Archiv

Archiv für die Kategorie ‘Gesundheitswesen’

Millionenbetrug zu Lasten der IKA in Griechenland

10. März 2012 / Aktualisiert: 29. April 2018 / Aufrufe: 755 11 Kommentare

In Griechenland wurde ein Betrug mit fiktiven Krankenhausaufenthalten aufgedeckt, mit dem der Sozialversicherungsträgers I.K.A. um Millionen Euro geschädigt wurde.

Einen Millionenbetrug zu Lasten der Athener Geschäftsstelle Kallithea der Versicherungsanstalt IKA deckte die Polizei mit der Festnahme vier bei der Dienststelle beschäftigter Frauen und den Ehemännern zwei dieser Frauen auf, die unter anderem mit den Beschuldigungen der Unterschlagung. Urkundenfälschung, Geldwäsche usw. verhaftet wurden.

Wie bekannt wurde, stellten die in den Betrug verwickelten Angestellten zahlreichen Versicherten Belege über angebliche Krankenhausaufenthalte aus und beteiligten sie mit 20% an den Beträgen, welche sie der IKA für die „Behandlungen“ in Rechnung stellten. Das übrige Geld steckten sich die Bediensteten in die eigene Tasche und sollen auf diese Weise den Versicherungsträger um viele Millionen Euro geschädigt haben!

Die Ermittlungen begannen von der Abteilung für Leistungen, Register und Finanzen, und wie festgestellt wurde, strichen sich die in Rede stehenden Angestellten nach Abstimmung mit Versicherten tausende Euro für imaginäre Krankenhausaufhalte ein. Laut Informationen „akquirierten“ sie sogar Kunden, indem sie Bürger anriefen und fragten, ob sie Geld verdienen wollen.

(Quelle: Epikera Online)

Versorgungslücken bei Medikamenten in Griechenland

10. März 2012 / Aktualisiert: 13. August 2017 / Aufrufe: 798 3 Kommentare

In Griechenland bestehen ernsthafte Versorgungslücken bei zahlreichen gängigen Medikamenten sowie auch Präparaten zur Behandlung von Krebserkrankungen.

In letzter Zeit werden auf dem griechischen Markt erhebliche Versorgungslücken bei zahlreichen Medikamenten beobachtet, wobei es auch Beschwerden über das Fehlen onkologischer Medikamente bei bestimmten Krankenhäusern und Apotheken der IKA gibt. Laut der Zeitung „Ethnos“ sind von den 500 „populärsten“ Medikamenten rund 250 Präparate aus den Regalen der Apotheken verschwunden. Es handelt sich unter anderem um Antibiotika sowie auch Medikamente zur Behandlung von Diabetes, Hypertonie oder auch Präparate zur Behandlung von Gastroenteritis, die in Ansteckungszeiten sehr häufig ist.

Gesundheitsminister Andreas Loverdos gestand in einer Sendung der Station Vima 99,5 ein, dass es Versorgungslücken gibt und es sich – gemäß den ihm vorliegenden Informationen – um Präparate mit niedrigen Preisen handelt. „Die Firmen ziehen vor, diese – natürlich illegal – zu exportieren, anstatt sie auf den inländischen Markt zu bringen„, erklärte Herr Loverdos und kündigte die Verhängung von Sanktionen an.
Gesamten Artikel lesen »

Arzt in Griechenland wegen passiver Bestechung verhaftet

1. März 2012 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 549 4 Kommentare

In Griechenland wurde ein Gefäßchirurg des Krankenhauses Laiko in Athen unter der Beschuldigung der wiederholten passiven Bestechung festgenommen.

Am Dienstagmorgen (29. Februar 2012) wurde ein 52-jähriger Gefäßchirurg des öffentlichen Krankenhauses „Laiko“ in Athen verhaftet, nachdem er von Verwandten eines älteren Patienten, den er persönlich einem operativen Eingriff unterzogen hatte, ein „Fakelaki“ (Schmiergeld) forderte und in Empfang nahm.

Wie die Kinder (Sohn und Tochter) des 82-jährigen Patienten bei dem Dezernat für interne Angelegenheiten der EL.AS. zur Anzeige brachten, verlangte der Gefäßchirurg für die ihrem Vater erbrachten ärztlichen Leistungen einen Geldbetrag, dessen Höhe er jedoch anfänglich nicht bestimmte, während er bereits fünf Tage vor der regulären Einweisung des Patienten zu einer „fiktiven“ Einweisung schritt. Schließlich verlangte laut der Anzeige der Arzt außer dem Geldbetrag von 350 Euro, der ihm anfänglich von den Kindern des Patienten als „Fakelaki“ übergeben worden war, einen entsprechenden weiteren Betrag, den er nach der Ziehung der Fäden erhalten sollte.

Am 29. Februar 2012 überreichten die Verwandten des Patienten dem Gefäßchirurgen bei einem verabredeten Treffen in seinem Büro im Krankenhaus „Laiko“ den Betrag von 300 Euro in Banknoten, deren Nummern notiert worden waren. Bei der anschließenden Durchsuchung des Büros, die von Polizeibeamten der Dienststelle für interne Angelegenheiten durchgeführt wurde, welche sich im Krankenhaus dezent bereitgehalten hatten, wurde der konkrete Geldbetrag gefunden und der Arzt verhaftet, um später dem Strafrichter Athen mit der Beschuldigung der wiederholten passiven Bestechung vorgeführt zu werden.

