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Archiv für die Kategorie ‘Immobilienwesen’

Ausbau von Schwarzbauten in Griechenland gerichtlich gestoppt

17. März 2012 / Aufrufe: 366 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurde dem weiteren Ausbau und der Erweiterung von Schwarzbauten und Bauten mit Bauverstößen ein höchstrichterlicher Riegel vorgeschoben.

Der Oberste Verwaltungsgerichtshof (StE) befand in einem aktuellen Musterprozess, dass im Fall von Immobilien, die bereits mit baurechtlichen Verstößen behaftet sind, keine Baugenehmigungen für weitere Ausbauten oder Erweiterungen erteilt werden darf.

Info: Verwaltungsgerichtshof stoppt Erweiterung von Schwarzbauten in Griechenland

Inseln in Griechenland zu verkaufen

12. März 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 4.370 3 Kommentare

Über internationale Webseiten werden etliche private Inseln in Griechenland zu Preisen ab 1,5 Millionen Euro zum Verkauf angeboten

Auf einer kanadischen Webseite ist die berühmte in Privatbesitz befindliche Insel Patroklos (griechisch: Πάτροκλος, auch Gaidouronisi – griechisch: Γαϊδουρονήσι = Eselsinsel) mit einem Startpreis von 150 Mio. Euro zum Verkauf eingestellt worden.

Für die konkrete Insel hatten zeitweise unter anderem eine israelische Firma (in welche auch der Name des ehemaligen Premierministers Ariel Sharon verwickelt worden war), Donatella Versace und zuletzt ein Investment-Fund aus dem Emirat von Dubai ihr Interesse bekundet. Ziel all dieser potentiellen Investoren war, auf der Insel angefangen von einem Luxushotel über Themenpark, Wellnessbad (Spa) und Golfplatz bis hin zu einem Kasino zu schaffen.
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Abtretung von Mietforderungen in Griechenland an den Fiskus

2. März 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 2.449 Kommentare ausgeschaltet

Vermieter von Immobilien in Griechenland müssen Mietforderungen an den Fiskus abtreten, um der steuerlichen Veranlagung für nicht erhaltene Mieten zu entgehen.

Nachweislich nicht eingenommene Mietzahlungen des Jahres 2011 können von der Deklaration mit der Steuererklärung 2012 als Einkommen nur dann ausgenommen werden, wenn sie ohne Gegenleistung an den Fiskus abgetreten werden. Die steuerpflichtigen Immobilienbesitzer müssen also wählen, ob sie die seitens des Mieters für 2011 geschuldete Mietzahlungen einzufordern versuchen oder den einschlägigen Betrag endgültig als verloren ansehen und die Forderung an den Fiskus abtreten werden.

Wenn beispielsweise 2011 ein Eigentümer 5 Monatsmieten in Höhe von insgesamt 5.000 Euro nicht eingenommen hat, muss er sich bei Abgabe der Einkommensteuererklärung 2012 entscheiden, entweder die 5.000 regulär als Einkommen zu deklarieren oder die Abtretung des Einkommens an den Fiskus erklären. Im ersten Fall muss er auf jeden Fall für den gesamten Betrag Steuern entrichten, obwohl er das Geld nicht eingenommen hat und möglicherweise auch nie eintreiben können wird, während er im zweiten Fall für die ausstehenden Mietzahlungen zwar nicht obendrein auch noch Steuern entrichten muss, jedoch auch endgültig auf seine Forderung verzichtet.

