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Archiv für die Kategorie ‘Gesundheitswesen’

Hacker legen Rezeptsystem in Griechenland lahm

20. April 2012 / Aufrufe: 435 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland sollen Hacker in das neue Online-System der elektronischen Rezeptausstellung eingedrungen sein und es mit gefälschten Rezepten geflutet haben.

Eine Untersuchung des Gesundheitsministeriums und des Trägers für „Elektronische Regierungsführung der Sozialversicherung SA“ (IDIKA) zeigte, dass am 06. April 2012 rund 1,5 Millionen Rezepte (andere Quellen sprechen von Rezepten im Gesamtwert von 1,5 Millionen Euro) in das neue Online-Rezeptsystem des staatlichen Gesundheitssystems eingegeben worden sind, was das System praktisch zum Zusammenbruch brachte.

Dies wird auch als Grund für die Strapazen der Patienten und Ärzte angegeben, die an diesem Tag den Online-Dienst nicht nutzen konnten. Laut der Bekanntmachung des Gesundheitsministeriums fahndet nun das Department für elektronische Wirtschaftskriminalität nach den Verantwortlichen.

(Quellen: in.gr)

Gesundheitsträger EOPYY in Griechenland versinkt in Schulden

20. April 2012 / Aufrufe: 1.139 1 Kommentar

Der neue einheitliche Gesundheitsträger des staatlichen Gesundheitssystems in Griechenland droht in den Schulden der eingegliederten Kassen zu versinken.

Die Zukunft des neuen Einheitlichen Trägers zur Erbringung von Gesundheitsleistungen (EOPYY) und damit seiner Versicherten zeichnet sich unheilverkündend ab. Die Super-Kasse, die zum Zweck der Einführung gleichwertiger Leistungen für alle Berechtigten und der Rationalisierung der Kosten aus der Zusammenlegung der Gesundheitszweige der gesetzlichen Versicherungsträger IKA (Arbeitnehmer), OAEE (Selbständige und Freiberufler), OPAD (öffentlicher Sektor) und OGA (landwirtschaftlicher Sektor) „geboren“ wurde, begegnet einem ernsthaften Überlebensproblem.

Der EOPYY ähnelt einer vor dem Platzen stehenden Blase„, äußern Faktoren des Raums der Sozialversicherung, da „er begann, Kassen auf sich zu konzentrieren, ohne die erforderlichen Gewährleistungen zu haben„. Obwohl auch seine eigenen Finanzen in den roten Zahlen sind, wird er bisher weniger wegen seiner eigenen Verbindlichkeiten, sondern hauptsächlich wegen der Schulden von überall angegriffen, welche die vier Kassen angesammelt hatten, bevor sie in den neuen Träger eingegliedert wurden.
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Gesundheitssystem in Griechenland ohne Labors und Kliniken

5. April 2012 / Aktualisiert: 13. August 2017 / Aufrufe: 3.330 5 Kommentare

Die Situation im öffentlichen Gesundheitssystems Griechenlands spitzt sich dramatisch zu, da nun auch Labors und Kliniken die Kooperation einstellen wollen.

Die Ärztekammer von Athen (ISA) ruft der Kammer angehörende Ärzte der Labors und Kliniken auf, ab dem kommenden Montag (09 April 2012) jede Form der Zusammenarbeit mit dem neuen einheitlichen Nationalen Träger für Gesundheitsleistungen (EOPYY) einzustellen und die Überweisungen der Patienten des Gesundheitsträgers nicht mehr auszuführen 1. Dies bedeutet in der Praxis, dass die Patienten sämtliche Kosten aus eigener Tasche vorstrecken müssen.

