Griechenland erwägt strafbewehrte Schulpflicht

17. November 2021 / Aufrufe: 326
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In Griechenland scheinen allen, die ihre Kinder nicht zur Schule schicken wollen, wieder strafrechtliche Sanktionen drohen zu werden.

Von dem TV-Sender MEGA übermittelten Informationen zufolge wird erwartet, dass die Regierung es wieder zum Strafbestand machen wird, sein Kind nicht zur Schule zu schicken.

Dies war in Griechenland bis einschließlich 1985 eine Straftat und ihr wurde im Grad eines strafbaren Vergehens begegnet.

Reaktion auf „Querdenker“-Eltern in Griechenland

Das Gesetz führte damals an, „der Besuch der Grundschule und des (Mittelstufen-) Gymnasiums ist obligatorisch, sofern der Schüler nicht sein 16. Lebensjahr überschritten hat. Wer die Fürsorge für die Person des Minderjährigen hat und seine Anmeldung oder Beaufsichtigung hinsichtlich des Schulbesuchs unterlässt, wird gemäß Artikel 458 des Strafgesetzbuchs belangt.

Im weiteren Verlauf wurde die Straftat von einem Vergehen zu einem Bagatelldelikt abgewertet, während die Bestimmung bei der letzten Novellierung des Strafbesetzbuchs im Jahr 2019 völlig abgeschafft wurde. Mittlerweile und nach den jüngst vermehrt an die Öffentlichkeit gelangten Fällen von Eltern, welche die Maßnahmen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 rigoros verweigern und ihre Kinder nicht zur Schule gehen lassen, scheint die griechische Regierung jedoch zu planen, die besagte Bestimmung wieder einzuführen.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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