Griechenland verhängt drastische Verkehrsbeschränkungen

8. November 2020 / Aufrufe: 1.543
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Im Rahmen der in Griechenland bis Ende November 2020 verhängten Massenquarantäne wurden auch rigorose Einschränkungen im Verkehrswesen beschlossen.

Gemäß dem Ministerialbeschluss (KYA) bezüglich der Maßnahmen zur Bewältigung der Verbreitung des Coronavirus Covid-19 traten in Griechenland ab gestern (07 November 2020) und bis einschließlich Samstag, dem 30 November 2020, neue Regeln hinsichtlich des Beförderungswesens (Massenbeförderungsmittel, Taxi, Pkw, KTEL, touristische Busse, Flugbeförderungen, Fahrschulen, KTEO / TÜV) in Kraft.

Detailliert gilt laut einer Bekanntmachung des Ministeriums für Infrastrukturen und Verkehrswesen während der Dauer des derzeitigen Lockdown’s:

Verkehrsmittel, Taxi, Pkw, Beförderung von Schülern, Lehrern und Personal

Die (öffentlichen) Massenbeförderungs- / Verkehrsmittel arbeiten unter Sicherstellung einer hinreichenden Verkehrsfrequenz mit einer maximaler Auslastung von 65 %.

In Taxis und privaten Pkw sind zusätzlich zu dem Fahrer bis zu einem Passagier / Mitfahrer gestattet. Die Überschreitung der Mitfahrergrenze ist nur gestattet, sofern dem Fahrzeug minderjährige Kinder, deren Verbleib zu Hause unter der Aufsicht eines Erwachsenen nicht möglich ist, oder eine Person zusteigen, die für ihre Bewegung der Hilfe eines zweiten Passagiers bedarf.

In Doppelkabinen-Fahrzeugen „gemischter Nutzung“ und sogenannten „Vans“ sind zusätzlich zu dem Fahrer bis zu zwei Personen gestattet. Die Überschreitung der Mitfahrergrenze ist nur gestattet, sofern dem Fahrzeug minderjährige Kinder zusteigen, deren Verbleib zu Hause unter der Aufsicht eines Erwachsenen nicht möglich ist.

Sofern es sich um Schüler in außerstädtischen Gebieten handelt, die für ihre Fahrt zur Schule ein Taxi nutzen, ist unter Vorlage einer einschlägigen Bestätigung des Schulleiters die Beförderung von bis zu vier Personen gestattet. Die selbe Möglichkeit besteht unter Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung auch für den Fall von Lehrkräften in außerstädtischen Gebieten, die sich entweder eines Taxis oder eines Fahrzeugs einer der Lehrkräfte bedienen.

In privaten Pkw ist das Tragen der Maske nicht obligatorisch, wenn sich darin nur der Fahrer befindet, die Passagiere Eheleute oder zusammenlebende Partner oder Verwandte 1. und 2. Grades sind.

Der Betrieb für die Personalbeförderung von und zu der Arbeitsstelle genutzter dienstlicher Personenwagen ist nur unter Vorzeigen einer Bescheinigung des Arbeitgebers und eines einschlägigen Fahrtenbuchs / -scheins, aus dem die Fahrtstrecke des Fahrzeugs hervorgeht, und unter der Voraussetzung gestattet, dass maximal 50 % der verfügbaren Passagierplätze besetzt werden.

Für die Nichteinhaltung der Hygienemaßnahmen, die sich auf öffentlich genutzte Personenwagen, Nah- und Fernverkehrsbusse von KTEL / KTEL SA, Busse einzelner Kraftfahrer auf unrentablen Linien, Touristenbusse und touristische Stadtrundfahrtsbusse offenen oder geschlossenen Typs, Privatbusse, kommunale (Nahverkehrs-) Busse sowie auch der Zuständigkeit der Verkehrsbetriebe Athen und Thessaloniki (OASA SA und OASTH SA) unterliegende Busse beziehen, wird fallweise dem Fahrer oder / und den Insassen des Fahrzeugs eine Verwaltungsstrafe in Höhe von 150 (bzw. jüngsten Informationen zufolge sogar 300) Euro auferlegt.

Falls ein Passagier keine Maske trägt, wird ihm der Zugang zum Verkehrsmittel untersagt.

Flughäfen und Flugbeförderungen

In den Ankunfts- und Warteräumen und innerhalb von Flughäfen sowie auch während der Dauer aller In- und Auslandsflüge sind Personal und Passagiere verpflichtet, eine nicht-medizinische (Gesichts-) Maske zu tragen.

Die Passagiere schulden, den Anweisungen des mit den Aufgaben zur Beaufsichtigung, Handhabung von Massen und Unterstützung der Passagiere beauftragten ständigen oder außerordentlichen Personals der Flughäfen oder der Fluggesellschaften Folge zu leisten, damit die notwendigen Abstände eingehalten und zur Vermeidung von Gedränge der kontrollierte Ein- und Ausstieg und Warteaufenthalt sichergestellt werden.

Fahrschulen und Führerscheinprüfungen

Der Betrieb der Fahrschulen wird ausgesetzt. Gestattet sind nur Unterrichtung und (theoretische und praktische) Prüfung von Anwärtern für Bus- und Lastwagenführerscheine, einschließlich auch der Prüfung für die Bescheinigungen beruflicher Eignung, bei Einhaltung eines Abstands von 1,5 Metern und Teilnahme von bis zu fünf Schülern.

Die Durchführung theoretischer und praktischer Prüfungen für (alle übrigen) Führerscheinanwärter wird ausgesetzt.

Im Fall einer Nichteinhaltung der Hygienemaßnahmen durch Fahrschulen wird eine Verwaltungsstrafe von 1.000 Euro für den ersten Verstoß und von 2.000 Euro für den zweiten Verstoß verhängt.

Kfz-Prüfstellen (KTEO / TÜV):

Der Betrieb der Kraftfahrzeug-Prüfstellen wird ausgesetzt, unter ausschließlicher Ausnahme der öffentlichen und privaten Prüfzentren für technische Fahrzeugkontrollen (KTEO / „TÜV“), die über eine genehmigte – lizenzierte automatische Prüfstrecke für sogenannte „Schwerfahrzeuge“, sprich die technische Kontrolle von Lastwagen und Bussen verfügen.

In den Fällen eines ausnahmsweise gestatteten Betriebs darf die maximale Anzahl wartender Personen neun Personen nicht übersteigen, während das Eintreffen nur nach telefonischer oder mit elektronischen Mitteln erfolgender Terminvereinbarung erfolgt und den Kontrollorganen die einschlägige Liste vorzuzeigen ist.

Im Fall einer Nichteinhaltung der Hygienemaßnahmen durch Fahrzeugprüfstellen wird eine Verwaltungsstrafe von 1.000 Euro für den ersten Verstoß und von 2.000 Euro für den zweiten Verstoß verhängt.

(Quelle: zougla.gr)

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