Archiv

Archiv für die Kategorie ‘Gesundheitswesen’

Krankenhaus auf Lesbos in Griechenland kappt Verpflegung

16. Mai 2012 / Aktualisiert: 03. April 2014 / Aufrufe: 1.247 1 Kommentar

Das öffentliche Krankenhaus in Mytilini auf der Insel Lesbos in Griechenland strich wegen Geldmangels sogar den Joghurt vom Speiseplan der Patienten.

Unglaublich, aber wahr: Im öffentlichen Krankenhaus der Stadt Mytilini (Mytilene) auf der Insel Lesbos bekommen wegen Geldmangels die Patienten keinen Joghurt mehr zu essen!

Angesichts der leeren Kassen des Krankenhauses und der Tatsache, dass die lokalen Lieferanten, denen bereits beachtliche Beträge geschuldet werden, die Einrichtung nicht mehr zu beliefern vermögen, verlangte Dimitris Katsifarakis, Leiter des „Vostanio“-Krankenhauses in Mytilini, von den Ärzten und dem gesamten Personal „blutige“ Einsparungen auf allen Bereichen. In der Erkenntnis, nicht einmal mehr die einfachste und gesundeste Nahrung, nämlich Joghurt für die Patienten bestellen zu können, beschloss er, die Verpflegung der Kranken einzustellen!

Wie Dimitris Katsifakis erklärte, weist das Krankenhaus regulär einen Betriebsüberschuss von ungefähr 5 Millionen Euro aus. Dieses Geld befindet sich jedoch leider in anderen Händen bzw. wird von den Krankenkassen geschuldet, und auch das Gesundheitsministerium vermag den finanziellen Bedürfnisse des Krankenhauses von Mytilene nicht zu entsprechen.

(Quelle: LesvosNews.gr)

Versorgungsprobleme bei Krebsmedikamenten in Griechenland

13. Mai 2012 / Aufrufe: 508 1 Kommentar

In Griechenland erlag ein Krebspatient seiner Krankheit, die Genehmigung seiner dringend benötigten Medikamente wird jedoch 40 Tage nach seinem Tod immer noch bearbeitet.

Eine unglaubliche Geschichte, die zum wiederholten Mal die Analgesie der Gesundheits- und Behandlungsmechanismen gegenüber unmittelbare Hilfe bedürfenden Patienten aufzeigt, stellt jene eines 60-jährigen Krebspatienten aus dem Gebiet bei Pyrgos in Griechenland dar, der vor 40 Tagen verstarb, während bei dem neuen Nationalen Träger für Gesundheitsleistungen (EOPYY) immer noch die Genehmigung seiner Medikamente anhängig ist.

Das „Abenteuer“ des 60-Jährigen begann, als sein Versicherungsträger TEWE in den EOPYY eingegliedert wurde. Vorher erhielt er seine kostspieligen Medikamente zur Behandlung der Krebserkrankung ganz normal mit seinem Versicherungsheft. Mit der Zusammenlegung der Kassen Anfang 2012 wurde jedoch von ihm verlangt, die erste und letzte Biopsie beizubringen. Der Patient reichte die Befunde umgehend ein, woraufhin ihm von den Sachbearbeitern des EOPYY beschieden wurde, er müsse von dem „Rezept-Ausschuss“ untersucht werden, um die benötigten Medikamente zu erhalten.

Der Mann erklärte betroffen, dann eben den Bescheid abwarten zu werden. Seine Krankheit verschlimmerte sich jedoch und vor 40 Tagen schied er aus dem Leben, ohne bis dahin benachrichtigt worden zu sein, wann er vor dem Ausschuss erscheinen soll, um die teuren Medikamente bewilligt zu bekommen, die er sich auf eigene Kosten nicht leisten konnte.

Gewisse Spezialisten, denen der Fall bekannt ist, erachten, dass der Zeitraum, über den der Patient ohne Medikamente blieb, für sein Leben entscheidend war. Wegen der Art der Krankheit kann natürlich niemand vorwegnehmen, was geschehen wäre, wenn der Patient die Medikamente erhalten hätte. Jedenfalls verwehrte der empfindungslose harte Bürokratie-Staat einem Menschen das Recht auf die Hoffnung, mit seiner Krankheit zu ringen und sein Leben zu verlängern.

