Griechenland erwägt strengeren Lockdown

18. November 2020 / Aufrufe: 1.163
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Griechenland erwägt einen noch strengeren Lockdown in Nordgriechenland und die Schließung der terrestrischen Grenzen.

Informationen zufolge untersucht die griechische Regierung unter anderem die „Versiegelung“ der nördlichen Landgrenzen, da die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus Covid-19 nicht sinken will.

Konkret wurden in Griechenland am 18 November 2020 wieder über 3.000 neue Fälle bekannt gegeben, davon über 900 allein im Verwaltungskreis Thessaloniki, während bei den auf Intensivstationen mithilfe Vitalfunktionen unterstützender Apparaturen behandelten Patienten mit 480 Personen ein neuer Rekord verzeichnet wurde.

Beunruhigende Verbreitung des Coronavirus in Nordgriechenland

Besondere Beunruhigung ruft bei den Experten die Lage in Nordgriechenland hervor, wo die Verhängung eines noch strengeren Lockdown wahrscheinlich ist, da laut den heutigen Angaben des Nationalen Trägers für Öffentliche Gesundheit (EODY) allein in Thessaloniki 905 Neuinfektionen ausfindig gemacht wurden und Gesundheitsminister Vasilis Kikilias auf Anregung des Spezialisten für Infektionskrankheiten, Sotiris Tsiodras, bekannt gab, der Verwaltungskreis Thessaloniki befinde sich fortan im „roten Bereich“.

Quelle zur Beunruhigung stellt ebenfalls die große Verbreitung des Virus an den terrestrischen Grenzen Griechenlands, aber auch in den Regionen dar, wo Bewegungen von Landarbeitern beobachtet werden. Informationen zufolge sind also neue Maßnahmen in den kommenden Tagen an den terrestrischen Grenzen Griechenlands aufs Tapet gebracht worden, während es Vorschläge für ein noch strengeres Lockdown in ganz Nordgriechenland gibt.

Hohe Mortalität auf Intensivstationen behandelter Corona-Patienten

Es ist anzumerken, dass in Thessaloniki die Intensivstationen der öffentlichen Krankenhäuser praktisch zu 100 % ausgelastet sind und jedes wie auch immer frei werdende Bett umgehend wieder belegt wird. Theodoros Vasilakopoulos, Professor für Pneumologie und Intensivmedizin an der Medizinischen Schule der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen, schätzte sogar ein, von den derzeit landesweit 480 auf Intensivstationen behandelten Corona-Patienten werden wenigstens 200 versterben, was eine bis zu 40 % erreichende Mortalität bedeutet.

Im Gespräch mit der Radiostation SKAI unterstrich der Professor: „Offensichtlich wird die Anzahl der Toten zunehmen, jedoch ist das der Preis, den wir in dieser Phase zahlen. Es soll uns eine Lehre sein, auf dass wir nicht wieder hier angelangen.“ Parallel erklärte er, die Quarantäne sei effizient, solange auch jeder von uns die Maßnahmen einhält, da nicht neben jedem Bürger einen Polizisten geben könne.

(Quelle: Medienberichte)

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