Erforderliche Unterlagen für die Abtretung von Mietforderungen

Mit der Erklärung über die Abtretung von Mietforderungen an den Fiskus sind dem Finanzamt folgende Unterlagen beizubringen:

  • Der Vertrag über die Vermietung der Immobilie
  • Die außergerichtliche Kündigung des Mietverhältnisses oder Aufforderung zur Zahlung der ausstehenden Mieten
  • Die Klage auf Herausgabe des Mietobjekts oder Mietklage.
  • Das Gerichtsurteil über Herausgabe des Mietobjekts und Zahlung der Mieten.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass Mieteinnahmen aus Immobilien in Griechenland gemäß den Bestimmungen der geltenden Einkommensteuerordnung dem jährlichen Gesamteinkommen des Vermieters hinzugerechnet werden und somit der regulären progressiven Einkommensbesteuerung unterliegen. In der Praxis ergibt sich folglich einbezüglich fallweise abzuführender Sonderabgaben (pauschale „Stempelgebühr“, Solidaritätsabgabe usw.) eine steuerliche Belastung der Mieteinnahmen von bis zu rund 50%.

(Quelle: Marketbeast)

Neues Verfahren zur Erteilung von Baugenehmigungen in Griechenland

23. Februar 2012 / Aktualisiert: 13. August 2017 / Aufrufe: 2.426 4 Kommentare

In Griechenland treten ab März 2012 neue Bestimmungen bezüglich der Beantragung und Erteilung von Baubewilligungen und Baugenehmigungen in Kraft.

Wer ab dem 01. März 2012 und danach in Griechenland bauen will, muss insgesamt fast 30 verschiedene Unterlagen zusammentragen, um die Bewilligung und die Genehmigung zum Bau eines Gebäudes zu erwirken. Gemäß dem Ministerialerlass, der in Spezialisierung des Gesetzes 4030 über den neuen Erteilungsmodus der Baugenehmigungen erging, sind für die Baubewilligung 13 und für die Baugenehmigung 15 Unterlagen, Studien und Abläufe notwendig – und das zu einem Zeitpunkt, wo das anfängliche Ziel des Ministeriums die Vereinfachung des Verfahrens der Erteilung von Baugenehmigungen war.

Die Baubewilligung wird innerhalb von fünf Werktagen ab der Einreichung der Unterlagen, nach der Kontrolle der Angaben und sofern sich diese als korrekt erweisen erteilt. Die Kontrollfristen können jedoch um 20 Tage verlängert werden, wenn dies von dem Bauamt für notwendig erachtet wird. Die Geltungsdauer der Bewilligung beträgt für Gebäude mit einer Gesamtfläche von bis zu 2.000 qm ein Jahr und für zwei Jahre für Gebäude mit einer Fläche von mehr als 2.000 qm zwei Jahre. Ergänzungen und Korrekturen können innerhalb von zwei Monaten ab der Antragstellung erfolgen.
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Legalisierung von Schwarzbauten in Griechenland bis Mitte 2012

22. Februar 2012 / Aktualisiert: 13. August 2017 / Aufrufe: 855 7 Kommentare

Für die nachträgliche Legalisierung von Schwarzbauten und ungenehmigten Baumaßnahmen in Griechenland wurde eine neue Nachfrist bis Ende Juni 2012 gesetzt.

Bis zum 30. Juni 2012 wird die Frist für die „Regulierung“ ungenehmigter Bauten und Baumaßnahmen in Griechenland gemäß der einschlägigen Bestimmung verlängert, die am 22. Februar 2012 dem Entwurf des Anwendungsgesetzes des griechischen Finanzministeriums über „Rentenregelungen und andere dringende Regelungen zur Umsetzung des Memorandums“ hinzugefügt wurde. Ebenfalls wird die Frist zur Entrichtung der ersten Rate des einheitlichen Strafgeldes wird bis zum 30. September 2012 verlängert.

Es sei angemerkt, dass hinsichtlich der konkreten Regelungen zum zweiten Mal eine Nachfrist gewährt wird. Die vorherige Frist wäre am 28. Februar 2012 ausgelaufen.

(Quelle: in.gr)

Probleme bei Legalisierung von Schwarzbauten in Griechenland

16. Februar 2012 / Aktualisiert: 13. August 2017 / Aufrufe: 2.381 6 Kommentare

Eigentümer von Schwarzbauten in Griechenland können sich selbst nach Abwicklung des gesetzlichen Legalisierungsverfahrens nicht vor weiteren Sanktionen sicher wähnen.