Es sei angemerkt, dass in Griechenland im staatlichen Gesundheitssystem speziell bei teuren Krebsmedikamenten seit etlichen Monaten enorme Versorgungsschwierigkeiten bestehen, da Kassenrezepte für diese Medikamente im Rahmen der Bekämpfung missbräuchlicher Verschreibungen nur von Krankenhaus-Apotheken ausgeführt werden dürfen, die jedoch wegen ungeheurer finanzieller Probleme die Medikamente häufig nicht bereitstellen können.

(Quelle: Newsbeast.gr)

HIV-positive Prostituierte in Griechenland inhaftiert

6. Mai 2012 / Aufrufe: 1.146 3 Kommentare

In Griechenland wurden weitere 16 mit AIDS infizierte Prostituierte in Untersuchungshaft genommen und trotz aller Proteste mit Foto und Daten in den Medien angeprangert.

Nach der Ende April 2012 gerichtlich verfügten Inhaftierung einer HIV-positiven russischen Prostituierten wurden in Athen während der vergangenen Tage – also bezeichnenderweise kurz vor den anstehenden Parlamentswahlen am 06 Mai 2012 … – weitere 16 mit AIDS infizierte Prostituierte aufgegriffen und nach ihren Vernehmungen vor verschiedenen Untersuchungsrichtern unter der Anklage der beabsichtigten, versuchten und vollendeten schweren Körperverletzung in Untersuchungshaft genommen.

Gegen eine andere Prostituierte, die sich nach einer Gesundheitskontrolle ebenfalls als HIV-positiv erwies, wurde ein Schnellgerichtsverfahren wegen beabsichtigter schwerer Körperverletzung zu Lasten einer unbekannten Anzahl von Personen eingeleitet. Von Seite der Polizei wurden wie auch in allen vorherigen Fällen das Foto und die persönlichen Daten der Frau publiziert.

Vor den Gerichtsgebäuden versammelten sich ungefähr einhundert Menschen, die gegen die – im übrigen heftig umstrittene – Veröffentlichung der Fotos und persönlichen Daten der verhafteten Frauen protestierten. Es sei angemerkt, dass die Mehrzahl der inhaftierten HIV-positiven Prostituierten griechischer Staatsangehörigkeit sind.

(Quelle: in.gr)

Mors maßregelt Minister in Griechenland

29. April 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 563 5 Kommentare

Griechenland soll umgehend auch alle finanziell autarken Krankenkassen dem defizitären neuen Einheitlichen Nationalen Träger für Gesundheitsleistungen unterstellen.

Die unmittelbare Eingliederung aller Versicherungskassen in Griechenland mit Gesundheitsleistungen in den extrem defizitären EOPYY (siehe auch Gesundheitsträger EOPYY in Griechenland versinkt in Schulden) und die Rücknahme der Bestimmungen des Gesetzes, welches die Ausnahme nicht aus dem Staatshaushalt bezuschusster Kassen vorsieht, verlangt in einem Schreiben an die Minister für Gesundheit (Loverdos) und Arbeit (Koutroumanis) der Vertreter der Europäischen Kommission in der Troika, Matthias Mors.

Wie die Zeitung „To Vima“ enthüllt, maßregelt das Schreiben in einem schmähenden Ton die Minister Loverdos und Koutroumanis, weil sie ihn nicht über die gesetzlichen Ausnahmen informiert hatten. Anschließend verlangt er über die Maßnahmen informiert zu werden, welche die Regierung ergreifen wird, damit die konkreten Artikel des Gesetzes annulliert und bis Juni 2012 alle Kassen in den EOPYY eingegliedert werden.

(Quelle: in.gr)

Hacker legen Rezeptsystem in Griechenland lahm

20. April 2012 / Aufrufe: 449 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland sollen Hacker in das neue Online-System der elektronischen Rezeptausstellung eingedrungen sein und es mit gefälschten Rezepten geflutet haben.

