenmassen zu sehen?

Aber wenn Frau Merkel von den Griechen spricht, meint sie nicht die Plebs, bezieht sich nicht auf die Überflüssigen, aber die Unternehmer, sie spricht nur von denen „oben“, von den Wenigen, von den Vermögenden und Besitzenden. Diese wollte sie kennenlernen und sollten ihre deutschen Kollegen kennenlernen. Diejenigen, die morgen für ein Stück Brot das griechische öffentliche Vermögen aufkaufen und in ein verarmtes Land investieren werden, wo die Menschen – so viele wie überleben – ihr Leben mit 200 Euro im Monat fristen werden.

Ja, die deutsche Kanzlerin sprach endlich über den berühmten Aufschwung, aber nicht über den Aufschwung, der alle betrifft, sondern jenen, der für die Wenigen, die ehemaligen verstrickten Kleptokraten sein wird, die nun legal dem Volk das Blut aussaugen. Das wollen die Deutschen. Das ist das Modell des neuen Europas. Eines Kontinents, der wie eine militärische Maschine funktionieren wird und wo die Arbeitnehmer Sklaven sein werden.

Mal ehrlich, ist dies das Griechenland, das wir haben wollen? Wollen wir eine solche Welt? Wer so etwas wünscht, hat jedenfalls zu wissen, dass die Reaktion der „da unten“ früher oder später fürchterlich sein wird.

Quelle: Giorgos Ch. Papasotiriou – Aufschwung für wen?
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

Merkel in Athen

9. Oktober 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 464 2 Kommentare

Autor: Jorgos Ch. Papasotiriou

Thema: Drakonische Sicherheitsmaßnahmen für Merkels Besuch in Athen

Frau Merkel wird auf den Straßen Athens die Öde des Autoritarismus unserer verderbten bürgerlichen Demokratie sehen, die Ausschließung des Protestes in Entfernung einer unsichtbaren Sicherheit, sie wird ein Athen sehen, blitzsauber von den Überflüssigen, von den Abfall-Menschen, da alle aus der Reichweite ihres Blicks und hinter die Schutzschilde der MAT verbannt worden sein werden.

Ja, die Verzweiflung wird in dem Versuch aufzuschreien auf die Schilde prallen und auf die Köpfe der Verzweifelten zurückfallen, in Form des eisernen Griffs des Schlagstocks der Bullen. Die Seelen sind bereits zertrümmert, die Gesichter gesichtslos, die Vielen eine ungeheure offene Wunde. Die Heere der lebendigen Toten werden morgen ihre Verzweiflung vorführen, welche die Kanzlerin mittels der Fernseh- und Fotolinsen zu sehen bekommen wird. So wird sie jedoch niemals zu diesem faulen Atem des Hungers, dem Geruch der fortgeschrittenen Verwesung der griechischen Gesellschaft gelangen. Vielleicht wird sie darüber informiert werden. Und wenn ihr berichtet wird, es sei absolut nichts mehr übriggeblieben, wird sie an die deutschen Kommandos der Unternehmerschaft den Tagesbefehl ausgeben, die Müll zusammenzukehren und ihren endgültigen Sturmangriff durchzuführen.

Das 4. Reich wird heute durch die Bombardierung der Bevölkerung mit aufeinander folgenden vernichtenden Sparmaßnahmen erzielt. Kanzlerin Merkel wird uns natürlich wieder sagen, wie sehr wegen des Leides des griechischen Volkes „ihre Seele blutet“, jedoch darauf beharren, dass mehr Blut, mehr Tod nötig ist. Die Führungselite des großartigen deutschen Volkes wird weiterhin mit dem Trauma der Niederlage in den beiden Weltkriegen voranschreiten, welches den deutschen Geist bestimmte und eine Tendenz zu Rückzug und nationaler Depression während der Perioden der Schwäche, aber auch absolutem Autoritätsanspruch und Aggressivität schuf, wenn das Gefühl der Macht existiert. Dies wird erneut Altkanzler Helmut Schmidt betonen.

Allgemein äußert sich diese atavistische Verhaltensweise der Deutschen bis zum Überdruss gegenüber Griechenland, dass anfänglich dämonisiert wurde, um danach als abschreckendes Beispiel zu dienen. Um genau zu sein, die Deutschen scheinen die Politik der WASPs (Weiße Angelsächsische Protestanten) in Amerika zu befolgen, die das gesamte Mosaik der aus der ganzen Welt in die USA strömenden Immigranten jedes Mal auf der Basis eines gemeinsamen (anfänglich inländischen und danach ausländischen) Feind-Dämons vereinten.

