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Archiv für die Kategorie ‘Immobilienwesen’

Besteuerung ertragsloser Immobilien ist rechtmäßig

4. März 2015 / Aufrufe: 2.181 2 Kommentare

Laut dem Verwaltungsgerichtshof in Griechenland ist die Besteuerung einer Immobilie auch dann rechtmäßig, wenn sie dem Eigentümer keinerlei Einkommen bringt.

Der Senat des Obersten Verwaltungsgerichtshofs (StE) in Griechenland befand in einem Pilotprozess (Gesetz 3900/2010), die Immobiliensteuer (FAP) stehe mit den Bestimmungen der Verfassung über Gleichheit (Artikel 4) usw. sowie auch den Regelungen der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) in Einklang.

Parallel führt der Verwaltungsgerichtshof an, für die Bestimmung des Wertes des  Immobilienvermögens werden allgemein auch objektive Kriterien (Startpreise, Fläche der Immobilie usw.) berücksichtigt, während Steuerbefreiungen für nicht nutzbare Immobilien vorgesehen sind, es einen Steuerfreibetrag von bis zu (einem Wert von) 200.000 gibt usw.
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Über 500000 Immobilien in Griechenland hängen in der Luft

25. Februar 2015 / Aufrufe: 1.570 2 Kommentare

In ganz Griechenland werden sich mehr als eine halbe Million Eigentümer von Immobilien in ehemaligen Forstgebieten mit Ansprüchen des Fiskus konfrontiert sehen.

Das Finanzministerium in Griechenland hat begonnen, an mehr als 500.000 Immobilienbesitzer Bescheide zu verschicken, mit denen es Flächen beansprucht, die einmal Forstflächen waren und legal bebaut wurden, jedoch nicht ihren öffentlichen Charakter verloren. Der Staat beansprucht in Regionen in ganz Griechenland Flächen, die irgendwann – sogar auch vor 100 Jahren – als Forstflächen charakterisiert waren, und stellt laut einer Reportage in der Zeitung „Ta Nea“ sogar auch (Besitz-) Titel und Ersitzungen in Frage.

Es handelt sich allerdings um Gebiete, die regulär in den Bebauungsplan aufgenommen und völlig legal bebaut wurden, dabei jedoch nur den Forst- und nicht den öffentlichen Charakter verloren haben. Laut Quellen der Bezirksdirektion Attikas für öffentliches Vermögen sind inzwischen bereits rund 19.000 Benachrichtigungen an Eigentümer von Immobilien in (den Athener Vorstadtbezirken) Galatsi, Agia Varvara, Nea Ioni, Irakleio, Peristeri und Chaidari verschickt worden.

(Quelle: in.gr)

Neue Frist für Schwarzbau-Legalisierung in Griechenland

7. Januar 2015 / Aufrufe: 1.746 2 Kommentare

Die Frist für die Beantragung der Legalisierung – Regulierung von Schwarzbauten und Bauverstößen in Griechenland wurde bis zum 08 Februar 2016 verlängert.

Umweltminister Nikos Tagaras hat eine Verlängerung um ein Jahr bei der Frist für die Deklaration von Schwarzbauten für alle Schwarzbau-Kategorien des Gesetzes 4178/2013 in Griechenland unterzeichnet. Die neue Frist endet am 08 Februar 2016. Parallel wird Ingenieuren / Architekten und Eigentümern eine Verlängerung um zusätzliche zwei Jahre für die Einreichung der Pläne eingeräumt, welche die Schwarzbau-Deklaration begleiten.

Außerdem werden für die gesamte Periode der Nachfrist die selben Zahlungsmöglichkeiten und speziell die 60 Monatsraten gelten. Aus den Schwarzbau-Gesetzen sind in den letzten 5 Jahren inzwischen insgesamt über 2,2 Mrd. Euro eingenommen worden und es wird noch über 1 Mrd. Euro von all jenen erwartet, die bereits eine Deklaration eingereicht haben.
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Steuerausländer und Immobilienbesitz in Griechenland

26. Dezember 2014 / Aufrufe: 3.448 Kommentare ausgeschaltet

Eigentümer von Immobilien in Griechenland unterliegen unabhängig von ihrem Wohnsitz unter anderem der Verpflichtung zur Abgabe der Immobiliendeklaration E9.