Eine Untersuchung des Gesundheitsministeriums und des Trägers für „Elektronische Regierungsführung der Sozialversicherung SA“ (IDIKA) zeigte, dass am 06. April 2012 rund 1,5 Millionen Rezepte (andere Quellen sprechen von Rezepten im Gesamtwert von 1,5 Millionen Euro) in das neue Online-Rezeptsystem des staatlichen Gesundheitssystems eingegeben worden sind, was das System praktisch zum Zusammenbruch brachte.

Dies wird auch als Grund für die Strapazen der Patienten und Ärzte angegeben, die an diesem Tag den Online-Dienst nicht nutzen konnten. Laut der Bekanntmachung des Gesundheitsministeriums fahndet nun das Department für elektronische Wirtschaftskriminalität nach den Verantwortlichen.

(Quellen: in.gr)

Gesundheitsträger EOPYY in Griechenland versinkt in Schulden

20. April 2012 / Aufrufe: 1.159 1 Kommentar

Der neue einheitliche Gesundheitsträger des staatlichen Gesundheitssystems in Griechenland droht in den Schulden der eingegliederten Kassen zu versinken.

Die Zukunft des neuen Einheitlichen Trägers zur Erbringung von Gesundheitsleistungen (EOPYY) und damit seiner Versicherten zeichnet sich unheilverkündend ab. Die Super-Kasse, die zum Zweck der Einführung gleichwertiger Leistungen für alle Berechtigten und der Rationalisierung der Kosten aus der Zusammenlegung der Gesundheitszweige der gesetzlichen Versicherungsträger IKA (Arbeitnehmer), OAEE (Selbständige und Freiberufler), OPAD (öffentlicher Sektor) und OGA (landwirtschaftlicher Sektor) „geboren“ wurde, begegnet einem ernsthaften Überlebensproblem.

Der EOPYY ähnelt einer vor dem Platzen stehenden Blase„, äußern Faktoren des Raums der Sozialversicherung, da „er begann, Kassen auf sich zu konzentrieren, ohne die erforderlichen Gewährleistungen zu haben„. Obwohl auch seine eigenen Finanzen in den roten Zahlen sind, wird er bisher weniger wegen seiner eigenen Verbindlichkeiten, sondern hauptsächlich wegen der Schulden von überall angegriffen, welche die vier Kassen angesammelt hatten, bevor sie in den neuen Träger eingegliedert wurden.
Gesamten Artikel lesen »

Gesundheitssystem in Griechenland ohne Labors und Kliniken

5. April 2012 / Aktualisiert: 13. August 2017 / Aufrufe: 3.341 5 Kommentare

Die Situation im öffentlichen Gesundheitssystems Griechenlands spitzt sich dramatisch zu, da nun auch Labors und Kliniken die Kooperation einstellen wollen.

Die Ärztekammer von Athen (ISA) ruft der Kammer angehörende Ärzte der Labors und Kliniken auf, ab dem kommenden Montag (09 April 2012) jede Form der Zusammenarbeit mit dem neuen einheitlichen Nationalen Träger für Gesundheitsleistungen (EOPYY) einzustellen und die Überweisungen der Patienten des Gesundheitsträgers nicht mehr auszuführen 1. Dies bedeutet in der Praxis, dass die Patienten sämtliche Kosten aus eigener Tasche vorstrecken müssen.

In ihrer Bekanntmachung merkt die ISA an, dass „seit mehr als zwei Jahren die alten Verbindlichkeiten des Krankenversicherungsträgers des öffentlichen Sektors (OPAD) unbeglichen bleiben, während trotz der wiederholten gegenteiligen Beteuerungen des Präsidenten des EOPYY Gerasimos Voudouris der Träger während der drei Monate seines Bestehens keinerlei Betrag gezahlt hat„. Die Ärzteschaft ist an der Grenzen ihrer Belastbarkeit angelangt, führt der Präsident der ISA an und fügt hinzu, dass „Provisorität und Verantwortungslosigkeit des Staates sowohl die Menschen des Gesundheitswesens als auch die Patienten in die Verelendung führt„.