Jetzt wollen die Deutschen Europa auf Basis des nordischen, deutschen Geistes vereinigen. Der Sündenbock, oder laut anderen die „Iphigenie“ für die Schaffung der Vereinigten Staaten Europas ist Griechenland. Warum jedoch Griechenland? Weil es offensichtlich auf den politischen Beginn der europäischen Kultur verweist. Die moderne Fortsetzung der antiken Griechen werden folglich … die Deutschen sein. Mit diesem symbolischen Rüstzeug, ihrem wirtschaftlichen Elan und einem Europa, welches ein „Großes Deutschland“ sein wird, werden sich die Deutschen den USA und China entgegen stellen und die Autokratie des 21. Jahrhunderts schaffen.

Wird dies unblutig geschehen? Werden Amerikaner und Chinesen klaglos die Folgen zu ihren Lasten aus der Wirtschaftspolitik Berlins akzeptieren? Zur Zeit schlägt der Dollar auf den Euro ein, weil die USA diejenigen sein wollen, die sich die Welt mit China teilen werden. Was letztendlich mit Griechenland geschehen wird? Wird Merkel die „Iphigenie“ vom Altar nehmen und durch einen Bock ersetzen?! Vielleicht. Die Iphigenie wird allerdings auf immer und ewig Berlins Geisel sein.

Quelle: Giorgos Ch. Papasotiriou – Geisel
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

Griechenland: Auf Messers Schneide

8. Oktober 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 364 1 Kommentar

Autor: „BtK“ / Editorial Vradyni

Thema: Griechenland wird nicht zur sturmfreien Bude werden

Wir hoffen, dass der Besuch der deutschen Kanzlerin Angela Merkel am kommenden Dienstag der Anfang des Endes des Tauziehens der letzten Wochen um die Verabschiedung des Pakets der Kürzungsmaßnahmen und die Auszahlung der nächsten Tranche der 31 Mrd. Euro sein wird, die für das Überleben des griechischen Staates erforderlich ist.

Was bedeutet praktisch die Verhängung der neuen schmerzhaften Sparmaßnahmen durch die Troika, die dem Schnitt der öffentlichen Verschuldung um 50% auf Beschluss Brüssels folgte? Werden wir, wie von vielen vertreten, in eine Einschränkung der nationalen Souveränität geführt? Werden wir die nächsten Jahre unter Vormundschaft stehen? Selbstverständlich werden diese Einschätzungen für die nächsten Jahre gelten. Unsere Gläubiger werden uns im nächsten Zeitraum ihren Willen mit harter Faust aufzwingen. Manche stört dies. Andere nicht so sehr, unter der Berücksichtigung, dass die verantwortungslose Politik, welche über Jahrzehnte korrupte und unfähige griechische Regierungen befolgten, uns in diese traurige und gefährliche heutige Lage führte, mit dem Resultat, dass eine strengere europäische Kontrolle, die bei der Sanierung unserer volkswirtschaftlichen Verhältnisse helfen könnte, nicht unbedingt negativ wäre. Sofern es natürlich in der Realität kein Problem mit unserer Souveränität gibt, zumal Griechenland weiterhin ein kompakter und souveräner Staat bleibt.

Die Auswirkung des Schuldenschnitts ist in unserem realen Leben extrem anders. Und dies müssen wir sehen und feststellen. Und unsere Maßnahmen treffen. Zweifellos werden wir Griechen in den nächsten Jahren ärmer sein, wir werden gezwungen sein, mit dem zu leben, was wir produzieren. Und wir müssen eingestehen, dass dies nicht viel ist.

Jahrelang pflegten wir, mit den staatlichen Zuwendungen zu leben, die aus der unerschöpflichen Kreditaufnahme herrührten. Der griechische Staat, aber auch die griechische Gesellschaft muss lernen, zu leben und Überschüsse zu produzieren, um sich – nach wenigstens einem Jahrzehnt – mit erneuerter Seriosität wieder auf die Märkte begeben zu können. Ist das möglich? Natürlich ist es nicht leicht. Wenn ein Lebensmodell zusammenbricht, bedarf es langer Zeit und beharrlicher Anstrengung, damit es durch ein neues, realistischeres und funktionelleres ersetzt wird. Wir haben jedoch nicht den Luxus der Zeit. Die Dinge laufen davon. Und zwar mit schnellen Rhythmen. Und zwingen uns, uns anzupassen und zu ändern. Werden wir es schaffen? Unsere persönliche Ansicht ist, dass der Grieche anpassungsfähig, intelligent und kreativ ist, wenn das System ihn nicht daran hindert. Und der zuversichtliche Blick ist, dass er bald beginnen wird, sich anzupassen und zu produzieren.

