Coronavirus, Impfbescheinigung und Reisefreiheit

14. Januar 2021 / Aufrufe: 1.898

Griechenlands Premierminister schlägt der EU die Einführung einer einheitlichen Bescheinigung der Impfung gegen das Coronavirus vor.

Griechenlands Premierminister Kyriakos Mitsotakis schlägt der Europäischen Union eine … inoffiziell obligatorische Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 vor!

Diese inoffizielle Impfpflicht gemäß dem Vorschlag Mitsotakis‘ wird sozusagen im Zickzack etabliert werden. Aus nur ihm und seinen Gesinnungsgenossen bekannten Gründen versucht er möglichst viele Leute „lateral“ zu überzeugen, ihrer Impfung gegen Covid-19 zuzustimmen.

Stigmatisierung nicht gegen Covid-19 geimpfter Bürger

Wie gestern bekannt gegeben wurde, schickte Kyriakos Mitsotakis an die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und die Chefs der Staaten und Regierungen der EU ein Schreiben, mit dem er vorschlägt, es soll ein „digitales Impfbescheinigungs-Modell“ geben. Einerseits schreibt er, „wir werden die Impfung nicht obligatorisch oder zur Voraussetzung machen, damit jemand reisen kann„, und andererseits erläutert er, „die Personen, die geimpft worden sind, müssen frei reisen können werden. Dies wird ebenfalls auch einen positiven Anreiz zur Ermutigung der Bürger sein, sich impfen zu lassen„.

Kurz gesagt strebt der Premierminister Griechenlands – eines Landes, das die Wiege der Demokratie ist – an, dass Bürger zweier Geschwindigkeiten geschaffen werden: jene, die geimpft werden sein und reisen und sich frei bewegen können werden, und die stigmatisierten, die nicht geimpften, denen offiziell die Bewegungen nicht untersagt sein werden, praktisch jedoch nicht … gestattet sein wird, zu reisen, sich frei zu bewegen.

Bereits sei dem 28 November 2020 drohte Kyriakos Mitsotakis mit seinen in einem Interview geäußerten Erklärung jenen, die sich nicht impfen lassen werden, Folgendes an: „Ich kann mit der Impfung nicht Menschen hinterherlaufen, die sich nicht impfen lassen wollen werden, jedoch haben sie zu wissen, dass sie sich gegenüber eine Verantwortung übernehmen und möglicherweise nicht wir, aber die Wirtschaft derartige Einschränkungen durchsetzen könnte, sodass ihr Leben etwas schwieriger ist.

Das Coronavirus und den „Schutz“ vor diesem als Rammbock habend zieht Kyriakos Mitsotakis gegen die Freiheiten und errungenen Rechte nicht nur der griechischen, sondern auch der europäischen Bürger zu Felde!

(Quelle: dimokratianews.gr)

  1. 14. Januar 2021, 07:31 | #1

    und dieser „rammbock“ könnte durchaus die einzige lösung und möglichkeit sein, der seuche herr zu werden. gut dass es jemand in der form ausspricht.

  2. karnapas
    14. Januar 2021, 12:05 | #2

    Reisen z.Zt. nur mit PLF, negativem Test, Einsteige- bzw. Aussteige-Formular etc. Mit einem Impfpass wird das unnötig (wenn erwiesen ist, der / die Geimpfte verbreitet das Virus nicht).

  3. Xiouras
    14. Januar 2021, 16:56 | #3

    Finde den Grundgedanken nicht verkehrt. So können die geimpften mit Vorlage des Nachweises reisen und für die nicht-geimpften werden Testkapazitäten frei die man dann nutzen kann um für diese das Reisen sicherer zu machen.

  4. germanos
    15. Januar 2021, 17:02 | #4

    Wie sagt man in Deutschland so schön? „Nachtigall, ich hör dir trabsen“. Da will wohl jemand den griechischen Tourismus ankurbeln! Seit wann sind die Griechen ein solch reisefreudiges Land? (Gemeint sind Reisen ins Ausland). Eine solche Regelung nützt natürlich GR, um Touristen ins Land zu bekommen.

  5. navy
    15. Januar 2021, 20:34 | #5

    Die Dokumentfälscher-Mafia wird Konjunktur haben. Für was impfen? Alles normal, das ganze war lange geplant

  6. Imandra
    16. Januar 2021, 06:06 | #6

    Jetzt fehlt nur noch, dass man ohne Impfnachweis von Wahllokalen ausgeschlossen bleibt.

  7. Adrigan Helene
    17. Januar 2021, 10:43 | #7

    Lassen wir uns nicht widerstandslos gegen Gelbfieber, Cholera, Dengefieber, Hepatitis A und B schon seit eh und je impfen, wenn es um den Schutz während einer vielleicht nur 2-wöchigen Fernreise geht? Gehört nicht der internationale Impfpass schon längst zu unseren Reisedokumenten? Angesichts dieser Tatsache erscheint jeglicher Einwand gegen eine eingetragene Coronaimpfung als reiner Anachronismus.

  8. GR-Block
    17. Januar 2021, 20:01 | #8

    @germanos
    Und wer ist hier die trabsende Nachtigall? Der Tourismus in GR hinterlässt kaum genug Mehrwert, um etwa den Schaden, den die Coronakrise im Herbst angerichtet hat, zu kompensieren. Die Griechen und ihre Gastarbeiter aus Albanien, Nordmakedonien und Bulgarien haben im Tourismus vor allem viel Arbeit und ein nur geringes Einkommen. Sie leben von der Hand in den Mund. Gewinne ohne zu arbeiten fahren stattdessen europäische Touristikkonzerne ein. Ihre Kunden planen und buchen nämlich ihre Reisen im Internet selbst. Das ist Gewinn fast ganz ohne Aufwand, also reiner Mehrwert.
    Es ist die traditionell enge Zusammenarbeit zwischen Politikern und Unternehmern in den Industriestaaten, die in der EU immer mehr Verbreitung findet. Seit nunmehr Jahrzehnten dominiert diese Praxis auch die Lobbyarbeit in Athen.

    Die erste Welle ging mit ca 200 Toten glimpflich ab, weil keine Touristen da waren. Dann ließ man sie – entgegen der Empfehlungen der Wissenschaftler – herein. Mit „nur“ 10 Toten pro Tag verdreifachte sich die Gesamtzahl der Opfer bis Oktober. In der Folge explodierte sie und erreichte kurz nach dem Jahreswechsel die 5000-Marke. Doch kaum fällt die Sterberate auf zurzeit 20 Tote pro Tag, wird wieder die Lobbyarbeit angeheizt. Warum? Na, weil die Wähler sich inzwischen an dreistellige Opferzahlen gewöhnt haben. Der politische Schaden an den Karrieren der Regierenden wäre begrenzt und es locken Beraterverträge nach der Pensionierung.

Kommentare sind geschlossen