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Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Kommunistische Partei Griechenlands verteidigt Berliner Mauer

10. November 2009 / Aufrufe: 382 2 Kommentare
Aleka Papariga
Aleka Papariga
Generalsekretärin der KKE

Anlässlich des 20. Jahrestages des Berliner Mauerfalls sprach sich Aleka Papariga, Generalsekretärin der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE), nachhaltig für die Errichtung der Berliner Mauer aus. Die Arbeiterregierung des ehemaligen ostdeutschen Staates sei in Verteidigung gegenüber dem zusammen mit den Amerikanern und der NATO als Besatzungsmacht fungierenden Westdeutschland berechtigt gewesen, die Mauer zu errichten.

„Die Errichtung der Mauer zwang der Imperialismus auf und erfolgte genau im Vorfeld der Androhung der NATO-Truppen, in Berlin und natürlich insbesondere Ostberlin auf dem Boden der Deutschen Volksrepublik zu invadieren. … Hatte ein Volk, eine Arbeitermacht oder jede andere Regierung nicht das Recht, die Grenzen des eigenen Staates zu achten und auf seinem Gebiet die Mauer zu errichten?

Angesichts der forschen Argumentation zugunsten der Errichtung der Berliner Mauer stellt sich allerdings die Frage, ob die Vorsitzende der Kommunistischen Partei Griechenlands sich darüber bewusst ist, dass sowohl die Mauer in Berlin als auch im Anschluss daran die bewehrte Zonengrenze nebst den fatalen Todesstreifen nicht etwa zur Abwehr einer drohenden Invasion errichtet worden war, sondern einzig und allein uneinsichtige Bürger um jeden Preis an der Flucht aus dem „Paradies“ der Arbeiter und Bauern hindern sollte!

Griechen sollen sich gegen Schweinegrippe impfen lassen

9. November 2009 / Aufrufe: 234 Kommentare ausgeschaltet
Fofi Genimata + Mariliza Xenogiannakopoulou
Fofi Genimata (links) und
Mariliza Xenogiannakopoulou (rechts)

Ab dem 16. November 2009 läuft in Griechenland schrittweise das Programm zur Massenimpfung gegen die Schweinegrippe an. Das griechische Gesundheitsministeriums richtete erneut einen Appell an die Bevölkerung, sich gegen die Neue Grippe impfen zu lassen.

Die Impfung ist freiwillig, jedoch wird sowohl seitens des Gesundheitsministeriums als auch von zahlreichen Wissenschaftlern die Notwendigkeit der Impfung im Interesse der Allgemeinheit und zur Eindämmung der Neuen Grippe betont. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge soll die Impfung gegen die Schweinegrippe gemäß dem folgenden Zeitplan anlaufen:

  • Ab dem 16. November beginnt die Impfung in den Krankenhäusern und Erste-Hilfe-Zentren (EKAB) für Krankenpfleger, Ärzte und allgemein im Gesundheitswesen tätige Personen.
  • Ab dem 23. November beginnt in den Krankenhäusern, Gesundheitszentren und Impfzentren die Impfung von Personen, welche den besonderen Risikogruppen zugerechnet werden.
  • Ab dem 01. Dezember sind alle gesunden Volljährigen im Alter von 18 – 49 Jahren zur Impfung aufgerufen.
  • Ab dem 17. Dezember soll die Impfung der Kinder und Jugendlichen im Alter von 4 – 17 Jahren sowie aller gesunden Personen im Alter ab 50 Jahren anlaufen.

Sowohl die Gesundheitsministerin Mariliza Xenogiannakopoulou als auch die Staatssekretärin Fofi Gennimata forderten Ärzte und Pflegepersonal auf, sich auf jeden Fall impfen zu lassen und somit auch dazu beizutragen, dass Misstrauen der Bevölkerung bezüglich der Sicherheit und eventueller Nebenwirkungen der Impfung zu zerstreuen.