Auch im Ausland ansässige Eigentümer von Immobilien in Griechenland bzw. allgemein Inhaber dinglicher Rechte an Immobilien in Griechenland sind zur Abgabe einer Immobiliendeklaration verpflichtet, auf deren Basis unter anderem die jeweilige Veranlagung zur Immobiliensteuer (FAP, ENFIA) erfolgt.

Unter „… dem Prisma der stetigen Informierung … der wo auch immer wohnhaften Griechen …“ (und im weiteren Sinn aller betroffenen Steuerausländer) publizierte das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen Anfang Dezember 2014 einen kleinen Leitpfaden „bezüglich der steuerlichen Verpflichtungen, die sich aus dem Besitz von Immobilien in Griechenland ableiten„. Das Merkblatt kann über den ersten der beiden nachstehenden Verweise im Original (PDF) aufgerufen werden, der zweite Verweis führt zu einer (inoffiziellen) deutschen Übersetzung:

Relevante Beiträge:

Aussetzung der Immobilien-Zugewinnsteuer in Griechenland

21. Dezember 2014 / Aufrufe: 1.064 Kommentare ausgeschaltet

Die neue sogenannte Zugewinnsteuer auf den Erlös aus dem Verkauf von Immobilien in Griechenland wird bis Ende 2016 ausgesetzt.

Die Besteuerung des – realen oder fiktiven – „Gewinns“ aus der Übertragung von Immobilien in Griechenland mit der neuen sogenannten Zugewinnsteuer in Höhe von 15% wird für zwei Jahre ausgesetzt.

Das griechische Finanzministerium gab am 19 Dezember 2014 bekannt, dass mit einer Bestimmung, die umgehend dem Parlament vorgelegt werden soll, die Aussetzung der Erhebung der Besteuerung des Zugewinns aus der Übertragung immobilen Vermögens bis zum 31 Dezember 2016 vorgesehen wird.
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Verfassungswidrige Besteuerung enteigneter Immobilien in Griechenland

19. Dezember 2014 / Aufrufe: 510 Kommentare ausgeschaltet

Der Oberste Verwaltungsgerichtshof in Griechenland schob der verfassungswidrigen Besteuerung der Erben enteigneter Immobilien einen Riegel vor.

Das „Unterste zu oberst“ kehrte der Oberste Verwaltungsgerichtshof (StE) in Griechenland bei dem Gesetz 3842/2010, mit dem die Erben enteigneter Immobilien verpflichtet worden waren, innerhalb des Jahres 2011 umgehend die Erbschaftssteuer auch dann zu entrichten, wenn sie die Entschädigung für die Enteignung noch gar nicht erhalten hatten.

Die 2. Kammer des Obersten Kassationsgerichts urteilte, dass die Bestimmungen des strittigen Gesetzes verfassungswidrig sind, verwies das Thema jedoch wegen der Verfassungswidrigkeit und Signifikanz zur endgültigen Beurteilung an den Senat des StE. Es sei angemerkt, dass mit dem Gesetz 3842/2010 der gesetzliche Rahmen „umgekrempelt“ wurde, der seit 1923 für die Besteuerung der Erben einer im Verfahren der Enteignung befindlichen Immobilie galt.
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Übertragung von Immobilien in Griechenland

24. November 2014 / Aktualisiert: 18. Februar 2018 / Aufrufe: 932 Kommentare ausgeschaltet

Seit 2014 unterliegen Verkäufer von Immobilien in Griechenland neuen Verpflichtungen und werden mit einer Zugewinnsteuer in Höhe von 15 Prozent zur Kasse gebeten.

Seit Anfang 2014 unterliegen in Griechenland natürliche Personen bei jeder Übertragung immobilen Vermögens oder dinglicher Rechte an einer Immobilie neuen signifikanten Verpflichtungen, um die rechtsgültige Übereignung ihres Vermögens sicherzustellen. Konkret wurden zwei neue Schritte obligatorisch, nämlich:

  • Beantragung und Vorlage einer Bescheinigung des Finanzamts, in der bestätigt wird, dass die konkrete Immobilie in der Deklaration zur sogenannten „Einheitlichen Immobilienbesitz-Steuer“ (ENFIA) enthalten ist, sowie auch, dass der Steuerpflichtige für die letzten 5 Jahre die konkrete Steuer (bzw. FAP / EETIDE / EETA) entrichtet oder reguliert hat.
  • Entrichtung einer neuen sogenannten „Zugewinnsteuer“ mit einem Satz von 15% auf den Betrag der Differenz zwischen dem (gegebenenfalls fiktiv veranschlagten) Preis des Erwerbs und des Verkaufs der übertragenen Immobilie erhoben wird.

Detaillierte Informationen und konkrete Beispiele bietet der Artikel Übertragung immobilen Vermögens natürlicher Personen in Griechenland.

(Quelle: Power Tax)

Relevante Beiträge:

Hinweise zur Korrektur der Immobiliendeklaration E9 in Griechenland

21. November 2014 / Aufrufe: 1.212 Kommentare ausgeschaltet

Besitzer von Immobilien in Griechenland haben die Möglichkeit, Immobiliendeklarationen E9 für die Jahre 2011 – 2013 straffrei nachzureichen oder zu korrigieren.

Am 17 November 2014 wurden im griechischen Regierungsanzeiger (FEK) zwei Runderlasse des Generalsekretariats für öffentliche Einnahmen (GGDE) publiziert, mit denen das Prozedere bezüglich der Annahme und Abrechnung nicht fristgemäßer Korrekturerklärungen zur Immobilienvermögens-Steuer (FAP) natürlicher Personen bestimmt wird. Ebenfalls wurden Form und Inhalt der Deklaration und des entsprechenden Verwaltungsakts zur Feststellung der Immobiliensteuer der Jahre 2010 bis einschließlich 2013 bestimmt, wenn mit letzterem eine sich aus der Korrektur der Immobiliendeklaration E9 ergebende ergänzende Zahlung zur FAP festgestellt wird.

Was gilt jedoch für die Erhebung von Strafzuschlägen im Fall außerfristgemäßer Korrekturen der – im übrigen für alle Besitzer von Immobilien in Griechenland oder dinglichen Rechten an solchen obligatorischen – Immobiliendeklaration E9?
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Schwarzbau-Legalisierung in Griechenland ist verfassungskonform

13. November 2014 / Aufrufe: 1.209 Kommentare ausgeschaltet

Der Oberste Verwaltungsgerichtshof in Griechenland befand die derzeitigen gesetzlichen Regelungen zur Legalisierung von Schwarzbauten für verfassungsgemäß.

Laut dem (hinter geschlossenen Türen zusammengetretenen) Senat des Obersten Verfassungsgerichtshofs in Griechenland (StE) ist das Gesetz 4178/2013 über die (nachträgliche) Legalisierung von Bauverstößen und Schwarzbauten in Griechenland verfassungs- und rechtskonform.

Informationen zufolge befand der Senat des StE, das Gesetz über die „schwarze“ Bebauung, das die Erhaltung (bzw. „Regulierung“) der Schwarzbauten über einen großen Zeitraum, die Ausnahme von Schwarzbauten von dem Abriss usw. vorsieht, kollidiere nicht mit den Bestimmungen der Verfassung.
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Vergessliche Immobilienkäufer in Griechenland

9. November 2014 / Aufrufe: 1.176 2 Kommentare

Tausende Großgrundbesitzer in Griechenland haben in den letzten 10 Jahren getätigte Immobilien-Käufe mit einem Volumen von rund 25 Milliarden Euro nicht deklariert.

Mehr als 25.000 Großgrundbesitzer in Griechenland mit einem Immobilienvermögen im Wert von jeweils über 1 Mio. Euro tätigten in den letzten 10 Jahren teure Immobilienkäufe, „vergaßen“ jedoch, die Details der Aufwendungen für diese Käufe zu deklarieren – mit dem Ergebnis, nicht besteuert bzw. nicht auf Basis der entsprechenden „Ausgaben-Indizien“ kontrolliert zu werden.

Laut dem griechischen Finanzministerium geht es dabei um Steuerhinterziehung, die sich auf ein Volumen von insgesamt etwa 25 Mrd. Euro bezieht.
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