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Archiv für die Kategorie ‘Gesundheitswesen’

Rentner in Heimen in Griechenland müssen Pflegekostenanteil tragen

1. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 964 5 Kommentare

In Griechenland müssen sich Rentnern, die in staatlich bezuschussten Heimen untergebracht sind, pauschal mit bis zu 80 Prozent ihrer Rente an den Pflegekosten beteiligen.

Auf Beschluss des griechischen Gesundheitsministers Andreas Loverdos müssen sich Rentner, die in Einrichtungen juristischer Personen des öffentlichen Rechts (hauptsächlich für Alte und psychisch Kranke) untergebracht sind, ab sofort pauschal an den Pflegekosten beteiligen. Der aktuelle Beschluss betrifft alle Heimbewohner der ungefähr 100 staatlich subventionierten Pflegeeinrichtungen in ganz Griechenland.

Gemäß dem in Rede stehenden Beschluss erfolgt die Zwangsbeteiligung der Heimbewohner an den Pflegekosten mittels der Einbehaltung eines Betrags der Rentenbezüge, die sie von ihrem Versicherungsträger erhalten. Ein entsprechender Teil der Rente wird entweder direkt oder über den Versicherungsträger an die Pflegeeinrichtungen entrichtet werden. Der Satz, der von der monatlichen Rente einbehalten und an die juristische Person öffentlichen Rechts abgeführt wird, ergibt sich nach der folgenden Staffelung:

  • Von einer Rente bis zu 360 Euro ein Anteil von 40%.
  • Von einer Rente ab 360,01 Euro bis zu 500 Euro ein Anteil von 50%.
  • Von einer Rente ab 500,01 Euro bis zu 1.000 Euro ein Anteil von 60%.
  • Von einer Rente ab 1.000,01 Euro bis zu 1.500 Euro ein Anteil von 70%.
  • Von einer Rente ab 1.500,01 Euro und mehr ein Anteil von 80%.

Der Betrag der Selbstbeteiligung, der anteilmäßig den Tagen entspricht, an denen ein Heiminsasse nicht in der Einrichtung versorgt wird, sondern sich bei seiner Familie aufhält, wird ihm entweder per Direktzahlung oder mittels Verrechnung mit der Pflegekostenbeteiligung im nächsten Monat erstattet werden.

(Quelle: To Vima)

Gesundheitliche Zeitbombe im Zentrum von Athen in Griechenland

14. Juli 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.113 Kommentare ausgeschaltet

Im Zentrum von Athen zeichnet sich ein dramatischer Anstieg der Prostitution und parallel der Infektionen mit Tuberkulose, sexuell übertragenen Krankheiten, AIDS und Hepatitis ab.

Das Zentrum der griechischen Hauptstadt Athen hat sich zu einer – und zwar nicht nur – gesundheitlichen Bombe entwickelt, da ein dramatischer Anstieg der Prostitution (speziell auch jugendlicher Prostituierter) und parallel der Ausbreitung einer aggressiven Variante der Tuberkulose, der durch sexuelle Kontakte übertragenen Krankheiten, der Fälle der Übertragung des HIV-Virus und der Hepatitis B und C festgestellt wird. Diese beunruhigenden Erkenntnisse wurden in dem parteiübergreifenden Ausschuss für das Immigrationsthema diskutiert, der auch die politische Führung des Gesundheitsministeriums informierte.

Ein wichtiges Werkzeug in Zusammenhang mit dem Immigrationsproblem stellen offensichtlich die Programme der „Straßenarbeit“ (Streetwork) des Personals des Zentrum für Krankheiten-Kontrolle und Vorbeugung (KEELPNO / ΚΕΕΛΠΝΟ) dar, das mit qualifizierten wissenschaftlichen Mitarbeiten zentrale Punkte der Stadt besucht, an denen viele Immigranten verkehren.
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Lieferstopp gegen Militärkrankenhäuser in Griechenland

9. Juli 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 424 Kommentare ausgeschaltet

Angesichts einer weiteren Schuldenregelung mit Staatsobligationen stellen die Lieferanten die Versorgung der Militärkrankenhäuser in Griechenland mit Gesundheitsmaterial ein.