Mobiltelefone müssen in Griechenland ab sofort registriert werden

9. November 2009 / Aufrufe: 275 Kommentare ausgeschaltet

Ab dem 09. November 2009 gelten in Griechenland die Bestimmungen bezüglich der namentlichen Registrierung aller Inhaber von Mobiltelefonen. Wie von dem Gesetz 3783/2009 zur Bekämpfung des Terrorismus und Verbrechens vorgesehen, sind ab sofort auch beim Erwerb einer nicht vertragsgebundenen SIM-Karte (üblicherweise in Kombination mit einem Gebührenguthaben) obligatorisch die persönlichen Daten des Inhabers zu deklarieren.

Alle Teilnehmer, die über noch anonym erworbene SIM-Karten verfügen, müssen diese bis spätestens 31. Juli 2010 nachträglich namentlich registrieren lassen, anderenfalls werden die Rufnummern endgültig deaktiviert werden. Zur Identifizierung des Erwerbers oder Inhabers einer SIM-Karte ist die Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses erforderlich. Sind Inhaber und Benutzer des Anschlusses nicht identisch, sind auch die persönlichen Daten des oder der Benutzer(s) zu deklarieren. Für Minderjährige muss die Registrierung von einer Volljährigen Person übernommen werden. Ebenso muss jeder spätere Wechesl des Inhabers oder Benutzers eines mobilen Telefonanschlusses gemeldet werden. Sowohl Minderjährige als auch alle übrigen Personen, die nicht über gültige Ausweispapiere verfügen, können somit praktisch fortan keine Mobiltelefone bzw. SIM-Karten mehr erwerben.

Es sei angemerkt, dass die Benutzung von SIM-Karten ausländischer Anbieter bzw. aus den zahlreichen Ländern, in denen nach wie vor keinerlei obligatorische Identifizierung der Inhaber mobiler Telefonanschlüsse erforderlich ist, in Griechenland weiterhin unbeschränkt möglich sein wird.

Griechische Kirche protestiert gegen Besteuerung ihrer Immobilien

6. November 2009 / Aktualisiert: 16. November 2009 / Aufrufe: 884 Kommentare ausgeschaltet
Erzbischof Hieronymos
Hieronymos, Erzbischof von
Athen und Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche

Eine Delegation der griechisch orthodoxen Kirche wird sich um ein Treffen mit Wirtschaftsminister Jorgos Papakonstantinou bemühen, um die Befreiung des Immobilienvermögens der Kirche von der erhöhten ETAK bzw. Grundsteuer zu erreichen.

Der am Freitag (08.11.2009) unter Erzbischof Hieronymos tagende Heilige Synod erörterte das Thema erneut und beschloss, dass Oberbischof Theoklitos, Metropolit von Ioannina und Leiter der Finanzdienststellen der Kirche, und Direktor Antonis Zampelis ein Treffen mit dem Minister anstreben sollen. Die Kirche begehrt eine Befreiung von der auf 0,3% erhöhten Abgabe auf die in ihrem Besitz befindlichen Immobilien und argumentiert, dass ihr "als juristische Person des öffentlichen Rechts nicht auf die gleiche Weise wie den übrigen juristischen Personen entgegen getreten werde" und sie "ein großes karitatves Werk erbringe und ihre Einkünfte in gemeinnützige Projekte fließen".

Sondergaben auf Immobilien und Unternehmensgewinne in Griechenland

4. November 2009 / Aktualisiert: 23. Februar 2010 / Aufrufe: 468 1 Kommentar
Premiermionister Jorgos Papandreou
Premierminister
Jorgos Papandreou

Entgegen aller vertretenen Positionen und Versprechungen der PASOK-Partei vor den Parlamentswahlen im Oktober 2009 hat die neue griechische Regierung unter Jorgos Papandreou knapp einen Monat nach Amtsantritt bereits definitiv erste außerordentliche Sondersteuern und Abgaben beschlossen, die dem Fiskus kurzfristig zusätzliche Einnahmen in Höhe von über 1 Milliarde Euro einbringen sollen.