Selbst heute stellt das Gesetz N. 4014/2011 über die Regelung der Schwarzbauten noch ein Kreuzworträtsel für starke Rätsellöser dar. Es handelt sich um eine löchrige Regelung mit vielen Lücken, die aus rein einnahmeorientierten Gründen und nicht zur Lösung Umwelt-, Flächennutzungs- oder städtebaulicher Probleme provisorisch zusammengestrickt wurde. Somit hängen heute tausende Bürger in der Luft, welche die Regelung in Anspruch genommen haben, während zur selben Zeit das Gesetz, das als „magische Lösung“ präsentiert wurde um die illegalen Bauten verschwinden zu lassen, nicht erreichte, die Schaffung einer neuen Generation von Schwarzbauten zu verhindern.

Mit einer Modifizierung des letzten Minute wird die „Regulierung von Bauten dagegen sogar erleichtert, die – wie Architekten monieren – zu diesem Zeitpunkt in ganz Griechenland illegal hochgezogen werden. Das Umweltministerium versucht in den letzten vier Monaten ohne großen Erfolg, die … Grauzonen des Gesetzes auszumerzen. Es hat auslegende Runderlasse ausgegeben, in der Form von – rechtlich jeder verbindlichen Geltung entbehrenden – Bekanntmachungen 119 bei der Umsetzung des Gesetzes aufgetretene Fragestellungen beantwortet und mit trommelfeuerartigem Rhythmus dutzende Modifizierungen eingereicht. Wie jedoch der Vorsitzende des Verbands der Architekten Griechenlands Herr Nikos Zygouris betont, verbleiben viele Fragen der Architekten „mit Verantwortung des YPEKA unbeantwortet„. Die Zeitung „To Vima“ versucht, auf einige dieser Fragen eine Antwort zu geben.
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Preisverfall bei Immobilien in Athen – Griechenland

8. Februar 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 8.194 7 Kommentare

Infolge der tiefen Rezession in Griechenland stehen im Großraum Athen – Attika tausende Wohnungen leer, die vor nicht langer Zeit noch wie warme Semmeln weggingen.

In zentralen Bezirken Athens wie beispielsweise Patisia und Kypseli stehen inzwischen tausende Wohnungen leer, die bis vor kurzem hauptsächlich an Ausländer vermietet wurden. Das selbe Schicksal teilen auch hunderte Wohnungen in teuren Vierteln Athens, welche von den Mietern aufgegeben werden, die in billigere Gegenden umziehen. Diese Angaben der Maklerbüros werden auch von einer neulich durchgeführten Erhebung des Panhellenischen Verbands der Immobilienbesitzer (POMIDA) bestätigt.

Laut der Erhebung des POMIDA erlitten während der beiden letzten Jahre 94% der Immobilieneigentümer einen Rückgang ihrer Einkommen, weil entweder die von ihnen vermieteten Immobilien leer standen oder weil sie zu Mietsenkungen schritten, die in der Mehrzahl der Fälle (über 60%) zwischen 20% und 30% lagen.
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Änderung der Baubestimmungen in Griechenland

3. Februar 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.421 5 Kommentare

Das Umweltministerium in Griechenland plant radikale Änderungen der Baubestimmungen, die viele Grundstücke als Bauland praktisch wertlos machen werden.

Der Entwurf eines Präsidialdekrets des griechischen Umweltministeriums droht bei den Flächennutzungen alles auf den Kopf zu stellen und praktisch die in jedem Gebiet analog zu den Bestimmungen der allgemeinen Bebauungspläne gestatteten Aktivitäten zu durchkreuzen. Nach den heftigen Reaktionen, welche einige Bestimmungen des Entwurfs und speziell jene hervorriefen, die sich auf die Bebauung außerhalb des Bebauungsplans beziehen, gab das Ministerium allerdings am 01. Februar 2012 die Verlängerung der öffentlichen Beratung bis zum 29. Februar 2012 bekannt.