Die nächsten Monate, vielleicht auch die nächsten Jahre werden außerordentlich schwierig und schmerzhaft sein. Und auf den Straßen der griechischen Städte wird – hoffen wir, nur im übertragenen Sinn – viel Blut fließen, wir werden alle „Wunden“ davontragen. Wir werden nach Lösungen suchen müssen, die vielen von uns – speziell denen, die sich in einem fortgeschritteneren Alter befinden – fast unmöglich erscheinen werden. Deswegen werden auch immer mehr Griechen an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Und für diese muss es die – sei es auch minimale – Fürsorge seitens eines Staats geben, der bisher bewiesen hat, dass er unzulänglich und korrupt ist, und sich eiligst ändern muss.

Ebenfalls müssen wir erkennen, dass wir produzieren müssen. Es kann nicht angehen, dass wir in einem schlechthin landwirtschaftlichen Land 70% und mehr der von uns konsumierten Lebensmittel importieren. Wir müssen wieder jene Grundsätze entdecken, die wir einmal hatten: der kreativen und harten Arbeit, in Kombination mit dem Unternehmungslust, um unsere vergleichsweisen Vorteile zu entwickeln. Unsere Ansicht ist, dass wir es schaffen werden. Aber es wird viel Mühe und Zeit nötig sein. Und wir müssen beginnen, uns … seit gestern zu ändern.

Quelle: Vradyni
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

IWF, Hobsbawn … und die Troika in Griechenland

4. Oktober 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 445 3 Kommentare

Autor: Jorgos Ch. Papasotiriou

Thema: Troika stellt neue absurde Forderungen an Griechenland

Die gegenwärtige Krise ist tief, „weil sie den selbigen Markt heimsucht„, sagte vor einem Jahr Eric Hobsbawm. Was wird wohl den Markt substituieren? Dies zu erfahren wird sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, wie auch die Dauer des katastrophalen Prozesses. Hobsbawm sah den Beginn der Katastrophe, bekam jedoch ihr Ende nicht mehr mit, da er diese schnöde – wenn auch schöne – Welt verließ.

Alle wir, die wir hier verbleiben, verfolgen die Episoden des katastrophalen Prozesses, so wie jener, der in Griechenland stattfindet. Dieses Hintertürchen, durch welches die Menschen des Dollar den Euro zu unterwerfen versuchen. Diese Ansicht, die manche bereits seit zwei Jahren als überholt und graphisch verspotten, wird inzwischen auch von Informationsmedien des deutschen Establishments wie der deutschen Zeitschrift „Der Spiegel“ adoptiert.

Die seit gestern (wieder) in Griechenland befindlichen drei Funktionäre der Troika werden als Marionetten politischer Interessen charakterisiert. Wir würden sagen, auch wirtschaftlicher Interessen, da sich hinter den politischen auch die wirtschaftlichen Interessen verbergen. Wessen Marionette ist aus dieser Sicht jedoch Thomsen? Wessen Masuch? Die Zeitschrift gibt keine Antwort. Das Schlimmste für Griechenland ist nicht, dass die Drei gewisse „politische Interessen“ vertreten, sondern dass diese Interessen entgegengesetzt sind.

Poul Thomsen also, als Vertreter des IWF, scheint den amerikanischen Interessen und dem Dollar näher zu stehen, die mit Europa und dem Euro in einem Versuch kollidieren, denjenigen aufzuzeigen, der sich die Welt mit den neuen aufsteigenden Mächten und speziell China „teilen“ wird. Die Härte und der Widerstand des Herrn Thomsen erfolgen nicht, weil angeblich der IWF von seinen Mitgliedstaaten unter Druck gesetzt wird, welche Griechenland Geld leihen, sondern um die Umstände für ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro zu schaffen. Dieses Ausscheiden wird grundsätzlich nicht nur den wirtschaftlichen Bankrott Griechenlands, aber auch den Bankrott der symbolischen und politischen Idee des vereinigten Europas und seiner Währung – des Euro – bedeuten, was die Einleitung ihres völligen Zusammenbruchs sein wird.