Wegen der anstehenden Regulierung der Krankenhausschulden durch das Finanzministerium mittels der Ausgabe von Obligationen des griechischen Staates erklären sich die Pharma-Lieferanten der Militärkrankenhäuser außer Stande, die Krankenhäuser weiterhin mit gesundheitstechnischen Materialien zu beliefern.

Die geplante Regelung bezieht sich auf alle Militärkrankenhäuser in Griechenland und umfasst unbeglichene Rechnungen der Jahre 2007, 2008 und 2009. Die Regelung sieht die Barbezahlung jener Unternehmen vor, deren Forderungen sich auf insgesamt weniger als 100.000 Euro belaufen, während für die übrigen Fälle die Ausgabe von renditefreien staatlichen Obligationen (Zero Bonds) mit Fälligkeitsdatum den 22/12/2012 vorgesehen ist (siehe auch Zahlungsstopp in Griechenland an Kassen und Lieferanten).
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Hackfleisch aus Deutschland mit E.coli in Griechenland gefunden

2. Juli 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 1.245 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurden mit dem pathogenen Bakterium Escherichia coli infiziertes tiefgefrorenes Hackfleisch und Hackfleischröllchen aus deutscher Produktion gefunden.

Auf Anordnung des griechischen Trägers für Lebensmittelkontrollen (EFET / ΕΦΕΤ) wurden von dem griechischen Markt tiefgefrorenes Rinderhackfleisch und tiefgefrorene Hackfleischröllchen („Soutzoukakia“) zurückgezogen, in denen ein pathogener Stamm des Erregers Escherichia coli gefunden wurde, der sich jedoch von dem EHEC-Stamm unterscheidet, der die Epidemien in Deutschland und Frankreich auslöste.

Der toxische Stamm O157 des Bakteriums wurde in Produkten nachgewiesen, die in der Provinz Makedonien auf den Markt gekommen waren:
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Rentner der IKA in Griechenland müssen sich identifizieren lassen

24. Juni 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 1.613 2 Kommentare

In Griechenland müssen sich alle Rentner des größten gesetzlichen Sozialversicherungsträgers einem obligatorisch Identifizierungsverfahren unterziehen.

Ab dem 01. Juli 2011 müssen in Griechenland alle Rentner des gesetzlichen griechischen Sozialversicherungsträgers IKA-ETAM bei der Bank, bei der sie das Konto für die Überweisung ihrer Rente führen, persönlich vorstellig werden und sich ausweisen.

Dieses neue obligatorische Identifizierungsverfahren wird sich fortan jedes Jahr wiederholen, wobei für das laufende Jahr die Frist am 30. September 2011 ausläuft. Nach diesem Stichtag werden die Leistungen an Empfänger, die sich dem Identifizierungsverfahren nicht fristgemäß unterzogen haben, bis auf weiteres eingestellt werden.
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Griechenland muss erneut Gesundheits- und Sozialleistungen kürzen

24. April 2011 / Aufrufe: 1.324 Kommentare ausgeschaltet

Im Rahmen neuer Sparmaßnahmen muss Griechenland unmittelbar zu weiteren rigorosen Kürzungen im Gesundheitswesen und bei Sozialleistungen schreiten.

In Umsetzung einer Reihe von Maßnahmen, die sich hinter den Zahlen des neuen mittelfristigen Programms zur volkswirtschaftlichen Stabilisierung verbergen, wird die griechische Regierung unter anderem zur Streichung der Sozialleistungen an wirtschaftlich besser gestellte Empfänger schreiten. Weiter sehen die von dem Wirtschaftsstab der Regierung adoptierten Maßnahmen  gezielte Kürzungen bei Krankengeldern, Medikamenten und staatlichen Beihilfen an Krankenhäuser und die gleichzeitige Erhöhung der Sozialabgaben an OGA (gesetzlicher Pflichtkasse für Landwirte, Landarbeiter und sonstige), OAEE (gesetzlicher Sozialversicherungsträger für Selbständige und Unternehmer) und die Kasse für Wissenschaftler vor.

