Türkei zockt Juweliere ab

16. März 2021 / Aufrufe: 712
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Die Regierung Erdogan verlangt von allen Juwelieren in der Türkei, jeweils ein Pfund Gold bei den staatlichen Banken zu hinterlegen.

In der Türkei brachte die Regierung unter Recep Tayyip Erdoğan eine … osmanisch Methode zur Umsetzung um die leeren Staatskassen zu füllen, indem sie an das Gold der Juweliere des Landes „Hand anlegt“.

Laut der türkischen Zeitung SÖZCÜ erließ sie ein „Abzocke“-Gesetz, mit dem sie vorsieht, dass jeder Juwelier in der Türkei ein halbes Kilo Gold bei den staatlichen Banken zu hinterlegen schuldet. Der besagten Veröffentlichung zufolge entspricht diese Menge 23.500 Euro.

Hinterlegung von Gold in der Türkei ist obligatorisch

Die Regierung unter Recep Tayyip Erdoğan befindet sich mit einem besonderen Druck auf die Wirtschaft konfrontiert, da die militärischen Operationen in Kombination mit dem Corona-Virus die Kassen der Türkei „ausgetrocknet“ haben.

Die neue Regelung des Handelsministeriums ist natürlich nicht optional, da jeder Juwelier, der diese Menge Gold nicht bei einer Bank hinterlegt, keinen Schmuck „prägen“ können wird. Die Kautionskonten sind „geschlossen“ und keiner der Schmuckgeschäft-Eigentümer in der Türkei kann das Gold von der Bank abziehen. Immerhin haben sie jedoch die Möglichkeit, die Zinsen dieser Goldeinlage einzunehmen.

Erdogan wirft 20 Tonnen Gold in die staatlichen Banken

Laut der Veröffentlichung der SÖZCÜ sind in der Türkei etwa 40.000 Juweliergeschäfte tätig, was bedeutet, dass die Regierung Erdogan rund 20 Tonnen Gold in den Kassen ihrer Banken zusammenzutragen anstrebt.

Den Plan der türkischen Regierung kommentierte bissig auch die kemalistische Partei der Opposition. Der Parteivorsitzend Kemal Kılıçdaroğlu erklärte, die verlangte Menge an Gold sei besonders hoch und habe das alleinige Ziel, den „Palast“ zu retten. Kemal Kılıçdaroğlu merkte ebenfalls an, die Juweliere in der Türkei werden auf diese Weise aufgerufen, die Kredithaie in London zu „stärken“.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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