Die allgemeinen Proteste fokussieren sich hauptsächlich auf den (weiter unten auch in deutscher Übersetzung wiedergegebenen) Artikel 14 des Dekrets, der die Errichtung eines Wohnhauses nur den Gewerbetreibenden gestattet, welche die Fläche nutzen, und somit den Grundbesitz tausender Eigentümer, die in Gebieten außerhalb genehmigter Bebauungspläne oder / und bestehender Ansiedlungen fortan keine Häuser mehr bauen können werden, zumindest als Bauland praktisch wertlos macht.
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Lockerung bei Legalisierung von Schwarzbauten in Griechenland

31. Januar 2012 / Aktualisiert: 08. Juli 2017 / Aufrufe: 1.551 2 Kommentare

In Griechenland dürfen nun auch Schwarzbauten legalisiert werden, deren Fertigstellung nicht durch öffentliche oder private Dokumente nachgewiesen werden kann.

Mit immer wieder neuen Änderungen weitet das griechische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimawandel (YPEKA) den Anwendungsbereich des Gesetzes über die Legalisierung von Schwarzbauten und ungenehmigten baulichen Maßnahmen noch mehr aus und gewährt die Möglichkeit zur Inanspruchnahme der Regelung sogar gegebenenfalls auch mit der Einreichung nur einer einfachen rechtsverbindlichen Erklärung. Weiter führen die neuen Modifizierungen einige Änderungen bei den Zonenpreisen herbei, welche in bestimmten Fällen für die Berechnung der Geldstrafe herangezogen werden.

Mit einem Zusatz zu dem debattierten Gesetzentwurf über den strafrechtlichen Umweltschutz betont das YPEKA, dass in Fällen, in denen weder öffentliche noch private Dokumente vorliegen, aus denen der Zeitpunkt der Fertigstellung der Konstruktion oder der Einrichtung der Nutzung belegt wird, die „Regulierung“ mit einer rechtsverbindlichen Erklärung des Eigentümers erfolgen kann. Diese Erklärung muss allerdings von dem technischen Bericht eines Architekten / Ingenieurs begleitet werden, der den Inhalt der rechtsverbindlichen Erklärung des Eigentümers untermauert.
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Paradoxe der Schwarzbau-Legalisierung in Griechenland

29. Januar 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.010 Kommentare ausgeschaltet

Gesetzliche Bestimmungen über die Legalisierung von Schwarzbauten in Griechenland legen den Immobilienmarkt lahm und bestrafen die biederen Immobilienbesitzer.

Das gesetzliche Verfahren zur nachträglichen Legalisierung illegaler Bauten und rechtswidriger Baumaßnahmen in Griechenland entwickelt sich zu einem Kreuzworträtsel für starke Rätsellöser. Vier Monate der Umsetzung des Hals über Kopf ratifizierten und von Anfang an umstrittenen einschlägigen Gesetzes haben viele Paradoxe in den Vordergrund und parallel die Übertragungen von Immobilien fast völlig zum Erliegen gebracht.

Laut den griechischen Notaren verzeichnet die Anzahl der Immobilientransaktion seit Inkrafttreten der gesetzlichen Regelung über die Legalisierung von Schwarzbauten einen steilen Absturz, wozu der Präsident der Notarkammer Athen Kostas Vlachakis betont, dass die Anzahl der Übertragungen während der letzten drei Jahre um insgesamt 80% – 90% gesunken ist. Obendrein scheinen viele Eigentümer, die sich angesichts der ursprünglich äußerst knapp gesetzten Fristen frühzeitig sputeten, die „Regulierung“ ihrer Immobilien umgehend in Angriff zu nehmen, finanziell als Verlierer dazustehen.
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