Ebenfalls sind rigorose Kürzungen und Streichungen bei Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld und Familenbezügen, aber auch Wohngeld, Zinsvergünstigungen für Baudarlehen und den Programmen des „sozialen Tourismus“ vorgesehen, während die beiden Organismen „OEK“ (Träger für sozialen Wohnungsbau) und „Ergatiki Estia“ (Träger für diverse Sozialleistungen an Arbeitnehmer) zusammengelegt werden sollen.
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Datenschutz in Krankenhäusern in Griechenland unzulänglich

20. April 2011 / Aufrufe: 278 Kommentare ausgeschaltet

Die griechische Datenschutzbehörde charakterisiert das Sicherheitsniveau beim Umgang mit persönlichen Gesundheitsdaten in Krankenhäusern in Griechenland als unzulänglich.

Obwohl die meisten Datenverarbeitungssystem der kontrollierten Krankenhäuser über Sicherheitsmechanismen verfügen, waren diese nicht hinreichend aktiviert worden„, führt die Behörde unter anderem an und spricht ebenfalls von fehlender Organisation und nicht existenten Strategien.

Die Behörde für Datenschutz führte in zehn öffentlichen und privaten Krankenhäusern sowie auch Kliniken Kontrollen durch, um deren Rechner und Netzwerke auf das Niveau ihrer Sicherheit zu überprüfen. Die Kontrollen konzentrierten sich auf die Nutzung elektronischer Netze und Kommunikationen zur Verwaltung der Gesundheitsdaten der Patienten, die Führung der elektronischen ärztlichen Akten der Patienten und auch die Gewährleistung des Datengeheimnisses und der Sicherheit bei der Verarbeitung persönlicher Daten.

Laut einer Bekanntmachung der Behörde „zeigen die Schlussfolgerungen aus den Kontrollen, dass das Sicherheitsniveau insbesondere in den öffentlichen Krankenhäusern allgemein unzulänglich ist, was primär auf das Fehlen von Organisation und Verfahren und weniger auf rein technische Mängel zurückzuführen ist. Charakteristisches Beispiel stellen die nicht existenten oder unzureichenden Sicherheitsstrategien und die Unzulänglichkeiten bei der Handhabung der Kommunikationsmittel, den Benutzern der Datenverarbeitungssysteme und des physischen Archivs ärztlicher Akten dar„.

Die Datenschutzbehörde schritt zu Erteilung von Hinweisen und wird sowohl in den selben als auch anderen Krankenhäusern einen zweiten Kontrollzyklus durchführen. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass in Griechenland in der Vergangenheit wiederholt Fälle ans Licht der Öffentlichkeit gerieten, in denen vertrauliche Gesundheitsdaten und Patientenakten ohne weiteres illegal weitergegeben und nicht zuletzt für wirtschaftliche Zwecke missbraucht worden waren.

Schweinegrippe 2011 in Griechenland beginnt abzuklingen

1. März 2011 / Aufrufe: 283 1 Kommentar

Die Welle der in Griechenland seit Anfang 2011 kontinuierlich angestiegenen Infektionen mit der Schweinegrippe scheint langsam abzuklingen.

Der Höhepunkt der Infektionswelle wurde in Griechenland während der ersten Woche des Februar 2011 verzeichnet, was sich auch in einem steilen Anstieg der Anzahl mit dem Virus H1N1 infizierter Patienten niederschlug, die in Intensivstationen eingeliefert wurden.

Während der letzten Februarwoche zeichnete sich ein deutlicher Rückgang der Neuinfektionen mit der Schweinegrippe ab. Das weitere Abklingen der ersten diesjährigen Grippewelle wird sich aufgrund der aktuellen Schlechtwetterperiode vermutlich verzögern, jedoch rechnen die Wissenschaftler jedenfalls nicht mehr mit einem erneuten Anstieg der Infektionswelle.

Laut dem Zentrum für Krankheitskontrolle und -vorbeugung (KEELPNO) verstarben seit Anfang 2011 in Griechenland 125 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Schweinegrippe-Virus, weitere 107 Patienten werden derzeit auf Intensivstationen behandelt. Die Vertreter des Zentrums wiesen darauf hin, dass „die niedrigen Temperaturen die Ausbreitung der Viren begünstigen, welche (einschließlich der Grippe) auf vielfältige Weise die Atemwege befallen„.

Weiter wurde die Notwendigkeit zur Fortsetzung der Schutzimpfungen selbst jetzt und mit Schwerpunkt auf den Risikogruppen sowie auch die Wichtigkeit betont, bei Auftreten von Grippe-Symptomen rechtzeitig zur Therapie zu schreiten, um Komplikationen vorzubeugen.

