Unter der Kategorie "Meinungen" publizierte Gastbeiträge und Leserzuschriften geben nicht unbedingt unsere Meinung wieder. Mit der Zusendung eines Beitrags wird uns automatisch ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes und unentgeltliches Nutzungsrecht erteilt. Wir behalten uns explizit vor, Beiträge nach freiem Ermessen zu editieren oder / und zu kürzen.


Griechenland braucht … Spardose

13. Februar 2020 / Aufrufe: 118 Keine Kommentare

Guthaben und Spareinlagen des privaten Sektors Griechenlands reichen nicht aus um die Schließung der Investitionslücke zu stützen.

Die öffentliche Verschuldung Griechenlands bleibt sehr hoch, jedoch sind die Tilgungsraten für das nächste Jahrzehnt und mehr auf niedrige Niveaus reguliert worden. Für etwas anderes, das über die Zukunft des Landes entscheiden wird, gilt das allerdings nicht.

Gleich ob wir über höhere Einkommen, niedrigere Arbeitslosigkeit und Armutsquote oder abschreckende militärische Macht reden, damit der Aggressivität der Türkei begegnet wird, gelangen wir bei dem selben Nenner an. Nämlich einer – hauptsächlich auf Exporte und Investitionen gestützten – mit hohen Rhythmen wachsenden starken Wirtschaft.
Gesamten Artikel lesen »

Europäische Einlagensicherung ohne Griechenland?

10. Februar 2020 / Aufrufe: 150 Keine Kommentare

Griechenlands Sparer könnten von der versprochenen europaweiten Einlagensicherung ausgeschlossen bleiben.

Die drastische Reduzierung sogenannter „roter“ Kredite behindert in Griechenland nicht nur die Finanzierung der Wirtschaft. Unter den heutigen Gegebenheiten vermag sie ebenfalls die Möglichkeit einer europäischen Absicherung der griechischen Bankguthaben zu entziehen.

Könnte wegen unzulänglicher Reduzierung der „roten“ Kredite bis 2024 den griechischen Sparern die paneuropäische Einlagensicherung vorenthalten werden? Unter den heutigen Gegebenheiten lautet die Antwort, dass es nicht unwahrscheinlich ist.
Gesamten Artikel lesen »

Griechenland bleibt Sonderfall

4. Februar 2020 / Aufrufe: 214 Keine Kommentare

Während ein Charakteristikum entwickelter Länder die Respektierung der Institutionen ist, liegen in Griechenland die Dinge nach wie vor anders.

Sich während der Dauer der Krise auf Griechenland beziehend, pflegten die europäischen Gläubiger zu sagen, Griechenland sein ein Sonderfall. Sie bezogen sich sowohl auf das, was die Krise verursachte, wie beispielsweise fiskalische Defizite und sehr hohe öffentliche Verschuldung gegenüber eine Blase auf dem Immobilienmarkt und einem problematischen Bankensektor, als auch darauf, wie es von den Machthabern angegangen wurde.

Die geschah, weil die Vertreter der Gläubiger (beispielsweise Troika oder Institutionen), die Gelegenheit hatten, viele Dinge über die Weise zu lernen, auf die das System funktioniert, also die jeweiligen Regierungen, die Gewerkschaften, die Gerichte und allgemein die Elite des Landes funktionieren.
Gesamten Artikel lesen »

Ausschüsse bringen Griechenland kein Wachstum

21. Januar 2020 / Aufrufe: 144 Keine Kommentare

Das in Griechenland inständig erhoffte Wachstum kann weder von Ausschüssen und Ministerien noch von Regierungen angeordnet werden.

In Griechenland besteht die Tendenz, häufig Ausschüsse zur Ausarbeitung von Plänen oder Ministerien zu schaffen, damit damit sie das Werk der Regierung koordinieren. Die Ergebnisse sind diachronisch spärlich, Gewohnheiten ändern wir aber nicht.

Regierungsfunktionäre und Andere pflegten zeitlos in Wahlkampfperioden zu sagen, „Wachstum kann nicht befohlen werden„, und natürlich haben sie Recht.
Gesamten Artikel lesen »

Griechenland hofft auf „wackeligen“ EastMed

5. Januar 2020 / Aufrufe: 346 2 Kommentare

Die Erdgaspipeline EastMed würde Griechenlands geopolitische Position stärken, der Bau wurde jedoch bisher nur theoretisch vereinbart.

Die Realisierung des Pipeline-Projekts EastMed wird für Griechenland eine gute Nachricht sein. Jedoch kaufen die Regierungen kein Erdgas. Das tun die Unternehmen – und zwar, um Gewinn zu machen. Aus geopolitischer Sicht werden Bau und Betrieb der EastMed-Pipeline, die Erdgas von der Levante zu Ländern Westeuropas befördern wird, Gewinner und Verlierer haben.

Die Verlierer werden die Türkei und Russland, die Gewinner wiederum die USA, Israel (das hauptsächlich das Erdgas verkaufen wird), Griechenland und in geringerem Grad Zypern sein. Die EU kann ebenfalls profitieren, da sie ihre Energiequellen mehr differenzieren und eine größere Energiesicherheit sicherstellen wird, zumal die Erdgasförderung in der Nordsee zurückgehen wird.
Gesamten Artikel lesen »

Griechenlands stärkste Waffe gegen die Türkei

6. Dezember 2019 / Aufrufe: 499 Kommentare ausgeschaltet

Die stärkste Waffe Griechenlands gegenüber der Türkei ist die Griechische Diaspora.

