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Griechenland hofft auf „wackeligen“ EastMed

5. Januar 2020 / Aufrufe: 271 2 Kommentare

Die Erdgaspipeline EastMed würde Griechenlands geopolitische Position stärken, der Bau wurde jedoch bisher nur theoretisch vereinbart.

Die Realisierung des Pipeline-Projekts EastMed wird für Griechenland eine gute Nachricht sein. Jedoch kaufen die Regierungen kein Erdgas. Das tun die Unternehmen – und zwar, um Gewinn zu machen. Aus geopolitischer Sicht werden Bau und Betrieb der EastMed-Pipeline, die Erdgas von der Levante zu Ländern Westeuropas befördern wird, Gewinner und Verlierer haben.

Die Verlierer werden die Türkei und Russland, die Gewinner wiederum die USA, Israel (das hauptsächlich das Erdgas verkaufen wird), Griechenland und in geringerem Grad Zypern sein. Die EU kann ebenfalls profitieren, da sie ihre Energiequellen mehr differenzieren und eine größere Energiesicherheit sicherstellen wird, zumal die Erdgasförderung in der Nordsee zurückgehen wird.
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Griechenlands stärkste Waffe gegen die Türkei

6. Dezember 2019 / Aufrufe: 435 Kommentare ausgeschaltet

Die stärkste Waffe Griechenlands gegenüber der Türkei ist die Griechische Diaspora.

In den internationalen Beziehungen sind die Interessen und nicht die Freundschaften von Bedeutung. Wenn Griechenland die ehrgeizige Türkei einschränken möchte, hat es sich auf seine eigenen Kräfte, seine Allianzen und seine andere starke Waffe zu verlassen.

Lassen wir uns aber zuerst alle in Etwas einig sein: Sollte Griechenland jemals in einer kriegerischen Kollision mit der Türkei angelangen, wird es feststellen, auf dem Schlachtfeld allein sein zu werden.
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Griechenland begünstigt Investitionen

3. Dezember 2019 / Aufrufe: 219 Kommentare ausgeschaltet

Vier grundlegende Faktoren, die Investitionen in Griechenland positiv beeinflussen.

Niedrigere Besteuerung für die Unternehmen im Verhältnis zu der Vergangenheit, Rückgang des wirtschaftspolitischen wie auch des finanzwirtschaftlichen Risiko des Landes, Verbesserung des Regierungseffizienz-Indexes sind vier Faktoren, die für die Ansicht sprechen, dass Griechenland tatsächlich von einem armen Verwandten in einer Braut mit guter Mitgift verwandelt werden kann.

Die Dinge scheinen begonnen zu haben, einen konkreten Weg zu nehmen. Der Plan der Regierung unter Premierminister Kyriakos Mitsotakis, Griechenland als Land der Chancen für Investitionen aufzuzeigen, konzentriert das Interesse der Ausländer auf sich, große Investment-Häuser nehmen Griechenland wieder in ihre Pläne auf, während das Klima sich noch mehr ändern wird, wenn die jüngsten steuerlichen Erleichterungen für die Unternehmen sich in der Praxis abzuzeichnen beginnen werden.
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Den schwierigen Part hat Griechenland noch vor sich

11. September 2019 / Aufrufe: 474 Kommentare ausgeschaltet

Griechenlands neuer Regierung steht eine weitere schwierige Hürde bevor.

Die Euphorie über die in dem Programm der neuen griechischen Regierung unter Kyriakos Mitsotakis für die kommenden 12 Monate umfassten Steuersenkungen darf uns nicht dazu verleiten, das noch Kommende zu übersehen.

Das Finanzministerium führt in seiner Bekanntmachung bezüglich der Eurostat-Angaben, die zeigten, dass in Griechenland im Jahr 2018 das geschätzte Mehrwertsteuer-Defizit (VAT gap) 7 Mrd. Euro überstieg, die verlorenen Einnahmen auf die Erhöhung der Besteuerung zurück.
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Migranten und nicht Flüchtlinge sind Problem für Griechenland

10. September 2019 / Aufrufe: 819 2 Kommentare

Für Griechenland stellen weniger wirkliche Flüchtlinge als vielmehr die Horden illegaler Wirtschaftsmigranten eine nationale Bedrohung dar.

Den Begriff „Flüchtlingsproblem“ verwendend sind wir nicht präzise, weil die meisten Derer, die illegal nach Griechenland gelangen, keine Flüchtlinge im von den internationalen Abkommen vorgegebenen einschlägigen Sinn, sondern – hauptsächlich aus afrikanischen Ländern kommende –  Wirtschaftsflüchtlinge sind, die unser Land als Transitland sehen um nach Deutschland zu passieren. Folglich müssten wir es „Migrantenproblem“ nennen.