Thomsens Trick ist die Fokussierung auf den finanziellen Zweig des griechischen Problems, wobei inzwischen klar ist, dass das Austeritäts-Programm die Rezession verschärft und die Lösung an dem erreichten Punkt nur noch politisch sein kann. Mit anderen Worten, werden die Deutschen den Euro zusammenbrechen lassen oder ihn retten, indem sie politisch beschließen, Griechenland zu retten? Die griechische Wirtschaft kann allerdings weder ohne ihren „Markt“ noch ohne ihr Volk gerettet werden, wie Hobsbawm sagen würde.

Werden jedoch die mörderischen Maßnahmen verhängt, wird sich früher oder später eine vom Süden bis hin zum Norden eine paneuropäische Protestbewegung entwickeln. Es ist unmöglich, dass die Reaktion gegen die humanistische Katastrophe sich nicht überall ausbreitet, „fast so, wie sich die Angst vor der Grippe-Epidemie ausbreitet“. Die große Anstrengung der ausländischen Oberherren und der inländischen Oligarchen ist deshalb, die Medien – also die „Wirte“ der Infektion – unter Kontrolle zu bringen. Alles und jeder, das bzw. der fortfährt, das arbeitsrechtliche Mittelalter und die Hobbessche Gesellschaft des Dschungels anzuklagen, wird ausgelöscht werden. Dies ist bereits mit denjenigen geschehen, die seit 2010 die Memoranden monierten.

Diejenigen, die heute denken, dass „wir (Anmerkung: die Journalisten) alle Verantwortung tragen„, urteilen, weil sie nur Ihresgleichen sehen, da sie nicht auch diejenigen zu sehen vermögen, die bereits „füsiliert“ worden sind.

Quelle: Giorgos Ch. Papasotiriou – IWF und Hobsbawm
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

Griechenland: Imaginäre politische Läuterung soll Volkszorn dämpfen

1. Oktober 2012 / Aufrufe: 348 Kommentare ausgeschaltet

Als ob uns alles andere nicht gereicht hätte, haben wir nun auch noch die internen Zankereien der Troika um die „Oberhand“ bei der Verwaltung der Verschuldung Griechenlands. Die Gläubiger streiten darum, wer der „Oberlude“ in einem Land sein wird, welches sehr schwer auf seine Beine kommen wird – wenn überhaupt. Die Regierung, unfähig Initiativen zu ergreifen, beschränkt sich auf fromme Wünsche. Der Premierminister möchte planen, wie die Regierung im kommenden Zeitraum agieren wird, kann es jedoch nicht, weil die Kollision zwischen IWF und Merkel kein sichtbares Ende hat.

Im Grunde genommen kämpfen USA und Deutschland nicht darum, wie … Griechenland „gerettet“ werden wird, sondern um ihre speziellen Interessen. Es nehmen sogar die Informationen zu, der IWF verlange von den Europäern einen neuen direkten „Schnitt“ der Verschuldung und signalisiere, dass sie sich 2013 aus Griechenland zurückziehen werden. Weiter lassen sie zu verstehen geben, das Thema Griechenlands müsse an eine außerordentlichen Gipfelkonferenz nach den amerikanischen Wahlen im November verwiesen werden.

Deutschland wiederum weigert sich gegen einen europäischen Schuldenschnitt und spielt mit der Senkung der Zinsen und der Verlängerung (des Memorandums) und droht dabei hinter den „Höflichkeiten“ konstant mit einem Austritt aus dem Euro.

In diesem Reigen der Erpressungen wartet Samaras auf die Rückkehr der Troika, damit das endgültige „Paket“ gestaltet wird, auf dass Stournaras – bei der Eurogruppe am 08 Oktober – die Verlängerung der Umsetzung des Memorandums verlangt. Somit sitz der Premierminister … auf „heißen Kohlen“, die Maßnahmen fest zu machen, damit die Diskussion über die Verlängerung beginnt. Wenn die Troikaner nicht noch mehr Blut fordern, als bereits vergossen wurde, werden die Maßnahmen in der kommenden Woche das Parlament passieren – zum Ruhm der … Demokratie.

Diese Entwicklung mag die Parteizentrale im Megaro Maximo „erleichtern“, die große Frage bleiben jedoch die anstehenden Reaktionen der Gesellschaft. Vorsorglich ist eine ganze Kampagne der ethischen Stigmatisierung hunderter Menschen im Gang, die angeblich in seitens des SDOE untersuchte Skandalfälle verwickelt sein sollen, damit der Eindruck einer „Läuterung“ des politischen Systems geschaffen wird.