In den internationalen Beziehungen sind die Interessen und nicht die Freundschaften von Bedeutung. Wenn Griechenland die ehrgeizige Türkei einschränken möchte, hat es sich auf seine eigenen Kräfte, seine Allianzen und seine andere starke Waffe zu verlassen.

Lassen wir uns aber zuerst alle in Etwas einig sein: Sollte Griechenland jemals in einer kriegerischen Kollision mit der Türkei angelangen, wird es feststellen, auf dem Schlachtfeld allein sein zu werden.
Gesamten Artikel lesen »

Griechenland begünstigt Investitionen

3. Dezember 2019 / Aufrufe: 256 Kommentare ausgeschaltet

Vier grundlegende Faktoren, die Investitionen in Griechenland positiv beeinflussen.

Niedrigere Besteuerung für die Unternehmen im Verhältnis zu der Vergangenheit, Rückgang des wirtschaftspolitischen wie auch des finanzwirtschaftlichen Risiko des Landes, Verbesserung des Regierungseffizienz-Indexes sind vier Faktoren, die für die Ansicht sprechen, dass Griechenland tatsächlich von einem armen Verwandten in einer Braut mit guter Mitgift verwandelt werden kann.

Die Dinge scheinen begonnen zu haben, einen konkreten Weg zu nehmen. Der Plan der Regierung unter Premierminister Kyriakos Mitsotakis, Griechenland als Land der Chancen für Investitionen aufzuzeigen, konzentriert das Interesse der Ausländer auf sich, große Investment-Häuser nehmen Griechenland wieder in ihre Pläne auf, während das Klima sich noch mehr ändern wird, wenn die jüngsten steuerlichen Erleichterungen für die Unternehmen sich in der Praxis abzuzeichnen beginnen werden.
Gesamten Artikel lesen »

Den schwierigen Part hat Griechenland noch vor sich

11. September 2019 / Aufrufe: 495 Kommentare ausgeschaltet

Griechenlands neuer Regierung steht eine weitere schwierige Hürde bevor.

Die Euphorie über die in dem Programm der neuen griechischen Regierung unter Kyriakos Mitsotakis für die kommenden 12 Monate umfassten Steuersenkungen darf uns nicht dazu verleiten, das noch Kommende zu übersehen.

Das Finanzministerium führt in seiner Bekanntmachung bezüglich der Eurostat-Angaben, die zeigten, dass in Griechenland im Jahr 2018 das geschätzte Mehrwertsteuer-Defizit (VAT gap) 7 Mrd. Euro überstieg, die verlorenen Einnahmen auf die Erhöhung der Besteuerung zurück.
Gesamten Artikel lesen »

Migranten und nicht Flüchtlinge sind Problem für Griechenland

10. September 2019 / Aufrufe: 865 2 Kommentare

Für Griechenland stellen weniger wirkliche Flüchtlinge als vielmehr die Horden illegaler Wirtschaftsmigranten eine nationale Bedrohung dar.

Den Begriff „Flüchtlingsproblem“ verwendend sind wir nicht präzise, weil die meisten Derer, die illegal nach Griechenland gelangen, keine Flüchtlinge im von den internationalen Abkommen vorgegebenen einschlägigen Sinn, sondern – hauptsächlich aus afrikanischen Ländern kommende –  Wirtschaftsflüchtlinge sind, die unser Land als Transitland sehen um nach Deutschland zu passieren. Folglich müssten wir es „Migrantenproblem“ nennen.

In den Ländern Afrikas scheint das Gerücht zu kursieren, Griechenland sei ein sehr leichtes Land für den Transit nach Europa. Weil sich zeigte, dass es seine riesigen Seegrenzen nicht erfolgreich zu schützen vermag, und folglich die sicherste und billigste Passage für eine Einwanderung bzw. Weiterreise in ein anderes (europäisches) Land darstellt, was wiederum dauerhafte Niederlassung und Arbeit bedeutet.
Gesamten Artikel lesen »

Kommen negative Zinsen für Griechenland?

4. September 2019 / Aufrufe: 506 Kommentare ausgeschaltet

Angesichts der aktuellen Entwicklungen auf den Finanzmärkten könnte demnächst auch Griechenland dafür bezahlt werden, ihm Geld leihen zu dürfen.

Wenn der Markt sich wegen etwas an Griechenland erinnert, sind dies die Geburt der Demokratie und die größte Umschuldung in der modernen Geschichte. Demnächst wird man sich aber womöglich auch noch an etwas anderes erinnern.

Wenn jemand auf dem Markt vor einigen Jahren vorausgesagt hätte, dass Manche aus eigener Tasche dafür zahlen würden, diversen Ländern für 10, 20 oder 30 Jahre Geld zu leihen, hätte man ihn höchstwahrscheinlich ausgelacht und nicht beachtet.
Gesamten Artikel lesen »