In ihrer Bekanntmachung merkt die ISA an, dass „seit mehr als zwei Jahren die alten Verbindlichkeiten des Krankenversicherungsträgers des öffentlichen Sektors (OPAD) unbeglichen bleiben, während trotz der wiederholten gegenteiligen Beteuerungen des Präsidenten des EOPYY Gerasimos Voudouris der Träger während der drei Monate seines Bestehens keinerlei Betrag gezahlt hat„. Die Ärzteschaft ist an der Grenzen ihrer Belastbarkeit angelangt, führt der Präsident der ISA an und fügt hinzu, dass „Provisorität und Verantwortungslosigkeit des Staates sowohl die Menschen des Gesundheitswesens als auch die Patienten in die Verelendung führt„.

Das selbe Vorgehen hatte bereits auch die Ärztekammer Thessaloniki (ISTH) angekündigt 2, deren Präsident Athanasios Exadaktylos in Bezug auf den EOPYY erklärt, dass dieser Träger, dessen Zuständigkeit inzwischen rund 90% der Versicherten unterstellt wurden, die aufgelaufenen Verbindlichkeiten des OPAD zu begleichen hat und auf Basis des Gesetzes bereits die Verbindlichkeiten der Monate Januar und Februar 2012 beglichen haben müsste. Anstatt jedoch seine Schulden zu bezahlen, versprach der EOPYY, die Verbindlichkeiten an private Kliniken und Physiotherapeuten zu begleichen und schloss die übrigen Ärzte aus.

(Quellen: in.gr 1, in.gr 2)

Nach wie vor kein Aspirin in Griechenland

20. März 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.843 2 Kommentare

In Griechenland bleibt das bekannte Schmerz- und Fiebermittel Aspirin© nach wie vor praktisch aus den Regalen der Apotheken verschwunden.

Wer in einer griechischen Apotheke eine Schachtel Aspirin© verlangt, erntet in der Regel von mitleidigen Blicken bis hin zu mehr oder weniger verhaltenem Gelächter, da abgesehen von dem originalen Medikament, das praktisch nicht erhältlich ist, auch sogenannte „Generika“ nur beschränkt verfügbar sind (siehe auch Kein Aspirin in Griechenland).

Es sei angemerkt, dass 2010 – als es in den griechischen Apotheken noch Aspirin zu kaufen gab – der Verkaufspreis für eine Schachtel mit 20 Tabletten á 500 mg 0,50 Euro betrug, während Ende 2011 ein (angesichts des aufgedruckten Verfallsdatums 12/2012 offensichtlich aus alten Lagerbeständen stammendes) Generikum in der selben (Wirkstoff-) Menge, jedoch in Pulverform mit 1,96 Euro zu Buche schlug.

15 Tote wegen Grippe in Griechenland

13. März 2012 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 519 Kommentare ausgeschaltet

Die Grippewelle in Griechenland, die Mitte Januar 2012 begann und im Februar einen Höhepunkt erreichte, forderte bereits 15 Menschenleben.

In Griechenland sind inzwischen 15 Menschen an den Komplikationen einer Grippe-Infektion verstorben, weitere 70 Personen mussten wegen ernsthafter Atembeschwerden auf Intensivstationen behandelt werden. Die meisten der Verstorbenen waren alte, nicht geimpfte und gesundheitlich vorbelastete Personen, jedoch erlagen auch zwei Kinder der Erkrankung.

Die Epidemiologen sprechen von hohen Aktivitätsniveaus, die auf Stämmen des Virus A (H3N2) und B beruhen. Die Grippe des Typ A (H3N2) verursacht schwerere Komplikationen und gilt für das Leben der Erkrankten als bedrohlicher.

(Quelle: Ethnos)

Illegale Krankenpfleger in Griechenland festgenommen

12. März 2012 / Aufrufe: 457 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurden am Samstag (10 März 2012) 10 Personen festgenommen, die in der Universitätsklinik Heraklion auf Kreta illegal als private Krankenpfleger tätig waren.