Zum Unglück der Betroffenen ist jedoch das Kriterium nicht die angezweifelte politische „Reinheit“, sondern das ausufernde Elend des griechischen Volkes. Dieses werden sie bezahlen …

Quelle: To Pontiki
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

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Ich will meine Oma zurück!

27. September 2012 / Aufrufe: 1.073 7 Kommentare

Autor: Nikos Orfanos

Thema: Altersarmut in Griechenland

Ich will nicht damit langweilen, dass auch ich über die Kürzungen bei den Löhnen verärgert bin. Über das zu Erwartende, nämlich dass das Geld ausgegangen und der Staat insolvent ist – also versuch mal, einem Nackten in die Tasche zu greifen – und darüber, dass diesen Kürzungen seit geraumer Zeit absolut keine jener Entwicklungsmaßnahmen folgt, die Geld und Arbeit bringen.

Das Thema ist ein anderes. Das Thema sind die Rentenkürzungen und die Alten dieses Landes. Ich übergehe die Tatsache, dass der griechische Staat zigtausend Bürger betrogen hat, indem er sie zur Zahlung höherer Versicherungsbeiträge ermunterte und damit bei ihnen das trügerische Gefühl kultivierte, auf Basis von Leistung und Gegenleistung auch eine höhere Rente zu erhalten. Ich übergehe die Tatsache, dass immer noch die teuren Versicherungsklassen gelten, obwohl sie keinerlei Gegenwert mehr haben – der staatliche Betrug sich also fortsetzt.

Und ich stehe hier, an der Metro-Station Evangelismos. An dem zum Park gelegenen Ausgang. Und plötzlich verrauchen alle meine Werte im Anblick der äußerst würdevollen alten Frau, die um 10 Cent bittet. Und mein gesamter Optimismus verfliegt. Und ich denke, welche Art von Land und was für ein Staat ist das, der unsere Großmütter und Großväter zu Bettlern macht? Jetzt, kurz vor ihrem Lebensende?

Beachten Sie, das Thema ist nicht wirtschaftlich. Es ist existenziell. Diese Menschen haben nicht mehr viel Zeit. Und als ob dieses unerbittliche Gefühl des auf sein Ende zugehenden Lebens nicht ausreichen würde, müssen sie in Armut leben, damit der Staat wieder auf seine Beine kommt? Zu einer gesellschaftlichen Last gemacht werden, jetzt an ihrem Lebensabend?

Ich bezweifle nicht die Tatsache, dass auch ihre Generation in Sorglosigkeit lebte. Und manchmal neugriechisch und untertänig. Na und? Das unvermeidliche Ende gestattet uns nicht, unerbittlich zu sein, wie vielleicht mit jüngeren Arbeitnehmern. Und weil ich mich mir nicht als den Enkel vorstellen möchte, der seinen Großvater sucht, während dieser draußen umherzieht und bettelt, rufe ich wie ein anderer Enkel: Ich will meine Großmutter und meinen Großvater zu Hause haben! Dass sie mir Märchen erzählen und mit mir spazieren gehen! Und für mich kochen, wenn meinen Eltern die Zeit dazu fehlt. Ich will sie so haben, wie es ihnen gebührt, jetzt wo sie alt sind.

Es ist ein Thema nationaler Würde! Anderenfalls zum Teufel mit dem Staat! Weil ihm mehr nicht gebührt.

Quelle: Protagon.gr
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

Macht kaputt was Euch kaputt macht

22. September 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 372 Kommentare ausgeschaltet

Autor: Griechenfreundin

Thema: Träger für Gesundheitsleistungen in Griechenland ist insolvent

Ich habe es schon einmal geschrieben: Ich habe den Euro nicht gewählt. Ich verstehe Vieles aus diesem Blog nicht und bin nicht ausgebildet in Wirtschaftsfragen. Aber ich habe begriffen, dass es Europa getroffen hat. Ich weiß noch, wie die neuen Münzen herausgekommen sind. Europa und jedes Land hatte eigene Prägungen. Wir haben sie uns oft angeschaut und konnten so sehen, welche Touristen hier in Griechenland waren. Es war eine Reiseerleichterung und für die Geschäftsleute wirklich gut.

Hier konnten die Menschen dann endlich Dinge kaufen, die sie sich ersehnt hatten. Menschen möchten immer Dinge haben, die sie nicht bekommen können. Das scheint in der Natur der Menschen liegen. Überall in der Welt. Es lag etwas Neues in der Luft. Der Euro, gegen den Dollar. Endlich konnte ich auch in die USA reisen und mir etwas leisten. “Was ist das”, was für ein Geschiebe und was für eine Finanzwelt, welche Machenschaften. Nicht begreifbar!