(Quelle: Naftemporiki)

Medikamente in Griechenland nur noch gegen Barzahlung

3. Januar 2012 / Aktualisiert: 09. September 2018 / Aufrufe: 1.113 6 Kommentare

Die Apotheker in Griechenland beschlossen anlässlich der eskalierenden Konfrontation mit dem Gesundheitsministerium, Medikamente nur noch gegen Barzahlung abzugeben.

Die Apotheker in Griechenland schreiten in Reaktion auf die Ankündigungen der Ministerien für Gesundheit und Arbeit bezüglich der erneuten Senkung ihrer Gewinnspanne zu weiteren Protestaktionen. Konkret rief der Panhellenische Pharmazeuten-Verein für den 02. und 03. Januar 2012 einen 48-stündigen Streik aus und bekräftigte den bereits gegen Ende 2011 gefassten Beschluss, ab Januar 2012 Medikamente nur noch gegen Barzahlung abzugeben.

Letzteres betrifft die Versicherten aller Kassen (also auch jener, die ihren Verpflichtungen regulär nachkommen!) und bedeutet in der Praxis, dass alle Versicherten gezwungen sind, den vollen Preis der Medikamente aus eigener Tasche vorzustrecken und dann die Erstattung des ihnen nach Abzug der Selbstbeteiligung zustehenden Kassenanteils zu beantragen. Die Apotheker verlangen eine „Vereinbarung mit der Branche über einen stabilen Rahmen der Arzneimittelpolitik sowie auch, die Jagd auf die Apotheken einzustellen„.

Aktualisierung: Seit dem 12. Januar 2012 führen die Apotheken Rezepte aller Kassen wieder regulär aus.
Gesamten Artikel lesen »

Staatsanwalt bezeugt erschütternde Verhältnisse in Krankenhäusern

20. Dezember 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 889 5 Kommentare

Ein Staatsanwalt bezeugt, dass in Griechenland im Rahmen der Korruption und Vetternwirtschaft sogar auch der Verlust von Menschenleben ungeahndet bleibt.

Die Aussage eines Staatsanwalts über die Verhältnisse in den Krankenhäusern in Griechenland offenbart, dass Korruption, Gleichgültigkeit und Missachtung der Gesetze sogar auch Todesfälle zur Folge haben. Der stellvertretende Richter der Berufungsstaatsanwaltschaft Vasilis Floridis machte in der Zeitung „To Vima“ seine erschütternde Aussage über den Tod einer jungen Mutter zwei minderjähriger Kinder, die unter den Händen eines skrupellosen Universitätsarztes verstarb, der die Hauptrolle in einer Serie von Verletzungen der Gesetze, Deontologie und Ethik spielte.

Der Staatsanwalt enthüllt mutig, dass die alltägliche Korruption, die den Korpus der griechischen Gesellschaft durchtränkt hat, letztendlich sogar tötet. Und das Schlimmste ist, dass sie von den Organen und Instituten des koordinierten griechischen Staates geschützt wird und ungestraft bleibt. Die öffentliche Anklage des Staatsanwalts erschüttert das neugriechische Gebäude und hebt die Notwendigkeit der großen fundamentalen Änderung hervor, der das Land bedarf.
Gesamten Artikel lesen »

Sozialstaat in Griechenland droht der Zusammenbruch

10. Dezember 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 1.359 5 Kommentare

In Griechenland drohen infolge der anhaltenden Wirtschaftskrise und tiefen Rezession selbst die elementaren sozialstaatlichen Basisstrukturen zusammenzubrechen.

Das Land befindet sich an seinen Grenzen„, warnte der griechische Gesundheitsminister Andreas Loverdos bezüglich des Sozialstaates und betonte, dass es 2012 „keine Spielräume geben wird, um Gelder aus Straffungen und Rationalisierungen zu finden, und die Basisstrukturen des Sozialstaates direkt bedroht sein werden„.

Das Land befindet sich in diesem Augenblick an seinen Grenzen. Wenn es nicht jeden Monat des Jahres 2012 nutzen wird, damit alle bürokratischen Hindernisse des Aufschwungs ausgeräumt werden, wenn die griechische Wirtschaft nicht in Schwung kommt und es aus dieser Konjunkturentwicklung keinen Überschuss gibt, wird kein Geld für das Gesundheitswesen und andere von dem Staat gewährte soziale Dienste existieren, und ab Ende 2012 werden auch die Grundstrukturen des griechischen Sozialstaates bedroht sein„, führte der Minister aus.
Gesamten Artikel lesen »

Chefärztin in Griechenland wegen Erpressung und Korruption verhaftet

9. Dezember 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 1.087 15 Kommentare

In Griechenland wurde die Chefärztin einer öffentlichen Entbindungsstation in Athen wegen versuchter Erpressung und passiver Korruption verhaftet.