In den Ländern Afrikas scheint das Gerücht zu kursieren, Griechenland sei ein sehr leichtes Land für den Transit nach Europa. Weil sich zeigte, dass es seine riesigen Seegrenzen nicht erfolgreich zu schützen vermag, und folglich die sicherste und billigste Passage für eine Einwanderung bzw. Weiterreise in ein anderes (europäisches) Land darstellt, was wiederum dauerhafte Niederlassung und Arbeit bedeutet.
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Kommen negative Zinsen für Griechenland?

4. September 2019 / Aufrufe: 476 Kommentare ausgeschaltet

Angesichts der aktuellen Entwicklungen auf den Finanzmärkten könnte demnächst auch Griechenland dafür bezahlt werden, ihm Geld leihen zu dürfen.

Wenn der Markt sich wegen etwas an Griechenland erinnert, sind dies die Geburt der Demokratie und die größte Umschuldung in der modernen Geschichte. Demnächst wird man sich aber womöglich auch noch an etwas anderes erinnern.

Wenn jemand auf dem Markt vor einigen Jahren vorausgesagt hätte, dass Manche aus eigener Tasche dafür zahlen würden, diversen Ländern für 10, 20 oder 30 Jahre Geld zu leihen, hätte man ihn höchstwahrscheinlich ausgelacht und nicht beachtet.
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Wehrpflicht benachteiligt Griechenlands Männer

26. August 2019 / Aufrufe: 349 Kommentare ausgeschaltet

Warum in Griechenland der obligatorische Wehrdienst speziell die Wettbewerbsfähigkeit männlicher Berufseinsteiger beeinträchtigt.

Die Zunft der Politiker Griechenlands machte der Jugend des Landes in den letzten Jahren ein sehr signifikantes „Geschenk“: Sie stellte sicher, dass ungefähr einer von zwei jungen Leuten entweder arbeitslos oder unterbeschäftigt oder in einer Tätigkeit beschäftigt sein werden, die in keinerlei Relevanz zu ihren Studien steht.

Zusätzlich begegnen speziell junge griechische Männer infolge der gesetzlichen Wehrpflicht dem Problem der „Zwangsunterbrechung“ in ihrem beruflichen Werdegang.
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Griechenlands Mittelschicht-Falle

1. August 2019 / Aufrufe: 548 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland werden weiterhin all jene die Zeche zahlen, die sie auch bisher zahlten.

Einen schönen guten Tag! Die von der neuen Regierung Griechenlands vorangetriebene Senkung der sogenannten „Einheitlichen Immobilien-Besitzsteuer“ (ENFIA) ist sympathisch bis „gottgefällig“. Für jene, die tatsächlich die steuerlichen Lasten stemmen, ist sie jedoch – bestenfalls – ein Tropfen im Ozean.

Wie selbige Regierung unter Berufung auf Angaben der Staatlichen Rechnungszentrale mitgeteilt hat, bewegen die bei der ENFIA forcierten Senkungen sich so oder so nur in einer Größenordnung von insgesamt 205 Mio. Euro, während die konkrete Steuer mit jährlich ungefähr 3,2 Mrd. Euro festgestellt wird.
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Verbrechen der Regierung Tsipras in Griechenland

19. Juli 2019 / Aufrufe: 607 Kommentare ausgeschaltet

Das unerhörte Verbrechen der Regierung der SYRIZA unter Alexis Tsipras in Griechenland.

Die Überzeugung des griechischen Volks, in Griechenland werde das Unrecht belohnt und die Ehrbarkeit bestraft, ist nicht irrig.

Die „rechte Hand“ des ehemaligen Premierministers Kostas Simitis, sprich Theodoros Tsoukatos, der von Siemens ein … Taschengeld von 1 Million DM zugesteckt bekam, die wiederum – wie er selbst gesagt hatte – in den Kassen der PASOK-Partei angelangte, wird von dem Gericht für unschuldig erklärt werden, weil das von der SYRIZA verabschiedete neue Strafgesetzbuch die Tat der aktiven Bestechung von einem Schwerverbrechen zu einer einfachen Rechtsverletzung macht!
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Gewaltentrennung und Interessenkonflikte halten Griechenland in Atem

14. Juli 2019 / Aufrufe: 369 Kommentare ausgeschaltet

Von Politikern ins Visier genommene Zentralbanker, Interessenkonflikte der Minister und die Gewaltentrennung mit der Justiz im Mittelpunkt lassen uns nicht zur Ruhe kommen.

Vor kurzer Zeit erfolgte in Griechenland zwischen den Anhängern der SYRIZA und der Nea Dimokratia (ND) anlässlich des Auslaufens der Amtszeit der vorherigen Führungsriege der Justiz ein wahrer Krieg darüber, wer (Anmerkung: kurz vor den anstehenden Neuwahlen …!) ihre neue Führung einzusetzen hätte.

Die Lösung gab schließlich der Staatspräsident. (Anmerkung: Prokopis Pavlopoulos ließ das einschlägige Präsidialdekret einfach nicht unterschrieben in der Schublade liegen und gab das Thema nach den Parlamentswahlen des 07 Juli 2019 an die neue Regierung zurück.)
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