Im Rahmen einer gezielten Aktion der Unterdirektion der Kriminalpolizei Heraklion auf Kreta wurden ein Bulgare im Alter von 56 Jahren, vier Bulgarinnen im Alter von 27, 46, 55, und 64 Jahren, zwei Griechinnen im Alter von 32 und 35 Jahren, zwei Rumänen im Alter von 26 und 64 Jahren und ein Albaner im Alter von 43 Jahren wegen Verletzung des Gesetzes über die öffentliche Gesundheit verhaftet.

Konkret wurden bei einer von Polizeibeamten der Kripo Heraklion durchgeführten Kontrolle in der A‘ pathologischen Klinik der Universitätsklinik die in Rede stehenden Personen festgenommen, weil sie ohne Diplom einer Krankenpflegeschule und ohne Genehmigung zur Berufsausübung arbeiteten und in der Klinik einliegenden Patienten ihre Dienste als private Krankenpfleger erbrachten.

(Quelle: Zougla.gr)

Millionenbetrug zu Lasten der IKA in Griechenland

10. März 2012 / Aktualisiert: 29. April 2018 / Aufrufe: 744 11 Kommentare

In Griechenland wurde ein Betrug mit fiktiven Krankenhausaufenthalten aufgedeckt, mit dem der Sozialversicherungsträgers I.K.A. um Millionen Euro geschädigt wurde.

Einen Millionenbetrug zu Lasten der Athener Geschäftsstelle Kallithea der Versicherungsanstalt IKA deckte die Polizei mit der Festnahme vier bei der Dienststelle beschäftigter Frauen und den Ehemännern zwei dieser Frauen auf, die unter anderem mit den Beschuldigungen der Unterschlagung. Urkundenfälschung, Geldwäsche usw. verhaftet wurden.

Wie bekannt wurde, stellten die in den Betrug verwickelten Angestellten zahlreichen Versicherten Belege über angebliche Krankenhausaufenthalte aus und beteiligten sie mit 20% an den Beträgen, welche sie der IKA für die „Behandlungen“ in Rechnung stellten. Das übrige Geld steckten sich die Bediensteten in die eigene Tasche und sollen auf diese Weise den Versicherungsträger um viele Millionen Euro geschädigt haben!

Die Ermittlungen begannen von der Abteilung für Leistungen, Register und Finanzen, und wie festgestellt wurde, strichen sich die in Rede stehenden Angestellten nach Abstimmung mit Versicherten tausende Euro für imaginäre Krankenhausaufhalte ein. Laut Informationen „akquirierten“ sie sogar Kunden, indem sie Bürger anriefen und fragten, ob sie Geld verdienen wollen.

(Quelle: Epikera Online)

Versorgungslücken bei Medikamenten in Griechenland

10. März 2012 / Aktualisiert: 13. August 2017 / Aufrufe: 778 3 Kommentare

In Griechenland bestehen ernsthafte Versorgungslücken bei zahlreichen gängigen Medikamenten sowie auch Präparaten zur Behandlung von Krebserkrankungen.

In letzter Zeit werden auf dem griechischen Markt erhebliche Versorgungslücken bei zahlreichen Medikamenten beobachtet, wobei es auch Beschwerden über das Fehlen onkologischer Medikamente bei bestimmten Krankenhäusern und Apotheken der IKA gibt. Laut der Zeitung „Ethnos“ sind von den 500 „populärsten“ Medikamenten rund 250 Präparate aus den Regalen der Apotheken verschwunden. Es handelt sich unter anderem um Antibiotika sowie auch Medikamente zur Behandlung von Diabetes, Hypertonie oder auch Präparate zur Behandlung von Gastroenteritis, die in Ansteckungszeiten sehr häufig ist.

Gesundheitsminister Andreas Loverdos gestand in einer Sendung der Station Vima 99,5 ein, dass es Versorgungslücken gibt und es sich – gemäß den ihm vorliegenden Informationen – um Präparate mit niedrigen Preisen handelt. „Die Firmen ziehen vor, diese – natürlich illegal – zu exportieren, anstatt sie auf den inländischen Markt zu bringen„, erklärte Herr Loverdos und kündigte die Verhängung von Sanktionen an.
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Arzt in Griechenland wegen passiver Bestechung verhaftet

1. März 2012 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 534 4 Kommentare

In Griechenland wurde ein Gefäßchirurg des Krankenhauses Laiko in Athen unter der Beschuldigung der wiederholten passiven Bestechung festgenommen.