Was den Impfschutz gegen die Schweinegrippe betrifft, hat sich in Griechenland der Anteil der geimpften Bevölkerung während der letzten Zeit von etwa 5% auf rund 10% verdoppelt, bleibt jedoch weiterhin niedrig.

Kein Aspirin in Griechenland

22. Februar 2011 / Aufrufe: 1.494 Kommentare ausgeschaltet

In den meisten Apotheken in Griechenland ist aufgrund der ernsthaften Versorgungsengpässe bei Medikamenten inzwischen kein Aspirin mehr zu haben.

Die Apotheker in Griechenland geben wie immer ihre Bestellungen für Aspirin auf, der Pharma-Handel erklärt sich jedoch außer Stande, die Bestellungen auszuführen, und lastet die Verantwortung für die Versorgungslücken dem Hersteller an. Bayer Hellas behauptet dagegen, den griechischen Markt mit ungefähr 20% mehr Aspirin versorgt zu haben als im Vorjahr.

Laut einem Bericht der griechischen Tageszeitung Ta Nea ist die mangelhafte Versorgung mit dem bekanntesten Schmerzmittel offensichtlich geworden, da nur noch eine minimale Anzahl von Apotheken über Bestände verfügt. „Möglicherweise gibt es einige Apotheken, die sich mit großen Mengen eingedeckt hatten, allgemein ist Aspirin jedoch nicht mehr erhältlich„, erklärt der Vorsitzende des Panhellenischen Pharmaverbands Theodoros Arampatzoglou.
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Bereits 100 Tote wegen Schweinegrippe in Griechenland 2011

22. Februar 2011 / Aufrufe: 365 Kommentare ausgeschaltet

Infolge des rapiden Anstiegs der Schweinegrippe-Infektionen wurden in Griechenland seit Anfang 2011 bereits 100 Todesfälle verzeichnet.

Allein seit Sonntag (20.02.2011) verstarben in Griechenland weitere 12 Patienten an den Folgen der Infektion mit der Schweinegrippe, womit sich die Anzahl der seit Anfang 2011 an der „Neuen Grippe“ verstorbenen Personen auf inzwischen 100 erhöhte. Laut den Angaben der Behörden werden in ganz Griechenland derzeit 127 mit dem Virus H1N1 infizierte Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Nach Einschätzung der Wissenschaftler erreichte die seit Anfang 2011 verzeichnete kontinuierlich ansteigenden Anzahl der Neuinfektionen mit der Neuen Grippe in Griechenland in der vergangenen Woche ihren Höhepunkt. Es wird allerdings angemerkt, dass sowohl während der laufenden als auch der nächsten Woche mit einer weiteren Zunahme der Todesfälle infolge der Infektion mit dem Virus H1N1 zu rechnen sei. Die Epidemiologen erwarten einen schrittweisen Rückgang der diesjährigen Schweinegrippe-Neuinfektionen ab Anfang März 2011 und prognostizieren das völlige Abklingen der Infektionswelle innerhalb der nächsten sechs Wochen.

Gemäß den am Montag (21.02.2011) publizierten Daten versterben rund 30% der infolge einer Schweinegrippe-Infektion auf Intensivstationen behandelten Patienten, wobei sich das statistische Durchschnittsalter der Verstorbenen auf 53 Jahre und der Anteil der Verstorbenen männlichen Geschlechts auf 57% beläuft. Außerdem hat sich im Vergleich zum Vorjahr die Anzahl der auf Intensivstationen eingewiesenen Patienten um fast 50% erhöht, was nicht zuletzt darauf zurück geführt wird, dass einerseits die Risikogruppen in diesem Jahr von einer vorbeugenden Impfung absahen, andererseits die aktuellen Mutationen des Virus H1N1 ein deutlich erhöhtes Ansteckungspotential aufweisen und letztendlich die „Infektionskurve“ im Jahr 2011 sehr viel steiler verlief als im Vorjahr.

Einschlägigen Erhebungen zufolge zählt Griechenland mit einer Impfquote von etwa 8,5% der Bevölkerung zusammen mit Österreich, Tschechei und Zypern zu den Staaten mit der geringsten Impfquote gegen das Virus H1N1 innerhalb der EU.