Das selbe Vorgehen hatte bereits auch die Ärztekammer Thessaloniki (ISTH) angekündigt 2, deren Präsident Athanasios Exadaktylos in Bezug auf den EOPYY erklärt, dass dieser Träger, dessen Zuständigkeit inzwischen rund 90% der Versicherten unterstellt wurden, die aufgelaufenen Verbindlichkeiten des OPAD zu begleichen hat und auf Basis des Gesetzes bereits die Verbindlichkeiten der Monate Januar und Februar 2012 beglichen haben müsste. Anstatt jedoch seine Schulden zu bezahlen, versprach der EOPYY, die Verbindlichkeiten an private Kliniken und Physiotherapeuten zu begleichen und schloss die übrigen Ärzte aus.

(Quellen: in.gr 1, in.gr 2)

Nach wie vor kein Aspirin in Griechenland

20. März 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.873 2 Kommentare

In Griechenland bleibt das bekannte Schmerz- und Fiebermittel Aspirin© nach wie vor praktisch aus den Regalen der Apotheken verschwunden.

Wer in einer griechischen Apotheke eine Schachtel Aspirin© verlangt, erntet in der Regel von mitleidigen Blicken bis hin zu mehr oder weniger verhaltenem Gelächter, da abgesehen von dem originalen Medikament, das praktisch nicht erhältlich ist, auch sogenannte „Generika“ nur beschränkt verfügbar sind (siehe auch Kein Aspirin in Griechenland).

Es sei angemerkt, dass 2010 – als es in den griechischen Apotheken noch Aspirin zu kaufen gab – der Verkaufspreis für eine Schachtel mit 20 Tabletten á 500 mg 0,50 Euro betrug, während Ende 2011 ein (angesichts des aufgedruckten Verfallsdatums 12/2012 offensichtlich aus alten Lagerbeständen stammendes) Generikum in der selben (Wirkstoff-) Menge, jedoch in Pulverform mit 1,96 Euro zu Buche schlug.

15 Tote wegen Grippe in Griechenland

13. März 2012 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 521 Kommentare ausgeschaltet

Die Grippewelle in Griechenland, die Mitte Januar 2012 begann und im Februar einen Höhepunkt erreichte, forderte bereits 15 Menschenleben.

In Griechenland sind inzwischen 15 Menschen an den Komplikationen einer Grippe-Infektion verstorben, weitere 70 Personen mussten wegen ernsthafter Atembeschwerden auf Intensivstationen behandelt werden. Die meisten der Verstorbenen waren alte, nicht geimpfte und gesundheitlich vorbelastete Personen, jedoch erlagen auch zwei Kinder der Erkrankung.

Die Epidemiologen sprechen von hohen Aktivitätsniveaus, die auf Stämmen des Virus A (H3N2) und B beruhen. Die Grippe des Typ A (H3N2) verursacht schwerere Komplikationen und gilt für das Leben der Erkrankten als bedrohlicher.

(Quelle: Ethnos)

Illegale Krankenpfleger in Griechenland festgenommen

12. März 2012 / Aufrufe: 468 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurden am Samstag (10 März 2012) 10 Personen festgenommen, die in der Universitätsklinik Heraklion auf Kreta illegal als private Krankenpfleger tätig waren.

Im Rahmen einer gezielten Aktion der Unterdirektion der Kriminalpolizei Heraklion auf Kreta wurden ein Bulgare im Alter von 56 Jahren, vier Bulgarinnen im Alter von 27, 46, 55, und 64 Jahren, zwei Griechinnen im Alter von 32 und 35 Jahren, zwei Rumänen im Alter von 26 und 64 Jahren und ein Albaner im Alter von 43 Jahren wegen Verletzung des Gesetzes über die öffentliche Gesundheit verhaftet.

Konkret wurden bei einer von Polizeibeamten der Kripo Heraklion durchgeführten Kontrolle in der A‘ pathologischen Klinik der Universitätsklinik die in Rede stehenden Personen festgenommen, weil sie ohne Diplom einer Krankenpflegeschule und ohne Genehmigung zur Berufsausübung arbeiteten und in der Klinik einliegenden Patienten ihre Dienste als private Krankenpfleger erbrachten.

(Quelle: Zougla.gr)