Am Dienstagmorgen (29. Februar 2012) wurde ein 52-jähriger Gefäßchirurg des öffentlichen Krankenhauses „Laiko“ in Athen verhaftet, nachdem er von Verwandten eines älteren Patienten, den er persönlich einem operativen Eingriff unterzogen hatte, ein „Fakelaki“ (Schmiergeld) forderte und in Empfang nahm.

Wie die Kinder (Sohn und Tochter) des 82-jährigen Patienten bei dem Dezernat für interne Angelegenheiten der EL.AS. zur Anzeige brachten, verlangte der Gefäßchirurg für die ihrem Vater erbrachten ärztlichen Leistungen einen Geldbetrag, dessen Höhe er jedoch anfänglich nicht bestimmte, während er bereits fünf Tage vor der regulären Einweisung des Patienten zu einer „fiktiven“ Einweisung schritt. Schließlich verlangte laut der Anzeige der Arzt außer dem Geldbetrag von 350 Euro, der ihm anfänglich von den Kindern des Patienten als „Fakelaki“ übergeben worden war, einen entsprechenden weiteren Betrag, den er nach der Ziehung der Fäden erhalten sollte.

Am 29. Februar 2012 überreichten die Verwandten des Patienten dem Gefäßchirurgen bei einem verabredeten Treffen in seinem Büro im Krankenhaus „Laiko“ den Betrag von 300 Euro in Banknoten, deren Nummern notiert worden waren. Bei der anschließenden Durchsuchung des Büros, die von Polizeibeamten der Dienststelle für interne Angelegenheiten durchgeführt wurde, welche sich im Krankenhaus dezent bereitgehalten hatten, wurde der konkrete Geldbetrag gefunden und der Arzt verhaftet, um später dem Strafrichter Athen mit der Beschuldigung der wiederholten passiven Bestechung vorgeführt zu werden.

(Quelle: Naftemporiki)

Medikamente in Griechenland nur noch gegen Barzahlung

3. Januar 2012 / Aktualisiert: 09. September 2018 / Aufrufe: 1.096 6 Kommentare

Die Apotheker in Griechenland beschlossen anlässlich der eskalierenden Konfrontation mit dem Gesundheitsministerium, Medikamente nur noch gegen Barzahlung abzugeben.

Die Apotheker in Griechenland schreiten in Reaktion auf die Ankündigungen der Ministerien für Gesundheit und Arbeit bezüglich der erneuten Senkung ihrer Gewinnspanne zu weiteren Protestaktionen. Konkret rief der Panhellenische Pharmazeuten-Verein für den 02. und 03. Januar 2012 einen 48-stündigen Streik aus und bekräftigte den bereits gegen Ende 2011 gefassten Beschluss, ab Januar 2012 Medikamente nur noch gegen Barzahlung abzugeben.

Letzteres betrifft die Versicherten aller Kassen (also auch jener, die ihren Verpflichtungen regulär nachkommen!) und bedeutet in der Praxis, dass alle Versicherten gezwungen sind, den vollen Preis der Medikamente aus eigener Tasche vorzustrecken und dann die Erstattung des ihnen nach Abzug der Selbstbeteiligung zustehenden Kassenanteils zu beantragen. Die Apotheker verlangen eine „Vereinbarung mit der Branche über einen stabilen Rahmen der Arzneimittelpolitik sowie auch, die Jagd auf die Apotheken einzustellen„.

Aktualisierung: Seit dem 12. Januar 2012 führen die Apotheken Rezepte aller Kassen wieder regulär aus.
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