Griechenland will Wehrdienst egalisieren

13. Januar 2021 / Aufrufe: 528

Die gesetzliche Wehrdienstzeit soll in Griechenland demnächst bei allen Truppengattungen einheitlich 12 Monate betragen.

Der holistische Plan des Verteidigungsministeriums Griechenlands bezüglich der Erneuerung und Aufstockung des Personals der Armee nimmt mittlerweile Gestalt an, da erwartet wird, dass die Angleichung der Wehrdienstzeit bei allen drei Truppengattungen der Armee höchstwahrscheinlich ab der 3. Musterungsklasse wehrpflichtiger Infanteristen (ESSO) des Mai 2021 beginnen soll.

Laut der griechischen Tageszeitung TA NEA erfolgen derzeit die letzten Regelungen, auf dass die Änderungen im ersten Halbjahr des neuen Jahres beginnen sollen. Der Wehrdienst wird somit bei allen Waffengattung gleichermaßen 12 Monate betragen, da die bei dem Heer derzeit 9-monatige Dienstzeit um 3 Monate erhöht wird.

Verkürzter Wehrdienst bei Ableistung an Griechenlands Grenzen

Es scheint auch die Bestimmung bezüglich einer reduzierten – also 9-monatigen – Dienstzeit für alle „festgemacht“ worden zu sein, die den Wunsch äußern, ihren gesamten Wehrdienst an den Grenzen, in der Region Evros oder auf den Inseln abzuleisten. Dabei handelt sich um ein Modell, das auch schon in der Vergangenheit umgesetzt worden war.

Das Ziel des Ministeriums und der Stäbe ist dual. Sie schätzen ein, dass einerseits der reduzierte Wehrdienst einen Anreiz für die jungen Leute darstellen wird, sich einberufen zu lassen um ihre militärischen Verpflichtungen in einem kurzen Zeitraum zu erfüllen und danach ihr Zivilleben mit ihrem Studium oder anderen beruflichen Aktivitäten fortzusetzen.

Und dies, weil ein großer Teil der jungen Leute bevorzugt, erst ihr Studium zu vollenden und danach ihren Wehrdienst abzuleisten. Auf der anderen Seite nimmt man im Pentagon an, dass auf diese Weise die Bemannung kritischer Heereseinheiten in / am Evros und auf den Inseln signifikant gesteigert werden wird.

Regelung für im Ausland lebende „flüchtige“ Wehrdienstpflichtige

Parallel treibt das Verteidigungsministerium auch eine Regelung für die ungefähr 23.000 sich der Einberufung entziehenden Personen voran. Es geht um ein chronisches Problem für Tausende junge Leute, die im Ausland studieren oder arbeiten und wegen der nicht erfüllten militärischen Verpflichtungen Angst vor der Rückkehr in das Heimatland haben.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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