Als die Krise in Griechenland begann, fing ich an, mehr nachzudenken. Es hat mich gestört, dass nun Alles hier geändert werden soll. Dies ist mein Wunschland. Vieles hat mich hier gestört, weil ich Deutsche bin. Es hat gedauert, bis ich etwas begriffen habe, warum dies und jenes so gemacht wurde – und das heißt, Mentalität und Gesetze, die durchaus ihren Sinn machen. Woran ich mich nie gewöhnt habe ist die Inkompetenz der einzelnen Behörden.

Naja, ist etwas konfus wie ich schreibe, aber so bin ich eben und ich glaube, dass ich deshalb Griechenland gewählt habe. Es gefällt mir, der Einfallsreichtum, konstruktiv sein zu können, zu improvisieren. Ja, und da sind wir wieder beim Thema. Hab ich schon mal geschrieben. Es kann nie ein Europa geben, weil die Länder so sehr viel eigene Geschichte haben. aus denen Gesetze entstanden sind. Oh und bitte … Griechenland soll nie so wie in Deutschland sein … deswegen habe ich Deutschland den Rücken gekehrt.

Aber das ist genau der Punkt. Griechenland und all die anderen südlichen Länder sollen sich anpassen, es soll das gleiche Versicherungssystem geben, Strom und Wasser sollen privatisiert werden – was heißt, das Leben hier wird noch teurer. Halleluja.

Wenn ihr Griechen aufsteht und Revolte macht, bin ich dabei. Dabei meine ich keine Anarchos oder Sonstiges. Ich bleibe hier in Griechenland, egal was kommt, zwar nicht mehr taufrisch, aber dabei. Sollte ich umsonst ausgewandert sein? Also auf und vorwärts. Macht kaputt was Euch kaputtmacht.

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Griechenland: Reformvoraussetzungen

22. September 2012 / Aktualisiert: 12. September 2018 / Aufrufe: 360 1 Kommentar

Autor: Tasos Telloglou

Thema: 2012 quittierten in Griechenland mehr Beamte als gefordert den Dienst

Laut den Daten, welche der aktuelle Wochenbericht der Alpha Bank (21 September 2012) bereitstellt, sank die Anzahl der Bediensteten des öffentlichen Sektors von 1.005.000 im Jahr 2009 auf 858.000 im Jahr 2012 und verzeichnete nur im Gesundheitsbereich einen geringfügigen Anstieg.

Das Personal des öffentlichen Sektors ist auf das Niveau der 90er Jahre reduziert worden, und die neuen horizontalen Kürzungen werden wahrscheinlich zur Flucht auch der noch verbliebenen fähigen (Anmerkung: und das sind etliche) Menschen aus dem Staatsdienst führen.

Die Bank betont: „Es ist inzwischen offensichtlich, dass es keine auf dem Prinzip der Leistung und Effizienz basierende Verwaltungsreform geben kann, ohne die Größe des öffentlichen Sektors auf eine Weise zu reduzieren, auf dass Einstellungen auch neuer Bediensteter mit einem neuen System der dienstlichen Entwicklung und Besoldung erfolgen.

Die Position der Bank ist dagegen nicht, dass Entlassungen vermieden werden müssen. Sie unterstreicht sogar, dass die Verweigerung der Entlassungen aus dem Staatsdienst außer der Klientel der Regierungs- und Oppositionsparteien einfach nur die völlige Stagnation des Ungeheuers sicherstellt, welches das Land zusammen mit anderen Faktoren in den Bankrott geführt hat.

Einfach ausgedrückt, die Reform des Staates mit der Schaffung von Mechanismen, die ihn wirklich zu einem Werkzeug des Aufschwungs machen, ist unmöglich, ohne dass alte, weniger qualifizierte und nützliche Bedienstete entlassen werden, damit jüngere eingestellt werden, die möglicherweise auch höher entlohnt werden, da sie weniger, in neue Strukturen eingegliedert und somit produktiver sind.

Dass Premierminister Antonis Samaras verspricht, dies seien die letzten Kürzungen, ist unhaltbar – wie ihm jüngst Herr Schäuble in Erinnerung rief. Nützlicher wäre, er würde erklären, dass dies die letzten zu Lasten „Gerechter und Ungerechter“ (sprich wahllos) erfolgenden horizontalen Kürzungen sein werden.

Quelle: Protagon
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog