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Archiv für die Kategorie ‘Gesundheitswesen’

Datenschutz in Krankenhäusern in Griechenland unzulänglich

20. April 2011 / Aufrufe: 289 Kommentare ausgeschaltet

Die griechische Datenschutzbehörde charakterisiert das Sicherheitsniveau beim Umgang mit persönlichen Gesundheitsdaten in Krankenhäusern in Griechenland als unzulänglich.

Obwohl die meisten Datenverarbeitungssystem der kontrollierten Krankenhäuser über Sicherheitsmechanismen verfügen, waren diese nicht hinreichend aktiviert worden„, führt die Behörde unter anderem an und spricht ebenfalls von fehlender Organisation und nicht existenten Strategien.

Die Behörde für Datenschutz führte in zehn öffentlichen und privaten Krankenhäusern sowie auch Kliniken Kontrollen durch, um deren Rechner und Netzwerke auf das Niveau ihrer Sicherheit zu überprüfen. Die Kontrollen konzentrierten sich auf die Nutzung elektronischer Netze und Kommunikationen zur Verwaltung der Gesundheitsdaten der Patienten, die Führung der elektronischen ärztlichen Akten der Patienten und auch die Gewährleistung des Datengeheimnisses und der Sicherheit bei der Verarbeitung persönlicher Daten.

Laut einer Bekanntmachung der Behörde „zeigen die Schlussfolgerungen aus den Kontrollen, dass das Sicherheitsniveau insbesondere in den öffentlichen Krankenhäusern allgemein unzulänglich ist, was primär auf das Fehlen von Organisation und Verfahren und weniger auf rein technische Mängel zurückzuführen ist. Charakteristisches Beispiel stellen die nicht existenten oder unzureichenden Sicherheitsstrategien und die Unzulänglichkeiten bei der Handhabung der Kommunikationsmittel, den Benutzern der Datenverarbeitungssysteme und des physischen Archivs ärztlicher Akten dar„.

Die Datenschutzbehörde schritt zu Erteilung von Hinweisen und wird sowohl in den selben als auch anderen Krankenhäusern einen zweiten Kontrollzyklus durchführen. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass in Griechenland in der Vergangenheit wiederholt Fälle ans Licht der Öffentlichkeit gerieten, in denen vertrauliche Gesundheitsdaten und Patientenakten ohne weiteres illegal weitergegeben und nicht zuletzt für wirtschaftliche Zwecke missbraucht worden waren.

Schweinegrippe 2011 in Griechenland beginnt abzuklingen

1. März 2011 / Aufrufe: 288 1 Kommentar

Die Welle der in Griechenland seit Anfang 2011 kontinuierlich angestiegenen Infektionen mit der Schweinegrippe scheint langsam abzuklingen.

Der Höhepunkt der Infektionswelle wurde in Griechenland während der ersten Woche des Februar 2011 verzeichnet, was sich auch in einem steilen Anstieg der Anzahl mit dem Virus H1N1 infizierter Patienten niederschlug, die in Intensivstationen eingeliefert wurden.

Während der letzten Februarwoche zeichnete sich ein deutlicher Rückgang der Neuinfektionen mit der Schweinegrippe ab. Das weitere Abklingen der ersten diesjährigen Grippewelle wird sich aufgrund der aktuellen Schlechtwetterperiode vermutlich verzögern, jedoch rechnen die Wissenschaftler jedenfalls nicht mehr mit einem erneuten Anstieg der Infektionswelle.

Laut dem Zentrum für Krankheitskontrolle und -vorbeugung (KEELPNO) verstarben seit Anfang 2011 in Griechenland 125 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Schweinegrippe-Virus, weitere 107 Patienten werden derzeit auf Intensivstationen behandelt. Die Vertreter des Zentrums wiesen darauf hin, dass „die niedrigen Temperaturen die Ausbreitung der Viren begünstigen, welche (einschließlich der Grippe) auf vielfältige Weise die Atemwege befallen„.

Weiter wurde die Notwendigkeit zur Fortsetzung der Schutzimpfungen selbst jetzt und mit Schwerpunkt auf den Risikogruppen sowie auch die Wichtigkeit betont, bei Auftreten von Grippe-Symptomen rechtzeitig zur Therapie zu schreiten, um Komplikationen vorzubeugen.

Was den Impfschutz gegen die Schweinegrippe betrifft, hat sich in Griechenland der Anteil der geimpften Bevölkerung während der letzten Zeit von etwa 5% auf rund 10% verdoppelt, bleibt jedoch weiterhin niedrig.

Kein Aspirin in Griechenland

22. Februar 2011 / Aufrufe: 1.524 Kommentare ausgeschaltet

In den meisten Apotheken in Griechenland ist aufgrund der ernsthaften Versorgungsengpässe bei Medikamenten inzwischen kein Aspirin mehr zu haben.

Die Apotheker in Griechenland geben wie immer ihre Bestellungen für Aspirin auf, der Pharma-Handel erklärt sich jedoch außer Stande, die Bestellungen auszuführen, und lastet die Verantwortung für die Versorgungslücken dem Hersteller an. Bayer Hellas behauptet dagegen, den griechischen Markt mit ungefähr 20% mehr Aspirin versorgt zu haben als im Vorjahr.

Laut einem Bericht der griechischen Tageszeitung Ta Nea ist die mangelhafte Versorgung mit dem bekanntesten Schmerzmittel offensichtlich geworden, da nur noch eine minimale Anzahl von Apotheken über Bestände verfügt. „Möglicherweise gibt es einige Apotheken, die sich mit großen Mengen eingedeckt hatten, allgemein ist Aspirin jedoch nicht mehr erhältlich„, erklärt der Vorsitzende des Panhellenischen Pharmaverbands Theodoros Arampatzoglou.
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Bereits 100 Tote wegen Schweinegrippe in Griechenland 2011

22. Februar 2011 / Aufrufe: 380 Kommentare ausgeschaltet

Infolge des rapiden Anstiegs der Schweinegrippe-Infektionen wurden in Griechenland seit Anfang 2011 bereits 100 Todesfälle verzeichnet.

Allein seit Sonntag (20.02.2011) verstarben in Griechenland weitere 12 Patienten an den Folgen der Infektion mit der Schweinegrippe, womit sich die Anzahl der seit Anfang 2011 an der „Neuen Grippe“ verstorbenen Personen auf inzwischen 100 erhöhte. Laut den Angaben der Behörden werden in ganz Griechenland derzeit 127 mit dem Virus H1N1 infizierte Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Nach Einschätzung der Wissenschaftler erreichte die seit Anfang 2011 verzeichnete kontinuierlich ansteigenden Anzahl der Neuinfektionen mit der Neuen Grippe in Griechenland in der vergangenen Woche ihren Höhepunkt. Es wird allerdings angemerkt, dass sowohl während der laufenden als auch der nächsten Woche mit einer weiteren Zunahme der Todesfälle infolge der Infektion mit dem Virus H1N1 zu rechnen sei. Die Epidemiologen erwarten einen schrittweisen Rückgang der diesjährigen Schweinegrippe-Neuinfektionen ab Anfang März 2011 und prognostizieren das völlige Abklingen der Infektionswelle innerhalb der nächsten sechs Wochen.

Gemäß den am Montag (21.02.2011) publizierten Daten versterben rund 30% der infolge einer Schweinegrippe-Infektion auf Intensivstationen behandelten Patienten, wobei sich das statistische Durchschnittsalter der Verstorbenen auf 53 Jahre und der Anteil der Verstorbenen männlichen Geschlechts auf 57% beläuft. Außerdem hat sich im Vergleich zum Vorjahr die Anzahl der auf Intensivstationen eingewiesenen Patienten um fast 50% erhöht, was nicht zuletzt darauf zurück geführt wird, dass einerseits die Risikogruppen in diesem Jahr von einer vorbeugenden Impfung absahen, andererseits die aktuellen Mutationen des Virus H1N1 ein deutlich erhöhtes Ansteckungspotential aufweisen und letztendlich die „Infektionskurve“ im Jahr 2011 sehr viel steiler verlief als im Vorjahr.

Einschlägigen Erhebungen zufolge zählt Griechenland mit einer Impfquote von etwa 8,5% der Bevölkerung zusammen mit Österreich, Tschechei und Zypern zu den Staaten mit der geringsten Impfquote gegen das Virus H1N1 innerhalb der EU.

Anstieg der Schweinegrippe-Infektionen in Griechenland 2011

8. Februar 2011 / Aktualisiert: 12. Februar 2011 / Aufrufe: 521 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland zeichnet sich ein erhebliche Anstieg der Aktivität des Grippe-Virus H1N1 und der Schweinegrippe-Infektionen innerhalb der kommenden Wochen ab.

Seit Anfang des Jahres 2011 wurden in Griechenland inzwischen 34 Todesfälle verzeichnet, die auf die Infektion mit der Schweinegrippe zurückgeführt werden. Angesichts des deutlichen Anstiegs der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Grippe-Virus H1N1 appellieren die Behörden insbesondere an die Risikogruppen, sich gegen die „Neue Grippe“ impfen zu lassen.

Laut den Angaben des Zentrums für Krankheitenkontrolle und Vorbeugung (KEELPNO) waren seit seit Anfang 2011 bereits 146 an der Schweinegrippe erkrankte Personen in Krankenhäuser eingeliefert worden, während derzeit 77 Patienten auf Intensivstationen behandelt werden und allein am vergangenen Montag (07.02.1011) insgesamt 15 Neuinfektionen gemeldet wurden.
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Ärzte und Apotheker legen Gesundheitswesen in Griechenland lahm

4. Februar 2011 / Aufrufe: 766 2 Kommentare

In Griechenland bringen Ärzte und Apotheker aus Protest gegen geplante Reformen das staatliche Gesundheitswesen zunehmen zum Erliegen.

Nachdem die griechischen Apotheker bereits seit Mitte Januar 2011 mit Streiks gegen die anstehende Liberalisierung des Apothekenmarkts in Griechenland protestieren, laufen nun seit Tagen auch die im staatlichen Gesundheitswesen beschäftigten bzw. speziell für den Versicherungsträger IKA-ETAM tätigen Ärzte gegen die geplanten Reformen auf dem Gesundheitssektor Sturm und drohen zu Lasten der Versicherten die öffentliche Gesundheitsversorgung völlig zum Erliegen zu bringen.

Der umfangreiche Gesetzentwurf bezüglich der strittigen Reformen soll in der kommenden Woche dem griechischen Parlament zur Debatte vorgelegt werden und sieht unter anderem die Vereinheitlichung der Gesundheitsleistungen aller gesetzlichen Krankenkassen vor.
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Apotheker in Griechenland streiken gegen Freigabe des Apothekenmarkts

17. Januar 2011 / Aufrufe: 631 Kommentare ausgeschaltet

Die Apotheker in Griechenland beschlossen aus Protest gegen die angstrebte Liberalisierung des griechischen Apothekenmakts mehrtägige Streiks.

Aus Protest gegen die angestrebte Öffnung des Apothekenmarkts in Griechenland beschloss der panhellenische Pharma-Verband zwei jeweils dreitägige Streiks vom 19. bis 21. und vom 26. bis 28. Januar 2011. Abgesehen von dem Notdienst werden somit sowohl in der laufenden als auch in der kommenden Woche alle Apotheken ab Mittwoch bis einschließlich Freitag geschlossen sein. In Piräus bleiben die Apotheken sogar die ganze Woche über geschlossen, da hier die Apotheker bereits ab heute (Montag, 17.01.2011) in den Ausstand getreten sind.

Gegen Ende Januar 2011 wird der panhellenische Berufsverband der Apotheker eine neue Sitzung einberufen und über seine weitere Haltung beschließen. Der Verbandsvorsitzende Th. Ampatzoglou charakterisierte den Gesetzentwurf zur Liberalisierung des Berufsstands als „Konstrukt“, welches zur Schließung der kleineren Apotheken führen wird.
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Rauchersteuer anstatt Rauchverbot in Griechenland

14. Januar 2011 / Aktualisiert: 02. Oktober 2011 / Aufrufe: 1.036 2 Kommentare

In Griechenland sollen bestimmte Gaststätten und Vergnügungsbetriebe gegen Zahlung einer monatlichen Sondersteuer die Ausnahme von dem allgemeinen Rauchverbot erkaufen können.

Die griechische Regierung beabsichtigt, bestimmten Kategorien von Gaststätten- und Vergnügungsbetrieben die Befreiung von dem globalen Rauchverbot in Griechenland zu ermöglichen, und will in der kommenden Woche einschlägige Änderungen des derzeitigen Gesetzes über das allgemeine Rauchverbot in der Öffentlichkeit bekannt geben. Nach den bisherigen Informationen soll speziell in Betrieben, in denen hauptsächlich alkoholische Getränke serviert werden, nämlich konkret in Vergnügungsstätten (Tanzlokalen, Musikhallen, Diskotheken usw.), Bars jeder Art und Kasinos das Rauchen gegen Zahlung einer monatlichen Sondersteuer fortan wieder gestattet werden könne.

Die Höhe dieser „Rauchersteuer“ soll nicht in Abhängigkeit von der Höhe der Umsätze, sondern auf Basis der Fläche des jeweiligen Etablissements bemessen werden. Nach Erteilung der entsprechenden Lizenz ist von den Inhabern die Abgabe jeden Monat und unabhängig davon zu entrichten, an wie vielen Tagen oder zu welchen Stunden der Betrieb überhaupt geöffnet hat. Nach dem bisherigen Stand der Informationen soll sich die Regelung auf Betriebe mit einer Fläche ab 300 – 400 Quadratmetern beziehen.
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Ernsthafte Versorgungsengpässe bei Medikamenten in Griechenland

11. Januar 2011 / Aktualisiert: 25. August 2015 / Aufrufe: 815 1 Kommentar

In Griechenland stellen sich zunehmend ernsthafte Versorgungsengpässe selbst bei enfachen Medikamenten wie Aspirin und sonstigen Präparaten des täglichen Bedarfs ein.

In den griechischen Apotheken werden die Regale von Tag zu Tag leerer, da während der letzten Zeit enorme Versorgungsengpässe sowohl bei Basismedikamenten und Produkten wie Aspirin und sogar Alkohol, aber auch Insulinpräparaten, Herz- und Kreislaufmedikamenten und starken Psychopharmaka zu verzeichnen sind – was die Apotheker auf Spekulation und Wucherei der Pharma-Industrie und des einschlägigen Zwischenhandels zurückführen.

Die griechischen Apotheker beschuldigen die großen Pharma-Unternehmen, die billigen Medikamente und Präparate zur Erzielung höherer Gewinne in Länder zu exportieren, in denen die konkreten Pharmazeutika erheblich teurer gehandelt werden als in Griechenland. Bei anderen Präparaten wiederum, deren Export verboten ist oder gesetzlichen Beschränkungen unterliegt, werden laut einem Bericht der griechischen Tageszeitung Eleftherotypia diese Produkte auf dem inländischen Markt gezielt verknappt, um auf diese Weise der Forderung nach Preiserhöhungen Nachdruck zu verleihen.

Weiter behaupten die Apotheker, dass preiswert nach Griechenland importierte Medikamente in konkrete Länder (re-) exportiert werden, wo sich die Preise der Präparate gut und gerne auf das Zehnfache betlaufen. Zur Unterbindung dieser Praxis wurde dem griechischen Gesundheitsministerium der Vorschlag unterbreitet, die Pharma-Unternehmen zur elektronischen Registrierung jeder einzelnen von ihnen exportierten Medikamentenschachtel zu verpflichten.

Praxisgebühr und Generika im staatlichen Gesundheitswesen Griechenlands

5. Januar 2011 / Aufrufe: 665 Kommentare ausgeschaltet

Die im Herbst 2010 eingeführte obligatorische Praxisgebühr im staatlichen Gesundheitswesen in Griechenland wurde mit sofortiger Wirkung von 3 auf 5 Euro erhöht.

Gemäß einem dringlichen Runderlass des griechischen Gesundheitsministeriums müssen ab sofort alle Patienten, welche die Vormittags-Ambulanzen der öffentlichen Krankenhäuser und Gesundheitszentren aufsuchen, fortan eine Praxisgebühr in Höhe jeweils 5 Euro zahlen.

Von der Praxis- bzw. Untersuchungsgebühr ausgenommen sind Behandlungen in Notfällen sowie offiziell als bedürftig anerkannte Personen wie Erwerbslose, Immigranten, politische Flüchtlinge und Asylanten, Behinderte mit einem anerkannten Behinderungsgrad ab 67% und Patienten, die an mediterraner Anämie, Hämophilie, fortgeschrittener Niereninsuffiziens (auch Transplantationspatienten) und AIDs leiden.

Ergänzend sei angemerkt, dass für die ambulante Behandlung in den sogenannten „Nachmittags-Praxen“ der Krankenhäuser und Gesundheitszentren um ein Vielfaches höhere Untersuchungsgebühren zu entrichten sind, die an das Niveau der Praxisgebühren und Honorare frei praktizierender Ärzte des privaten Sektors reichen.
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