Griechenland vereinfacht Fahrzeugabmeldung

30. Dezember 2020 / Aktualisiert: 01. Januar 2021 / Aufrufe: 501
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In Griechenland sollen Fahrzeuge fortan per Internet abgemeldet werden können, ohne obligatorisch ein Finanzamt aufsuchen zu müssen.

Eigentümer in Griechenland zugelassener Kraftfahrzeuge sollen ihre Fahrzeuge mittels der neuen Plattform „myCar“ der Unabhängigen Behörde für Öffentliche Einnahmen (AADE) fortan per Internet vorläufig außer Verkehr setzen („abmelden“) können, ohne wie bisher im Regelfall obligatorisch bei einem Finanzamt vorstellig werden und unter anderem Fahrzeugschein und Kennzeichen beibringen / hinterlegen zu müssen.

Die AADE hat zum Ziel, bei den Finanzämtern den Publikumsverkehr wegen Einreichung von Fahrzeugscheinen und Kfz-Kennzeichen zu reduzieren, und appelliert an die Steuerpflichtigen, den Betriebsbeginn der neuen Plattform abzuwarten.

Abmeldung in Griechenland zugelassener Fahrzeuge per Internet

Bis heute (30/12/2020) wurde die Plattform myCar allerdings nicht aktiviert und auch nicht klargestellt, ob und gegebenenfalls inwieweit angesichts der bis zum 26 Februar 2021 verlängerten Zahlungsfrist für die Kraftfahrzeugsteuer 2021 auch die Möglichkeit einer quasi rückwirkenden „Abmeldung“ eingeräumt werden wird, um die Vorauszahlung der Kfz-Steuer für das gesamte nächste Jahr abzuwenden.

Jedenfalls appelliert die AADE an alle, die Kfz-Kennzeichen einreichen (sprich die vorläufige Stilllegung eines Fahrzeugs deklarieren) möchten, nicht die Finanzämter aufzusuchen, sondern das Prozedere über die neue Plattform per Internet abzuwickeln. Fahrzeugschein und Kennzeichen brauchen danach einfach nur noch zu Hause aufbewahrt werden.

Auf diese Weise sollen die sich wegen Abmeldungen und Wiederanmeldungen von Fahrzeugen auf jährlich bis zu 630.000 summierenden Besuche bei den Finanzämtern aufhören.

Empfindliche Sanktionen für missbräuchliche Kfz-Abmeldungen

Im Rahmen der Deklaration einer (vorläufigen) Abmeldung / Stilllegung eines Fahrzeugs sind Anschrift des Eigentümers / Halters und Ort der Stillsetzung des Fahrzeugs anzugeben. Fahrzeugschein und Kennzeichen bleiben zu Hause (letztere müssen abmontiert werden!). Parallel treten sehr viel strengere Sanktionen als bisher in Kraft:

  • Wer zur Deklaration der (vorübergehenden) Stilllegung eines Fahrzeugs schreitet, darf damit nicht mehr verkehren. Zuwiderhandlungen sind fortan mit einer Geldstrafe von 10.000 Euro bewehrt.
  • Wird jemand mehr als einmal „erwischt“, verdreifacht die Geldstrafe sich auf 30.000 Euro und der Führerschein wird für drei Jahre eingezogen.
  • Wird das Fahrzeug an einem anderen als dem deklarierten Ort abgestellt aufgefunden, wird angenommen, dass es betrieben / in Verkehr gesetzt wurde.

Es sei betont, dass besagtes Prozedere nur möglich ist, sofern keine aus vorherigen Jahren herrührende Kfz-Steuern anhängig und fällig gestellt worden sind.

(Quelle: Medienberichte)

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