Das „dicke Ende“ steht allerdings noch aus, da derzeit fieberhaft an einem Steuerpaket gearbeitet wird, um zusätzlich zu dem regulären Steueraufkommen möglichst zügig insgesamt wenigstens weitere 4,5 Milliarden Euro einzutreiben.
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Starkes Erdbeben bei Zakynthos im Ionischen Meer

3. November 2009 / Aufrufe: 713 Kommentare ausgeschaltet

Am frühen Morgen des 03. Novembers 2009 ereignete sich um 07:25 Uhr südwestlich der griechischen Insel Zakynthos bzw. Zanthe ein starkes Erdbeben im Ionischen Meer. Das Beben erreichte eine Stärke von 5,7 Richter und wurde in einem großen Umkreis wahrgenommen. Gemäß den bisher vorliegenden Informationen gab es weder Verletzte noch ernsthafte Sachschäden.

Gemäß den Messungen des Labors für Geophysik der Aristoteles-Universät in Thessaloniki lag das Epizentrum des Bebens 67 Kilometer südwestlich von Zakynthos in einer bekannten und kontinuierlich beobachteten seismologisch aktiven Zone des Ionischen Meers. Seismologen der Universitäten Athen und Thessaloniki stuften es als ein gewöhnliches Phänomen in dem Gebiet ein und sehen keinen Grund zur Beunruhigung. Angesichts seiner Stärke und Charakteristik sei ausgeschlossen, dass dieses Beben die Aktivierung benachbarter seismischer Zonen ausgelöst haben könne.

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Neuer Streik im Handelshafen Piräus in Griechenland

2. November 2009 / Aktualisiert: 05. November 2009 / Aufrufe: 184 Kommentare ausgeschaltet

Die gewerkschaftlichen Organe der Angestellten und Arbeiter des Handelshafens Piräus in Griechenland haben für den 03. und 04. November 2009 erneut einen 48-stündigen Streik beschlossen. Die Gewerkschaften fordern von der Ministerin für Wirtschaft, Wettbewerb und Schiffahrt Luka Katseli, Einzelheiten über die Verhandlungen mit der chinesichen COSCO bekannt zu geben und die arbeitsrechtlichen Privilegien der Beschäftigten zu garantieren.

Die Haltung der Gewerkschaften stößt nicht nur auf politischer Ebene auf Unverständnis, sondern hat auch zu einer unmittelbaren Reaktion seitens der Industriekammer Athen geführt. Angesichts des hohen Schadens in Handel und Wirtschaft aufgrund der bisherigen Streiks sowie auch der sich nun abzeichnenden  Behinderungen und Verluste im bevorstehenden Weihnachtsgeschäfts wurde verlautbar, gegebenenfalls gerichtlich gegen die weitere Bestreikung des größten griechischen Handelshafens vorgehen zu wollen.

Terroranschlag auf Haus der Abgeordneten Marietta Giannakou

31. Oktober 2009 / Aufrufe: 238 Kommentare ausgeschaltet

Am Freitagmorgen (30.10.2009) detonierte um 04:32 Uhr Ortszeit eine Zeitbombe in einem Mehrfamilienhaus in der Straße Demertzi Nr. 12, Kato Patisia – Athen. In dem besagten Haus liegt die Wohnung der ehemalige Ministerin und nun Abgeordneten Griechenlands im Europaparlament Marietta Giannakou.

20 Minuten vor der Detonation der Zeitbombe erfolgten zwei anonyme Anrufe bei einer Tageszeitung und einem Fernsehsender. Durch die Explosion wurde die Verglasung des Hauseingangs zerstört und ein geparkter PKW beschädigt, jedoch niemand verletzt

Die Zeitbombe war in einem Rucksack im Eingangsbereich des Hauses abgestellt worden und nach Angaben der Sprengstoffspezialisten von geringer Sprengkraft. Verlautbarungen zufolge war der Sprengsatz in einem Kochtopf deponiert, was von Anfang an auf die Urheberschaft der Vereinigung „Verschwörung der Kerne des Feuers“ deutete, die sich inzwischen auch zu dem Terroranschlag bekannt hat.