Eine 62-jährige Gynäkologin – Geburtshelferin, die in einer staatlichen Entbindungsstation in Athen beschäftigt ist, wurde von Polizeibeamten des Dezernats der griechischen Polizei (ELAS) für interne Angelegenheiten mit der Beschuldigung der versuchten Erpressung und passiven Bestechung verhaftet. Konkret hatte die Ärztin von einer vor der Entbindung stehenden Schwangeren 1.300 Euro verlangt, um sie einem Kaiserschnitt zu unterziehen.

Wie bekannt wurde, hatte die Chefärztin der Entbindungsstation des in Rede stehenden öffentlichen Krankenhauses laut den erhobenen Beschuldigungen den Betrag von 1.300 Euro verlangt, um bei einer schwangeren Frau zu einem Kaiserschnitt zu schreiten. Dieses Geld war zusätzlich zu den 1.700 Euro vorgesehen, auf welchen Betrag sich für den konkreten Fall die gesetzlich vorgesehenen Behandlungskosten des Krankenhauses belaufen.
Gesamten Artikel lesen »

Signifikanter Anstieg der AIDS-Infektionen in Griechenland

22. November 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 899 1 Kommentar

In Griechenland wurde ein signifikanter Anstieg der HIV-Neuinfektionen, verzeichnet, der unter anderem auf illegale Immigration und Prostitution zurückgeführt wird.

Einen Anstieg um 62,7% bei den neuen HIV- / AIDS-Fällen im Vergleich zu 2010 verzeichnete in diesem Jahr das griechische Zentrum für Krankheitskontrolle und Vorbeugung (KEELPNO). Laut dem Gesundheitsministerium beruht der Anstieg der Neuinfektionen unter anderem auf der illegalen Immigration, der illegalen Prostitution und dem Konsum intravenöser Drogen.

Eine tatsächlich zentrale Rolle scheinen die kontaminierten Injektionsspritzen zu spielen, welche die Konsumenten von Heroin gemeinsam benutzen: die Anzahl der neuen Fälle in dieser Bevölkerungsgruppe stieg innerhalb eines Jahres um 125% an und entspricht nunmehr einem Viertel der Gesamtzahl der neu registrierten Fälle.
Gesamten Artikel lesen »

Steuerverfahren gegen Ärzte in Thessaloniki in Griechenland

9. Oktober 2011 / Aktualisiert: 24. Januar 2014 / Aufrufe: 666 2 Kommentare

In Griechenland wurden Verfahren gegen neun Arztpraxen in Thessaloniki eingeleitet, nachdem bei Kontrollen der Wirtschaftspolizei diverse Steuervergehen festgestellt wurden.

Aufgrund telefonischer Anzeigen von Bürgern ging die griechische Wirtschaftspolizei während der vergangenen drei Tage in Thessaloniki auf „Safari“ in Arztpraxen, um Steuervergehen festzustellen. Wie seitens der Führung der griechischen Polizei (ELAS) bekannt wurde, begab sich nach telefonischen Anzeigen, die über die Rufnummer landesweite 11012 der Wirtschaftspolizei erfolgten, ein Stab der Abteilung für Sozial- und Versicherungsschutz nach Thessaloniki und führte in 20 Arztpraxen verschiedener Fachgebiete Überprüfungen durch.

Aus den Kontrollen bestätigte sich, dass neun Ärzte fallweise keine Quittungen ausstellten oder die Patientenlisten oder ihre Kassenbücher sowie die vorgesehenen Geschäftsunterlagen nicht korrekt führten. Im Fall eines Psychiaters – Psychologen wurden überhaupt keine Bücher geführt, während in einem anderen Fall eines Zahnarztes festgestellt wurde, dass in seiner Praxis auch andere Ärzte arbeiteten, die entweder keine Bücher führten oder Rentner waren.
Gesamten Artikel lesen »

Kürzungen bei Sozialleistungen, Renten, Gesundheitswesen in Griechenland

6. Oktober 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 2.015 15 Kommentare

Der Vorentwurf des Haushaltsplans 2012 in Griechenland sieht unter anderem weitere rigorose Kürzungen bei Renten, Sozialleistungen und im Gesundheitswesen vor.

Der Vorentwurf des griechischen Haushaltsplans für das Jahr 2012 sieht neue Kürzungen vor, von denen Einsparungen in Höhe von schätzungsweise 2,32 Mrd. Euro während der letzten Monate des Jahres 2011 und des gesamten Jahres 2012 hauptsächlich auf dem Sektor der Gesundheitsversorgung und des Sozialwesens erwartet werden.

Konkret wird mit Einsparungen von 740 Mio. Euro aus der Kürzung der Haupt- und Zusatzrenten, 1,1 Mrd. Euro aus der Kürzung der Gehälter auf dem öffentlichen Sektor mittels der neuen Besoldungsordnung, 280 Mio. Euro aus der Aussetzung der Zahlung außerordentlicher Leistungen an die Bediensteten der Justiz und gerade einmal 200 Mio. Euro aus der Zwangsbeurlaubung öffentlicher Bediensteter (2012) erwartet.
Gesamten Artikel lesen »