6 Verletzte bei Anschlag auf Polizeirevier Agia Paraskevi in Griechenland

28. Oktober 2009 / Aktualisiert: 28. Oktober 2009 / Aufrufe: 230 2 Kommentare

Bei einem Anschlag auf das Polizeirevier an der Straße Pantelis Nr. 10 im Bezirk Agia Paraskevi in Athen – Griechenland am Dienstagabend (27. Oktober 2009) um 21:40 Uhr Ortszeit wurden insgesamt sechs Polizeibeamte verletzt, zwei von ihnen schwer. Ein Passant erlitt einen Nervenzusammenbruch und fiel in Ohnmacht, wurde jedoch glücklicherweise nicht verletzt.

Gemäß den bisher vorliegenden Informationen waren an dem Terroranschlag fünf Männer und eine Frau beteiligt, die sich mit drei Motorrädern zuerst in die Nähe und dann zu Fuß vor das Gebäude des Polizeireviers Agia Paraskevi begaben und dort ohne jegliche Warnung aus zwei automatischen Waffen vom Typ Kalaschnikow das Feuer eröffneten. Fünf der verletzten Polizeibeamten hielten sich zu dem Zeitpunkt des Anschlages vor dem Gebäude auf, der sechste wurde in seinem Büro verletzt.
Die Spurensicherung fand inwischen 99 Patronenhülsen und eine Patrone. Weiter wurde die Sicherung einer Handgranate gefunden, jedoch sonst keine Spuren einer Explosion entdeckt. Letzteres lässt darauf schließen, dass die Täter keine Sprenggranate, sondern eine Verteidigungsgranate geworfen hatten, was sich auch mit den Darstellungen der Zeugen deckt.

Anfänglich wurden Vermutungen angestellt, dass der Anschlag in Reaktion auf die am Vortag ausgesetzte Belohnung in Höhe von 600.000 Euro auf die Ergreifung der mutmaßlichen Bankräuber Simeon Seisidis, Mario Seisidis und Grigoris Tsironis stattgefunden haben könnte und in diesem Fall deren mutmaßliche Verbindung zu terroristischen Kreisen bestätigen würde. Die Umstände deuten jedoch eher darauf hin, dass der Anschlag auf das Polizeirevier bereits länger geplant worden war.

600000 Euro für Ergreifung der schwarzen Räuber in Griechenland

28. Oktober 2009 / Aktualisiert: 04. November 2009 / Aufrufe: 246 Kommentare ausgeschaltet

Das Ministerium für Bürgerschutz hat eine Belohnung in Höhe von 600.000 Euro für die Ergreifung dreier flüchtiger mutmaßlicher Bankräuber ausgesetzt. Konkret handelt es sich um Simeon Seisidis, Mario Seisidis und Grigoris Tsironis, gegen welche bereits vor Jahren Haftbefehle erlassen wurden.

Simeon Seisidis
Simeon Seisidis
Marios Seisidis
Marios Seisidis
Grigoris Tsironis
Grigoris Tsironis

Die drei Männer sollen im Zeitraum 2002 bis Anfang 2006 als Mitglieder der in Griechenland als „Räuber in Schwarz“ bekannt gewordenen Bande an sieben bewaffneten Banküberfällen beteiligt gewesen sein. Die Ermittlungsbehörden schließen allerdings auch Verbindungen zu terroristischen Kreisen bzw. konkret der griechischen Terrorgruppe „Epanastatikos Agonas“ (Revolutionskampf) nicht aus. Sachdienliche Hinweise werden telefonisch unter der Nummer +30 210 6447437 entgegen genommen. Informanten wird absolute Anonymität gegenüber Dritten sowie insbesondere auch allen Behörden garantiert.